Clicks10.4K

The Christmas Truce of 1914

Irapuato
2
Methos19878 on Dec 21, 2008 The Christmas Truce of 1914
Irapuato
Der Weihnachtsfrieden (englisch Christmas Truce, „Weihnachtswaffenstillstand“ bzw. „Weihnachtswaffenruhe“) war ein von der Befehlsebene nicht autorisierter Waffenstillstand während des Ersten Weltkrieges am 24. Dezember 1914 und an den folgenden Tagen. Er fand an einigen Abschnitten der Westfront statt, wo es vor allem zwischen Deutschen und Briten in Flandern zu spontanen Verbrüderungen kam. …More
Der Weihnachtsfrieden (englisch Christmas Truce, „Weihnachtswaffenstillstand“ bzw. „Weihnachtswaffenruhe“) war ein von der Befehlsebene nicht autorisierter Waffenstillstand während des Ersten Weltkrieges am 24. Dezember 1914 und an den folgenden Tagen. Er fand an einigen Abschnitten der Westfront statt, wo es vor allem zwischen Deutschen und Briten in Flandern zu spontanen Verbrüderungen kam. Keine Schusswechsel in diesem Zeitraum gab es aber auch an Teilen der Ostfront. Der Weihnachtsfrieden des Jahres 1914 bezeichnet heute vor allem die Ereignisse an der Front zwischen Mesen und Nieuwkapelle, an der sich Deutsche und Briten gegenüberstanden.
de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsfrieden_(Erster_Weltkrieg)

Die Ereignisse des Jahres 1914 sind Bestandteil der britischen kollektiven Erinnerung und werden oft romantisch verklärt wiedergegeben. Die realen Begebenheiten sind heute kaum mehr zu rekonstruieren. Berichte der Geschehnisse waren unzusammenhängend oder widersprachen sich, manche Überlieferungen wurden im Laufe der Zeit ausgeschmückt und die offiziellen Unterlagen enthielten kaum verwertbare Informationen.
Auslösende Elemente des Waffenstillstandes
Viele Soldaten aller Kriegsparteien waren 1914 enthusiastisch und voller Siegesgewissheit in den Krieg gezogen und hatten gehofft, „bis Weihnachten“ wieder zu Hause zu sein. Dieser Optimismus verflog allerdings bald. Die bittere Realität der Schlachten im Spätsommer und Herbst 1914 hatte in wenigen Monaten eine deutliche Ernüchterung auf beiden Seiten der Front bewirkt.
Die Gräben der Westfront Ende 1914 [Bearbeiten]
Hauptartikel: Grabenkrieg im Ersten Weltkrieg
Der Krieg, der von deutscher Seite gemäß dem Schlieffenplan als schnelles Umfassungsmanöver gegen die Truppen der Entente geplant gewesen war, hatte nach der Ersten Marneschlacht ein anderes Gesicht bekommen: Die Kontrahenten sahen sich aufgrund der neuartigen Kampfbedingungen, den damit einhergehenden hohen Personalverlusten sowie Munitionsmangel zunehmend zu einer defensiven Grundhaltung gezwungen. Nachdem die Versuche beider Seiten, den Gegner in einer offenen Flanke anzugreifen, im Norden bzw. am Ufer der Nordsee (Wettlauf zum Meer) gescheitert waren, war der Bewegungskrieg Ende 1914 zu einem Grabenkrieg geworden, also zu einem Stellungskrieg, bei der die Fronten aus einem System aus Schützen- und Laufgräben bestehen.
Schnelle Siege waren durch überraschende Manöver wie etwa Überflügelungen also nicht mehr zu erringen. Die Soldaten lagen sich nun zwischen der Schweiz und dem englischen Kanal in Grabensystemen gegenüber. Diese waren zunächst unzusammenhängend und teilweise improvisiert und wurden unter enormen Anstrengungen nach und nach vervollständigt und ausgebaut. Ende 1914 boten die meisten Schutzstellungen wenig Schutz gegen Scharfschützen oder Handgranaten.
Man war nicht recht vorbereitet auf diese Art der Kriegsführung, die allerdings bereits den Burenkrieg und in weit größerem Maßstab den Russisch-Japanischen Krieg zehn Jahre zuvor geprägt hatte. Die Soldaten mussten sich in neuen, ungewohnten Situationen zurechtfinden, die zudem durch das extrem schlechte Wetter im Herbst 1914 verschärft wurde: Viele Gräben der nördlichen Westfront hatten sich in eisige Schlammlöcher verwandelt. Nach nur fünf Monaten war die Westfront weitgehend erstarrt; ein Ende des Krieges war nicht abzusehen.
Überreste der menschlichen Zivilisation [Bearbeiten]
Ende 1914 konnte der Soldat in seinem Schützengraben noch Überreste menschlicher Zivilisation und Kultur an der Front erkennen. Anders als in den späteren Kriegsjahren waren Kirchen und Dörfer noch nicht völlig zerschossen, Felder konnten noch als solche erkannt werden. Die Materialschlacht mit dem typischen Trommelfeuer der Artillerie bildete sich erst ab 1915/1916 voll aus.
Auf beiden Seiten gab es noch ein übergreifendes christliches Bewusstsein von Weihnachten als Fest der Nächstenliebe. Es kam auch in den in mehreren Sprachen ähnlich klingenden Weihnachtsliedern zum Ausdruck (Stille Nacht, heilige Nacht: Silent night, holy night/Douce nuit, sainte nuit). Ebenfalls bekannt war unter den Soldaten die Botschaft des neuen Papstes Benedikt XV., der in seiner Antrittsrede im August 1914 um einen Waffenstillstand zu Weihnachten gebeten hatte. Dieser Wunsch wurde aber von den Krieg führenden Parteien abgelehnt, ebenso ein ähnliches Ersuchen des Erzbischofs von Paris, Léon-Adolphe Amette.
Tradition zwischen den Gräben [Bearbeiten]
Es kann heute nicht mehr genau nachvollzogen werden, wie der Waffenstillstand am 24. Dezember 1914 zustande kam. Ausgangspunkt war vermutlich die Umgebung von Ypern. Hier lagen die Truppen der British Expeditionary Force an ihrem 27 Kilometer langen Frontabschnitt, den sie nach der Ersten Flandernschlacht halten mussten, oft nur 50 bis 100 Meter von den deutschen Linien entfernt. Durch diese Nähe war es hier leicht möglich, mit dem Feind Sprechkontakt aufzunehmen. Belegt ist, dass bereits vor der Weihnachtszeit in ruhigeren Kampflagen deutsche und britische Einheiten kurz die Waffen niederlegten, um Gefallene oder Verwundete zu bergen oder einfach wegen zu starker Erschöpfung. Das ist sogar für Situationen nach schweren Gefechten dokumentiert.
Solches Verhalten hatte eine gewisse Tradition zwischen gegnerischen Kriegsparteien: Im Französisch-Britischen Krieg saßen die Gegner am gemeinsamen Lagerfeuer und spielten Karten, im Krimkrieg teilten sie Verpflegung und Tabak, im Amerikanischen Bürgerkrieg angelten sie am gleichen Fluss und sammelten zusammen Beeren. Aus der Zeit des Zweiten Burenkrieges ist sogar ein Fußballspiel zwischen Buren und Engländern überliefert. Aus dem Zweiten Weltkrieg ist bekannt, dass Einheiten des Afrika-Korps und der Briten zusammen Lili Marleen hörten.
Der Waffenstillstand [Bearbeiten]
Geschenke und Pakete auf beiden Seiten [Bearbeiten]
Am 23. Dezember 1914 wurde dies verstärkt durch den Wunsch, die aus der Heimat angekommenen Weihnachtsgeschenke in Ruhe und ohne Todesangst öffnen zu können. Jeder britische Soldat erhielt ein Päckchen des Königs, in dem er unter anderem eine Princess Mary Box fand, eine Metalldose mit dem gravierten Profilbildnis von Princess Mary, der einzigen Tochter George V. Die Schachtel enthielt Schokolade, Scones (britisches Gebäck), Zigaretten, Tabak und eine Grußkarte der Prinzessin. Ein Faksimile des Königs stellte Georg V. als Truppenvater dar, der seinen Truppen wünscht: “May God protect you and bring you home safe” (deutsch: „Möge Gott Euch schützen und sicher nach Hause bringen“). 355.000 dieser Princess Mary Boxes wurden 1914 verschickt.
Viele deutsche Soldaten bekamen zu Weihnachten 1914 aus öffentlichen Mitteln gestiftete Geschenksendungen ihrer Heimatgemeinden, daneben Pakete ihrer Familien mit warmer Bekleidung, Essen, Alkohol, Zigaretten, Briefen usw. 1914 herrschte im Gegensatz zu den späteren Kriegsjahren noch keine besondere Knappheit an Nahrungs- und Genussmitteln in Deutschland. Zudem hatte die Oberste Heeresleitung zehntausende Miniaturweihnachtsbäume an die deutschen Fronten versandt, die zu Weihnachten angezündet werden sollten.
Ein vergleichbarer Aufwand wurde in Frankreich und Belgien nicht getrieben. Das Weihnachtsfest hatte allerdings dort traditionell bei weitem nicht dieselbe Bedeutung wie in Deutschland. Hinzu kam, dass beide Länder im Gegensatz zu Deutschland oder Großbritannien direkt vom Krieg mit seinen Zerstörungen betroffen waren. Franzosen und Belgier kämpften auf eigenem Territorium, und ihre Erbitterung gegen den Kriegsgegner Deutschland war sicher noch deutlich größer als die der Briten.
Moralisch gestärkt von den Zuwendungen aus der Heimat erhielten viele Soldaten zum ersten Mal nach Wochen und Monaten der Entbehrungen wieder eine Ahnung von einem Leben im Frieden. Ansonsten war ihre Lebenssituation, oft Kälte und Schmutz ausgesetzt, weiterhin trostlos. Die Front war erst vor kurzem erstarrt, Betreuungs- und Fürsorgeeinrichtungen zur Erhaltung eines minimalen Komforts für die Soldaten mussten erst nach und nach im Hinterland aufgebaut werden. Andererseits war das Kampfgebiet auch noch nicht zu der perfektionierten, tiefgegliederten Trennlinie späterer Jahre geworden. Eine Munitionskrise lähmte beide Seiten, abgesehen davon, dass es im Ersten Weltkrieg eine ununterbrochene Kriegführung zu Winterzeiten ohnehin kaum gab. Das brachte Soldaten auf beiden Seiten dazu, sogar den noch relativ nahen Gegner an der weihnachtlichen Tradition des Schenkens und Teilens teilhaben zu lassen. Ein Korrespondent einer englischen Zeitung schrieb, es sei einigen Deutschen gelungen, einen Schokoladenkuchen über das Niemandsland zu befördern, der nur zu gerne von den Briten angenommen worden sei. Es scheint ebenfalls ein deutscher Soldat gewesen zu sein, der seinen britischen Kameraden auf Englisch zurief, dass die Deutschen um eine bestimmte Uhrzeit (einige Quellen geben 7:30 Uhr an) einige Weihnachtslieder singen wollten und dass der „Tommy“ doch deshalb nicht schießen möge. Als Zeichen wolle er Kerzen auf den Grabenrand stellen. Die Briten akzeptierten den Wunsch. Als das Konzert der Deutschen beendet war, applaudierten die Gegner und wurden von den Deutschen aufgefordert mitzusingen. Einer der Briten rief, er würde eher sterben als Deutsch zu singen, worauf die Deutschen lachend zurückriefen, dass sie ihn umbringen würden, falls er das tun würde. Die Briten begannen auf Englisch zu singen und viele Deutsche stellten nach und nach ihre Tannenbäume auf die Grabenränder.
24. Dezember – Feinde im Niemandsland [Bearbeiten]
Der Morgen des 24. Dezember brachte einen klaren Tag. Der ständige Regen hatte aufgehört, an einigen Stellen des Sektors wurde zwar noch geschossen, an den meisten jedoch war Stille eingekehrt, die nur durch Zurufe der einander gegenüberliegenden Soldaten unterbrochen wurde. Erste Männer riefen den Gegner an, dass sie ihre Gefallenen bergen wollten. Es wurde nicht geschossen, als sie unbewaffnet ins Niemandsland gingen. Nachdem die Toten beerdigt waren, begannen die Soldaten miteinander zu sprechen, vor allem auf Englisch, da viele Deutsche durch die vom Kaiser propagierte Nähe zu England die Sprache gelernt oder sogar in Großbritannien gearbeitet hatten.
Entgegen der verbreiteten Auffassung, nur einfache Soldaten hätten aus Protest, weil sie sich als „Kanonenfutter“ fühlten, ihre Waffen niedergelegt, nahmen auch viele Offiziere an den Ereignissen teil und führten stellenweise sogar Verhandlungen. Einer dieser Offiziere war Leutnant Kurt Zehmisch vom sächsischen Infanterieregiment 134, ein französisch und englisch sprechender Lehrer aus Weischlitz im Vogtland. Zehmisch notierte in seinem Tagebuch, er habe seinen Leuten befohlen, während der Weihnachtsfeiertage nicht auf den Gegner zu schießen. Sie hätten Kerzen und Tannenbäume auf die Gräben zu stellen. Weiter schrieb er, dass die Briten durch Pfeifen und Klatschen ihre Zustimmung mitteilten und dass er – wie die meisten seiner Kameraden – die ganze Nacht wach geblieben sei. Am folgenden Tag hielt Zehmisch fest, dass einige Briten mit einem Fußball aus ihrem Graben gekommen seien. Sie hätten hin und her gekickt. Der kommandierende englische Offizier und er selbst seien der übereinstimmenden Meinung gewesen, dass all dies unvorstellbar und unglaublich wunderbar sei.
Viele Befehlshaber wie der Chef der British Expeditionary Force, Sir John French, erließen allerdings scharfe Disziplinierungsbefehle gegen die eigenen Truppen. Andere wiederum sahen die Weihnachtsepisode eher gelassen und waren der Überzeugung, dass nach Weihnachten der Krieg wie gewohnt weiterginge. Die Hierarchien beider Kriegsparteien reagierten auf die Ereignisse ähnlich ambivalent.
Einzelne Ereignisse und Erinnerungen [Bearbeiten]
Beim Dorf Fromelles in Frankreich – westlich Lille und etwa 30 Kilometer südlich von Ypern gelegen – betraten Soldaten der Gordon Highlanders das etwa 80 Meter breite Niemandsland, um ihre Gefallenen zu bergen.
Ein gemeinsamer Gottesdienst wurde gefeiert, Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte …“) wurde gesprochen, zuerst in Englisch vom Regimentspfarrer und dann auf Deutsch von einem englischen Studenten. Die Deutschen standen auf einer Seite, die Briten auf der anderen, alle hatten ihre Kopfbedeckungen abgelegt, erinnert sich der second lieutenant Arthur Pelham Burn in seinem Tagebuch:
“The Germans formed up on one side, the English on the other, the officers standing in front, every head bared. Yes, I think it was a sight one will never see again.”
„Die Deutschen standen auf der einen Seite zusammen, die Engländer auf der anderen. Die Offiziere standen in der vordersten Reihe, jeder hatte seine Kopfbedeckung abgenommen. Ja, ich glaube dies war ein Anblick, den man nie wieder sehen wird.“
– Tagebucheintrag 1914[1]
An derselben Stelle notierte der britische Captain (Hauptmann) R. J. Armes in einem Brief, dass er vereinzelte Schüsse und ein Geschütz in der Ferne gehört habe, dass aber sonst Stille gewesen sei. Er erlaubte einigen Soldaten, sich mit den Deutschen zu treffen. Sie tauschten dann im Niemandsland Tabak und unterhielten sich, soweit das möglich war.
An einer anderen Stelle übergaben sächsische Soldaten ihren britischen Kontrahenten von den Royal Welsh Fusiliers zwei Fässer Bier. Captain C. I. Stockwell notierte im Bataillonstagebuch, dass plötzlich ein halbes Dutzend Sachsen ohne Waffen auf den Schützengräbenrändern gestanden hätten. Er lief zu seinen Soldaten, die mit Gewehren im Anschlag seine Befehle erwarteten, während die Sachsen riefen: “Don't shoot. We don't want to fight today. We will send you some beer.” (deutsch: „Nicht schießen. Wir wollen heute nicht kämpfen. Wir schicken Euch Bier rüber.“) Dann sei ein Fass von drei Deutschen in die Mitte des Niemandslandes gerollt worden. Ein deutscher Offizier war erschienen und ging auf das Fass zu. Stockwell tat es ihm gleich, wobei sie sich förmlich grüßten. Der deutsche Offizier sprach kein Wort Englisch und sagte auf Deutsch, die Briten sollten das Bier ruhig nehmen, es wäre noch viel davon da. Im Austausch ließ Captain Stockwell mehrere Christmas Puddings zu den Deutschen schicken. Ein deutscher Soldat hatte den Offizieren Gläser und zwei Flaschen Bier gebracht. Sie stießen an und gingen danach zu ihren Linien zurück. Auf beiden Seiten wurde den ganzen Abend gesungen.
In einem in der Times veröffentlichten Brief erklärte der deutsche Leutnant Niemann, dass in seinem Sektor bei Frelinghien-Houplines ein Fußballspiel ausgetragen wurde, das 3:2 für die Deutschen ausgegangen sei – ein Wahrzeichen des Weihnachtsfriedens, das zur Legendenbildung beitrug. Der Wahrheitsgehalt kann jedoch heute nicht mehr geprüft werden. Sicher ist jedoch, dass es zu einem unorganisierten Gekicke zwischen den Gegnern kam, dass dabei allerdings nicht auf ein Tor geschweige denn mit einem Schiedsrichter gespielt wurde.
Entsprechend mehreren Berichten gab es im Niemandsland weiterhin mindestens ein gemeinsames Schweinegrillen, gegenseitiges Haareschneiden und Rasieren, mehrere Fußballspiele und es kam viele Male zum Austausch von Genussmitteln wie Tabak, Zigaretten und Schokolade.
An einem französischen Frontabschnitt brachte ein Deutscher einen betrunkenen Franzosen zu seiner Stellung zurück und legte ihn vor dem Stacheldrahtverhau nieder.
Die meisten Berichte stammen von britischer Seite, der bekannteste von Captain Sir Edward Hulse (gefallen 1915) von den Scots Guards, der, als er aus dem Hauptquartier zurückgekommen war, feststellen musste, dass es zu Verbrüderungen kam.
“Scots and Huns were fraternizing in the most genuine possible manner. Every sort of souvenir was exchanged, addresses given and received, photos of families shown, etc. One of our fellows offered a German a cigarette; the German said, ‘Virginian?’ Our fellow said, ‘Aye, straight-cut’, the German said ‘No thanks, I only smoke Turkish!’ […] It gave us all a good laugh.”
„Zwischen Schotten und Hunnen [englisches Schimpfwort für Deutsche] fand weitestgehende Verbrüderung statt. Alle möglichen Andenken wurden ausgetauscht, Adressen gingen her- und hinüber, man zeigte sich Familienfotos usw. Einer von uns bot einem Deutschen eine Zigarette an. Der Deutsche fragte: ‚Virginia’? Unserer sagte: ‚Klar, einwandfrei’. Darauf der Deutsche: ‚Nein, danke, ich rauche nur türkischen...’ […] Darüber haben wir alle sehr gelacht.“
– Bataillonstagebuch der Scots Guards Dezember 1914
Das Ende des Waffenstillstandes [Bearbeiten]
Man geht heute davon aus, dass mindestens 100.000 Soldaten der an der Westfront kämpfenden Parteien an dem Waffenstillstand teilgenommen haben, hauptsächlich Briten und Deutsche. Der Waffenstillstand und die Verbrüderungen wurden vor allem am 23. und 24. Dezember 1914 beobachtet, vereinzelt waren längere Feuerpausen zu beobachten, einige sogar bis in den Januar 1915 hinein. Wie es die soldatische Tradition des 19. Jahrhunderts vorschrieb, gab es an weniger bedeutsamen Sektoren der Front auch inoffizielle und kurze Abmachungen zur Pflege der Verwundeten und Bergung der Toten, die aber nie in den Berichten der Armeeführungen auftauchten.
Der allgemeine Waffenstillstand endete an einigen englischen Abschnitten erst am 26. Dezember (Boxing Day), an bestimmten schottischen am Neujahrstag, da dies von den schottischen Soldaten als ein besonderes Fest gefeiert wurde. Der Bataillonsbericht von Captain J. C. Dunn und Captain C. I. Stockwell von den Royal Welsh Fusiliers, welche die Fässer mit Bier bekommen hatten, kann als authentisch und beispielhaft gelten: Um 8:30 Uhr wurden drei Schuss in die Luft gefeuert und die Briten hissten eine Flagge mit der Aufschrift „Merry Christmas“. Auf der anderen Seite der Front erschien ein deutscher Hauptmann, der ein Tuch in die Höhe hielt, auf dem „Thank you“ geschrieben stand. Beide salutierten und gingen in ihre Gräben zurück. Ein deutscher Soldat schoss zweimal in die Luft, danach war wieder Krieg.
Konsequenzen [Bearbeiten]
Auf beiden Seiten der Front hatte der Waffenstillstand kein disziplinarisches Nachspiel. In der deutschen Presse wurde er niemals erwähnt, obwohl die Ereignisse durch entsprechende Aufzeichnungen der OHL belegt sind. Die britische und französische Berichterstattung war freizügiger, jedoch wurde das Ausmaß auf eine kleine Verbrüderung an einem unwesentlichen Frontabschnitt reduziert.
Weihnachten 1915 gab es wiederum Versuche der Truppen, das Geschehen des Vorjahres zu wiederholen. Es wurde allerdings diesmal von den Befehlshabern unter Androhung von Kriegsgerichtsverfahren nicht mehr geduldet. Ab 1916 gab es schließlich auch die inoffiziellen, kleinen Waffenstillstände zwischen den Gegnern nicht mehr. Das Niemandsland war zu einer ständigen Kampfzone geworden.
Irapuato
The Christmas truce was a series of widespread unofficial ceasefires that took place along the Western Front around Christmas of 1914, during the First World War. Through the week leading up to Christmas, parties of German and British soldiers began to exchange seasonal greetings and songs between their trenches; on occasion, the tension was reduced to the point that individuals would walk …More
The Christmas truce was a series of widespread unofficial ceasefires that took place along the Western Front around Christmas of 1914, during the First World War. Through the week leading up to Christmas, parties of German and British soldiers began to exchange seasonal greetings and songs between their trenches; on occasion, the tension was reduced to the point that individuals would walk across to talk to their opposite numbers bearing gifts. On Christmas Eve and Christmas Day, many soldiers from both sides – as well as, to a lesser degree, from French units – independently ventured into "No man's land", where they mingled, exchanging food and souvenirs. As well as joint burial ceremonies, several meetings ended in carol-singing. Troops from both sides had also been so friendly as to play games of football with one another.[1]
The truce is seen as a symbolic moment of peace and humanity amidst one of the most violent events of modern history. It was not ubiquitous, however; in some regions of the front, fighting continued throughout the day, whilst in others, little more than an arrangement to recover bodies was made. The following year, a few units again arranged ceasefires with their opponents over Christmas, but to nothing like the widespread extent seen in 1914; this was, in part, due to strongly worded orders from the high commands of both sides prohibiting such fraternisation.
The truces were not unique to the Christmas period, and reflected a growing mood of "live and let live", where infantry units in close proximity to each other would stop overtly aggressive behaviour, and often engage in small-scale fraternisation, engaging in conversation or bartering for cigarettes. In some sectors, there would be occasional ceasefires to go between the lines and recover wounded or dead soldiers, whilst in others, there would be a tacit agreement not to shoot while men rested, exercised, or worked in full view of the enemy. However, the Christmas truces were particularly significant due to the number of men involved and the level of their participation – even in very peaceful sectors, dozens of men openly congregating in daylight was remarkable.
en.wikipedia.org/wiki/Christmas_truce