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Myanmar: Die Bewohner des Inle-Sees
In dieser Folge ist er zu Gast im schwimmenden Dorf Pauk Par in Myanmar. Seine Bewohner entwickelten im Laufe der Jahrhunderte ein Leben in Einklang mit dem Wasser. Alles steht in dem schwimmenden Dorf Pauk Par auf Pfählen.
Mit einer Fläche von 116 Quadratkilometern ist der Inle-See in Myanmar der zweitgrößte See des Landes und Heimat der Intha.
Vor 500 Jahren durch Stammeskriege vertrieben, fand die Volksgruppe auf dem See Zuflucht – und entwickelte im Laufe der Jahrhunderte ein Leben in Einklang mit dem Wasser. Ob Häuser, Geschäfte oder Schulen: Alles steht in dem schwimmenden Dorf Pauk Par auf Pfählen. So auch das Wohnhaus von Mengue, bei der Philippe Simay in dieser Folge zu Gast ist. Wie die meisten Intha leben Mengue und ihre Familie in einer einzigartigen Symbiose mit dem Wasser. Ihr Haus wurde auf 30 stabilen Stelzen errichtet und hat mehrere Ebenen, die der Familie auch während der Regenzeit, wenn das Wasser besonders hoch steht, genügend Wohnraum bietet. Die Feuchtigkeit nagt jedoch das ganze Jahr über an der Bambuskonstruktion, und so gehören ständige Renovierungsarbeiten selbstverständlich zum Alltag. Mengue teilt sich diese Arbeit mit ihrem Sohn, einem gelernten Zimmermann. Von ihm lässt Philippe sich auch die komplexe Infrastruktur des Dorfes zeigen – ein Labyrinth, in dem man leicht die Orientierung verlieren kann, denn Straßennamen gibt es nicht. Die 200 Familien, die hier leben, kennen sich alle untereinander und wissen genau, wem welches Haus gehört. Wie in allen Dörfern am Inle-See hängt die Wirtschaft auch in Pauk Par vom See ab. Neben dem Fischfang haben die Bewohner des Dorfes eine einzigartige Technik zur Nahrungsgewinnung entwickelt: schwimmende Gärten, die Gemüseanbau auf dem Wasser ermöglichen. Doch das einmalige Ökosystem des Sees – und damit die Lebensgrundlage der Intha – gerät heute durch die Auswirkungen von Tourismus und Umweltverschmutzung zunehmend in Gefahr …