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Was bedeutet Toleranz?

In diesem Video geht es um den häufig gebrauchten Begriff "Toleranz". Doch was bedeutet er wirklich? Bei manchen Wörtern hilft es, die eigentliche Wortbedeutung genauer anzuschauen. Das lateinische …More
In diesem Video geht es um den häufig gebrauchten Begriff "Toleranz". Doch was bedeutet er wirklich? Bei manchen Wörtern hilft es, die eigentliche Wortbedeutung genauer anzuschauen. Das lateinische Wort „tolerare“ heißt „ertragen“, „erdulden“, „aushalten“. Der Frankfurter Philosoph Rainer Forst liefert eine Erklärung des Toleranzbegriffes. Das Toleranzkonzept von Rainer Forst kann man z.B. hier nachlesen: www.amazon.de/…/3593364050 FACEBOOK: www.facebook.com/…/AMODO-Philosoph… Twitter: @amodophilosophy Email: amodo.philosophie@gmail.com Bild- und Grafiklizenz: AMODO image Rainer Forst: commons.wikimedia.org/wiki/File%3aRainer_F… (CC BY-SA 2.0) creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de (Foto von www.stephan-roehl.de )
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Pelekna
Toleranz kann nur freiwillig sein, entweder ich toleriere etwas oder ich toleriere es nicht.
Wenn ein Zwang zur Toleranz für etwas, das ich nicht tolerieren möchte erfolgt, dann ist es keine Toleranz, die mich dazu veranlasst etwas zu tolerieren, sondern es ist eine Notlüge, erfolgt aus einem Selbsterhaltungstrieb.

Wahre Toleranz muss aushalten, dass sie auch mal nicht toleriert wird.
"Ich, der Gefangene im Herrn, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe." (Eph 4, 1-2)
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Mk 16,16
Ich kann nur etwas tolerieren wenn ich das freiwillig tue. Ist meine Toleranz unfreiwillig, dann ist sie erfolgt unter Zwang, das ist also erleiden. Man kann auch freiwillig ein Leid auf sich nehmen, aber das ist dann keine Toleranz mehr sondern etwas anderes.
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Ich habe Ihren Beitrag geliked, @Mk 16,16 , weil ich auch meine, dass zur Toleranz eine Position der Stärke gehört, die sich auch dagegen entscheiden kann. Wie Ihr zweiter Satz dazu gehört, verstehe ich leider nicht. Wenn man aus Toleranz Einschränkungen und sogar Leid, das man sich ersparen könnte, auf sich nimmt, ist das Toleranz. Bei sonstigem Leid, gibt es das, dem man wehrlos ausgeliefert …More
Ich habe Ihren Beitrag geliked, @Mk 16,16 , weil ich auch meine, dass zur Toleranz eine Position der Stärke gehört, die sich auch dagegen entscheiden kann. Wie Ihr zweiter Satz dazu gehört, verstehe ich leider nicht. Wenn man aus Toleranz Einschränkungen und sogar Leid, das man sich ersparen könnte, auf sich nimmt, ist das Toleranz. Bei sonstigem Leid, gibt es das, dem man wehrlos ausgeliefert ist, und das,, was man freiwillig, zum Beispiel aus Liebe oder einem höheren Zweck gehorchend, auf sich nimmt.
@resona, leider kann ich Ihnen weiter unten nicht mehr antworten,, weil ich Gestas Toleranz mal wieder erschöpft habe, so dass er mich sperrt. Meine Antwort an Mk 16,16 paßt eigentlich auch zu Ihrem Beitrag. Sie haben allerdings Recht darin, dass man Ihnen nicht als Ihre Toleranz verkaufen kann, was Sie erleiden müssen, ohne die Wahl zu haben.
Mk 16,16
@njaasNachschlag: unfreiwillige Toleranz war eher ironisch gemeint, natürlich gibt es das nicht wenn wahre Toleranz nur freiwillig möglich ist. Toleranz und freiwilliges Leid ist nur möglich eines höheren Wertes willen.
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Nein, da irren Sie. Dieses Forum kann ganz gut als Beispiel dienen. Da gibt es viele widersprechende Meinungen, manche davon lehnt man deutlich ab. Da greifen einige zu dem gegebenen Machtmittel, die Kommunikation der Abgelehnten zu behindern und sperren und/oder versuchen bei der gloria-Redaktion den Ausschluß zu erreichen, andere tolerieren auch falsche Meinungen, stimmen aber keineswegs zu …More
Nein, da irren Sie. Dieses Forum kann ganz gut als Beispiel dienen. Da gibt es viele widersprechende Meinungen, manche davon lehnt man deutlich ab. Da greifen einige zu dem gegebenen Machtmittel, die Kommunikation der Abgelehnten zu behindern und sperren und/oder versuchen bei der gloria-Redaktion den Ausschluß zu erreichen, andere tolerieren auch falsche Meinungen, stimmen aber keineswegs zu sondern bemühen sich, sie zu widerlegen.
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Pelekna
@nujaasNachschlag
"Da greifen einige zu dem gegebenen Machtmittel, die Kommunikation der Abgelehnten zu behindern und sperren und/oder versuchen bei der gloria-Redaktion den Ausschluß zu erreichen,"

Da hört bei manchen wohl die Toleranz auf.

Wenn sich jemand , vor allem im religiösen Bereich,voll in Sicherheit wähnt und befürchten muss, dass seine Seifenblase zum Platzen gebracht werden …
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@nujaasNachschlag
"Da greifen einige zu dem gegebenen Machtmittel, die Kommunikation der Abgelehnten zu behindern und sperren und/oder versuchen bei der gloria-Redaktion den Ausschluß zu erreichen,"

Da hört bei manchen wohl die Toleranz auf.

Wenn sich jemand , vor allem im religiösen Bereich,voll in Sicherheit wähnt und befürchten muss, dass seine Seifenblase zum Platzen gebracht werden könnte, er oder sie nicht argumentieren darf ohne das Kollektiv mit dabei zu haben, dann wird es eng mit der Toleranz.

Was ich unter diesen Umständen sogar verstehen kann.
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Antiquas
Toleranz
von Gerhard Polt
www.youtube.com/watch
"Wir sollen stets vor Augen haben,daß unter diesen Feinden auch künftige Mitbürger verborgen sind, damit sie es wenigstens bei diesen nicht für vergebliche Geduld halten, ihre Anfeindungen zu ertragen, bis aus ihnen Anfänger werden; wie ja auch hinwieder der Gottesstaat, solang er hienieden pilgert, bei sich solche aus den Reihen der Feinde birgt, die verbunden sind mit ihm durch die Gemeinschaft …More
"Wir sollen stets vor Augen haben,daß unter diesen Feinden auch künftige Mitbürger verborgen sind, damit sie es wenigstens bei diesen nicht für vergebliche Geduld halten, ihre Anfeindungen zu ertragen, bis aus ihnen Anfänger werden; wie ja auch hinwieder der Gottesstaat, solang er hienieden pilgert, bei sich solche aus den Reihen der Feinde birgt, die verbunden sind mit ihm durch die Gemeinschaft
der Sakramente, doch nicht mit ihm teilnehmen werden an dem ewigen Lose der Heiligen [. . .] An der Besserung mancher auch von ihnen darf man jedoch umso weniger verzweifeln, da unter den offenkundigsten Gegnern prädestinierte Freunde verborgen weilen, sich selbst unbewußt. Denn die beiden Staaten sind in dieser Welt ineinander verschlungen und mit einander vermischt, bis sie durch das letzte Gericht getrennt werden."

Augustinus, De civitate Dei, I, 35.
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Heute sind wir 'tolerant' - morgen fremd im eig'nen Land!
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Herzlichen Glückwunsch zu den Anführungsstrichen um das tolerant. @Vered Lavan Ohne die wäre der Satz daneben.
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Toleranz ist das unangenehme Gefühl, der Andere könnte vielleicht doch recht haben.
Ich würde eher sagen, die Aufforderung, genau das zu überprüfen.
@nujaasNachschlag
Das war keine flapsige Bemerkung. Die Wahrheit ist das intoleranteste das es gibt. Sie duldet keine Irrtum. Das Problem ist der Unterschied zwischen objektiver Wahrheit und Rechthaberei. Man sieht das sehr schön hier auf GTV. Bei den Diskussionen verkaufen manche ihre Meinung mit einer Verbissenheit bei der einem Angst und Bange wird.
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Gestas
Wer den kleinen Finger gibt, dem nimmt man die ganze Hand.

Deutsches Sprichwort
Wenn er sie sich nehmen läßt. Bloß weil Großzügigkeit auch ausgenutzt werden kann, will ich nicht kleinlich werden.
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Gestas
Warum kann man nicht einfach anerkennen, das dieser Spruch gut ist und sehr in die heutige Zeit passt?
Warum muß man wie es @nujaasNachschlag macht, und sucht nach Argumenten die die Wirkung des Spruchs abschwächen?
Typisch @nujaasNachschlag
Der Spruch ist ja nicht besser oder schlechter, ob er nun von Aristoteles stammt oder nicht.
Die interessantere und diskussionswürdige Frage ist, ob Toleranz etwas mit dem Untergang zu tun hat.
Das müssen Sie erklären @resona. Im Zusammenleben, zum Beispiel in der Familie, muß ich immer mal zurückstecken und in Einzelfällen sogar aushalten, was mir überhaupt nicht gefällt. Ich würde aber nicht sagen, dass ich da jedesmal ein Stück meiner Identität aufgebe.
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Dann geben Sie doch bitte irgendein Beispiel. Unfreiwillige Toleranz gibt es eigentlich gar nicht, unfreiwillige Anpassung ist Unterdrückung. @resona
Ich habe zum Beispiel mein Leben jahrelang der Pflegebedürftigkeit meines Mannes angepasst, natürlich freiwillig. Meiner Identität hat es nicht geschadet, die besteht nicht in Bewegungsfreiheit oder Urlaubmachen sondern in diesem Fall in einer …More
Dann geben Sie doch bitte irgendein Beispiel. Unfreiwillige Toleranz gibt es eigentlich gar nicht, unfreiwillige Anpassung ist Unterdrückung. @resona
Ich habe zum Beispiel mein Leben jahrelang der Pflegebedürftigkeit meines Mannes angepasst, natürlich freiwillig. Meiner Identität hat es nicht geschadet, die besteht nicht in Bewegungsfreiheit oder Urlaubmachen sondern in diesem Fall in einer einseitigen Überbetonung des Ehefrauseins , jedenfalls für eine bestimmte Zeit. Unfreiwillig wäre das natürlich überhaupt nicht in Frage gekommen, dann wäre zwar meine Identität auch nicht in Frage gestellt worden, die hätte man dann aber "unterdrückte Frau" nennen müssen und dagegen hätte ich mich zu wehren versucht.
Nun ist in einer Wohnung zusammen Verantwortung zu tragen der Härtetest sowohl was Identität als auch was Toleranz angeht. Im 'Rahmen eines Mietshauses sind die Abstände und damit Spielräume größer, da schadet es meiner deutschen Identität nicht, wenn mir auffällt, dass die russisch-deutsche Familie auf meiner Etage und die türkisch-deutsche Familie ein Stockwerk tiefer einige mir fremde Bräuche pflegen. Da ich sie nicht begehen muß, betreffen sie mich noch nicht mal, da ist Toleranz billig.
Sie fängt dann wieder an Nerven und mitunter auch Zeit und Geld zu kosten, wenn man sich in Elternpflegschaften auf irgendwas einigen muß, bei der Wohnumfeldgestaltung und -nutzung, geht weiter über die Verwendung kommunaler Resourcen bis hin zur politischen Organisation unseres Staates. Hin und wieder muß ich dabei erleben, dass meine Interessen unter-gebuttert werden und gut finde ich das nie. Die Frage nach meiner Identität stellt sich dabei nicht, denn meine Interessen bleiben meine Interessen und ich verfolge sie weiterhin.
Ihren ersten Satz würde ich unterschreiben, Ihren letzten nicht. Dulden und Ertragen ist auch eine Qualität. Sehen Sie auf das Kreuz..
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Ja, es heißt genau; Die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft ist Toleranz! Was wirklich stimmt, können wir an der aktuellen Situation ablesen.
Doch, das ist von Aristoteles, das wurde ihm immer zugeschrieben und dann stimmt es auch! Die Überlieferung ist da in der Regel zuverlässlich! Nur heute wird alles abgegraben, sodass neue Beweise, die es eigentlich gar nicht geben kann…More
Ja, es heißt genau; Die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft ist Toleranz! Was wirklich stimmt, können wir an der aktuellen Situation ablesen.
Doch, das ist von Aristoteles, das wurde ihm immer zugeschrieben und dann stimmt es auch! Die Überlieferung ist da in der Regel zuverlässlich! Nur heute wird alles abgegraben, sodass neue Beweise, die es eigentlich gar nicht geben kann, dass es wirklich von ihm stammt, gefordert werden!
Letztlich ist es in dem von Ihnen und Gestas gemeinten Zusammenhang ziemlich egal, ob es Aristoteles wirklich gesagt hat. Es kann sich, wenn es sich auf die griechischen Gesellschaften seiner Zeit bezog, nicht um Toleranz gegenüber Fremden sondern gegenüber den Armen und Ungebildeten des eigenen Volkes gehandelt haben.
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Unterschiede müssen "ertragen" werden:
Wesentliche Unterschiede zwischen Christentum und Islam,
aber trotzdem muss die Wahrheit geschützt werden.
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@Heilwasser
Wobei es zwischen Sach und Personentoleranz zu unterscheiden gilt: Bezüglich der katholischen Wahrheit darf der Katholik dem Heiden oder Häretiker keinen Millimeter entgegen kommen.
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Toleranz meint ja auch nicht die Aufgabe oder Modifizierung des eigenen Standpunkts oder der eigenen Bedürfnisse, sondern man akzeptiert, dass es andere geben kann, die man zu ertragen bereit ist.
@Santiago74
So ist es, denn halb katholisch gibt es nicht (auch nicht 99%).
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unter Toleranz verstehe ich eine freiwillige Gratisleistung
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@Theresia Katharina

Aristoleles spricht (angeblich) von "letzte Tugend". Wobei jedoch eher unsicher ist, ob dieser Ausspruch tatsächlich von ihm stammt: www.christianpost.com/news/the-new-tolerance.html
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Die letzte Eigenschaft einer untergehenden Gesellschaft ist Toleranz! (Aristoteles) @Gestas @Vered Lavan
Wenn der Spruch Aristoteles zu Recht zugeordnet wird, müßte er sich auf die Unterwerfung Athens und der anderen Griechen durch Alexander beziehen.
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