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Hl. Anselm von Canterbury | Der ontologische Gottesbeweis

Santiago74
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Einführung in die Philosophiegeschichte - In diesem Videos geht es um den "Vater der Scholastik": Anselm von Canterbury und sein ontologischer Gottesbeweis.
michael7
Vielleicht könnte man sich dem Problem auch von einer anderen Betrachtungsweise nähern:
Wenn ich mir ein Haus vorstelle, so groß, dass ein größeres nicht gedacht werden kann, so heißt das noch lange nicht, dass diese meine Vorstellung auch existiert.
Mit solchen Beispielen wird oft gegen Anselm argumentiert.
Ob eine Behauptung wahr ist, messen wir aber nicht an relativen Wahrheiten. Sie sind …More
Vielleicht könnte man sich dem Problem auch von einer anderen Betrachtungsweise nähern:
Wenn ich mir ein Haus vorstelle, so groß, dass ein größeres nicht gedacht werden kann, so heißt das noch lange nicht, dass diese meine Vorstellung auch existiert.
Mit solchen Beispielen wird oft gegen Anselm argumentiert.
Ob eine Behauptung wahr ist, messen wir aber nicht an relativen Wahrheiten. Sie sind immer nur wahr, wenn sie dem entsprechen, was wir als absolute Wahrheit schon erkannt haben.
Gott als absolute Wahrheit wird bei allen anderen Urteilen somit schon als existierend vorausgesetzt und erkannt.
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CollarUri
Die Endlichkeit des Menschen angesichts der Unendlichkeit zeigt, dass es ausserhalb der Vorstellungswelt des Menschen noch etwas gibt, dass er sich vorstellen könnte, es aber in seiner begrenzten Lebenszeit nicht zustandebringen wird.
Die Vergänglichkeit des Menschen zeigt, dass etwas anderes, Unvergängliches, nicht menschlichen Ursprungs sein kann, sondern andern Ursprungs sein muss.
Es handelt …More
Die Endlichkeit des Menschen angesichts der Unendlichkeit zeigt, dass es ausserhalb der Vorstellungswelt des Menschen noch etwas gibt, dass er sich vorstellen könnte, es aber in seiner begrenzten Lebenszeit nicht zustandebringen wird.
Die Vergänglichkeit des Menschen zeigt, dass etwas anderes, Unvergängliches, nicht menschlichen Ursprungs sein kann, sondern andern Ursprungs sein muss.
Es handelt sich um die Widerlegung des Cartesius (Descartes) schon vor dessen Geburt. Da der Mensch endlich und vergänglich ist, mitsamt seiner Vorstellung, kann er sich nicht darauf beschränken, dass er existiert, weil er Denken in sich hat ("cogito ergo sum"), ja kann sich nicht einmal darauf verlassen.

Über jeden Gedanken, den du denkst, kannst du wieder einen grösseren Gedanken denken.
Über alles hinaus, was du dir vorstellst, sogar über den Begriff von Unendlichkeit, den du hast, kannst du dir immer wieder etwas Grösseres vorstellen.
Deine Vorstellung kann sich mit vielem befassen bis ins Unendliche, da du aber das Unendliche nicht ganz erfassen kannst, kann sie immer noch weiter und noch weiter ins Unendliche gehen.
Da nun dein Denken das Unendliche, obschon benennt, nicht ganz erreicht, ist das Unendliche höher als das Denken reicht.
Es gibt ein Unendliches, das von deinem Denken nur immer mehr, nicht aber ganz erfasst wird.
Dieses Unendliche ist wohl in Anselms Gedankengang gemeint.
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