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Ehe und Zölibat

Gloria.tv
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Vortrag von Michael Prüller, Pressesprecher der Erzdiözese Wien. Tagung des RPP-Instiuts am Samstag, 15. Oktober, in Heiligenkreuz. Vom Erfahrungshorizont eines Mannes her gesprochen: Zöilbat und …More
Vortrag von Michael Prüller, Pressesprecher der Erzdiözese Wien.
Tagung des RPP-Instiuts am Samstag, 15. Oktober, in Heiligenkreuz.

Vom Erfahrungshorizont eines Mannes her gesprochen: Zöilbat und Ehe sind kein Gegensatzpaar, sondern – wenn sie gelingen – zwei unterschiedliche Manifestationen eines erwachsenen Umgangs mit Sexualität. In beiden Existenzformen ist die Einordnung der Sexualität in die eigene Lebensweise nur dann glücklich, wenn sie in Liebe gebettet und von der Verantwortung getragen ist, die sich aus dem jeweiligen Stand ergibt.
Insofern ist das Lebenszeugnis des Zölibatären für den Ehemann eine ebenso große und wichtige Ermutigung, wie das Lebenszeugnis des Paares, der eine intakte und krisenfeste Ehe führt, für den Zölibatären. Ehe und Zölibat stehen also in Wechselbeziehung zueinander – auch, oder gerade weil beide Lebensformen prekär sind und gewissermaßen Risikoinvestments darstellen. Es geht bei der wechselseitigen Stärkung also nicht nur um den Beweis, dass der Mensch Herr seiner Sexualität sein kann, sondern auch um den Beweis, dass die Hoffnung, auf der die Entscheidung zu einem Leben im Zölibat oder zu einer christlichen Ehe beruht, tatsächlich trägt.
Zölibat und Sex, 6

Einige Anmerkungen von Raphael Bonelli, 6

Jeder Zölibatäre muss ehefähig sein.

Und in beiden legt man sich aus Liebe fest. Das Gegenteil vom Zölibat ist die Untreue, die Beliebigkeit, die Unverbindlichkeit, ein Leben nach Lust und Laune. Das zeitgeistige Ideal. Auf Dauer unerträglich, aber im Moment verführerisch. Ehe und Zölibat haben viel gemeinsam. Zölibat ist nicht …More
Zölibat und Sex, 6

Einige Anmerkungen von Raphael Bonelli, 6

Jeder Zölibatäre muss ehefähig sein.

Und in beiden legt man sich aus Liebe fest. Das Gegenteil vom Zölibat ist die Untreue, die Beliebigkeit, die Unverbindlichkeit, ein Leben nach Lust und Laune. Das zeitgeistige Ideal. Auf Dauer unerträglich, aber im Moment verführerisch. Ehe und Zölibat haben viel gemeinsam. Zölibat ist nicht Junggesellentum im Sinn von „im Moment habe ich halt mal keine Frau, aber mal schaun...“, genau so wenig wie die Ehe bedeutet „im Moment habe ich halt mal diese Frau, aber mal schaun...“. Im Zölibat und in der Ehe gibt man sein Wort, man entscheidet sich fürs Leben. Zölibat ist Verbindlichkeit, Hingabe, in guten wie in schlechten Tagen. Zölibat ist, sich nicht ständig nach seinen eigenen „Bedürfnissen“ zu orientieren – so wie auch die Ehe. Das wäre der Tod der Liebe.