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Lebenslänglich im Dienst Gottes

Don Reto Nay
203
Mk 16,16
Ich kenne Ehepaare, die haben jedes zweite Wochenende Ehekrieg, die wären gerne alleine. Wenn der Pater in seinem Kloster alleine ist, dann wäre er möglicherweise auch in einer Ehe nicht richtig glücklich. Die Aufgabe des Zölibats würde kein einziges psychologisches Problem lösen, sondern nur viele neue Probleme schaffen. Mal abgesehen davon, daß die Aufhebung des Zölibats nicht mit der …Mehr
Ich kenne Ehepaare, die haben jedes zweite Wochenende Ehekrieg, die wären gerne alleine. Wenn der Pater in seinem Kloster alleine ist, dann wäre er möglicherweise auch in einer Ehe nicht richtig glücklich. Die Aufgabe des Zölibats würde kein einziges psychologisches Problem lösen, sondern nur viele neue Probleme schaffen. Mal abgesehen davon, daß die Aufhebung des Zölibats nicht mit der katholischen Lehre im Einklang stünde. Die Kirche hat soviele Menschen die alleine sind und die einen Gesprächspartner brauchen, die froh wären, wenn sie wenigstens einmal pro Woche jemanden hätten, der sich Zeit für sie nimmt. Zum Beispiel Leute in Altersheimen, ja eigentlich überall gibt es einsame Leute. Wie wäre es, wenn der Pater sich um die kümmern würde? Dann wären die Einsamen alle nicht mehr alleine. Das Problem der Einsamkeit ist ein großes, es wird aber noch größer, wenn der Mensch zuviel über sich selber nachdenkt anstatt sich um andere zu kümmern. Das gilt ja nicht nur für Priester sondern für alle. Wer in einer lebendigen Beziehung zum Herrn steht, der ist doch nie alleine. Ein guter Priester hat viele Kinder: seine Gemeinde. Dem Pater sollte geholfen werden mit einer Gesprächstherapie wo seine Einstellung einmal angepasst wird, das könnte bestimmt helfen.
Don Reto Nay
Sie haben die Sache sehr gut auf den Punkt gebracht.
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Trauriger Anblick...
M.RAPHAEL
Der säkulare Weltgeist dringt in die letzten Ritzen eines jeden Klosters. In ihm gibt es keinen übernatürlichen unsichtbaren Heiligen Bräutigam als konkrete Person mehr, der sich mit seinen Berufenen in mystischer Hochzeit verbindet (siehe vor allem auch die Zisterzienser Spiritualität), sondern nur noch humanistisches Wohlgefühl. Der franziskanische Mitbruder ist ein Opfer von vielen. Der …Mehr
Der säkulare Weltgeist dringt in die letzten Ritzen eines jeden Klosters. In ihm gibt es keinen übernatürlichen unsichtbaren Heiligen Bräutigam als konkrete Person mehr, der sich mit seinen Berufenen in mystischer Hochzeit verbindet (siehe vor allem auch die Zisterzienser Spiritualität), sondern nur noch humanistisches Wohlgefühl. Der franziskanische Mitbruder ist ein Opfer von vielen. Der Weltgeist ist „unheimlich“ stark und vor allem heimtückisch.
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Marie M.
@M.RAPHAEL humanistisches Wohlgefühl der Mensch mit all seinen (z.T. ungeordneten) Bedürfnissen ist zum Maß aller Dinge geworden, auch in den Orden. Die mystische Hochzeit mit dem himmlischen Bräutigam wird nur noch als anachronistisch begriffen. Man sagt: Das passt nicht mehr in unsere Zeit.

Diese Verbürgerlichung und Säkularisierung des Ordenslebens fing schon Anfang der 70er Jahre an, …Mehr
@M.RAPHAEL humanistisches Wohlgefühl der Mensch mit all seinen (z.T. ungeordneten) Bedürfnissen ist zum Maß aller Dinge geworden, auch in den Orden. Die mystische Hochzeit mit dem himmlischen Bräutigam wird nur noch als anachronistisch begriffen. Man sagt: Das passt nicht mehr in unsere Zeit.

Diese Verbürgerlichung und Säkularisierung des Ordenslebens fing schon Anfang der 70er Jahre an, als plötzlich immer häufiger Mitbrüder mit Anzug und Krawatte in der Öffentlichkeit erschienen. Ich habe mich damals gefragt: Haben die Brüder andere Gelübde abgelegt als die Schwestern? Dann kamen auch die Schwestern mit Dauerwelle und kürzeren Kleidern.
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niclaas
Tja, mehr ist wohl in einem Konzilsorden nicht drin, wenn eine Biographie im Lebensherbst angekommen ist: der gute Lebensstandard und der stille Gram über den Zölibat …
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Klaus Peter
Traurig!
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Wilhelmina
...... ein Bruder ist kein Pater....es steht geschrieben, am Schluß werden auch die Frommen fallen.....Laienarbeit anstelle der Priester.....Priester sind heilsnotwendig, mit zölibartärer Grundlage. Ich kann es nicht glauben auch solche Frommen werden vom Gift der Welt angegriffen...
Marie M.
@Wilhelmina Im Franziskanerorden gibt es nur noch die Bezeichnung "Bruder", auch für die Priester.
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Wilhelmina
.....danke für Info...hab nicht so konzentriert in der Mittagspause reingehört-ich vernehme einen Mißmut mit seiner Berufung, dieser dann in weltlicher Kretik,sich äußert. Woran soll sich ein Suchender orientieren, wenn selbst solch eine fromme Erscheinung über Zölibart und Laienarbeit verbittert spricht...
Eine Leserin
Auch er ist ein Suchender... geworden. Ist jedoch, noch geblieben, wo er sein Versprechen gab, verrichtet weiter seinen Dienst, es ist die Chance, zu widerstehen.
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CollarUri
Keiner, der etwas vom Versuch katholischer Christusnachfolge hält, wird etwas dagegen haben, wenn Leute die Patres weiter Patres nennen. Einer sei euer Vater, Christus.
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Marie M.
Hab ich richtig verstanden, dass der Pater sich gegen den priesterlichen Zölibat ausgesprochen hat?
Don Reto Nay
@Marie M.: Sie haben richtig verstanden. Vor allem die Priester die "alleine" sind. Und was machen wir mit den anderen Menschen, die "alleine" sind. Sollen wir denen auch sagen, dass wir für sie den Zölibat abschaffen?
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Marie M.
@Don Reto Nay Es ist traurig, dass jemand nach so vielen Jahren als Priester und Ordensmann nicht zu einer anderen Erkenntnis findet. Da hat die Verbürgerlichung des Priestertums und die Säkularisierung des Ordenslebens traurige Früchte hinterlassen.
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Marie M.
@Don Reto Nay Darf ich noch auf Ihre Frage eine Antwort versuchen: Wer allein ist, z.B. nach dem Tod des Ehepartners oder weil man nicht zur Ehe berufen ist, besteht die Möglichkeit sein Leben ganz in den Dienst Gottes und der Kirche zu stellen, z.B. durch den Anschluss an einen Orden oder eine geistliche Gemeinschaft (Dritter Orden). Außerdem möchte ich sagen, dass es immer Priester gegeben …Mehr
@Don Reto Nay Darf ich noch auf Ihre Frage eine Antwort versuchen: Wer allein ist, z.B. nach dem Tod des Ehepartners oder weil man nicht zur Ehe berufen ist, besteht die Möglichkeit sein Leben ganz in den Dienst Gottes und der Kirche zu stellen, z.B. durch den Anschluss an einen Orden oder eine geistliche Gemeinschaft (Dritter Orden). Außerdem möchte ich sagen, dass es immer Priester gegeben hat und gibt, die sich nach einem Leben als Weltpriester einem Orden anschließen. Wenn ein Priester verheiratet ist, besteht diese Möglichkeit nicht mehr.
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Don Reto Nay
Salva reverentia, eigentlich recht oberflächlich, was der gute Pater so von sich gibt.
Eremitin
gefällt mir nur, weil ich den Bruder nicht verstanden habe
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Don Reto Nay
@Eremitin: Er wäre eigentlich ein Pater, aber das versteht man auch nicht...
Nicolaus
Beeindruckt, oder überrascht gar jemand dieser Kommentar?
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