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Gottes Geschenke erbeuten

Es gibt Mittel und Wege, um dem lieben Gott, die Gnade abzuzwingen.
Rübezahl
"Alles" recht, solange wir dabei nur nicht gefährlich nahe an einem übertriebenen Supranaturalismus der Reformatoren landen.

Aristoteles
Muss mich verabschieden. Letztes Wort meinerseits: Das vielfältige Gnadenwirken Gottes zu bedenken gehört zu den schönsten Kapiteln theologischer Reflexion!

Rübezahl
(2) --> ja, aber ich gebrauchte die Formulierung innerhalb der Dogmatik und dort in der scholastischen Tradition.

(3) --> "Wir" warten gerne.

(4) --> Sinn der Erklärung?

Schrieb ich selbst doch bei der näheren Erörterung des Lehrsatzes im Zusammenhang dieser Bibelstelle: "der Katholik" und "freiwillig vernachlässigt".

So hat Gott für den Menschen eben das Heil an die Sakramente gebunden, Er …More
(2) --> ja, aber ich gebrauchte die Formulierung innerhalb der Dogmatik und dort in der scholastischen Tradition.

(3) --> "Wir" warten gerne.

(4) --> Sinn der Erklärung?

Schrieb ich selbst doch bei der näheren Erörterung des Lehrsatzes im Zusammenhang dieser Bibelstelle: "der Katholik" und "freiwillig vernachlässigt".

So hat Gott für den Menschen eben das Heil an die Sakramente gebunden, Er selbst ist aber nicht an die Sakramente gebunden.

Daher ist die Gnade und auch der Erhalt des Standes der Gnade in Ausnahmefällen dann möglich, wenn der Katholik unverschuldet nicht die Möfglichkeit zum Sakramentenempfang hat.

Keinsfalls verhält es sich jedoch so, wenn der Katholik - aus welchen Gründen auch immer - SELBSTverschuldet den Empfang der Sakramente unterlässt.
Aristoteles
(1) Mittelbar durch die Kirche: Ja.
(2) sittlich richtig und sittlich gut - eine bekannte Unterscheidung im Bereicht der Ethik und Moraltheologie.
(3) Wenn ich die entsprechenden Werke zur Hand hätte, könnte ich vielleicht die von Ihnen gewünschten lehramtlichen Aussagen zitieren.
(4) Die Befolgung Johannesstelle ist offensichtlich nur für Christen heilsnotwendig; und auch dann nur, wenn die …More
(1) Mittelbar durch die Kirche: Ja.
(2) sittlich richtig und sittlich gut - eine bekannte Unterscheidung im Bereicht der Ethik und Moraltheologie.
(3) Wenn ich die entsprechenden Werke zur Hand hätte, könnte ich vielleicht die von Ihnen gewünschten lehramtlichen Aussagen zitieren.
(4) Die Befolgung Johannesstelle ist offensichtlich nur für Christen heilsnotwendig; und auch dann nur, wenn die Umstände es erlauben. Wie Sie sicher wissen gab es z.B. in Südamerika Indiandergemeinden, die jahrzehntelang ohne Priester auskommen mussten und den Glauben bewahrt haben. Das zeigt m.E.: Die Heilsbedeutsamkeit der Sakramente ist hoch zu schätzen, aber die Gnade wirkt weit darüber hinaus.
Rübezahl
>>Haben wahrscheinlich sogar die Bücher von Hasenhüttl oder Küng gehabt.<<

Sicher?

>>hre Aussagen bestätigen, dass auch unter theologisch Gebildeten dazu ein gewisser Bedarf zu bestehen scheint. Sonst würden meine Bemerkungen gar keinen Anstoß erregen.<<

naja, ehrlich gesagt habe ich im Gegenteil eigentlich primär nur die Befürchtung, dass eben gerade die "nicht theologisch Gebildeten" hier (…More
>>Haben wahrscheinlich sogar die Bücher von Hasenhüttl oder Küng gehabt.<<

Sicher?

>>hre Aussagen bestätigen, dass auch unter theologisch Gebildeten dazu ein gewisser Bedarf zu bestehen scheint. Sonst würden meine Bemerkungen gar keinen Anstoß erregen.<<

naja, ehrlich gesagt habe ich im Gegenteil eigentlich primär nur die Befürchtung, dass eben gerade die "nicht theologisch Gebildeten" hier (unnötig) von Ihren Kommentaren verunsichert werden könnten.

Und zwar konkret aufgrund den Worten "falsch" oder "halbe Wahrheit".

Ein Kurzkatechismus sollte natürlich in der Regel auch immer nur dazu anregen, sich weitergehend zu informieren, z.B. im großen Katechismus der Kirche.
Rübezahl
>>dass es auch außerordentlich Heilswege gibt<<

... ja, aber: alle NUR "über", also mittelbar durch, die Kirche.

---

>>ist mehr oder minder willkürlich<<

soso.

Mir scheint eher, dass Ihr expliziter Häresievorwurf an eine sententia certa "mehr oder minder willkürlich" gewesen sein musste.

Ich gestehe hier aber zu, dass Sie inhaltlich wohl etwas anderes verstanden unter dem Ausdruck "sittlich…More
>>dass es auch außerordentlich Heilswege gibt<<

... ja, aber: alle NUR "über", also mittelbar durch, die Kirche.

---

>>ist mehr oder minder willkürlich<<

soso.

Mir scheint eher, dass Ihr expliziter Häresievorwurf an eine sententia certa "mehr oder minder willkürlich" gewesen sein musste.

Ich gestehe hier aber zu, dass Sie inhaltlich wohl etwas anderes verstanden unter dem Ausdruck "sittlich gut" als "ich".

Wobei ich persönlich Ihre Unterscheidung zw. "sittlich gut" und "sittlich richtig" schon allein sprachlich seltsam finde.

-

>>wieder die Frage der rechten Interpretation.<<

oder die der Ver-Interpretation??

Lehramtliche Texte interpretiert jedoch allein das Lehrmat richtig - und sicher nicht z.B. ein Lubac & co. ...

Also: Bitte liefern Sie eine lehramtliche Interpretation des - eigentlich eindeutig formulierten - Satzes

>>Für die Erwachsenen ist der Empfang der Eucharistie mit der Notwendigkeit des Gebotes zum Heile Notwendig<<

und ebenso eine lehramtliche Interpretation der Stelle der Hl. Schrift:

>>Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. <<
Aristoteles
Zu "Außerdem":

(1) Kirchliche Durckerlaubnis an sich sagt gar nichts. Haben wahrscheinlich sogar die Bücher von Hasenhüttl oder Küng gehabt.

(2) Ich lehne die Aussagen nicht rundweg ab, sondern sage nur, dass missverständlich bleiben, wenn man sie einfach so in den Raum stellt.

(3) Damit leugne ich nicht die Sinnhaftigkeit von K-Aussagen, sondern gebe Anlass ihre Grenzen zu reflektieren.

(4)…More
Zu "Außerdem":

(1) Kirchliche Durckerlaubnis an sich sagt gar nichts. Haben wahrscheinlich sogar die Bücher von Hasenhüttl oder Küng gehabt.

(2) Ich lehne die Aussagen nicht rundweg ab, sondern sage nur, dass missverständlich bleiben, wenn man sie einfach so in den Raum stellt.

(3) Damit leugne ich nicht die Sinnhaftigkeit von K-Aussagen, sondern gebe Anlass ihre Grenzen zu reflektieren.

(4) Ihre Aussagen bestätigen, dass auch unter theologisch Gebildeten dazu ein gewisser Bedarf zu bestehen scheint. Sonst würden meine Bemerkungen gar keinen Anstoß erregen.
Aristoteles
(1) Das Kategorisierung als sententia certa ist mehr oder minder willkürlich. Das gilt vielleicht für einen neuscholastischen Hintergrund. Heute würde das kaum mehr einer unterschreiben. Dem scheint ein Zwei-Stockwerke-Modell von Natur und Gnade zu entsprechen, das sich als problematisch erwiesen hat (vgl. dazu u.a. die Kritik von de Lubac).

(2) Von Augustinus stammt das bekannte Wort, wonach …More
(1) Das Kategorisierung als sententia certa ist mehr oder minder willkürlich. Das gilt vielleicht für einen neuscholastischen Hintergrund. Heute würde das kaum mehr einer unterschreiben. Dem scheint ein Zwei-Stockwerke-Modell von Natur und Gnade zu entsprechen, das sich als problematisch erwiesen hat (vgl. dazu u.a. die Kritik von de Lubac).

(2) Von Augustinus stammt das bekannte Wort, wonach viele, die draußen zu sein scheinen, zur Kirche gehören und umgekehrt.
Außerdem möchte ich an verschiedene Aussagen des II.Vatikanums erinnern, die zum Audruck bringen, dass es auch außerordentlich Heilswege gibt. Und: Kein Heil ohne Gnade!

(3) Ihre lehramtlichen Texte beziehen sich erstens nur auf Katholiken und zweitens bleibt auch in diesem Fall wieder die Frage der rechten Interpretation.
Rübezahl
Außerdem:

Wir wollen bei diesen ganzen Diskussionsschwänzen nicht vergessen, dass Sie derjenige sind, der hier überhaupt erst dazu Anlass gibt, nämlich indem Sie einem Kurzkatechismus mit kirchlicher Druckerlaubnis verworfen, dass dort inhaltlich Sachen stünden, die "falsch" sind oder "nur die halbe Wahrheit" aussagen.
Rübezahl
In Ihrem ersten Absatz vermengen Sie wieder einfach munter drauf los die Begriflichkeiten, man muss dazu also nichts mehr sagen, außer, dass die Unterscheidung von sittlich guten Werken und übernatürlich guten Werken grundlegend ist.

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>>auch Ott kann irren<<

-> siehe Bedeutung von "sententia certa"

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Meine Erläuterung zu "hauptsächlich" trifft sogar den Kern des Problems, das sich Ihnen …More
In Ihrem ersten Absatz vermengen Sie wieder einfach munter drauf los die Begriflichkeiten, man muss dazu also nichts mehr sagen, außer, dass die Unterscheidung von sittlich guten Werken und übernatürlich guten Werken grundlegend ist.

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>>auch Ott kann irren<<

-> siehe Bedeutung von "sententia certa"

-

Meine Erläuterung zu "hauptsächlich" trifft sogar den Kern des Problems, das sich Ihnen persönlich stellt:

Sie haben wieder nicht unterschieden zwischen Gnade im Allgemeinen und Gnadenstand.

-

>>Wir dürfen damit rechnen, dass viele Menschen, die keinen sakramentalen Vollzug pflegen, auf Gottes Liebe eine deutlichere Antwort geben als viele andere, welche die Sakramente regelmäßig empfangen und auch sonst keine schwere Sünden begehen.<<

Wieder so eine Aussage, die vll. Ihre persönliche Meinung zum Ausdruck bringt aber sonst gar nix.

Belegen Sie diese Aussage anhand eines beispielsweise lehramtlichen Textes!

Vielmehr lehrt die Kirche:

>>Für die Erwachsenen ist der Empfang der Eucharistie mit der Notwendigkeit des Gebotes zum Heile Notwendig<<

Daher setzte die Kirche auf dem 4. Laterankonzil und in Trient fest, dass der Katholik mind. einmal im Jahr verpflichtet ist, die Hl. Kommunion zu empfangen.

Ferner empfiehlt die Kirche jedoch den häufigeren Kommunionempfang, da sie weiß, dass ein Christ, welcher längere Zeit den Kommunionempfang freiwillig vernachlässigt, auf Dauer den Gnadenstand nicht bewahren können wird. Aus der Zweckbestimmung der Eucharistie als Seelenahrung folgt, dass ohne sie das übernatürliche Leben nicht auf die Dauer erhalten werden kann.

Im übrigen braucht man eigentlich nur Joh 6,53 zu lesen:

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Aristoteles
(1) Die Unterscheidung zwischen übernatürlich guten Werken und sittlich guten Werken hat in diesem Zusammenhang keine Bedeutung, weil alle sittlich guten Werke (die also nicht nur sittlich richtig sind, sondern auch aus Liebe getan werden) gewissermaßen auch übernatürlich gute Werke sind.

"Zu jedem HEILSAKT (!) ist die innere übernatürliche Gnade Gottes absolut notwendig."

Jede wirklich gute …More
(1) Die Unterscheidung zwischen übernatürlich guten Werken und sittlich guten Werken hat in diesem Zusammenhang keine Bedeutung, weil alle sittlich guten Werke (die also nicht nur sittlich richtig sind, sondern auch aus Liebe getan werden) gewissermaßen auch übernatürlich gute Werke sind.

"Zu jedem HEILSAKT (!) ist die innere übernatürliche Gnade Gottes absolut notwendig."

Jede wirklich gute Tat ist auch ein Heilsakt: Sie ist heilsbedeutsam und von der Gnade getragen.

(2) Auch ein Ott kann irren; v.a. wenn er auf falschen Prämissen aufbaut (wiewohl ich nicht behaupte, dass seine Dogmatik schlecht wäre).
Es gibt viele schlechte Bücher, zu denen Ich Otts Dogmatik nicht zähle, die niemand beanstandet hat. Außerdem: Woher wissen Sie, dass Otts Dogmatik in jeder Beziehung auf der Höhe der theologischen Wissenschaft ist?

(3) Ihre Erläuterung zu "hauptsächlich" führt nicht weiter. Was bedeutet: Die Sakramente sind hauptsächliche Mittel der Erlangung der Gnade?

(4) "Die Unterscheidung zwischen helfender und rechtfertigender oder heiligmachender Gnade mag einen gewissen Sinn haben, aber:
Wer in der Liebe lebt, lebt nur in der rechtfertigenden und heiligmachenden Gnade (mit oder ohne sakramentalem Vollzug). Alles andere ist absurd."

--> ein Zirkelschluss.

Wer sagt denn, ob jmd. in der Liebe lebt oder nicht?

Das kann man definitv nicht beurteilen, aber man die Früchte bzw. Taten indizieren es. Wir dürfen damit rechnen, dass viele Menschen, die keinen sakramentalen Vollzug pflegen, auf Gottes Liebe eine deutlichere Antwort geben als viele andere, welche die Sakramente regelmäßig empfangen und auch sonst keine schwere Sünden begehen.

Ein Zirkelschluss ist da übrigens nirgends, es handelt sich eher um ein Bedingungsverhältnis.

(5) Sie bezeichnen als die Redeweise der Hl. Schrift als "relativistisch"?
Das ist doch interessant!
Rübezahl
Übrigens:

Der Satz:

>>Zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung ist die aktuelle Gnade nicht erforderlich<<

ist - wie von mir aber bereits gekennzeichnet gewesen - "sententia certa".

"sententia (theologice) certa" bedeutet aber keineswegs, dass etwa der Dogmatiker Ott diesen Satz für "sicher halten" würde - nein:

es bedeutet vielmehr, dass eben dieser Satz eine Lehre darstellt, über die …More
Übrigens:

Der Satz:

>>Zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung ist die aktuelle Gnade nicht erforderlich<<

ist - wie von mir aber bereits gekennzeichnet gewesen - "sententia certa".

"sententia (theologice) certa" bedeutet aber keineswegs, dass etwa der Dogmatiker Ott diesen Satz für "sicher halten" würde - nein:

es bedeutet vielmehr, dass eben dieser Satz eine Lehre darstellt, über die sich das kirchliche Lehramt zwar noch nicht endgültig geäußert hat, deren Wahrheit aber durch den inneren Zusammenhang mit der Offenbarungslehre verbürgt ist. (Theologische Konklusion)

Insofern also: weitab von jeglicher Häresie - sehr, sehr weit ...
Rübezahl
Anstatt also munter "drauf los zu plappern", dass die von mir zitierte Aussage "härestisch" (!) sei, sollten Sie sich beim nächsten Mal zunächst besser erkundigen.

Und zwar erkundigen wiederum in Bezug auf KORREKTE Formulierungen - und was selbige aussagen und bedeuten.

Genauso, wie Sie "Gnade", "helfende Gnade", "heiligmachende Gnade" und "Gnadenzustand" untereinander vermengen, teilweis…More
Anstatt also munter "drauf los zu plappern", dass die von mir zitierte Aussage "härestisch" (!) sei, sollten Sie sich beim nächsten Mal zunächst besser erkundigen.

Und zwar erkundigen wiederum in Bezug auf KORREKTE Formulierungen - und was selbige aussagen und bedeuten.

Genauso, wie Sie "Gnade", "helfende Gnade", "heiligmachende Gnade" und "Gnadenzustand" untereinander vermengen, teilweise undifferenziert mit sich selbst gleichsetzen und dann auch noch jedes davon mit der schwammigen Aussage "in der Liebe sein" gleichsetzen [Auch der in Todsünde Stehende ist übrigens von Gott geliebt und Sein Geschöpf - er steht aber trotzdem nicht im Gnadenstand],
genauso vermengen Sie hier nun die - wichtige - Unterscheidung zwischen
a) sittlich guten Werken und
b) übernatürlich guten Werken.

Nur letztere sind nur mith Hilfe der Gnade verrichtbar, nicht aber rein natürlich sittlich gute Werke!

So genügt es in diesem Fall eben einfach nicht - wie so oft - irgendeinen Teilsatz aus irgendeinem Konzil zu zitieren, sondern man muss schon etwas Tiefer gehen.

Der Glaubenssatz de fide, der unmittelbaren Bezug auf das von Ihnen genannte Konzil nimmt, formuliert (viel deutlicher und unmissverständlicher):

"Zu jedem HEILSAKT (!) ist die innere übernatürliche Gnade Gottes absolut notwendig."

Ein Heilsakt ist ein übernatürlich gutes Werk.
2 more comments from Rübezahl
Rübezahl
>>Was heißt "hauptsächlich"? Setzt sich der Gnadenstand durch verschiedene Teilgnaden zusammen?<<

Unlogischer Rückschluss.

1. Ist NICHT vom GnadenSTAND die Rede, sondern von Gnad eim Allgemeinen - aber das verwechseln und vermischen Sie nun schon seit Beginn beider Diskussionen andauern.

2. Insofern hat das mit "Teilgnaden" überhaupt nichts zu tun.
Rübezahl
>>
(2) Die Unterscheidung zwischen helfender und rechtfertigender oder heiligmachender Gnade mag einen gewissen Sinn haben, aber:
Wer in der Liebe lebt, lebt nur in der rechtfertigenden und heiligmachenden Gnade (mit oder ohne sakramentalem Vollzug). Alles andere ist absurd.<<

--> ein Zirkelschluss.

Wer sagt denn, ob jmd. in der Liebe lebt oder nicht?

Die Aussage "in der Liebe leben" ist so …More
>>
(2) Die Unterscheidung zwischen helfender und rechtfertigender oder heiligmachender Gnade mag einen gewissen Sinn haben, aber:
Wer in der Liebe lebt, lebt nur in der rechtfertigenden und heiligmachenden Gnade (mit oder ohne sakramentalem Vollzug). Alles andere ist absurd.<<

--> ein Zirkelschluss.

Wer sagt denn, ob jmd. in der Liebe lebt oder nicht?

Die Aussage "in der Liebe leben" ist so wunderbar unverbindlich und relativistisch ....

>>Das sagt nur eine häretische Dogmatik. Die Kirche lehrt vielmehr, dass wir aus eigener Kraft überhaupt nichts Gutes tun können. Man beachte allerdings den Unterschied zw. sittlich richtig und sittlich gut!<<

--> Guter Witz!





Sie sind also das unfehlbare Lehramt, dass so eben den Dogmatiker Ludwig Ott (Hier beim Satz: WÖRTLICHES Zitat meinerseits) beim ausführen einer Häresie ertappt hat - komisch aber, dass das noch keiner vor Ihnen festgestellt hat, obwohles dieses Werk schon Jahrzehnte gibt ...

Insofern: nur blubb, blubb
Aristoteles
Gemäß dem II. Konzil von Orange, Kanon 6, DH 376

"ist es ein Geschenk der Gnade, dass wir überhaupt gehorsam und demütig sein können" - und "all dies so zu tun vermögen, wie es sein soll".

Man sieht: Die von Ihen konsultierte Dogmatik hat den rechten Glauben unversehens in ihr Gegenteil verkehrt. Wie das leider so oft geschieht!

Beispielsweise kann man sich mit dem Sakramentenempfang auch …More
Gemäß dem II. Konzil von Orange, Kanon 6, DH 376

"ist es ein Geschenk der Gnade, dass wir überhaupt gehorsam und demütig sein können" - und "all dies so zu tun vermögen, wie es sein soll".

Man sieht: Die von Ihen konsultierte Dogmatik hat den rechten Glauben unversehens in ihr Gegenteil verkehrt. Wie das leider so oft geschieht!

Beispielsweise kann man sich mit dem Sakramentenempfang auch des Heils in falscher Weise vergewissern wollen. Das hat dann mit Gnade nichts mehr zu tun und ist nur mehr Ausdruck des Unglaubens. In diesem Fall essen und trinken wir uns das Gericht, selbst wenn man uns äußerlich kein Vergehen vorwerfen kann...
Hase
Aristoteles
Ihr Auffassung tendiert gefährlich nahe zu einem Pelagianismus - oder irre ich mich, Rübezahl?
Aristoteles
Gemäß einem typisch katholischen Heiligen, dem Heiligen Franziskus können wir aus uns selbst nichts Gutes tun (ich zitiere):

"Sollen wir fest davon überzeugt sein, dass nur Laster und Sünden zu uns gehören." NbReg, Kap. XVII, 8.
2 more comments from Aristoteles
Aristoteles
"Die Dogmatik sagt beispielsweise auch (als sententia certa), dass zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung die aktuelle Gnade nicht erforderlich ist.
So kann der gefallene Mensch ohne göttliche Gnadenhilfe mit seinen natürlichen Kräften allein sittlich gute Werke tun."

Das sagt nur eine häretische Dogmatik. Die Kirche lehrt vielmehr, dass wir aus eigener Kraft überhaupt nichts Gutes tun …More
"Die Dogmatik sagt beispielsweise auch (als sententia certa), dass zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung die aktuelle Gnade nicht erforderlich ist.
So kann der gefallene Mensch ohne göttliche Gnadenhilfe mit seinen natürlichen Kräften allein sittlich gute Werke tun."

Das sagt nur eine häretische Dogmatik. Die Kirche lehrt vielmehr, dass wir aus eigener Kraft überhaupt nichts Gutes tun können. Man beachte allerdings den Unterschied zw. sittlich richtig und sittlich gut!
Aristoteles
(1) Was heißt "hauptsächlich"? Setzt sich der Gnadenstand durch verschiedene Teilgnaden zusammen?
Ich halte die Formulierung Pius des X. meinerseits für schwer verständlich.

(2) Die Unterscheidung zwischen helfender und rechtfertigender oder heiligmachender Gnade mag einen gewissen Sinn haben, aber:
Wer in der Liebe lebt, lebt nur in der rechtfertigenden und heiligmachenden Gnade (mit oder ohne …More
(1) Was heißt "hauptsächlich"? Setzt sich der Gnadenstand durch verschiedene Teilgnaden zusammen?
Ich halte die Formulierung Pius des X. meinerseits für schwer verständlich.

(2) Die Unterscheidung zwischen helfender und rechtfertigender oder heiligmachender Gnade mag einen gewissen Sinn haben, aber:
Wer in der Liebe lebt, lebt nur in der rechtfertigenden und heiligmachenden Gnade (mit oder ohne sakramentalem Vollzug). Alles andere ist absurd.
Rübezahl
>>deutlichsten sichtbar und insofern besonders erfahrbar wird<<

Nö, nix "nur" sichtbar und erfahrbar.

Wieder so ein typisch relativerender Ansatz in Bezug auf die ontologische Ebene.

Pius X. formuliert deutlich:

>>Die Gnade wird uns von Gott hauptsächlich durch die heiligen Sakramente verliehen.<<

Eine Sichtbarkeit und Erfahrbarkeit ist hierin - natürlich - überhaupt nicht gemeint.

Eine - …More
>>deutlichsten sichtbar und insofern besonders erfahrbar wird<<

Nö, nix "nur" sichtbar und erfahrbar.

Wieder so ein typisch relativerender Ansatz in Bezug auf die ontologische Ebene.

Pius X. formuliert deutlich:

>>Die Gnade wird uns von Gott hauptsächlich durch die heiligen Sakramente verliehen.<<

Eine Sichtbarkeit und Erfahrbarkeit ist hierin - natürlich - überhaupt nicht gemeint.

Eine - falsche - Interpretation Ihrerseits.
Rübezahl
>>Dies muss unbedingt dazugesagt werden. <<

Bei Ihrem letzten Kommentar müsste man auch wieder ziemlich viele Dinge "dazusagen" ...

Aber Ihre Kommentare stellen ja nur Kommentare dar und nicht wörtliche Ausszüge eines Katechismus, der mit kirchlicher Druckerlaubnis erschienen ist, wie jener, auf welchem diese Serie beruht.

--

So wäre z.B. zu diesem Satz von Ihnen

>>Das "auch und vor allem"…More
>>Dies muss unbedingt dazugesagt werden. <<

Bei Ihrem letzten Kommentar müsste man auch wieder ziemlich viele Dinge "dazusagen" ...

Aber Ihre Kommentare stellen ja nur Kommentare dar und nicht wörtliche Ausszüge eines Katechismus, der mit kirchlicher Druckerlaubnis erschienen ist, wie jener, auf welchem diese Serie beruht.

--

So wäre z.B. zu diesem Satz von Ihnen

>>Das "auch und vor allem" bezieht sich darauf, dass es letztlich wichtiger ist, in der Liebe zu bleiben (selbst wenn man die Sakramente nicht empfängt)<<

zu sagen, dass dieser viel missverständlicher ist als alles andere hier.

Denn:
Die Kirche lehrt, dass für den Katholiken die Sakramente unabdingbar notwendig für das Heil sind.
[Natürlich ist hierbei der rechte Empfang vorausgesetzt]

Außerdem wären wir hier wieder bei der Unterscheidung:

Heiligmachende Gnade und helfende Gnade.

Der Katholik kann außerhalb der Sakramente helfende Gnaden erhalten; auch eine helfende Gnade zum rechten Empfang eines Sakramentes [wobei hier übrigens aber noch nichts darüber ausgesagt ist, bzw. überhaupt nicht ausgeschlossen ist, dass auch durch ein zuvor empfangenes Sakrament die Gnade für den rechten Empfang eines folgenden Sakramentes gewirkt werden kann und auch wird ...]

Der Katholik kann jedoch keine heiligmachende Gnade außerhalb der Sakramente erhalten.

Übrigens:

Die Dogmatik sagt beispielsweise auch (als sententia certa), dass zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung die aktuelle Gnade nicht erforderlich ist.
So kann der gefallene Mensch ohne göttliche Gnadenhilfe mit seinen natürlichen Kräften allein sittlich gute Werke tun. (Diese sind dann jedoch nicht verdienstlich [wichtige Anmerkung bzw. Einschränkung hierbei!]).

Es bleibt also:

In der Kirche wirkt Gott seine Gnaden HAUPTSÄCHLICH durch die Sakramente.
Aristoteles
Nachtrag: Pius der X. mag darin Recht haben, dass die Gnade Gottes in den Sakramenten als wirksamen Zeichen am ausdrücklichsten zu Wort kommt, d.h. am deutlichsten sichtbar und insofern besonders erfahrbar wird.
Aristoteles
Das "auch und vor allem" bezieht sich darauf, dass es letztlich wichtiger ist, in der Liebe zu bleiben (selbst wenn man die Sakramente nicht empfängt), als die Sakramente zu empfangen, aber nicht in der Liebe zu bleiben.

Im ersten Fall kann man gerettet werden, im zweiten Fall nicht.

Man nämlich auch umgekehrt sagen: Der (rechte) Empfang des Sakraments ist (auch) eine Frucht der Gnade.

Der …More
Das "auch und vor allem" bezieht sich darauf, dass es letztlich wichtiger ist, in der Liebe zu bleiben (selbst wenn man die Sakramente nicht empfängt), als die Sakramente zu empfangen, aber nicht in der Liebe zu bleiben.

Im ersten Fall kann man gerettet werden, im zweiten Fall nicht.

Man nämlich auch umgekehrt sagen: Der (rechte) Empfang des Sakraments ist (auch) eine Frucht der Gnade.

Der Empfang der Sakramente kann heillos sein, wenn ihm die Liebe nicht vorausgeht und nachfolgt. Dies muss unbedingt dazugesagt werden.
Rübezahl
>>Gott gibt uns seine Gnade nicht nur durch Sakramente, Sakramentalien und das Gebet, sondern auch und vor allem, wenn wir gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen, kurz: einander lieben.<<

Richtig ist, dass Gottes Gnaden auch außerhalb der Sakramente wirken.

Falsch ist jedoch zu sagen, dass die Gnade "vor allem" außerhalb der Sakramente …More
>>Gott gibt uns seine Gnade nicht nur durch Sakramente, Sakramentalien und das Gebet, sondern auch und vor allem, wenn wir gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen, kurz: einander lieben.<<

Richtig ist, dass Gottes Gnaden auch außerhalb der Sakramente wirken.

Falsch ist jedoch zu sagen, dass die Gnade "vor allem" außerhalb der Sakramente wirken würde.

Der katholische Katechismus richtet sich an Katholiken.

Und für Katholiken gilt ganz sicher - so wie es z.B. der Hl. Pius X. in seinem Großen Katechismus festhält - , dass die Gnade uns von Gott HAUPTSÄCHLICH durch die heiligen Sakramente verliehen wird.

Außerdem sind das, was Sie aufzählen, Aristoteles, strenggenommen FRÜCHTE der Gnade (gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen,) - genauso wie es Dominikus mit anderen Worten bereits geschrieben hat.
Aristoteles
Die Verbindung von Dominikus und Aristoteles erschließt sich über Thomas.

Thomas wurde von einigen seiner Zeitgenossen (z.B. Bonaventura) als "zu modern" kritisiert, weil er Aristoteles intensiv(er) rezipierte.

Aristoteles steht für: Es steht dem Christen gut an, gründlich und vorurteilsfrei zu denken.

Auf einer Ikonostase auf dem Berg Athos sind Plato und Aristoteles mit Heiligenschein darges…More
Die Verbindung von Dominikus und Aristoteles erschließt sich über Thomas.

Thomas wurde von einigen seiner Zeitgenossen (z.B. Bonaventura) als "zu modern" kritisiert, weil er Aristoteles intensiv(er) rezipierte.

Aristoteles steht für: Es steht dem Christen gut an, gründlich und vorurteilsfrei zu denken.

Auf einer Ikonostase auf dem Berg Athos sind Plato und Aristoteles mit Heiligenschein dargestellt - gewissermaßen als vorchristliche Heilige, die unermüdlich nach der Wahrheit geforscht haben.

Edith Stein sagte ja einmal, dass sie, als sie nach der Wahrheit suchte, nach Gott suchte (und ihm auf diese Weise auch schon nahe war).
Dominikus
@Aristoteles (Dominikus)

Schon richtig. Aber die Sakramente … helfen uns ungemein, "gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen, kurz: einander lieben."

Auf Ihrem Avatar ist Dominikus zu sehen und nicht Aristoteles. Hat das einen Grund?
Aristoteles
Zwar nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit:

Gott gibt uns seine Gnade nicht nur durch Sakramente, Sakramentalien und das Gebet, sondern auch und vor allem, wenn wir gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen, kurz: einander lieben.