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Polnischer Erzbischof prangert die Sünde der Homosexualität an

POLNISCHER ERZBISCHOF HETZT IN PREDIGT

„Wir stinken nach der Sünde der Homosexualität“

(Avm: mit positiver Auswirkung, - endlich zeigt ein Mann der Kirche einmal die dringend notwendige klare Kante.)

Seit 2017 ist der Geistliche Tadeusz Wojda (63) der römisch-katholische Erzbischof der polnischen Stadt Białystok
[Foto: Tadeusz Wojda - CC BY-SA 4.0]


Erneute Hasspredigt des Erzbischofs von Białystok, Tadeusz Wojda (63): Wie das Portal queer.pl berichtet, nutzte der Erzbischof am vergangenen Sonntag eine Messe, um sich über vermeintliche Sünden auszulassen.

„Auch wir stinken“, erklärte der 63-Jährige in seiner Hass-Predigt Und: „Wir stinken nach Sünde. Wenn kein Leben Gottes in uns ist, riechen wir nach Sünde. Wir stinken nach der Sünde des Ungehorsams, des unmoralischen Lebens, des ständigen Streitens.“ Dann wird er noch konkreter: „Wir stinken nach der Sünde der Pädophilie. Wir stinken nach der Sünde der Homosexualität. Wir stinken nach der Sünde von LGBT.“

Hetze des Bischofs zeigte Wirkung bei religiösen Anhängern
Die erste Gleichheitsparade durch Białystok sollte ein deutliches Zeichen für die Gleichstellung in Polen setzen. Die Demonstranten schwenkten im Juli Regenbogenfahnen und hielten Transparente mit Aufschriften wie „Liebe ist doch keine Sünde“ hoch.
Die erste Gleichheitsparade durch Białystok sollte ein deutliches Zeichen für die Gleichstellung in Polen setzen. Die Demonstranten schwenkten im Juli Regenbogenfahnen und hielten Transparente mit Aufschriften wie „Liebe ist doch keine Sünde“ hoch.

Da war noch alles friedlich: CSD-Demonstraten beim „Marsch für Gleichberechtigung“Foto: JERZY BALISKI / AFP

Doch die Worte des Erzbischofs zeigten auch bei seinen Anhängern Wirkung: So kam eine breite Masse an Gegendemonstranten, die „gegen die Sünde“ beteten. Nach einem Fan-Aufruf eines Fußballklubs versammelten sich zudem gewaltbereite Hooligans aus dem ganzen Land.

Situation für queere Community wird schlimmer
Und so wurde der erste CSD mit knapp 800 Teilnehmern in der Stadt im Nordosten des Landes (300 000 Einwohner) von schweren Ausschreitungen überschattet.

Erst brannte eine Regenbogenfahne, dann flogen Feuerwerkskörper, Eier, später sogar Pflastersteine. Trotz eines massiven Polizeiaufgebots hatten es die Beamten schwer, die Lager auseinanderzuhalten. Beleidigungen, körperliche Gewalt – auch gegen die örtliche Polizei.

Beim „Marsch für Gleichberechtigung“ kam es zu zahlreichen Verhaftungen gewaltbereiter HooligansFoto: AGENCJA GAZETA / Reuters

„Erzbischof Wojda hat sich nie für seinen Beitrag zur Entwicklung dieser dramatischen Ereignisse entschuldigt, und wie Sie sehen können, betreibt er weiter sehr effektiv Hassreden“, erklärt der LGBT-Aktivist Pawel Krupinski gegenüber dem Portal queer.pl.
Fast ein Drittel Polens erklärt sich zur „LGBT-freien Zone“
Die Situation für die queere Community nimmt immer schlimmere Züge an. Seit März 2019 hat sich fast ein Drittel des Landes zur „LGBT-freien Zone“ erklärt – unterstützt von der Regierungspartei PiS (Recht und Gerechtigkeit) und Organisationen wie „Ordo luris“, die die Einrichtung solcher Zonen finanziell fördern.

Quelle :www.bild.de

[Abkürzung Avm =
Anmerkung von mir]
Sonia Chrisye
Ja, so ist es.