Bischof Küng kritisiert Stiefkind-Adoption durch Homosexuelle
Die Adoption von Kindern durch Homosexuelle – seien es männliche oder weibliche Paare – dient nicht dem Kindeswohl. Das schreibt Bischof Klaus Küng von St. Pölten in der Zeitung „Die Presse“. An erster Stelle müsse das Kindeswohl stehen:„Und so gern man auch Studien zitiert, laut denen Kinder bei gleichgeschlechtlichen Paaren gleich gut, ja stellenweise besser aufwachsen würden als bei heterosexuellen: Die einzige langfristige wissenschaftliche Studie zu diesem Thema, nämlich Mark Regnerus' „How different are the adult children of parents who have same-sex relationships? Findings from the New Family Structures Study“ aus dem Jahr 2012 kommt zu ganz anderen Ergebnissen.“
Österreich habe von der Öffentlichkeit weitgehend unbeobachtet einen Gesetzesentwurf vorbereitet, der schrittweise ein Adoptionsrecht für Homosexuelle ermöglichen werde. Küng kritisiert den fehlenden gesellschaftlichen Diskurs vor einem Gesetz, das Homosexuellen die Stiefkindadoption erlaubt. Der vorliegende Entwurf öffne eine Tür, die nie wieder zugehen werde, warnt Küng.
Maulkorb aus der Politik
Für seine klaren Worte erntete der Bischof die in Homo-Fragen üblichen Repressalien. Die österreichische Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erklärte in einer Aussendung: "Die Wortmeldungen aus Kirchenkreisen sind in diesem Zusammenhang inakzeptabel und entbehrlich."