Die Bilder von Maria Magdalena Hafenscheer - Bild XXII
Links oben strahlt die Zentralsonne (das ewige Licht Gottes). Darunter erhebt sich ein Felsen mit Köpfen, das Urchristentum und seine Verbreitung, die Spitze bildet der Christuskopf mit Dornenkrone. Der Hauch Christi ist das Wort Gottes, Seine Liebe und Allmacht.
Auf der rechten Bildseite prüft der Engel der Gerechtigkeit mit Waage und Schwert die Liebe der Menschen, aber sie wurde zu leicht befunden; sie ist gedrosselt und durchbohrt (Lieblosigkeit). Viel schwerer das Sündhafte (Schlangen), Blut und Tränen, der Jammer und die Ungerechtigkeit in der Welt. So kommt durch die große Schuld der Menschheit das Böse zur Auswirkung (Krallenhand, Feuer, stürzende Steine).
Aber durch Leid haben viele Menschen zu Gott gefunden. Die Quelle, die im Felsen entspringt, ist die reine Lehre Christi. - Das Christentum gewinnt die Oberhand, es wirkt reinigend und genesend auf alle Völker ein. - Die verirrten Schäfchen werden gesammelt, es wird sein ein Hirt und eine Herde.
Die Liebe Gottes offenbart sich besonders in der Menschwerdung Gottes durch Mutter Maria. (Bildmitte oben). Die Rosengirlande (Rosenkranz) in Händen Mariens und Jesu sind Liebesgaben für alle Völker. Die Freiheit naht (ein Engel löst Fesseln, weiter unten).
(Quelle: A. Novotny)