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Irapuato
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Gespielte oder glühende Demut "In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen …More
Gespielte oder glühende Demut
"In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen." (Lk 10,21) Zu Beginn der Adventszeit hören wir, wem der Messias die Geheimnisse des Himmels offenbaren kann, nämlich den Unmündigen, ja den demütigen Seelen.Auf diese Seelen lässt sich der Hl. Geist nieder – wie wir es vom Propheten Jesaja hören: "Der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht." (Jes 11,2) Wenn es um die Demut geht, bemerkte die hl. Sr. Faustine, dass der Teufel viele Mäntelchen anzieht, um andere zu täuschen, sogar das Mäntelchen der falschen Demut. Gott kann man jedoch nicht täuschen. Er sieht unser Herz. Er weiß, ob die Worte bei der Hl. Messe „O Herr ich bin nicht würdig!“ oder beim Ave Maria „Bitte für uns Sünder“ aus einem ehrlichen und demütigen Herzen kommen oder nicht. Echte, ja wie es der sel. Marie Eugen Grialou nennt, glühende Demut, können wir von Gott erbitten. Über diese Demut sagt er: „Die Demut schmeckt nach Gott! Wo sie zu finden ist, steigt Gott herab, und überall, wo Gott auf Erden zu finden ist, hat er sich in einen Mantel gehüllt, der seine Gegenwart den Stolzen verbirgt, den Einfachen und Kleinen aber verrät.“ „Gott schenkt seinen Reichtum den Demütigen, verbirgt ihn jedoch vor den Stolzen und Satten.“ „Als Jesus in die Welt kam, erschien er als ein kleines, in Windeln gewickeltes Kind. Daran sollten ihn die Hirten erkennen. … Das Göttliche trägt auf Erden immer den Stempel der Demut.“ – Jesus, schenke uns Deine glühende Demut!
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Buch Jesaja 11,1-10.
Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.
Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein, und nicht nur …More
Buch Jesaja 11,1-10.
Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.
Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein, und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er,
sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes.
Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib.
Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten.
Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.
An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig.

Psalmen 72(71),1-2.7-8.12-13.17.
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil.

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen
und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer,
vom Strom bis an die Enden der Erde.

Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen.

Sein Name soll ewig bestehen;
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Glücklich preisen sollen ihn alle Völker
und in ihm sich segnen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,21-24.
In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht.
Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Lektionar. Rechte: staeko.net

Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696-1787)

Bischof und Kirchenlehrer
3. Abhandlung zur Weihnachtsnovene (Œuvres spirituelles, Noël, Éds Saint-Paul 1993, p. 59; ins Dt. übers. © Evangelizo)

„Weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast“
Gott hat gewollt, dass wir erst nach dem Kommen des Messias geboren wurden; wie viel Dank schulden wir ihm dafür! Nachdem die Erlösung durch Jesus Christus bereits gewirkt war –, um wie viel größer waren die Wohltaten, die wir empfangen haben! Abraham, die Patriarchen und die Propheten sehnten sich danach, den Erlöser zu sehen; ihnen war dieses Glück nicht beschieden. Mit ihrem flehentlichen Seufzen und Bitten haben sie den Himmel sozusagen in den Ohren gelegen: „Taut, ihr Himmel, von oben“, riefen sie, „ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen!“ […] „Sende das Lamm, den Beherrscher der Erde“ (Jes 45,8; 16,1 Vulg.). […] So möge er in unseren Herzen herrschen und uns aus der Sklaverei befreien, in der wir elendiglich leben. „Erweise uns, Herr, deine Huld, und gewähre uns dein Heil“ (Ps 85(84),8). Das heißt: „Beeile dich, barmherzigster Gott, lass über uns deine liebreiche Huld aufleuchten, und lass die größte und wichtigste all deiner Verheißungen in Erfüllung gehen: Sende den, der uns retten soll“. So seufzten und flehten die Heiligen vor der Ankunft des Messias, und doch war es ihnen über viertausend Jahre hindurch nicht vergönnt, seine Geburt zu erleben. Dieses Glück war uns vorbehalten: Was aber tun wir? Welchen Nutzen ziehen wir daraus? Lasst uns doch diesen liebenswerten Erlöser lieben, jetzt, da er gekommen ist, da er uns aus den Händen unserer Feinde befreit hat, da er uns um den Preis seines Lebens vom ewigen Tod erlöst hat […], da er uns das Paradies geöffnet hat, da er uns mit so vielen Sakramenten und starken Hilfen ausgestattet hat! Er hat es getan, damit wir ihn in diesem Leben lieben und ihm in Frieden dienen, um uns im anderen Leben seiner auf ewig zu erfreuen. […] Du wärest wirklich voller Undankbarkeit, meine Seele, wenn du deinen Gott nicht lieben würdest, diesen Gott, der in Windeln gewickelt werden wollte, um dich von den Ketten der Hölle zu befreien; der arm sein wollte, um dir seinen Reichtum zu schenken; der schwach sein wollte, um dich gegen deine Feinde stark zu machen; der von Leiden und Traurigkeit überhäuft sein wollte, um durch seine Tränen deine Sünden abzuwaschen.