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„Nehmen wir es an, dass Gott durch die Begrenztheit seiner Kirche gebunden ist“

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„Wir alle müssen immer wieder aufs Neue lernen, Gott und Jesus Christi so anzunehmen, wie sie sind und sie nicht zu dem machen, wie wir sie haben wollen“. Daran erinnerte der Papst in seiner Predigt …More
„Wir alle müssen immer wieder aufs Neue lernen, Gott und Jesus Christi so anzunehmen, wie sie sind und sie nicht zu dem machen, wie wir sie haben wollen“. Daran erinnerte der Papst in seiner Predigt während der Messe des Letzten Abendmahls, die er am Gründonnerstagabend in der römischen Lateranbasilika feierte.
„Auch wir“, so fügte Benedikt XVI. hinzu, „müssen akzeptieren, dass er an die Begrenztheit seiner Kirche und ihrer Diener gebunden ist. Auch wir wollen nicht akzeptieren, dass er in dieser Welt machtlos sein soll.“
„Auch wir verstecken uns hinter Ausreden, wenn seine Nachfolge uns zu viel kostet und zu gefährlich ist. Wir alle brauchen die Umkehr und die Aufnahme Jesu in unserem Sein und Menschsein. Wir alle brauchen die Demut der Jünger Christi, die bedeutet, dem Willen des Herrn zu folgen.
Vor der Fußwaschung der 12 Priester der Diözese Roms erinnerte der Papst an die Worte Jesu während des letzten Abendmahles und erklärte: „Heute erkennen wir von neuem mit Schmerz, dass es Satan erlaubt ist, die Jünger vor aller Welt zu durchsieben. Wir wissen, dass Jesus um den Glauben Petri und seiner Jünger gebetet hat.“ Es sei ein großer Trost für den Papst zu wissen, dass in jeder Messfeier für ihn gebetet wird. „Jesus hat gewünscht, dass wir auf ihn warten. Und verlangt es uns wirklich nach ihm?“, fragte der Papst, indem er an die leeren Plätze um das Abendmahl erinnerte, die zur Realität werden, „gerade in den Ländern, in denen er seine besondere Nähe ausdrücken wollte“. Aus diesem Grund schloss Benedikt XVI. mit der Bitte an den Herrn: „Stärke uns in der Einheit mit dir und unter uns. Gib deiner Kirche Einheit, damit die Welt glaube“.