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Irapuato

Carl Lampert: Seligsprechung am 13. November.
VOL.AT - Vorarlberg Online Priester, Märtyrer * 9. Januar 1894 in Göfis bei Feldkirch in Österreich
† 13. November 1944 in Halle in Sachsen-Anhalt
Carl Lampert (* 9. Januar 1894 in Göfis; † 13. November 1944 im Zuchthaus „Roter Ochse“ in Halle (Saale)) war ein katholischer Geistlicher, der von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Leben
Carl Lampert wurde am 9. Januar 1894 als jüngstes von sieben Kindern des Bauern Franz Xaver Lampert und dessen Frau Maria Rosina Lampert geboren. Er war Schüler der Volksschule in Göfis und des staatlichen Gymnasiums in Feldkirch. Obwohl sein Vater früh starb, konnte Lampert dank der Förderung eines Onkels die Schule weiter besuchen. Nach der im Jahr 1914 abgelegten Matura trat Lampert im Herbst desselben Jahres in das Fürsterzbischöfliche Priesterseminar in Brixen ein, wo er am 12. Mai 1918 von Bischof Franz Egger zum Priester geweiht wurde. Am 26. Mai 1918 feierte er seine Primiz.
Werdegang
Carl Lampert begann sein Wirken als Kaplan in Dornbirn, wo er sich vor allem um die Jugendarbeit bemüht machte. Im Jahr 1930 zog er mit der finanziellen Unterstützung von Bischof Sigismund Waitz nach Rom, um dort das Studium des Kirchenrechts aufzunehmen. Er bezog sein Quartier im Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima, wo er bis 1935 lebte und als Sekretär an der Römischen Rota arbeitete. Im Jahr 1935 wurde er in den Rang eines Advokaten erhoben und zum Monsignore ernannt.
Am 1. Oktober 1935 trat Lampert seine Stelle in der Diözese Innsbruck an. Hier sollte er auf Geheiß von Bischof Waitz den Aufbau des kirchlichen Gerichts überwachen, eine eher administrative Aufgabe. Auch war er Geistlicher im Innsbrucker Priesterseminar sowie ab 1936 Präsident des katholischen Verlagshauses Tyrolia. Mitte der 1930er Jahre war Lampert kurzzeitig als möglicher Diözesanbischof von Innsbruck im Gespräch, doch Papst Pius XI. entschied anders und ernannte am 15. Oktober 1938 den jüngeren Geistlichen Paulus Rusch zum Apostolischen Administrator. Lampert wurde am 15. Januar 1939 zum Provikar ernannt und somit zu Ruschs Stellvertreter.
Leidensweg
Durch einen „Führerbefehl“, wonach Bischöfe von der NS-Gerichtsbarkeit nicht zu belangen seien, kam bald Provikar Lampert in den Fokus des Regimes. Gauleiter Franz Hofer, der eine rigorose Anti-Kirchen-Politik in seinem Gau verfolgte, ließ bald darauf Klöster schließen und Ordensleute verhaften, darunter im November 1938 das Canisianum und in den ersten Märztagen des Jahres 1940 auch das Kloster der Ewigen Anbetung in Innsbruck. Da die Nonnen sich den Anordnungen widersetzten, machte Gauleiter Hofer Provikar Lampert dafür verantwortlich und ließ ihn am 4. März 1940 festnehmen. Nach zehn Tagen Haft im Polizeigefängnis Innsbruck-Adamgasse wurde Lampert am 14. März 1940 wieder auf freien Fuß gesetzt.
Ein Bericht in Radio Vatikan, der am 23. März 1940 in deutscher Sprache gesendet wurde, und in dem die Situation der Kirche und die Repressalien des NS-Regimes gegenüber den Geistlichen in der Diözese Innsbruck zur Sprache kamen, brachte Provikar Lampert erneut ins Gefängnis. Die Gauverwaltung vermutete in Lampert einen Spitzel für die Vatikanstadt. Allerdings kam er erneut nach relativ kurzer Zeit wieder frei.
Beim nächsten Mal hatte Lampert jedoch nicht mehr Glück. 1939 war der Pfarrer von Götzens, Otto Neururer ins KZ Dachau deportiert worden. Lampert hatte vergeblich versucht, Neururer freizubekommen, zumal sein Kollege gesundheitlich angeschlagen war. Am 30. Mai 1940 wurde Neururer im KZ Buchenwald ermordet. Das Regime sandte Neururers Asche nach Götzens mit dem Ziel, diese anonym zu bestatten. Als Lampert jedoch eine Todesanzeige in einer Kirchenzeitung veröffentlichen ließ, in der auch Neururers Todesort angeführt wurde, ließ man ihm am 5. Juli 1940 wegen Verstoßes gegen die NS-Geheimhaltungsvorschriften erneut verhaften.
Carl Lampert wurde am 25. August 1940 nun auch nach Dachau deportiert. Am 1. September 1940 folgte der Transport ins KZ Sachsenhausen bei Berlin. Hier wurde er der Strafkompanie zugeteilt, einem Trupp, in dem er harte körperliche Arbeit verrichten musste. Dennoch hielt er an seinem Glauben fest, wie ein Treffen Lamperts mit dem ebenfalls in Sachsenhausen inhaftierten Innsbrucker Caritasdirektor Josef Steinkelderer beweist. Dieser flüsterte Lampert zu: Martyres sumus (Märtyrer sind wir), worauf Lampert antwortete: In Christi nomine pro ecclesia (Im Namen Christi für die Kirche).
Nach drei Monaten in Sachsenhausen wurde Lampert am 15. Dezember 1940 zurück nach Dachau deportiert, wo er noch weitere acht Monate inhaftiert blieb. Am 1. August 1941 wurde er zwar freigelassen, wurde jedoch mit einem Betretungsverbot des Reichsgaus Tirol-Vorarlberg belegt.
Lampert zog daraufhin am 16. August 1941 nach Stettin, wo er im Carolusstift erneut als Seelsorger wirkte und auf diese Weise versuchte, geistlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu leisten. Auch arbeitete er als Geistlicher in einem Lazarett, in Swinemünde und in Parchim.
Was Lampert jedoch nicht wusste, war, dass die Gestapo einen Spitzel auf ihn angesetzt hatte. Ingenieur Hagen sei ein nazifeindlicher und tiefreligiöser Mensch auf der Suche nach Spiritualität. In Bibelstunden und Diskussionsrunden erschlich sich Hagen das Vertrauen von Lampert. In Wahrheit handelte es sich jedoch bei Hagen um Franz Pissaritsch, einen Anwärter um die Aufnahme in die Waffen-SS. Pissaritsch versuchte Lampert zu Aussagen gegen das NS-Regime zu bewegen, worauf Lampert jedoch kaum einging. Als er nach einigen Monaten Spionagetätigkeit noch keine konkreten Beweise sammeln konnte, konstruierte Pissaritsch ein Komplott, wonach Lampert Feindsender abgehört hätte und durch Aussagen die Wehrkraft zersetzt hätte.
Dieses Protokoll war die Grundlage zu einer Verhaftungswelle, bei der am 4. Februar 1943 etwa 40 Geistliche und Ordensschwestern verhaftet wurden, darunter auch Carl Lampert. In den kommenden Monaten wurde Lampert intensiven Verhören und Folterungen unterworfen. Zwei Auszüge aus den Protokollen zeugen von Lamperts Standhaftigkeit.
Vorsitzender Trettin: „Herr Lampert, sind Sie doch vernünftig, verlassen Sie die Kirche und das Priestertum. Das ist doch alles nur Hokuspokus. Zeugen Sie Kinder für den Führer Adolf Hitler. Ich werde Ihnen einen guten Posten verschaffen!“
Lampert: „Herr Kommissar, ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und auch dem Priesteramt: Ich stehe für Christus und liebe seine Kirche!“
Frage: „Was schätzen Sie höher: das Evangelium oder Hitlers ,Mein Kampf'?“
Lamperts Antwort: „Das Evangelium ist Gottes Wort und verkündet die Liebe. Das Buch des Herrn Hitler ist das Werk eines Menschen und predigt den Hass!“
Der Prozess gegen Lampert und zwei weitere Priester, Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit wurde im Dezember 1943 vor dem Reichskriegsgericht in Halle (Saale) eröffnet. Selbst vor Gericht erschien SS-Mann Pissaritsch unter seinem falschen Namen Ingenieur Hagen um durch seine Aussagen die Anklage zu bekräftigen.
Lampert wurde am 20. Dezember 1943 erstmals für schuldig befunden. Wegen gerichtsinternen Streitigkeiten − es gab Richter die sich für die Todesstrafe aussprachen, andere plädierten wegen Lamperts Glauben für eine lange Haftstrafe – wurde das Todesurteil nicht unterzeichnet. Am 14. Januar 1944 wurde der Prozess an das Reichskriegsgericht in Torgau delegiert, wohin Lampert deportiert wurde. Sieben Monate verbrachte er nahezu in Isolationshaft. Das Urteil wie es in Halle gefällt wurde, wurde am 27. Juli 1944 in allen Punkten bestätigt. In der Nacht bevor Generalstabsrichter Werner Lueben das Urteil unterzeichnen hätte müssen, beging dieser am Morgen des 28. Juli 1944 Suizid. Eine seiner letzten Aussagen war: „Es handelt sich in diesem Fall weder um „Verbrecher“ noch um `asoziale Elemente'. Ihre einzige Tragik ist es, dass sie katholische Priester sind!“
Mit neuen Richtern versehen kam es zu einem dritten Prozess gegen Lampert der am 8. September 1944 mit Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit erneut zum Tod verurteilt wurde.
Am 13. November 1944 wurden Lampert und die mit ihm Verurteilten ins Zuchthaus Roter Ochse nach Halle gebracht. Hier wurde er um 16:00 Uhr durch das Fallbeil hingerichtet.
Die Urne mit seiner Asche wurde zunächst in Halle beigesetzt und erst nach dem Krieg, 1948, in seine Vorarlberger Heimatgemeinde Göfis überstellt.
Am 13. November 2011 wurde Carl Lampert in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn durch Karsinal Angelo Amato seliggesprochen.
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Sel. Carl Lampert - Gedenktag: am 13. November
Priester, Märtyrer

* 9. Januar 1894 in Göfis bei Feldkirch in Österreich
† 13. November 1944 in Halle in Sachsen-Anhalt
Carl Lampert * 9. Januar 1894 in Göfis; † 13. November 1944 im Zuchthaus „Roter Ochse“ in Halle (Saale)) war ein katholischer Geistlicher, der von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.
Leben
Carl Lampert wurde am 9. Januar 1894 als jüngstes von sieben Kindern des Bauern Franz Xaver Lampert und dessen Frau Maria Rosina Lampert geboren. Er war Schüler der Volksschule in Göfis und des staatlichen Gymnasiums in Feldkirch. Obwohl sein Vater früh starb, konnte Lampert dank der Förderung eines Onkels die Schule weiter besuchen. Nach der im Jahr 1914 abgelegten Matura trat Lampert im Herbst desselben Jahres in das Fürsterzbischöfliche Priesterseminar in Brixen ein, wo er am 12. Mai 1918 von Bischof Franz Egger zum Priester geweiht wurde. Am 26. Mai 1918 feierte er seine Primiz.
Werdegang
Carl Lampert begann sein Wirken als Kaplan in Dornbirn, wo er sich vor allem um die Jugendarbeit bemühte. Im Jahr 1930 ging er mit der finanziellen Unterstützung von Bischof Sigismund Waitz nach Rom, um dort das Studium des Kirchenrechts aufzunehmen. Er bezog sein Quartier im Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima, wo er bis 1935 lebte und als Sekretär an der Römischen Rota arbeitete. Im Jahr 1935 wurde er in den Rang eines Advokaten erhoben und zum Monsignore ernannt.
Am 1. Oktober 1935 trat Lampert seine Stelle in der Diözese Innsbruck an. Hier sollte er auf Geheiß von Bischof Waitz den Aufbau des kirchlichen Gerichts überwachen, eine eher administrative Aufgabe. Auch war er Geistlicher im Innsbrucker Priesterseminar sowie ab 1936 Präsident des katholischen Verlagshauses Tyrolia. Mitte der 1930er Jahre war Lampert kurzzeitig als möglicher Diözesanbischof von Innsbruck im Gespräch, doch Papst Pius XI. entschied anders und ernannte am 15. Oktober 1938 den jüngeren Geistlichen Paulus Rusch zum Apostolischen Administrator. Lampert wurde am 15. Januar 1939 zum Provikar ernannt und somit zu Ruschs Stellvertreter.
Leidensweg
Durch einen „Führerbefehl“, wonach Bischöfe von der NS-Gerichtsbarkeit nicht zu belangen seien, kam bald Provikar Lampert in den Fokus des Regimes. Gauleiter Franz Hofer, der eine rigorose Anti-Kirchen-Politik in seinem Gau verfolgte, ließ bald darauf Klöster schließen und Ordensleute verhaften, darunter im November 1938 das Canisianum und in den ersten Märztagen des Jahres 1940 auch das Kloster der Ewigen Anbetung in Innsbruck. Da die Nonnen sich den Anordnungen widersetzten, machte Gauleiter Hofer Provikar Lampert dafür verantwortlich und ließ ihn am 4. März 1940 festnehmen. Nach zehn Tagen Haft im Polizeigefängnis Innsbruck-Adamgasse wurde Lampert am 14. März 1940 wieder auf freien Fuß gesetzt.
Ein Bericht in Radio Vatikan, der am 23. März 1940 in deutscher Sprache gesendet wurde, und in dem die Situation der Kirche und die Repressalien des NS-Regimes gegenüber den Geistlichen in der Diözese Innsbruck zur Sprache kamen, brachte Provikar Lampert erneut ins Gefängnis. Die Gauverwaltung vermutete in Lampert einen Spitzel für den Vatikan. Allerdings kam er erneut nach relativ kurzer Zeit wieder frei.
Beim nächsten Mal hatte Lampert jedoch nicht mehr Glück. 1939 war der Pfarrer von Götzens, Otto Neururer, ins KZ Dachau deportiert worden. Lampert hatte vergeblich versucht, Neururer freizubekommen, zumal sein Kollege gesundheitlich angeschlagen war. Am 30. Mai 1940 wurde Neururer im KZ Buchenwald ermordet. Das Regime sandte Neururers Asche nach Götzens mit dem Auftrag, diese anonym zu bestatten. Als Lampert jedoch eine Todesanzeige in einer Kirchenzeitung veröffentlichen ließ, in der auch Neururers Todesort angeführt wurde, ließ man ihm am 5. Juli 1940 wegen Verstoßes gegen die NS-Geheimhaltungsvorschriften erneut verhaften.
Carl Lampert wurde am 25. August 1940 nun auch nach Dachau deportiert. Am 1. September 1940 folgte der Transport ins KZ Sachsenhausen bei Berlin. Hier wurde er der Strafkompanie zugeteilt, einem Trupp, in dem er harte körperliche Arbeit verrichten musste. Dennoch hielt er an seinem Glauben fest, wie ein Treffen Lamperts mit dem ebenfalls in Sachsenhausen inhaftierten Innsbrucker Caritasdirektor Josef Steinkelderer beweist. Dieser flüsterte Lampert zu: Martyres sumus (Märtyrer sind wir), worauf Lampert antwortete: In Christi nomine pro ecclesia (Im Namen Christi für die Kirche).
Nach drei Monaten in Sachsenhausen wurde Lampert am 15. Dezember 1940 zurück nach Dachau deportiert, wo er noch weitere acht Monate inhaftiert blieb. Am 1. August 1941 wurde er zwar freigelassen, jedoch wurde ihm verboten, den Reichsgau Tirol-Vorarlberg zu betreten.
Lampert zog daraufhin am 16. August 1941 nach Stettin, wo er im Carolusstift erneut als Seelsorger wirkte und auf diese Weise versuchte, geistlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu leisten. Auch arbeitete er als Geistlicher in einem Lazarett, in Swinemünde und in Parchim.
Was Lampert jedoch nicht wusste, war, dass die Gestapo einen Spitzel auf ihn angesetzt hatte. Ingenieur Hagen sei ein nazifeindlicher und tiefreligiöser Mensch auf der Suche nach Spiritualität. In Bibelstunden und Diskussionsrunden erschlich sich Hagen das Vertrauen von Lampert. In Wahrheit handelte es sich jedoch bei Hagen um Franz Pissaritsch, einen Anwärter um die Aufnahme in die Waffen-SS. Pissaritsch versuchte, Lampert zu Aussagen gegen das NS-Regime zu bewegen, worauf Lampert jedoch kaum einging. Als er nach einigen Monaten Spionagetätigkeit noch keine konkreten Beweise sammeln konnte, konstruierte Pissaritsch ein Komplott, wonach Lampert Feindsender abgehört und durch Aussagen die Wehrkraft zersetzt hätte.
Dieses Protokoll war die Grundlage zu einer Verhaftungswelle, bei der am 4. Februar 1943 etwa 40 Geistliche und Ordensschwestern verhaftet wurden, darunter auch Carl Lampert. In den kommenden Monaten wurde Lampert intensiven Verhören und Folterungen unterworfen. Zwei Auszüge aus den Protokollen zeugen von Lamperts Standhaftigkeit.
Vorsitzender Trettin: „Herr Lampert, sind Sie doch vernünftig, verlassen Sie die Kirche und das Priestertum. Das ist doch alles nur Hokuspokus. Zeugen Sie Kinder für den Führer Adolf Hitler. Ich werde Ihnen einen guten Posten verschaffen!“
Lampert: „Herr Kommissar, ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und auch dem Priesteramt: Ich stehe für Christus und liebe seine Kirche!“
Frage: „Was schätzen Sie höher: das Evangelium oder Hitlers ,Mein Kampf'?“
Lamperts Antwort: „Das Evangelium ist Gottes Wort und verkündet die Liebe. Das Buch des Herrn Hitler ist das Werk eines Menschen und predigt den Hass!“
Der Prozess gegen Lampert und zwei weitere Priester, Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit wurde im Dezember 1943 vor dem Reichskriegsgericht in Halle (Saale) eröffnet. Selbst vor Gericht erschien SS-Mann Pissaritsch unter seinem falschen Namen Ingenieur Hagen um durch seine Aussagen die Anklage zu bekräftigen.
Lampert wurde am 20. Dezember 1943 erstmals für schuldig befunden. Wegen gerichtsinternen Streitigkeiten − es gab Richter, die sich für die Todesstrafe aussprachen, andere plädierten wegen Lamperts Glauben für eine lange Haftstrafe – wurde das Todesurteil nicht unterzeichnet. Am 14. Januar 1944 wurde der Prozess an das Reichskriegsgericht in Torgau delegiert, wohin Lampert deportiert wurde. Sieben Monate verbrachte er nahezu in Isolationshaft. Das Urteil, wie es in Halle gefällt wurde, wurde am 27. Juli 1944 in allen Punkten bestätigt. In der Nacht bevor Generalstabsrichter Werner Lueben das Urteil hätte unterzeichnen müssen, beging dieser am Morgen des 28. Juli 1944 Suizid. Eine seiner letzten Aussagen war: „Es handelt sich in diesem Fall weder um „Verbrecher“ noch um `asoziale Elemente'. Ihre einzige Tragik ist es, dass sie katholische Priester sind!“
Mit neuen Richtern versehen kam es zu einem dritten Prozess gegen Lampert, der am 8. September 1944 mit Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit erneut zum Tod verurteilt wurde.
Am 13. November 1944 wurden Lampert und die mit ihm Verurteilten ins Zuchthaus Roter Ochse nach Halle gebracht. Hier wurde er um 16:00 Uhr durch das Fallbeil hingerichtet.
Die Urne mit seiner Asche wurde zunächst in Halle beigesetzt und erst nach dem Krieg, 1948, in seine Vorarlberger Heimatgemeinde Göfis überstellt.
Am 13. November 2011 wurde Carl Lampert in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn durch Kardinal Angelo Amato seliggesprochen.

1356
Irapuato

Martyrologium Romanum Flori-Legium
Abbo, Abt in Fleury, Märtyrer
Adalbero III., Bischof von Metz († 1072)
Adrianus, Märtyrer, und Gefährten, Märtyrer in Cäsarea in Palästina
Aldegundis, erste Äbtissin in Maubeuge
im Orden der Augustiner-Eremiten: Alle Heiligen des Ordens
Alle Heiligen, die unter der Benediktinerregel kämpften
im Prämonstratenserorden: Alle Heiligen des Ordens
im Trinitarierorden: Alle Heiligen des Ordens
im Kartäuserorden: Gedächtnis der Verstorbenen des Ordens
Amandus, Bischof von Rennes
Angela von Reinis, Klarissin
Antoninus, Märtyrer, und Nikephorus, Märtyrer, und Zebinas, Märtyrer, und Germanus, Märtyrer, und Manathas, Märtyrer, und Ennatha, Jungfrau, Märtyrerin
Antonius, Märtyrer in Cäsarea in Kappadokien
Arcadius, Märtyrer, und Paschasius, Märtyrer, und Probus, Märtyrer, und Euthychianus, Märtyrer, und Paulillus, Märtyrer
bei den Salesianern Don Boscos und den Maria-Hilf-Schwestern: Artemides Zatti, Wohltäter
Augustina (Livia) Pietrantoni, Nonne
Baldomir
Beatrix (Bozena) von Böhmen, Schwester von Hroznata von Tepl
in Polen: Benedikt, Mönch, Einsiedler, Märtyrer, und Johannes, Mönch, Einsiedler, Märtyrer, und Matthäus, Mönch, Einsiedler, Märtyrer, und Isaak, Mönch, Einsiedler, Märtyrer, und Christian, Mönch, Einsiedler, Märtyrer
Brictius, Bischof von Tours
Caillín von Fenagh, Mönch, Klostergründer in Fenagh, Abt und Bischof
Chariton, Priester, und Donatus, Priester
Chillien von Ferns, Glaubensbote im Artois, Bekenner
Christopher Eustace, Märtyrer, und David Sutton, Märtyrer, und John Sutton, Märtyrer, und Maurice Eustace, Märtyrer, und Robert Fitzgerald, Märtyrer, und Robert Scurlock, Märtyrer, und Thomas Eustace, Märtyrer, und William Wogan, Märtyrer in Dublin in Irland († 13. November 1581)
Ciferianus, Bischof
Columba von Cornwall, Jungfrau, Märtyrerin
Constant, Priester, Einsiedler
Constantinianus, Benediktinermönch, Schüler von Maurus von Subiaco, und Antonius, Benediktinermönch, Schüler von Maurus von Subiaco
Dalmatius, Bischof von Rodez
Damaskenos von Konstantinopel, Neomärtyrer (†1681)
Devinicus, Glaubensbote und Bischof in Caithness
in den Bistümern Alcalá, Madrid und Getafe und in der Franziskanischen Familie: Didacus von Alcalá, Laienbruder, Mystiker
Dominius (Duminy), Einsiedler bei Limoges († im 4. / 7. Jahrhundert)
Donatus, Märtyrer, und Restitutus, Märtyrer, und Valerianus, Märtyrer, und Fructuosus, Märtyrer, und 12 Gefährten, Märtyrer in Antiochia, wohl identisch mit Restitutus und Gefährten, verehrt am 23. August
Donatus von Montevergine, Abt († 1219)
Eadburga, Jungfrau in Thanet in England
Eboras, Priester, Märtyrer, und Papa, Diakon, Märtyrer, und Seboas, Diakon, Märtyrer in Persien
Edictus, Märtyrer, und Euticius, Märtyrer, und Felix, Märtyrer, und Felicianus, Märtyrer, und Hermogenes, Märtyrer, und Aggestus, Märtyrer in Thrakien
Edmund, Bischof, Märtyrer
Elisabeth von Ungarn (aus dem Hause Árpád), Witwe († 1313)
Ephysius von Nora, Märtyrer, und Potitus, Märtyrer
Ethelredus, Abt in England
Eugen II., Erzbischof von Toledo, Märtyrer
im Passionistenorden: Eugen vom Heiligsten Herzen Bossilkov, Ordensmann, Bischof von Nikopol, Märtyrer, und bei den Assumptionisten: Kamen (Petâr) Vitchev, Priester, Mönch, Märtyrer, und Pavel (Joseph) Djidjov, Priester, Mönch, Märtyrer, und Josaphat (Robert Mattej) Siskov, Priester, Mönch, Märtyrer
Eulogius, Bischof von Ivrea († im 5. Jahrhundert)
Euphrasius, Bischof von Clermont
Eustorgius, Märtyrer, und Agro, Märtyrer, und 48 Lehrer, Märtyrer bei Alexandria
Eustratius, Priester
Felix, Bekenner, Benediktinermönch, und Salvius, Bekenner, Benediktinermönch
Felix, Priester in Rom
Fercinta (Fercincta, Ferrocincta) von Toldeo († im 6. Jahrhundert)
Ferrocincta (Fercinte), Jungfrau, Märtyrerin bei Poitiers († im 6. Jahrhundert)
Floridus, Bischof von Tifernum, und Amantius)
Foilenna
im Erzbistum Mailand, im Ambrosianischen Teil des Bistums Lugano und in den USA: Franziska Xaviera Cabrini, Ordensgründerin
Fridianus, Bekenner in Chur
in Paris: Genulf von Cahors, Glaubensbote, erster Bischof von Cahors, Einsiedler
Gerberg, Klostergründerin in Vilich
Goutelin (Guntelinus), Mönch
Gredifael von Wales, Glaubensbote, Klostergründer, Abt in Whitland
Gregor, Benediktinermönch in Terracina in Italien, wohl identisch mit Gregor von Terracina
Herardus, Bekenner in Gallien"
Himerius (Himer, Immer), Einsiedler, Glaubensbote in der Schweiz
Homobonus von Cremona, Wohltäter
Johannes Chrysostomus, Patriarch von Konstantinopel, Kirchenvater (Tag seiner Verbannung)
Johannes Gonga Martínez, Märtyrer
Johannes (Juan) Ortega Uribe, Priester, Märtyrer in Almeria († 1936)
Johannes von Gent, Einsiedler in Troye, vielleicht identisch mit Johannes von Gent
Julianus und Barta und Baraphaildis
Karl (Carl) Lampert, Priester, Märtyrer, und Herbert Simoneit, Kaplan, Märtyrer, und Friedrich Lorenz, Oblatenpater, Märtyrer
Killian (Chillien) von Ferns, Glaubensbote im Artois, Bekenner
in Spanien: Leander, Bischof von Sevilla
im Bistum Solsona: Leo I. „der Große”, Papst, Kirchenlehrer
Leodegar, Bischof von Saintes
Leone (Leo) von Assisi, Ordensmann der Franziskaner
Leonianus, Abt in Vienne
Leonicus nahe Vienne
Macarius (Machar), Patron von Aberdeen in Schottland
Maria Julitta Ritz, Ordensfrau
Maria vom Schutz des heiligen Johannes Giner Gomis, Ordensfrau, Märtyrerin
Markus, Abt in Sant'Angelo a Scala
Maxellendis, Jungfrau, Märtyrerin
Mechtildis, Nonne in Sachsen"
Mile (Milos), Bischof, Märtyrer, und Eboras (Ammonius), Priester, Märtyrer, und Seboas (Sina), Diakon, Märtyrer
Milo und Gefährten
Mitrias von Aix, Dulder, Märtyrer
Natalena, Jungfrau, Märtyrerin
Nikolaus I. (der Große), Papst
Nikolaus Tavelic, Mönch, Märtyrer, und Deodatus Aribert, Priester, Mönch, Märtyrer, und Stephan von Cúneo, Priester, Mönch, Märtyrer, und Petrus von Narbonne, Priester, Mönch, Märtyrer
Paternianus, Bischof von Fano
Paternus von Sens, Märtyrer
Paulinus von Terracina, Mönch, und Augustinus von Terracina, Mönch
50 Philosophen, die von Katharina von Alexandria bekehrt wurden, Märtyrer
Quintianus, Bischof von Rodez und Clermont
Robert Montserrat Beliart, Priester, Ordensmann der Söhne der Heiligen Familie, Märtyrer in Barcelona († 1936)
Salvius, Abt in Albelda de Iregua
Severinus, Einsiedler bei Paris, vielleicht iderntisch mit Severinus
Siard, Abt in Mariengaarde
im Erzbistum Wien, im Bistum Augsburg und im Jesuitenorden: Stanislaus Kostka, Novize
Stephan von Ungarn, Ordensmann der Franziskaner, Märtyrer († 22. April 1334)
Stephanus, Benediktinermönch, und Johannes, Benediktinermönch
Theodemarius, Benediktinermönch in Deutschland
Theodorus, Abt auf dem Montacassino
Theophilus, Märtyrer in Cäsarea in Kappadokien unter Kaiser Decius
Tullia, Reklusin
Valentinus, Märtyrer, und Solutor, Märtyrer, und Victor, Märtyrer
Valentinianus, Abt auf dem Monte Cassino
Valentinus, Bischof in Mauretanien, verehrt in Karthago
Varmundus Arborio, Bischof von Ivrea
Veranus, Bischof von Cavaillon
Volkwin, Pfarrer, Abt in Sittichenbach
Wilhelm von Niederaltaich, Einsiedler

Theresia Katharina

Ja, er ging den Weg, der Heil verspricht und nicht den Weg des (politischen) Erfolges. Daher ist Carl Lampert uns Vorbild.

Irapuato

Vered Lavan Priska Theresia Katharina