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Theresia Katharina
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Heute, am 6. Dezember ist der Festtag des hl.Nikolaus von Myra

Heiliger Nikolaus von Myra, bitte für uns!

Der heilige Nikolaus wurde gegen Ende des 3.Jahrhunderts ( zwischen 270 und 296) in Patara geboren. Diese antike Stadt war eine hellenistische (griechische) Gründung und eine der wichtigsten Städte des alten Reiches Lykien mit dessen wichtigstem Hafen, der heute allerdings verlandet ist. Patara war eine wohlhabende Hafenstadt und direkt am Meer gelegen, allerdings heute von einer Verlandungszone umgeben, diese ist aber nicht begehbar wie eine deutsche Wattzone an der Nordsee.

Bild: Das große griechische Theater von Patara

Die alten griechischen Säulen liegen kreuz und quer, nur eine kleine Fläche wurde ausgegraben und genauer untersucht. Auch im Imperium Romanum sprachen die Einwohner von Patara noch Griechisch.

Mit 19 Jahren wurde der hl.Nikolaus von seinem Onkel zum Priester geweiht und dann Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra. Um 300 wurde er Bischof von Myra.

Während der Christenverfolgung 310 wurde er gefangen genommen und gefoltert. Das Konstantinische Reich mit dem Sieg des Christentums wurde erst ab 312 errichtet durch seinen Sieg an der Milvischen Brücke. Von da an endeten die Christenverfolgungen, Konstantin der Große wurde Alleinherrscher und ab 393 wurde das Christentum sogar Staatsreligion.

Sein ererbtes Vermögen verteilte der hl. Nikolaus unter den Armen, das bezeugen die hl.Bischöfe Ambrosius von Mailand und der hl.Basilius von Caesarea im 4.Jahrhundert.

Seine bekanntesten Wunder sind:

Der hl. Nikolaus beendet eine Hungersnot mit einem Kornwunder
Außerdem erzählt man sich, dass der Heilige Nikolaus für eine wundersame Kornvermehrung verantwortlich war. Als über die Stadt Myra eine große Dürre kam, litten die Menschen unter Hunger. Ein Schiff, vollbeladen mit Getreide, ankerte in Myra, doch die Seeleute durften nichts von ihrem Gut abgeben. Sie fürchteten die Strafen des Kaisers, der auf jedes Gramm bestand.
Nikolaus überredete die Besatzung den Menschen von Myra ein wenig Getreide abzugeben und versprach gleichzeitig, dass bei der Ankunft beim Kaiser nichts fehlen wird. Tatsächlich bekam die Bevölkerung von Myra ein wenig Korn und die Besatzung des Schiffes konnte trotzdem das vollständige Ladegut beim Kaiser abliefern. Von den wenigen Scheffeln Getreide, die in Myra blieben, lebten die Menschen zwei Jahre lang und es reichte sogar für die Getreideaussaat.
Bild: Der hl. Nikolaus und das Kornwunder in der Kirche St.Mariae in Mühlhausen in Thüringen

Nikolaus und die drei Goldklumpen
Viele Legenden ranken sich um seine Person. Eine Geschichte berichtet davon, dass Nikolaus – damals noch nicht Bischof – nachts drei Goldklumpen durch das Fenster eines armen Mannes warf. Damit rettete er seine drei Töchter, die der arme Mann aus materieller Not sonst hätte verkaufen müssen. Noch heute kommt der Nikolaus nachts in die Haushalte und wird auf vielen Bildern mit vergoldeten Äpfeln oder eben Goldklumpen dargestellt.

Bild: Würzburg, Käppele. St. Nikolaus spendet 3 Goldklumpen

Myra heißt heute Demre und liegt in der Provinz Antalya in der Türkei.

Gestorben ist er an einem 6. Dezember 342 nach Christus in Myra.

Dort sieht man noch seinen aufgebrochenen Sarkophag.


Bild: aufgebrochener Rankensarskophag des hl.Nikolaus in Myra

Die Gebeine des Hl. Nikolaus wurden im Jahr 1087 von italienischen Seeleuten geraubt und nach Bari in Süditalien transportiert.

Das Grab vom hl. Nikolaus befindet sich bis heute in der Basilika San Nicola in Bari.

Bild: Basilika San Nicola in Bari

Im Jahre 325 nahm der hl.Nikolaus am 1.Konzil von Nicäa teil. Seine Lebensgeschichte erzählt von seiner großen Barmherzigkeit.

Einst half er einer verarmten Familie durch gezielte Geldgeschenke, die er heimlich durchs Fenster warf; Ein anderes Mal rettete er drei zu Unrecht zum Tod Verurteilte, indem er das Schwert des Henkers ergriff. Danach erschien der Hl. Nikolaus dem Kaiser im Traum und bat um ihre Befreiung. Um ein in Seenot geratenes Schiff mit Seeleuten, die von Ephesus nach Lykien fuhren, zu retten, erschien er an Bord, beendete den Sturm und brachte das Schiff sicher in den Hafen. Es verbreitete sich auch die Geschichte von den Getreidehändlern, die der Hl. Nikolaus im Traum bat, bei der Hungersnot in Myra zu helfen. Dem Schiffsherrn gab er ebenfalls im Traum drei Goldmünzen als Kaution, welche dieser auch noch nach dem Erwachen in seiner Hand hielt.

Damit konnte der Hl. Nikolaus durch seine Tat seine Stadt ernähren.


Sein Armreliquiar ist Dom zu Halberstadt

Bild: Armreliquiar des hl,. Nikolaus von Myra im Dom zu Halberstadt

Viele Städte und Gemeinden haben sein Goldklumpenwunder im Wappen !

Bild: Wappen von Impfing bei Tauberbischofsheim

Am 6.Dezember wird der hl. Nikolaus durch zahlreiche Volksbräuche geehrt: Er kommt in Bischofskleidung und beschenkt die Kinder.

Bild: Der hl. Nikolaus beschenkt die Kinder in Jexhof
Theresia Katharina
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