Erzkonservative stehen in der Pole-Position für die Huonder-Nachfolge
Auf der neusten Kandidatenliste für das Bistum Chur führt der vatikanische Botschafter lauter Gewährsleute des früheren Bischofs Vitus Huonder auf. Reformkatholiken fürchten, dass Martin Grichting seine Macht noch ausbaut – egal, ob er Bischof wird oder nicht. Der einstige Churer Bischof Vitus Huonder hat stark polarisiert – das Rennen um seine Nachfolge ist noch offen. Gian Ehrenzeller / Keystone Im Bistum Chur ist vorübergehend Ruhe eingekehrt, seit der 75-jährige Walliser Pierre Bürcher auf dem Bischofsstuhl sitzt. Per Definition ist der Apostolische Administrator aber nur eine Übergangslösung. Hinter den Kulissen ist der Gesandte des Vatikans in der Schweiz, Nuntius Thomas Gullickson, eifrig damit beschäftigt, die definitive Nachfolge des umstrittenen früheren Oberhirten Vitus Huonder aufzugleisen. Teil des intransparenten Verfahrens ist, dass Gullickson geheime Listen mit Namen von Kandidaten, die er für fähig hält, bei verschiedenen Exponenten der katholischen Kirche in die …