Leo XIV. verbietet KEINESWEGS den Titel „Maria Miterlöserin“
Aus dem Dokument „Mater populi fidelis“ („Mutter des gläubigen Volkes“) geht hervor:
1. Leo XIV. wird den Titel aus mehreren Gründen nicht gebrauchen. Zum Beispiel aus ökumenischen. Aber vor allem sei die Bezeichnung zu missverständlich, bedürfe komplizierter Erläuterungen. .
2. Keineswegs aber hat der jetzige Papst die Bezeichnung „Maria Miterlöserin“ verboten.
3. Und schon gar nicht erklärte Leo XIV. diese Bezeichnung “Maria Miterlöserin“ für inhaltlich falsch oder häretisch.
Das bedeutet:
Der Papst findet den Begriff „Miterlöserin“ nachteilig.
Aber jeder Katholik kann den Titel „Maria Miterlöserin“ auch zukünftig bekennen.
Und selbstverständlich bleiben theologische Forschung und Diskussion frei.
Zitat aus „Mater populi fidelis“: (Hervorhebungen von mir):
22. Angesichts der Notwendigkeit, die Christus gegenüber untergeordnete Rolle Marias im Erlösungswerk darzulegen, ist die Verwendung des Titels der Miterlöserin immer unangebracht, wenn es darum geht, Marias Mitwirkung daran zu definieren. Dieser Titel birgt die Gefahr in sich, die einzigartige Heilsvermittlung Christi zu verschleiern und kann daher zu Verwirrung und einem Ungleichgewicht in der Harmonie der christlichen Glaubenswahrheiten führen, denn »in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen« (Apg 4,12). Wenn eine Begrifflichkeit jedoch viele und ständige Erklärungen erfordert, um einem abweichendenen und irrigen Verständnis entgegenzuwirken, leistet er dem Glauben des Volkes Gottes keinen Dienst und wird unpassend. In diesem Fall ist es nicht hilfreich, Maria als erste und größte Mitarbeiterin am Werk der Erlösung und der Gnade hervorzuheben, denn die Gefahr, die ausschließliche Stellung Jesu Christi, des zu unserem Heil Mensch gewordenen Sohnes Gottes, der als einziger fähig ist, dem Vater ein Opfer von unendlichem Wert darzubringen, zu verdunkeln, wäre keine wahre Ehre für die Mutter. Denn als »Magd des Herrn« (Lk 1,38) weist sie uns auf Christus hin und fordert uns auf: »Was er euch sagt, das tut!« (Joh 2,5).