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Theresia Katharina

Die Immerwährende Jungfräulichkeit Mariens ist ein Dogma

Die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens (ἀειπαρθενεία aeipartheneía, von ἀέι „immer“ und παρθενεία „Jungfräulichkeit“) ist eine Glaubenslehre der römisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirchen, die besagt, dass die Selige Jungfrau Maria vor, bei und nach der Geburt Jesu Jungfrau war.
Die katholische Kirche hat diese Lehre dogmatisiert ; sie ist damit Bestandteil der Mariologie.

Die Lehre von der immerwährenden Jungfräulichkeit Mariens schließt die von der Jungfrauengeburt ein.

Es ist ein Marien-Dogma, dass die Gottesmutter Maria vor, bei und nach der Geburt Jesu Jungfrau war und blieb!

Die Quellen für das Leben Mariens finden sich vor allem im Neuen Testament, aber auch in nicht-kanonischen Schriften wie dem Protoevangelium des Jakobus. Im NT erzählen sowohl die vier Evangelien als auch das erste Kapitel der Apostelgeschichte von der Mutter Jesu. Eine Aussage über eine „immerwährende“ Jungfräulichkeit Mariens wird darin nicht gemacht. Das um 120–150 verfasste apokryphe Protoevangelium des Jakobus spricht neben einer ausführlichen Darstellung der Jugend Mariens von ihrer Jungfräulichkeit vor und nach der Geburt Jesu. Nach Kapitel 19–20 gelobte Maria schon als Kind, Jungfrau zu bleiben.
Der Kirchenschriftsteller Origenes vertrat um 200 die unverletzte Jungfräulichkeit Marias vor, bei und nach Jesu Geburt.
Papst Siricius hob 392 die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens hervor:

„Jesus hätte sich nicht die Geburt aus einer Jungfrau gewählt, wenn er sie als so wenig enthaltsam hätte betrachten müssen, daß sie jene Geburtsstätte des Leibes des Herrn, jene Halle des ewigen Königs, durch menschliche Begattung entweihe.“
Petrus von Alexandrien und Epiphanius von Salamis gebrauchten den Ehrentitel aeiparthenos( "Immerjungfrau") für die heilige Gottesmutter Maria.
Auch Johannes von Chrysostomos vertrat um 400 die Ansicht,die Selige Jungfrau Maria sei zeitlebens Jungfrau geblieben. Der Kirchenvater Augustinus äußert sich in drei Predigten (sermo 186,1; 192,1; 196,1) über die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens. Als Beispiel diene 196,1:

“Virgo concepit, miramini: virgo peperit, plus miramini: post partum, virgo permansit.”
„Die Jungfrau empfing; staunt: die Jungfrau gebar; staunt noch mehr: auch nach der Geburt blieb sie Jungfrau.“
Auf dem Zweiten Konzil von Konstantinopel 553 wurde die Lehre ausdrücklich anerkannt.