In seinem Brief Inter Ceteras vom 27. Januar 417 bestätigte Papst St. Innozenz I. das Konzil von Mileve und verurteilte die Häresie der Pelagianer. Sein Brief galt als maßgebliche Antwort des Heiligen Stuhls. Auch St. Augustinus und St. Robert Bellarmin beziehen sich darauf.[1] In diesem Dokument lehrt Papst St. Innozenz I., dass das ewige Leben allein durch die Taufe verliehen wird. Er sagt auch, dass diejenigen, die glauben, das ewige Leben werde ohne Taufe gewährt, bekennen oder zugeben sollten, dass die Taufe ihrer Ansicht nach nutzlos sei.
Papst Innozenz I., Inter Ceteras, An das Konzil von Mileve, 27. Januar 417: „Aber die Behauptung, die eure Bruderschaft ihnen [den Pelagianern] unterstellt, nämlich dass Kinder auch ohne die Gnade der Taufe mit den Belohnungen des ewigen Lebens beschenkt werden können, ist vollkommen töricht… Diejenigen aber, die ihnen dieses [ewige Leben] ohne Wiedergeburt zusprechen, scheinen mir die Taufe selbst aufheben zu wollen, da sie predigen, dass diese Kinder das empfangen, was ihnen im Glauben nur durch die Taufe verliehen wird. Wenn sie also behaupten wollen, dass die fehlende Wiedergeburt kein Hindernis [zum ewigen Leben] darstellt, müssen sie bekennen, dass die heiligen Ströme der Wiedergeburt nutzlos sind. Damit aber die perverse Lehre unnützer Menschen durch die geschwinde Vernunft der Wahrheit widerlegt werde, verkündet der Herr im Evangelium: ‚Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht; denn solchen gehört das Himmelreich.‘(Lukas 18,16)."[2]
So sehen wir erneut einen Papst, der autoritativ lehrt, dass das Sakrament der Taufe für das Heil notwendig ist. Das ist die wahre Position der Kirche, die weithin geleugnet wird in unserer Zeit.
[1] St. Augustinus, Gegen Julian, Buch 1, Kap. 4; St. Augustinus, Predigt 131, 23. September 417; St. Augustinus, Gegen zwei Briefe der Pelagianer, Buch 2, Kap. 7; St. Robert Bellarmine, De Amissione Gratiae Et Statu Peccati, Buch 6, Kap. 2.
[2] J.P. Migne, Patrologia Latina, 33:785