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Klaus Peter
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Hegel, Rahner, Popper – vom Elend der deutschen Theologie. Es wird hier ein Text von Karl Popper gepostet aus «Die offene Gesellschaft und ihre Feinde», Bd. 2, Falsche Prophethen: Hegel, Marx und die …Mehr
Hegel, Rahner, Popper – vom Elend der deutschen Theologie.

Es wird hier ein Text von Karl Popper gepostet aus «Die offene Gesellschaft und ihre Feinde», Bd. 2, Falsche Prophethen: Hegel, Marx und die Folgen, der Aufstieg der orakelnden Philosophien, erster Abschnitt aus dem Kapitel 12: Hegel und der neue Mythos der Horde.

Wer auch schon über Texte von Karl Rahner gebrütet hat, in denen er in atemberaubenden Gedankenkonstruktionen den ewig unveränderlichen Gott und seine einmalige Offenbarung mit dem hegelianisch angehauchten ewigen Werden der Wahrheit harmonisieren will; wem es schon passiert ist, dass er schon nach einer Buchseite Hegel an seiner Auffassungsgabe zu zweifeln begonnen hat; wer vielleicht resignierend zum Ergebnis gekommen ist, dass ihm völlig unverständliche Texte wahrscheinlich schon deshalb ganz tiefsinnig sein müssen und nur einer Schicht von auserwählten Denkern zugänglich sind und darob natürlich auch nicht glücklich geworden ist – ja, der findet vielleicht Erleichterung im beigelegten Text von Popper.
Gleicherweise könnte hier eine plausible Erklärung gefunden werden, warum im Anschluss an das Vatikanum II, wo Ströme von hegelianisch kontaminiertes Rheinwasser in den Tiber geflutet sind, theologische Texte immer länger, unpräziser und zu einer Quelle ständiger Auslegungstreitigkeiten geworden sind.
Abramo
Das ist ein sehr interessanter Text. Es ist sehr gut möglich, dass Popper richtig liegt, auch wenn seinem eigenen Schreiben etwas von der Scharlatanenhaftigkeit anhaftet, die er Hegel (wohl zurecht) vorwirft.