Deutscher Kardinal Müller: „Benedikt hat die Eiterbeule aufgestochen“
Rom – Der frühere Papst Benedikt XVI. hat mit seinem Schreiben zur Missbrauchskrise nach Ansicht des deutschen Kardinals Gerhard Ludwig Müller als Einziger etwas Sinnvolles zu dieser Debatte in der katholischen Kirche beigetragen. „Benedikt hat in seinem Schreiben die Eiterbeule aufgestochen“, sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Rom.
Der deutsche Kardinal Ludwig Müller.
- AFP
„Mit seinen 92 Jahren hat Benedikt XVI. einen Text verfasst, der intelligenter ist als alle Beiträge auf dem römischen ‚Missbrauchsgipfel‘ und der neunmalklugen Moral-Experten bei der Deutschen Bischofskonferenz zusammen.“
68er als „Ursprung“ sexuellen Missbrauchs
Am Donnerstag hatten mehrere Medien einen Aufsatz des emeritierten Papstes veröffentlicht, in dem dieser die „68er Revolution“ als eine Ursache für den sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche anführt. Mit seinem Schreiben meldete sich der gebürtige Bayer, der am Dienstag …