Theresia Katharina
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Gedenktag der hl.Lucia am 13. Dezember

Luciafest in der Kirche von Borgholm

Lucia (* um 283 in Syrakus in Italien und +304 dort als Märtyrerin) ist eine frühchristliche geweihte Jungfrau und Märtyrerin. Sie wird in der katholischen und der orthodoxen Kirche, den skandinavischen und amerikanischen lutherischen Kirchen und der evangelischen Kirche in Deutschland als Heilige verehrt, beziehungsweise als Glaubenszeugin in Erinnerung gerufen.

Ihr Name Lucia „die Leuchtende“, von lateinisch lux „Licht“. Die heilige Lucia gehört zu den Heiligen, die im Kanon des ersten Hochgebets genannt werden.

Vor mehr als 1700 Jahren lebte die heilige Lucia auf Sizilien. Nachts schlich sie sich zu den Armen und versorgte sie mit Lebensmitteln. Um sich den Weg zu beleuchten und beide Hände zum Tragen frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf.


Die frühesten Beschreibungen ihres Martyriums sind aus dem 5. oder 6. Jahrhundert erhalten und wurden mit zahlreichen Wundern ausgeschmückt.
Nach diesen Quellen war Lucia die Tochter eines reichen römischen Bürgers von Syrakus, der jedoch früh starb.

Ihre Mutter Eutychia wollte sie verheiraten, doch Lucia hatte die Jungfräulichkeit um Christi willen gelobt und schob die Verlobung hinaus.
Als ihre Mutter schwer krank wurde, unternahm Lucia mit ihr eine Wallfahrt zum Grab der heiligen Agatha in Catania, ebenfalls in Sizilien. Dort wurde die Mutter von den Leiden des Blutflusses geheilt und stimmte dem Gelübde der Tochter, ein Leben als Jungfrau zu führen, zu.

Die hl. Lucia, von Domenico Beccafumi (1486–1551)
Eher würde sie sich die Augen ausreißen, als ihr Gelübde als geweihte Jungfrau leben zu wollen, brechen, sagte sie.

Gemälde von Lorenzio Lotto 1532
Lucia vor dem Richter, kann nicht von der Stelle bewegt werden, als sie zur Strafe ins Bordell gebracht werden soll

Ihr zurückgewiesener Bräutigam verklagte sie beim Richter wegen ihres Christseins während der brutalen Christenverfolgung unter Diokletian, sodass sie zur Strafe in ein Bordell gebracht werden sollte. Aber niemand konnte sie von der Stelle bewegen. Schließlich starb sie durch das Schwert (+304 in Syrakus).

Ihre Reliquien sollen um 1038 nach Konstantinopel und von dort 1204 nach der Erstürmung und dreitägigen Plünderung der Stadt durch den venezianischen Dogen Enrico Dandolo, ein erbitterten Gegner des orthodoxen Byzanz, nach Venedig gebracht worden sein.

Dort wurde sie zunächst in der Kirche Santa Lucia beigesetzt.


Die Reliquien der hl. Lucia in San Geremia et Lucia in Venedig in einem silbernen Schrein.

1860 wurde diese abgerissen, da man Platz für den Bahnhof Venezia Santa Lucia benötigte. Ihre Reliquien wurden in die nahegelegene Kirche San Geremia e Lucia umgebettet. 1955 ließ Angelo Roncalli, damals Patriarch von Venedig, später Papst Johannes XXIII., das Gesicht der Heiligen mit einer silbernen Maske bedecken, um es vor Staub zu schützen.

Brauchtum
Auch in Italien beschenkt der Nikolaus (ital.: San Nicola) am 6. Dezember die Kinder. Aber in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember kommt Santa Lucia, die Botin des Lichts. Sie legt den Kindern Süßigkeiten und kleine Gaben auf die Fensterbank oder in die Schuhe.

Früher war es zu Weihnachten in Italien Brauch am Vorabend des 13. Dezembers eine Tasse mit Milch und trockenes Brot für den Esel der „Lichterkönigin“ vor die Tür zu stellen.

Die Heilige Lucia vermachte ihr ganzes Vermögen an die Armen. Noch heute wird an diesem Tag „Torrone dei poveri“, eine Mahlzeit für die Armen zubereitet. Sie besteht aus Kichererbsen, die so lange mit Zucker gekocht werden, bis eine feste Masse entsteht.

Die Luciafeiern mit Luciasingen verbreitete sich ab dem Mittelalter auch in den skandinavischen Ländern, besonders in Schweden, da nach dem alten Julianischen Kalender bis 1699 der 13. Dezember, der Gedenktag der Heiligen, gleichzeitig der kürzeste Tag des Jahres war.

Die Lichtfeiern am 13.Dezember , die wahrscheinlich auf alte Winter-Sonnwendfeiern zurückgehen, wurden aber auch mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders, bei dem die Wintersonnenwende auf den 21.Dezember rückte, beibehalten.

In Schweden und anderen nordischen Ländern ist das Luciafest am 13. Dezember ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Brauchtums. Es ist geprägt vom Tragen weißer Gewänder und häuslichen Elementen wie traditionellem Gebäck und Gesang. Die Feierlichkeiten beginnen meist am Morgen in der Familie und setzen sich in Kindergärten, Schulen und am Arbeitsplatz fort.

Luciafest in einem schwedischen Kindergarten

Bei Feiern im Kindergarten werden heute meistens elektrische Lichter verwendet, bei größeren Kindern und Jugendlichen noch echte brennende Kerzen.

Luciasingen in einer schwedischen Kirche

Die Jungfrauen tragen lange weiße Gewänder und ein rotes Taillenband, das Zeichen für das Martyrium. Sie werden von den Sternenknaben, die die Heiligen Drei Könige darstellen sollen, mit spitzem hohem Hut begleitet.

In Deutschland ist der Brauch nicht verbreitet. Lediglich in der oberbayerischen Kreisstadt Fürstenfeldbruck wird jährlich am 13. Dezember das sogenannte Lucienhäuschenschwimmen durchgeführt. Dabei werden über hundert, von Schülern gebastelte schwimmfähige Gebäudenachbildungen mit brennenden Kerzen als Beleuchtung bei Einbruch der Dunkelheit der Strömung der Amper überlassen.

Es ist also ein christliches Fest, das eine christliche Märtyrerin feiert und das Glaubenszeugnis im Martyrium ehrt und den christlichen Glauben, der als Licht ins Dunkel kommt.
Theresia Katharina
Theresia Katharina
Die neuen Märtyrer sind die durch die Impfung Gestorbenen und Geschädigten, besonders die Kinder !!!