Alle dürfen, können und müssen mit Innozenz III. als Nachfolger Petri bekennen: „Wenn ich nicht im Glauben fest gegründet wäre, wie könnte ich andere im Glauben befestigen; daß aber dies zu meinem Amt eigentümlich gehöre, ist offenbar, indem der Herr bezeugt: „Ich habe“, spricht er, „für dich, Petrus, gebetet, daß dein Glaube nicht wanke.“

Der oberste Hirte kann nicht irren - Glauben bewahren

Zeugnis der heiligen Schrift für die Unfehlbarkeit des Papstes
Wie Petrus kann auch der oberste Hirte nicht irren
Den zweiten Ausspruch Christi zur Bestätigung des Gesagten, und insonderheit was das Ansehen der Nachfolger Petri in Dingen des Glaubens betrifft, lesen wir bei dem Evangelisten Lukas (22,32), wo der Heiland also an Petrus spricht:
„Simon, Simon! sieh, der Satan hat euch verlangt, um euch wie Weizen durchzusieben, ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht abnehme.“ „Ut von deficiat fides tua, et tu aliquando conversus confirma fratres tuos.“
Petrus also konnte in seinem Glauben nicht irren, und seine Pflicht war es, als Oberhaupt der Kirche, den Worten Christi gemäß, seine Brüder im Glauben zu stärken: „Stärke deine Brüder!“ Daß aber dieses auch das Amt, die Pflicht seiner Nachfolger sei, ist aus dem oben angeführten Grund, und aus dem Zeugnis der hl. Väter einleuchtend, und um so notwendiger von Christus gewollt, je notwendiger diese Stärkung im Glauben …

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michael7

Darum muss auch der oberste Lehrer und Richter in der Kirche selbst den überlieferten Glauben bekennen und verteidigen, anders könnte er nicht wahrer Hirte der Herde sein.

simeon f.

@Guntherus de Thuringia / Kant ist für Katholiken nicht relevant. Er ist Relativist und Vorläufer, bzw. Wegbereiter des von der Kirche streng verurteilten Modernismus.

nujaas Nachschlag

Das ist nicht zwingend. Man kann Kant auch sehr thomistisch interpretieren.

Da bringen Sie leider eine komplett falsche Aussage. Kant hat das Christentum von seiner Übernatürlichkeit "befreit". Nach Kant ist der Mensch sich selbst Zweck, hat also nach nichts Höherem und Übernatürlichem zu streben. Genau das ist auch die Philosophie des Modernismus. „Er gibt sich selbst das Gesetz des sittlichen Handelns. Mit anderen Worten: die menschliche Vernunft allein, nicht etwa Gott als oberster Gesetzgeber, ist die Quelle des Sittengesetzes; und nur dadurch, daß der Mensch diese Unabhängigkeit seines Willens aufrecht erhält und einzig aus diesem Beweggrund handelt, ist er sittlich. Das höchste Gut ist nicht etwa ein solches, wegen dessen wir sittlich handeln, denn eine solche Sittlichkeit wäre bei Kant nicht dieses Namens wert, sondern dasjenige, was durch die Sittlichkeit vom Menschen selbst geschaffen wird, nämlich die Tugend und die aus ihr allein entspringende Glückseligkeit, welche durch unendliches Fortschreiten möglich wird.“ Und weiter: "Auf diese Weise hat der Philosoph des protestantischen Rationalismus die ganze Religion ihres höheren und übernatürlichen Charakters entkleidet und in die Sphäre des Menschentums herabgezogen, ja als eine Erfindung, besser als eine unbeweisbare, aber unentbehrliche Hypothese des menschlichen Denkens und Handelns hingestellt. Darum ist sein Begriff von Religion der denkbar armseligste. Die Religion, sagt er, ist nichts anderes, als die Moral in ihrer (rein subjektiven) Beziehung auf Gott als Gesetzgeber, d. h. insofern wir uns die Sittengesetze denken als von Gott gegebene, wird die Moral zur Religion." Der ganze Beitrag über Kant (und Hegel) siehe unter: Die moderne Philosophie Kant und Hegel

simeon f.

@nujaasNachschlag Man kann Kant thomistisch interpretieren, indem man ihn relativiert. Dann bleibt aber nicht Thomas übrig sondern Kant.