[LJ 87] Das Leben Jesu nach den vier Evangelisten

4. Die zweite wunderbare Brotvermehrung

(Mark. 8, 1-10; Matth. 15, 29-39)

Indem Jesus von da weiterzog, kam er an das Meer von Galiläa. Dort stieg er auf den Berg und setzte sich daselbst. Da kamen wieder viele Volksscharen zu ihm. Sie hatten Stumme, Blinde, Lahme, Krüppel und viele andere bei sich, legten sie ihm zu Füßen, und er machte sie gesund, so dass die Scharen staunten, als sie gewahrten, wie Stumme redeten, Lahme gingen und Blinde sahen, und sie priesen den Gott Israels.

[ Jesus speist die Viertausend ]

Weil aber die Volksmenge nichts zu essen hatte, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: „Mich erbarmt der Volksmenge; denn siehe, schon drei Tage harren sie bei mir aus und haben nichts zu essen; wenn ich sie nach Hause gehen lasse, ohne dass sie etwas zu essen bekommen, so werden sie auf dem Wege erliegen; denn einige von ihnen sind weit her gekommen.“ Da antworteten seine Jünger: „Woher nehmen wir in der Wüste so viele Brote, um eine solche Volksmenge zu sättigen?“ Jesus fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie antworteten: „Sieben und einige Fischlein.“ Darauf befahl er der Menge, sich auf der Erde zu lagern, nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie vorlegten; die Jünger aber legten sie der Menge vor. Auch die Fischlein segnete er und befahl, sie vorzulegen. Und alle aßen und wurden satt, und was von den Stücken übrig blieb, hoben sie auf, sieben Körbe voll. Derer aber, die gegessen hatten, waren viertausend Männer, Frauen und Kinder nicht gerechnet. Nachdem er dann die Scharen entlassen, bestieg er sofort mit seinen Jüngern das Schiff und kam in das Gebiet von Magedan (Dalmanutha).
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