Heiligung der Woche

Wie man als Katholik die Woche heiligen sollte.

Sonntag
Der Sonntag ist der Tag des Herrn. Am Sonntag ist Jesus Christus, unser Heiland, von den Toten auferstanden und hat unsere Erlösung durch das größte Wunder, durch seinen Sieg über den Tod, besiegelt. Ebenfalls ist der Sonntag der Geburtstag unserer heiligen Kirche, denn am Sonntag kam der Heilige Geist auf die Apostel herab und am Sonntag wurden nach der Predigt des hl. Petrus die ersten Christen getauft.
Der Sonntag erinnert uns also an die gnadenreiche Geheimnisse des christlichen Glaubens; er ist daher dem Gebet und Urquell aller Gnaden und Gaben geweiht, dem dreieinigen Gott.
Schon die Aposteln feierten den Sonntag und nicht den Samstag wie jetzt einige Sekten, z.B. die Adventisten.

Montag
Am Montag beginnt das Tagwerk unser wöchentlichen Arbeit, und weil wir alles im "Namen Jesu" anfangen und vollenden sollen, weihen wir den Montag besonders der Verehrung des heiligsten Namens Jesu.

"Alles, was ihr tut in Worten oder Werken, das tut im Namen des Herrn Jesus".
(Kol 3,17.)

"Im Namen Jesus sollen sich beugen die Knie aller, die im Himmel, auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen sollen bekennen, daß der Herr Jesus in der Herrlichkeit des Vater ist." (Phil. 2,10-11)

Dienstag
Am Dienstag verehren wir besonders die hl. Engel und in erster Linie unseren hl. Schutzengel.
Rufe deinen hl. Schutzengel an in jeder Gefahr, besonders aber in der Gefahr zu sündigen, in der Versuchung!
Bete täglich morgens und abends das folgende Ablaßgebet:

Engel Gottes, mein Beschützer, dem des Höchsten Vaterliebe mich anvertraut hat, erleuchte, beschütze, regiere und leite mich! Amen.

Mittwoch
Der Mittwoch ist der besonderen Verehrung des hl. Joseph geweiht. Ihn hat Gott mit dem heiligsten Dienste auf Erden, mit der Sorge für den Heiland und seine Mutter, betraut. Der hl. Joseph hat diesen hohen Dienst mit der größten Liebe und Treue versehen. Und wie er Jesus und Maria treu beschützte, so ist er auch ein treuer Beschützer der heiligen Kirche. Daher hat ihn Papst Leo XIII. zum Schutzpatron der Kirche erklärt. Der hl. Joseph ist auch ein guter Vater und Fürbitter für alle, die ihn vertrauensvoll verehren.

Hl. Joseph, Pflegevater unseres Herrn Jesus Christus und Gemahl der Jungfrau Maria, bitte für uns!

Donnerstag
An einem Donnerstag hat der Heiland das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern gehalten und das allerheiligste Altarsakrament eingesetzt. Daher ist der Donnerstag der besonderen Verehrung des allerheiligsten Altarsakramentes geweiht.

Lob und Dank sei jetzt und ohne End'
Dem heiligsten und göttlichen Sakrament.

Hochgelobt und gebenedeit sei das allerheiligste Sakrament des Altars von nun an bis in alle Ewigkeit . Amen.


An einem Donnerstag hat der Heiland auch sein bitteres Leiden begonnen und die Todesangst am Ölberg gelitten. Daran erinnert die Glocke am Donnerstag nach dem Abendläuten. Wir beten dazu das Donnerstagsgebet:

Wir danken Dir, göttlicher Heiland, daß Du für unsere Sünden Todesangst gelitten und Blut geschwitzt hast. Wir bitten Dich demütig, verlaß uns nicht in der Stunde des Leidens und der Angst, sondern sende uns Deinen heiligen Engel, daß er uns stärke und in dein himmlisches Reich führe!Amen.

Freitag
Der Freitag ist der Tag, an welchem der Heiland für uns aus unendlicher Liebe am Kreuze gelitten hat und gestorben ist. Daher ist dieser Tag der Verehrung des Leidens Jesu geweiht. Von 12 bis 3 Uhr hat der Heiland unter unsäglichen Schmerzen und Qualen am Kreuze gehangen und um die neunte Stunde, um 3 Uhr nachmittags, gab er seinen Geist auf.
Zum Freitagsläuten beten wir:

Es sind Finsternisse entstanden, als die Juden den Herrn Jesus gekreuzigt hatten. Und um die neunte Stunde rief der Herr Jesus mit lauter Stimme: "Mein Gott! mein Gott! warum hast du mich verlassen?"
Und mit geneigtem Haupte gab er seinen Geist auf.
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und benedeien Dich ; denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.
Vater unser und Gegrüßet seist.

Samstag
Der Samstag ist der besonderen Verehrung der Mutter Gottes geweiht. Maria, die reinste der Jungfrauen und die wunderbare Mutter, ist seit den Zeiten der Apostel in der Kirche mit besonderer Liebe verehrt und mit besonderem Vertrauen angerufen worden.
Sie wird mit Recht die Mutter der Gnade und Barmherzigkeit genannt; der Heiland hat sie uns am Kreuze zur Mutter gegeben. Das trostreiche Wort "Sohn, sieh da deine Mutter! Mutter, sieh da deinen Sohn!" ist nicht bloß zum hl. Johannes, sondern zu uns allen gesprochen.

O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen!

Entnommen aus "Gottesdienst" Gebet und Gesangbucg für die Erzdiözese München und Freising 1940. Leicht gekürzt und überarbeitet.
Vered Lavan
Vielen Dank. Dies ist ein sehr guter Überblick.