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Tina 13
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„Wegen ihres Unglaubens“

Benedikt XVI.

Papst von 2005-2013
Enzyklika „Spe salvi“ über die christliche Hoffnung (30. November 2007), 47 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Wegen ihres Unglaubens“

Einige neuere Theologen sind der Meinung, dass das verbrennende und zugleich rettende Feuer Christus ist, der Richter und Retter. Das Begegnen mit ihm ist der entscheidende Akt des Gerichts. Vor seinem Anblick schmilzt alle Unwahrheit. Die Begegnung mit ihm ist es, die uns umbrennt und freibrennt zum Eigentlichen unserer selbst. Unsere Lebensbauten können sich dabei als leeres Stroh, als bloße Großtuerei erweisen und zusammenfallen. Aber in dem Schmerz dieser Begegnung, in der uns das Unreine und Kranke unseres Daseins offenbar wird, ist Rettung. Sein Blick, die Berührung seines Herzens heilt uns in einer gewiss schmerzlichen Verwandlung „wie durch Feuer hindurch“. Aber es ist ein seliger Schmerz, in dem die heilige Macht seiner Liebe uns brennend durchdringt, sodass wir endlich ganz wir selber und dadurch ganz Gottes werden. So wird auch das Ineinander von Gerechtigkeit und Gnade sichtbar: Unser Leben ist nicht gleichgültig, aber unser Schmutz befleckt uns nicht auf ewig, wenn wir wenigstens auf Christus, auf die Wahrheit und auf die Liebe hin ausgestreckt geblieben sind. Er ist im Leiden Christi letztlich schon verbrannt. Im Augenblick des Gerichts erfahren und empfangen wir dieses Übergewicht seiner Liebe über alles Böse in der Welt und in uns. Der Schmerz der Liebe wird unsere Rettung und unsere Freude.
Eugenia-Sarto
Ob das die Ansicht des Papstes ist, geht nicht aus dem Artikel hervor.
CollarUri
Auch nicht aus der Fortsetzung der Enzyklika. Er redet zwar anschliessend vom Begriff Fegfeuer, allerdings ohne es näher zu umschreiben, im Zusammenhang mit der Sicht der Ostkirchen, d. h. das Anliegen ist Ökumene und nicht Katechese über das Fegfeuer. Würde aber nicht gerade zur Grossen Ökumene ganz besonders dieses Thema gehören?
Eugenia-Sarto
Die wesentlichen Dinge unseres Glaubens Kreuzeesopfer, Gericht, Fegefeuer, Himmel, Hölle Fatima werden gemieden. Sie sind für die Ökumene "unbrauchbar". Auf diese Weise kommt natürlich kein Protestant in die katholische Kirche.
CollarUri
Und erst recht kein Orthodoxer.
Eugenia-Sarto
Und daraus die Schlussfolgerung: das wollen sie ja auch gar nicht. Jeder solle doch jeweils ein guter Moslem, Hindu, Protestant oder Orthodoxer sein. Und so finde er sein Heil: JPII. fügte noch hinzu: Der heilige Josef segne die Jugend der Moslems (oder so ähnlich).
Da schweigt des Sängers Höflichkeit. Der Katholik aber kann nicht schweigen.
Eugenia-Sarto
Nach diesem Text findet die Erlösung in einem Augenblick der Begegnung mit Christus statt.

Da ist keine Rede mehr davon, dass sich die Seele, die sich vor dem Richterstuhl Christi befindet, wegen ihrer Unreinheit ins Fegefeuer stürzt, weil sie erkennt, dass sie noch nicht würdig ist, mit dem reinen Gott vereint zu werden.
CollarUri
Täusche ich mich, oder verharmlost der Papst hier das Fegefeuer?
Tina 13
🙏🙏🙏🌹🌹🌹