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Bischof Schneider: Charismatische Bewegungen wie "geistige Drogen"

Bischof Athanasius Schneider äußerte sich in einem Interview mit dem spanischen Priester Gabriel Calvo Zarraute auf YouTube.com (3. März) zu den charismatischen Bewegungen.

Pfarrer Zarraute erwähnte, dass diese Momente "große Erfolge" bei der Mobilisierung wohlmeinender junger Menschen erzielen, sie aber zu "einem schrecklichen Sentimentalismus führen, bei dem Glaube und Vernunft durch Emotionen ersetzt werden".

Monsignore Schneider verglich diese Phänomene mit "einer Art spiritueller Droge" und nannte sie "eine billige Form des Christentums" ohne tiefes Fundament: "Es ist eine pastorale Methode, die auf Sand gebaut ist".

In Bezug auf die Menschenmengen, die diese Gruppen anziehen, sagte Bischof Schneider, dass Gott "nicht von Zahlen begeistert ist".

Er ermutigt zu einer pastoralen Methode, die "solide, ruhig, ausgeglichen und übernatürlich ist, wie es die Kirche seit 2000 Jahren tut".

AI-Übersetzung


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Vates

Wenn man die "konzilstreue" Katechetik und Liturgie der "neuen charismatischen Bewegungen" (z.B. "Neokatechumenale", "Communio e liberazione", Zuppis Sant' Egidio, "kath." Pfingstler usw. unter die Lupe nimmt, weiß man genug!
Es führt kein Weg an der Rückkehr zur vorkonziliaren Ekklesiologie mitsamt Katechetik und Liturgie vorbei, wenn die Kirche wieder aufgerichtet werden soll (nach dem praktisch unvermeidlichen prophezeiten "Abräumen")!

DrMartinBachmaier

Hier hat Bischof Schneider schlicht und einfach Recht. Erstaunlich war für mich aber, dass ich selbst von einem tiefgläubigen orthodoxen Priester den Satz gehört habe, der Glaube erwirke ein gutes Gefühl. Ich bin nicht mehr dazugekommen, ihn diesbezüglich zu korrigieren. So eine Aussage entspricht nämlich dem Charismatismus.

michael7

Wenn man es nicht-sinnlich (im Sinne eines rauschhaften "Gefühls") versteht, kann es schon richtig sein: Die Wahrheit und die Güte Gottes erfüllen mit innerlicher Freude, die auch körperlich-sinnliche Schmerzen überwinden hilft, wie es viele Martyrer zeigen.

DrMartinBachmaier

Ich weiß nicht mehr genau, wie er es formuliert hat, irgendwie so, als wäre dieses Gefühl Wesensbestandteil des chritlichen Glaubens. Mich erinnerte das sofort an den Charismatismus. In Wahrheit ist der christliche Glaube unabhängig von Gefühlen. Er hält gleichermaßen an guten wie an bösen Tagen; wenn man sich gut fühlt, aber ebenso, wenn man sich schlecht fühlt. Von der innerlichen Freude, die Sie hier erwähnen, hat er eben nicht gesprochen.

michael7

Wo Glaube und Vernunft auf der Strecke bleiben und (nur scheinbar positive) "Gefühle" angestrebt werden, da ist nicht der Heilige Geist, sondern der Geist der Verführung am Werk!