Benedikt XV. über Maria: „sie hat erlöst“. Leo XIV.: Nein! FSSPX: Ja!
Begründend weist er auf Mariens todesgleiches Leiden unter dem Kreuz:
„…Dass die Schmerzensmutter als Patronin eines seligen Todes erwählt und angerufen wird, entspricht wunderbar der katholischen Lehre und der frommen Tradition der Kirche… Denn die Kirchenlehrer sind sich einig, dass, wenn die allerseligste Jungfrau scheinbar nicht am öffentlichen Leben Jesu Christi teilnahm und dann plötzlich auf dem Weg nach Golgatha und unter dem Kreuz wieder erschien, ihre Anwesenheit nicht ohne göttlichen Plan stattgefunden haben konnte. Weil sie so mit ihrem leidenden und sterbenden Sohn litt und beinahe starb und so zum Heil der Menschheit auf ihre Rechte als Mutter über diesen Sohn verzichtete und ihn opferte, um der göttlichen Gerechtigkeit Genüge zu tun, kann man daher mit Recht sagen, dass sie mit Christus das Menschengeschlecht erlöst hat.
Offenbar werden aus diesem Grund auch alle verschiedenen Gnaden des Erlösungsschatzes durch die Hände der Schmerzensmutter vermittelt.“ (1)
(Hervorhebung von mir.)
Mit hiesigem letzten Satz aus diesem seinem Brief an die „Römische Bruderschaft Unserer Lieben Frau vom Guten Tod“ (22. März 1918) erklärt Benedikt XV. die Jungfrau und Muttergottes auch zur Vermittlerin aller Gnaden. Er führte ein entsprechendes Fest mit Messtexten zur allgemeinen Gnadenvermittlung Mariens ein und wurde von Pius XI. zweimal bestätigt, zuletzt im Schlussabschnitt der Enzyklika "Miserentissimus Redemptor" von 1928. Schon der hl. Pius X. hatte im Jahre 1904 von Mariens "Mitwirkung bei der Gnadenverteilung" gesprochen. (2)
Gegen diese Theologie erhob der heutige Papst Leo XIV. seine Stimme. Im „Lehrmäßigen Schreiben 'Mater populi fidelis'“ erklärte er die Rede von Mariens Miterlöserschaft und Gnadenvermittlung für „immer unangemessen“. (3)
Leo XIV. positioniert sich dabei nicht nur gegen die drei genannten Päpste des 20. Jahrhunderts, sondern auch gegen den hl. Johannes-Paul II. und Papst Benedikt XVI. in unserem 21. Jahrhundert. (4)
Nach der Formulierung Benedikt's XV. im Jahre 1918 dürfte man meines Erachtens Maria auch „Erlöserin“ nennen, denn „sie hat erlöst“-“ella abbia redento“. Wir wissen, dass sie das „mit Christus“-“con Cristo“ tat.
Und noch etwas ist zu wissen bedeutsam:
Wenn Leo XIV. die Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. für exkommuniziert erklären lässt, so tut das ein Papst, der sich in seiner Mariologie gegen seine Vorgänger stellt und den Glanz der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria zu mindern trachtet. Der leuchtet ihm zu hell, zu „maximalistisch“ (5).
Die FSSPX hat Sühnegottesdienste für Leo's XIV. neue Lehre abgehalten. (6).
Widersprechen andere altrituelle Gemeinschaften für die ganze Kirche hörbar und konservative Kardinäle der neuen Mariologie?
ANMERKUNGEN
(1) cooperatores-veritatis.org/magistero/papa-benedet…
Italienisch mit „Google Translate“ übersetzt.
(2) Walter DELIUS, Geschichte der Marienverehrung, München und Basel 1963, Seite 267
(3)Mater Populi fidelis - Lehrmäßige Note zu …
(4) Affront und Trick Leos XIV. fördern Luthers … und Papst Leo XIII. verkündet in seiner Enzyklika … und Papa Ratti, Pio XI, «Il Redentore non poteva, …
(5) Leo's XIV. zweiter Schlag auf die Muttergottes
(6) Kommuniqué des Generalhauses der …