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Die Drei Ave Maria. Ein Schlüssel zum Paradies.

Ave Maria

Gegrüßet seist du, MARIA, voll der Gnade.
Der HERR ist mit dir. DU bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht DEINES Leibes, JESUS.
Heilige MARIA, Mutter GOTTES, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Die Drei Ave Maria.

Ein Schlüssel zum Paradies.

Versprechen der Muttergottes über „Drei Ave Maria“

Der heiligen Mechtild von Hackeborn, einer Benediktinerin aus dem 13. Jahrhundert (+ 1299), gab die Gottesmutter das große Versprechen, von dem hier die Rede ist. Gegen Ende ihres Lebens dachte die Heilige voller Bangigkeit an den großen Augenblick, da ihre Seele den Körper verlassen würde, um in die Ewigkeit einzugehen. Darum bat sie die Mutter Gottes um gnädigen Beistand für ihre letzte Stunde.
Die Madonna, die ihrer treuen Dienerin schon oftmals erschienen war, erhörte ihr Flehen und sprach zu ihr:
„Ja, ich werde deine Bitten bestimmt erfüllen, meine Tochter, aber ich verlange von dir, daß du täglich mir zuliebe drei Ave Maria betest.
Das erste Ave zu Ehren Gott Vaters, der in seiner herrlichen Allmacht meine Seele so auszeichnete, daß ich nach ihm allmächtig im Himmel und auf Erden bin.
Das zweite Ave zu Ehren Gott des Sohnes, der in der Größe seiner unerforschlichen Weisheit mich mit solchen Gaben der Wissenschaft und des Verstandes schmückte und erfüllte, daß ich inniger als alle Heiligen die Allerheiligste Dreifaltigkeit schauen darf. Er hat mich überdies mit einem Glanz übergossen, daß ich wie eine strahlende Sonne den ganzen Himmel erleuchte.
Das dritte Ave zu Ehren des Heiligen Geistes, der die süße Fülle seiner Liebe in mein Herz gegossen hat und mich so gut und barmherzig schuf, daß ich nach Gott das sanfteste und gütigste Wesen bin.“
Die Versprechungen, die die heiligste Jungfrau an die drei Ave knüpfte:
Ich werde dir in der Todesstunde beistehen, dich trösten und alle Macht des Teufels von dir fernhalten. Ich werde dir das Licht des Glaubens und der Erkenntnis eingießen, damit dein Glaube nicht durch Unwissenheit oder Irrtum versucht werde. Ich werde dir in der Stunde des Hinscheidens nahe sein und in deine Seele die Wonne der göttlichen Liebe überströmen lassen, damit kraft ihrer Übermacht alle Todespein und Bitterkeit durch die Liebe sich in Glückseligkeit wandle.»
Diese Gebetsübung entsprang also nicht mensch-lichem Wollen und Bemühen, sondern war die Frucht einer ausdrücklichen Offenbarung Mariens und enthielt so tröstliche Versprechungen, wie sie nur die Himmelskönigin geben konnte. Und die Madonna steht zu ihrem Wort. Sie läßt ihre mütterliche, unsichtbare Gegenwart den getreuen Betern der Drei Ave in der Todesstunde fühlbar werden.
Einigen Heiligen und Frommen erschien sie sogar in sichtbarer Gestalt.(Liber specialis gratiae, P. I. Kap. 47).


Der heilige Pfarrer von Ars, hl. Don Bosco, hl. Gemma Galgani und andere Heilige verbreiteten die Andacht der „3 Ave Maria.“

Der hl. Thomas von Kempen schreibt: Ein Gebet von nur wenigen Worten aber voll tiefer Geheimnisse. Wie bedauernswert sind doch unandächtige und träge Beter... Der Hl. Ludwig Grignion von Montfort schreibt: Nur wenige gebildete Christen kennen den Wert und die Notwendigkeit des „Ave Maria.“ Die Hl. Jungfrau mußte mehrmals großen Heiligen erscheinen, um die Vorzüge des „Ave Maria“ darzulegen. Das richtig, aufmerksam, andächtig und demütig gebetete Ave Maria ist der siegreiche Widersacher des Teufels, ist der Hammer, der ihn zerschmettert, die Heiligung der Seelen und ein Lobpreis der Heiligsten Dreifaltigkeit.

Die Meinung der Kirche

Angesichts der wunderbaren Verbreitung und der guten Früchte, die unsere heilsame Gebetsübung brachte, zeigte die Kirche bald ihr Wohlgefallen und erteilte ihre Genehmigung, mit der sie reichliche Vergünstigungen verband.
Papst Leo XIII lobte das Apostolat der „Drei Ave Maria“, gab ihm den Segen, gewährte Ablässe und schrieb vor, daß nach jeder heiligen Messe der zelebrierende Priester zusammen mit dem Volk drei Ave Maria zu beten habe.
Papst Benedikt XV, der «herzlich gern» die Wünsche einiger Förderer der Gebetsgemeinschaft erfüllte, erhob durch ein Apostolisches Schreiben das in Blois gegründete «Fromme Werk zur Verbreitung der Drei Ave Maria»zu einer Erzbruderschaft (mit der Befugnis zur Errichtung von Filialen in der ganzen Welt) und stattete diese durch reiche Ablässe und Privilegien aus.
Auch zahlreiche Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe förderten diese Andacht, da sie in ihr eine große Hilfe für die Heimführung der Seelen zu Gott erblickten.
Nun könnte man denken, wozu brauchen wir noch eine so kurze Andacht, wo wir schon viele schöne und nützliche Marienandachten besitzen. Werden die Drei Ave Maria nicht überflüssig gemacht durch den «Engel des Herrn»mit seinen drei Ave, und durch die Königin aller Mariengebete, den heiligen Rosenkranz? Nein. Es handelt sich nicht um eine nutzlose Zugabe und ebensowenig um eine Einverleibung oder Vermischung durch andere Gebete. Die „Drei Ave Maria“- Andacht hat ein eigenes Gepräge. Sie ist für die Bekehrung und die Sterbestunde. Maria selbst hat sie uns geoffenbart. Sie wollte dadurch die Macht des Vaters, die Weisheit des Sohnes und die Liebe des Heiligen Geistes ehren, und das um der Gaben willen, die ihr als Mutter Gottes gewährt wurden. Die besondere Frucht, die nach ihrer Verheißung den treuen Anhängern dieser Andacht zuteil wird, ist der Beistand der heiligsten Jungfrau am Lebensende und demnach auch die Gewährung der heilsnotwendigen Gnaden.
Der «Engel des Herrn» dient zur Verherrlichung des Geheimnisses der Menschwerdung. Er besteht außer den drei «Gegrüßet seist du, Maria» noch aus kleinen Zwischenversen. Der Rosenkranz ist eine Betrachtung der Geheimnisse aus dem Leben des Erlösers und Mariens. Er umfaßt lauter Ave Marias und ist ein Universalgebet. Er beeinträchtigt nicht die Drei Ave Maria. Ebensowenig ist das umgekehrt der Fall, denn schließlich hat ein jedes Gebet seine Daseinsberechtigung.

Erschütternde Begebenheiten:

Verdammter und Geretteter treffen sich

Nach dem Versprechen der heiligsten Jungfrau sind die Drei Ave Maria ein sicheres Mittel für eine gute Sterbestunde. Sie bewahren uns daher vor der Gefahr der Hölle und schließen uns den Himmel auf.
Die folgende Geschichte spielt im Jahre 1604: Ein junger Mann namens Riccardo hatte das Pech, mit einem verkommenen Burschen sich anzufreunden, der ihn auf den Weg des Lasters brachte. Er unterließ fortan jede religiöse Betätigung mit Ausnahme von drei Ave Maria, die er jeden Abend betete. Einmal vergnügten sich die beiden in einer Lasterhöhle bis spät in die Nacht. Riccardo konnte seinen Freund, der ihn an Schlechtigkeit übertraf, nicht zur Heimkehr überreden. Darum ließ er ihn allein zurück und begab sich nach Hause. Dort verrichtete er sein gewohntes Gebet und ging zu Bett. Er war noch im Schlaf, als ihn plötzlich heftiges Gepolter aufweckte. Da sah er trotz der verschlossenen Tür einen jungen Mann vor sich stehen, der sich als sein Freund entpuppte.
„Ich bin es wirklich,“ stöhnte dieser mit hohler Stimme, «ich bin tot und verdammt. Ich wurde beim Verlassen der Kneipe erdolcht. Du findest meinen Leichnam auf dem Flur jenes Hauses. Meine Seele ist in der Hölle und Du wärest bei mir, wenn Du nicht zur heiligsten Jungfrau gebetet hättest. Weh mir, ich bin unglücklicher als Du; sieh mich nur an!» - Dabei öffnete er sein Gewand; sein Inneres war eine einzige Flamme; dann verschwand er.
Riccardo brach in Tränen aus, dankte Maria auf den Knien, bat um Verzeihung seiner Sünden und versprach, ein anderes Leben zu führen. Während er über seine zukünftigen Pflichten nachdachte, hörte er die Glocke der Franziskanerpatres, die zur Matutin läutete. Dort ruft mich Gott zur Buße, sagte er sich, stand auf und warf sich dem Guardian des Klosters zu Füßen. Er flehte ihn an, ihn doch in seinen Orden aufzunehmen. Da aber sein Lebenswandel bekannt war, wurde er abgewiesen. Nun erzählte er sein Erlebnis. Zwei Mönche, die zur Unfallstelle geschickt wurden, entdeckten dort wirklich die blutbefleckte Leiche des unglücklichen Burschen. Sein Gesicht war schauerlich schwarz.
Riccardo fand Aufnahme im Orden, führte ein vorbildliches Leben und ging als Missionar nach Indien. Von dort aus ging er nach Japan, wo er sich so eifrig für seine Aufgabe einsetzte, daß er als Märtyrer für Jesus Christus sterben durfte.

Der Teufel wollte ihn in die Hölle holen

Der Kapuzinerpater Giovanni Battista, der unsere Andachtsübung mit Feuereifer verbreitet hat, schreibt:
Eine weitere wunderbare Begebenheit bezeugt die große Wirksamkeit dieser täglichen Gebetsübung zu Ehren der Unbefleckten, der Lilie der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Sie trug sich in dem Dörflein Sorzano, in der spanischen Provinz Rioja zu. Der Jesuitenpater Santu, der dort eine Mission abhielt, erzählte dem französischen Pater Jean D6at, wie sich alles abspielte.
Unter den Dorfbewohnern gab es einen, der nach seinem eigenen Zeugnis schlechter als alle anderen war. Er war jedem Laster ergeben, besonders dem Fluchen. Er suchte den Missionar auf, um seine Geschichte zu erzählen und ein öffentliches Bekenntnis abzulegen. Dabei erklärte er, er sei „jetzt ein Heiliger und begehe keine Sünden mehr“.
«Wie ist das möglich?» fragte der Pater verwundert. Das beweise ich Ihnen «Vor einiger Zeit stieß ich, wie es meiner schlechten Gewohnheit entsprach, bei der Arbeit einen schrecklichen Fluch aus. Aber eines meiner Maultiere schlug aus und traf mich mitten auf die Brust. Der Stoß war so heftig, daß er mich sofort tötete.»
«Aber nein,» rief der Pater aus, dem bereits Zweifel kamen, ob sein Gegenüber bei Verstande sei. «Wie gesagt,» erwiderte dieser, «ich kam ums Leben und der Beweis dafür ist, daß der Teufel erschien, um mich in die Hölle zu holen. Auf einmal zeigte sich die heiligste Jungfrau und rief ihm zu: «Laßt ihn in Ruhe, er gehört mir... !» Und in der Tat erwachte ich völlig gesund einige Tage später wieder zum Leben, dank meiner himmlischen Schutzherrin.»
«Was taten Sie denn für die heiligste Jungfrau?»
«Lieber Pater, soviel wie nichts. Freilich betete ich täglich meine Drei Ave Maria, und deshalb hat sie mich gerettet. Sie können das allen erzählen. Seit dieser Zeit bin ich ein Heiliger, ich sündige nicht mehr... Der Missionar nahm diesen so wenig glaubhaften Bericht nur mit der größten Skepsis entgegen. Tags darauf begegnete er zufällig einer guten alten Frau, der Tante des angeblich vom Tode auferweckten Konvertiten. „Was ist denn mit Ihrem Neffen passiert?“ fragte der Missionar.
Da schilderte die Frau, wie ihr Neffe von einem Hufschlag mitten auf die Brust getroffen wurde, so daß er wie tot neben dem Pflug niedersank. Sie schafften ihn nach Hause. Da man ihn für tot hielt, wurde er aufgebahrt. „Allerdings,“ setzte sie hinzu, «verweigerte der Arzt die Erlaubnis zur Beerdigung, da er noch einen ganz schwachen Herzschlag zu vernehmen glaubte. Dieser Zustand dauerte etliche Tage. Dann erhob sich plötzlich zu unserem großen Erstaunen mein Neffe vom Totenbett und schrie: „Sie hat mich gerettet! Jawohl, die heiligste Jungfrau hat mich gerettet!...“ Tatsächlich wies er keine Spuren einer Verletzung auf und legte seine schlechten Gewohnheiten so gründlich ab, daß er sich seitdem in seiner Einfalt als Heiligen bezeichnet.» Soweit der Bericht der Augenzeugen

Die Madonna hält Wort

Die Illusion, als müßten wir nie von dieser Welt scheiden, oder als sei jener Tag noch in weitester Ferne, ist kindisch. Wir sind alle auf dem Wege zur Ewigkeit. Und jede Pilgerfahrt hat einmal ein Ende. Sollen wir den Gedanken an den Tod, weil er lästig und beängstigend ist, abschütteln? Nein. Es ist besser, wir befassen uns damit rechtzeitig und treffen Vorsorge, daß unser Sterbetag heiter, ja sogar freudenvoll wird als erster Tag des wirklichen Lebens und als ersehnter Beginn eines vollkommenen Glücks. Die Drei Ave tragen viel dazu bei; das ist durch Tatsachen belegt.

Ein Redemptoristenmissionar berichtet

Eines Tages ließ man mich wissen, daß ein friedfertiger, aber religiös sehr gleichgültiger Herr schwer erkrankt sei. Ich besuchte ihn mehrmals und wurde immer freundlich empfangen. Das Leiden verschlimmerte sich und sein Herz wurde ständig schwächer. Da entschloß ich mich, ihn ans Beichten zu erinnern, was er seit seiner Eheschließung nicht mehr getan hatte. Bei diesem Vorschlag wurde seine sonst lächelnde Miene frostig, er wurde geradezu unliebenswürdig und wies mir die Tür mit den Worten: «Wenn Sie mich als Freund besuchen wollen, habe ich nichts dagegen. Sie versuchen aber, meinem Gewissen Gewalt anzutun. Gehen Sie und kommen Sie nicht mehr, ich werde niemals beichten!»
Ich mußte mich zurückziehen. Bevor ich aber das Zimmer verließ, kniete ich mich neben das Krankenbett und sagte mit ruhiger Stimme: «Wenn Sie schon nicht beichten wollen, erlauben Sie mir wenigstens, daß ich in Ihrer Gegenwart drei Ave Maria bete!»
Er entgegnete: «Von mir aus! Die drei Ave Maria sind übrigens das einzige Gebet, das mir geblieben ist. Ich habe meiner Frau am Totenbett versprochen, dieses Gebet stets für sie zu verrichten und dieses Gelöbnis treu zu halten. Mehr aber dürfen Sie nicht von mir verlangen.»
Wir sprachen nun dreimal das vertraute Gebet, dann traf ich Anstalten zu gehen. Plötzlich faßte er mich an der Hand und sprach mit Tränen in den Augen: „Nehmen Sie mir die Beichte ab, lieber Pater“
Am nächsten Tag empfing er mit großer Andacht die heilige Kommunion und verschied sanft nach der Danksagung.

Die erkrankte Gärtnerin

Zwei Tage vor Abschluß einer Volksmission in einer kleinen Provinzstadt meldete eine mitleidige Seele dem Missionar, daß eine Frau aus der Umgebung schwer erkrankt war. Es handelte sich um eine glaubenslose, alte Gärtnerin, die der Meinung war, sie sei nur ein wenig erkältet. Der Pater begab sich zu ihr, aber die Kranke wollte absolut nichts vom Beichten wissen. Schließlich sagte sie zu ihm:
«Kommen Sie in drei Tagen wieder, dann werden wir weitersehen.»
«Unmöglich, in drei Tagen bin ich schon abgereist!» Er schenkte ihr ein Madonnenbildchen und ermahnte sie: «Heute nachmittag um vier Uhr komme ich wieder. Bereiten Sie sich unterdessen vor!»
Bei seiner Rückkehr fand er die arme Frau völlig verändert. Mit gefalteten Händen legte sie reuevoll eine Generalbeichte ab, so daß der Pater sie erstaunt fragte:
«Was haben Sie bloß getan, um eine so große Gnade zu verdienen?“
«Oh, nur wenig!» erwiderte sie. «Vor 40 Jahren fand in unserer Pfarrei eine Mission statt. Ich war damals fünfundzwanzig Jahre alt und bereits verheiratet. Ich nahm an der Mission teil und mußte dem Pater versprechen, zeitlebens täglich drei Ave Maria zu beten. Ich hatte immer viel zu tun, zog fünf Kinder auf, aber meine drei Ave vergaß ich nie.“
Am Abend sagte die Kranke vor dem Einschlafen zu ihrer Tochter, die sie pflegte:
«Wie bin ich glücklich! Mir ist, als würde mir die, heiligste Jungfrau auf diese Beichte nach vierzig Jahren zulächeln ... »
Eine Stunde später entschlief sie sanft ohne Todeskampf.

Ein Priester erzählt

Nach L. zog eines Tages eine sehr reiche, aber völlig glaubenslose Dame. Sie wohnte dort ein Vierteljahr, als sie plötzlich von äußerst heftigen Magenschmerzen gepeinigt wurde. Drei Ärzte, die man in aller Eile herbeirief, beurteilten den Fall überaus kritisch. Eine Freundin fragte sie, ob sie einen Priester wünsche. Darauf antwortete sie:
„Auf keinen Fall! Wenn einer kommt, lasse ich ihn Hals über Kopf hinauswerfen.“
Als ich davon gehört hatte, betete ich inständig zu Jesus und Maria und begab mich dann zum Haus der Patientin. Man ließ mich eintreten und ich konnte ungehindert die arme Kranke besuchen. Doch kaum erblickte sie mich, da wandte sie mir den Rücken zu und sagte: «Gehen Sie fort von hier, ich will keinen Priester! Kein Wort vom Beichten! Verschwinden Sie! ... » Ich mußte mich zurückziehen. Weil aber der Tod nicht so schnell kam, wie zu befürchten war, wiederholte ich meine Besuche eine ganze Woche hindurch. Allerdings fand ich keine gute Aufnahme. Endlich erklärte sich die Kranke eines Tages auf mein inständiges Bitten bereit, mit mir drei Ave Maria zu sprechen. Beim Weggehen sagte ich zu den Umstehenden:
«Sie ist gerettet! Noch ehe drei Tage um sind, wird sie beichten wollen.»
Tags darauf kam ich wieder und wir beteten wie am Vortag zusammen die drei Ave Maria. Am dritten Tag bat sie mich, sobald ich das Zimmer betreten hatte, um den Empfang der hl. Sakramente.
Sie lebte dann noch zwei Monate in frommer Ergebung in den Willen Gottes: Die drei Ave Maria hatten ihr den Himmel erschlossen.

Ein Zeugnis aus Brasilien

Am südlichen Rio Grande in Brasilien findet sich die Andacht der Drei Ave Maria in allen Pfarreien. Ein Kapuzinermissionar, Frater Fedele, scheibt:
Ich sprach schon in meinem letzten Brief davon, daß in unseren Lourdesgrotten und - kapellen der Rosenkranz und die Drei Ave Maria gleicherweise gebetet werden. Die beglückenden Erfolge dieser heilsamen Gebetsübung sind so zahlreich und bestechend, daß man sie einzeln gar nicht aufführen kann: Heilungen, Bekehrungen, rasche Hebung der Sitten, gottergebene Sterbestunden und Siege über die Leidenschaften. Ich glaube, euch einen Gefallen zu tun, wenn ich folgendes Erlebnis veröffentliche:
Ein Hochgradfreimaurer ließ sich in seiner Religionslosigkeit, um nicht zu sagen in seinem Haß gegen die Kirche, soweit hinreißen, daß er seine Kinder nicht taufen lassen wollte. Um eine Sinnesänderung des Unglücklichen zu erwirken, schlossen sich einige fromme Seelen zu einem Ave Maria- Gebetskreuzzug zusammen. Wenige Wochen später fanden sie Erhörung: «Die Kinder, von denen das Älteste bereits elf Jahre zählte, empfingen die heilige Taufe und der Vater trat aus der Freimaurerloge aus.»

Drei Ave Maria und ein bekehrter Sohn

Ein 24-jähriger junger Mann, der seit etwa zehn Jahren in schlechter Gesellschaft verkehrte, war zum Spielball verbrecherischer Leidenschaften geworden. Seine Mutter, eine gute Christin, hatte nicht mit Bekehrungsversuchen gespart: Gebete, Fasten, Almosen, Ratschläge, Vorwürfe und Tränen. Aber alles war vergeblich!
Da klagte sie einem Priester ihr Leid. Der Diener Gottes machte ihr, einer glücklichen Eingebung gehorchend, einen letzten Vorschlag:
“Versprechen Sie mir, ihr ganzes Leben hindurch am Morgen und Abend zu Ehren der heiligsten Jungfrau drei Ave Maria zu beten, und ich verspreche Ihnen im Namen der himmlischen Trösterin die Rückkehr ihres lieben Sohnes zu Gott.“
„Oh ja, von Herzen gern!“
„Gehen Sie nun, Ihr Glaube möge Ihnen helfen!“
Die Mutter begann in ihrer Bedrängnis sofort mit der Andacht, zu der ihr der Priester geraten hatte, und pflegte sie voller Vertrauen und Beharrlichkeit. So verstrichen einige Wochen, ohne daß ihr verschwenderischer Sohn ein Zeichen der Besserung gegeben hätte. Die arme Frau war der Verzweiflung nahe und befürchtete schon, Gott und die heiligste Jungfrau hätten sie verlassen. Aber am 15. Mai, der in dieser Gegend als Festtag «Unserer Lieben Frau von den Ähren» begangen wird, kam sie nicht wie sonst mit verweinten Augen, sondern glückstrahlend zum Missionar und stammelte: „Pater, Maria sei Dank!“
Auch der Priester konnte sich der Freudentränen nicht erwehren, als der Neubekehrte bei ihm beichtete. Auffällig ist, daß an diesem Tag das Fest der Bekehrung des großen Bischofs von Hippo, St. Augustinus, gefeiert wurde.

Ein Redemptoristenmissionar erzählt

Ich hielt in einem großen Dorf der Auvergne (Frankreich) eine Mission. Am Ende meiner Predigt über die Barmherzigkeit Mariens sagte ich: „Wenn unter den Zuhörern sich ein Sünder befinden sollte, der an seinem Heil verzweifelt, so möge er heute abend drei Ave Maria beten und aufrichtigen Herzens seine Bekehrung wünschen. Im Namen der barmherzigen Jungfrau versichere ich ihm, daß er bei Missionsschluß mit allen anderen Marienkindern die heilige Kommunion empfangen wird...“
Nun war tatsächlich unter den Anwesenden ein dreißigjähriger Mann, der durch seine wüsten Trinkgelage seiner Mutter grenzenlosen Kummer bereitete. Zu Hause angekommen, verspottete er den Missionar und rief: Ich könnte tausend Ave täglich beten und würde deshalb doch nie zum Kreuze kriechen!“ „Nun gut“, entgegnete die Mutter, „dann wollen wir zusammen die Drei Ave Maria beten und den Prediger Lügen strafen!“
Da der Sohn damit einverstanden war, ließ ihn seine Mutter fünf Tage lang das Gebet zu Maria verrichten.
Am folgenden Samstag betrat ich gegen zwei Uhr die Kirche. Etwa dreißig Männer warteten bereits vor dem Beichtstuhl. Vor dem Marienaltar kniete in tiefer Zerknirschung ein Mann und betete. Wer mochte das sein?
Wahrhaftig: unser Zechbruder! Er kam als letzter zur Beichte und sagte:
„Sie haben recht, die heiligste Jungfrau ist die Patronin der Herzen; ich schenke ihr meines und habe den ehrlichen Willen, mich zu bessern.“
Er wurde wirklich der ganzen Gemeinde ein Vorbild, die rechte Hand des Pfarrers bei allen guten Werken und der Trost seiner überglücklichen Mutter.

Eine Frau berichtet

«Fünfzehn Jahre lang konnte ich mich nicht aus den Schlingen der Todsünde befreien. Ich beichtete und kommunizierte zwar immer an den großen Festtagen, aber der Empfang dieser Sakramente war ein Gottesraub. Gewissensbisse marterten mich, doch im Beichtstuhl verschloß mir der Satan den Mund. Da erzählte eine Freundin von der Andacht der Drei Ave Maria. Ich gewöhnte mich nun daran, jeden Morgen und Abend drei „Gegrüßet seist du, Maria“ zu beten und verlor nach und nach meine schlechten Gepflogenheiten. Im folgenden Jahr fand eine Mission statt. Dabei faßte ich den Entschluß, endgültig die schiefe Bahn, auf die ich geraten war, zu verlassen. Dank einer Novene, die ich zu Ehren Unserer Lieben Frau von den Drei Ave Maria hielt, fand ich den Mut zu einer Generalbeichte. In dieser Zeit erbetete ich auch die Bekehrung meines Vaters, der seit mehr als zwanzig Jahren der Kirche ferngeblieben war. In den acht Jahren, die ihm danach noch gegönnt waren, versäumte er nie mehr seine Osterpflicht oder die Sonntagsmesse.
Eineinhalb Jahre später erlangte ich nach mehreren Novenen die Gnade einer christlichen Ehe und seitdem beten wir täglich gemeinsam unsere Drei Ave Maria.»

Eine Sünderin findet zurück

Eine Frau betrat weinend den Beichtstuhl und flehte mich an: «Pater, haben Sie Mitleid mit mir, ich bin eine große Sünderin. Ich bin beinahe 45 Jahre alt und habe immer in der Sünde gelebt. Schon als Kleinkind verlor ich meine Mutter und niemand kümmerte sich um mich. Ich wurde verdorben, bevor ich noch meinen Verstand gebrauchen konnte. Ich habe trotz meiner zahlreichen Beichten und Kommunionen niemals diese Sakramente würdig empfangen. Ich bin wirklich eine große Sünderin.»
Das gestand sie mit tränenerstickter Stimme, dann fuhr sie fort: «Bitte, Pater, helfen Sie mir! Ich möchte so gut beichten, als schlüge jetzt meine Sterbestunde.»
Und sie bekannte ihre Sünden unter heißen Reuetränen. Am Ende ihres Bekenntnisses bekannte sie:
«Es ist nicht zu fassen! Nun bin ich 45 Jahre alt und das ist die erste gute Beichte in meinem Leben! Wie gut ist doch Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe!»
„Wer hat Ihnen denn den Mut zum Beichten eingeflößt?“
«Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe! Sie haben uns doch schon immer empfohlen, täglich drei Ave Maria zu beten. Diesen Rat habe ich befolgt und seitdem fand ich keine Ruhe mehr, weder am Tag noch in der Nacht. Eine unsichtbare Macht drängte mich zu einer guten Generalbeichte und so habe ich Sie aufgesucht. Das ist nun geschehen und ich danke Ihnen von Herzen. » „Erlauben Sie mir,» fragte der Beichtvater, «die Geschichte Ihrer Bekehrung zu Ehren Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe zu veröffentlichen?“
„Natürlich! Erzählen Sie überall, wohin Sie auch kommen, wie gut Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe mit mir gewesen ist, und verbreiten Sie die Gebetsübung der Drei Ave Maria mit der Anrufung: „Um deiner reinen und unbefleckten Empfängnis willen, o Maria, mach meinen Leib rein und heilige meine Seele!“

Ein Mädchen verlangte die Taufe

Der Missionar I. Derouet schreibt in einem Brief:
«Die Gebetsübung der Drei Ave Maria war für mich in der Seelsorge eine große Hilfe. Ich danke Ihnen, daß Sie mich darüber aufgeklärt haben. Als die Schriften über diese Andacht in meine Hände gelangten, stand ich bereits ein halbes Jahr im Kampf gegen die Kniffe des Satans, dem ich eine Seele zu entreißen gedachte.
Es handelte sich um ein achtzehnjähriges Mädchen, das von der Schlafkrankheit befallen war und von der Taufe nichts wissen wollte. In gesunden Tagen hatte sie monatelang den Katechismusunterricht besucht. Daher war ich über ihren geradezu diabolischen Widerstand erstaunt. Mehr alszwanzigmal rieten ihr Pater Gueguey und ich, sich taufen zu lassen, aber wir ernteten nur Schimpfworte. Ich hatte schon die Flinte ins Korn geworfen und betrachtete diese Seele endgültig als verloren. Da las ich Ihre Schriften und begann am selben Abend für die Bekehrung dieser Unglücklichen eine Novene der Drei Ave Maria. Das war meine letzte Hoffnung. Drei Tage später suchte ich die Kranke wieder auf und durfte zu meiner größten Überraschung erleben, daß sie, ehe ich noch ein Wort herausbrachte, mich flehend bat: „Taufen Sie mich!“ Ich traute meinen Ohren kaum. Als sie meine Bestürzung bemerkte, wiederholte sie ihre Bitte und ich goß gerührt das Taufwasser über die Stirne, die sich solange dagegen gesträubt hatte.
Von diesem Augenblick an war ich natürlich ein Anhänger der Drei Ave Maria und ich bete sie allabendlich vor dem Schlafengehen, damit Maria mir eine reiche Ernte bußfertiger Seelen gewähre. So schenke ich Maria meine innigsten

Gegen das Laster der Unkeuschheit, das zur Verdammung führt

Ein Mädchen wollte nicht an einer Volksmission teilnehmen. Es unterhielt seit drei Jahren unerlaubte Beziehungen zu einem jungen Mann, der im gleichen Hause wohnte. Die Antwort des Mädchens:
„Ich kann unmöglich damit Schluß machen! Der Junge muß in drei Monaten das Land verlassen, dann werde ich beichten. Jetzt habe ich einfach nicht den Mut dazu!“
Da fragte sie der Missionar: „Wollen Sie am Morgen und Abend drei Ave Maria zu Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe beten, um diesen Mut zu erlangen?“
Das Mädchen war einverstanden und vier Tage später kehrte es völlig verändert und bekehrt zum Missionar zurück.

Eindrucksvoller als glänzende Predigten

Ein anderes junges Mädchen hatte seit fünfzehn Monaten ein noch sündhafteres Verhältnis und wollte es nicht lösen. Früher war sie sehr fromm gewesen, hatte jede Woche gebeichtet und öfters kommuniziert. Aber seit einem halben Jahr blieb sie dem Beichtstuhl fern und wollte auch nicht an der Mission teilnehmen. Die glänzenden Predigten ließen sie kalt. Da empfahl ihr der Beichtvater morgens und abends mit gekreuzten Armen drei Ave Maria zu beten und schon wenige Tage später empfing sie völlig verwandelt unter heißen Reuetränen das Sakrament der Buße.
Der Augenzeuge dieser beiden Bekehrungen, ein Redemptoristenmissionar, schreibt ferner: Ich könnte eine Unmenge solcher Erlebnisse aufzählen. Nach meinen Erfahrungen sind diese Drei Ave Maria ein Bollwerk gegen die Sünden der Unkeuschheit. Ich empfehle sie geradezu als ein Wundermittel wider die Gefahren der Reinheit, und wer täglich morgens und abends diese Andacht verrichtet, ist meiner Meinung nach für den Himmel bestimmt.
Der Hl. Alfonsus schreibt: (Nemo continens nisi Deus det): Von hundert Verdammten sagt der heilige Alphons, sind 99 wegen dieses Lasters in der Hölle und auch der Hundertste ist nicht frei davon. Das heißt beinahe, daß alle Verdammten wegen der Unzucht in der Hölle weilen. Wenn es uns gelingt, ein reines Leben zu führen, fällt alles übrige leicht. Mit vollem Recht bezeichnet man die Unkeuschheit als das Laster, das zur Verdammung führt.
Nun kann aber nach den Worten des heiligen Alphons niemand ohne eine besondere Gnade Gottes die Keuschheit bewahren: Wenn wir die Drei Ave zu Ehren der Reinheit Mariens beten, vermitteln sie eine besondere Kraft zur Erlangung dieser Gnade.

Aus einem Brief

„Seit drei Jahren war ich ein Sklave unreiner Leidenschaften. Wie sollte ich mich nur davon befreien. Meine damaligen Gegenmittel - auch die besten - blieben ohne Erfolg. So versank ich immertiefer in den Sumpf schwerer Sünden und Gotteslästerungen und war nahe am Verzweifeln.
Da machte mich ein Franziskanermönch auf die heilsame Andacht der „Drei Ave Maria“ aufmerksam. Ich begann nicht gleich mit der regelmäßigen Übung dieser Gebete, erst seit einem Monat verrichte ich sie jeden Morgen und Abend. Ich weiß nicht, Hochwürden Herr Pater, was mit mir geschehen ist, aber ich versichere Ihnen: Seit diesem Augenblick hat sich in mir eine wunderbare Wandlung vollzogen. Ich erlag keiner Versuchung mehr und wenn ich einmal die Flinte ins Korn werfen möchte, hält mich eine unsichtbare Macht, die stärker als mein böser Wille ist, vom Sündigen ab. Maria sei Dank, die mich von einer schlimmen Gewohnheit erlöst hat, die mein zeitliches und ewiges Heil gefährdet hätte!“

Ein junger Mann schreibt

„Infolge einer falschen Erziehung, die mir in einer Oberschule zuteil wurde, war ich schon als Halbwüchsiger in sittlicher Hinsicht ein Gewohnheitssünder geworden.
So verbrachte ich mehrere Jahre in einer wahren Orgie von schlechten Gedanken und Handlungen, die ich nach außen hin durch mein gediegenes Benehmen allen verheimlichte. Nachdem ich schließlich nach den Worten des Apostels zum „Sklaven“ meiner Sittenlosigkeit geworden war, wollte ich mich von ihren Ketten befreien.
Aber ich mußte lange warten, bis es so weit war. Sogar viel später stand ich noch immer im Bann dieser Jugendsünden. Sie hatten zu einer sehr gefährlichen Schwächung meines Charakters geführt. Dennoch wollte ich um jeden Preis meine Herzensreinheit wiedererlangen. Eines Abends fügte ich zum ersten Mal beim Beten der Drei Ave Maria wörtlich hinzu: „Meine gute Mutter, bewahre mich in dieser Nacht vor der Todsünde!“ Da spürte ich sogleich, wie sich etwas Geheimnisvolles wie eine eiserne Mauer zwischen den Teufel und mich schob. Ich wunderte mich sehr darüber. Seitdem bete ich immer die Drei Ave in dieser Meinung und dank dieser wunderbaren Gebetsübung habe ich mir schon seit Monaten keine einzige schwere Sünde mehr vorzuwerfen. Obwohl ich erst zwanzig Jahre zähle und ein hitziges Temperament habe, führe ich ein sehr sauberes, sittenstrenges Leben.“
Die heiligste Jungfrau läßt niemals ihre Verehrer im Stich, mögen sie auch noch so große Sünder gewesen sein - außer sie wird von ihnen zuerst preisgegeben. Sie läßt ihnen in allen Lebenslagen ihren besonderen Schutz angedeihen.
Den Unschuldigen schenkt sie die Beharrlichkeit im Guten und den bekehrten Sündern die Gnade des Starkmuts und der Standhaftigkeit gegen die Gefahren, Versuchungen und Gelegenheiten der Sünde.

Das Bekenntnis eines Soldaten

„Ich wurde vor drei Jahren eingezogen, schrieb ein Soldat, und befand mich in übelster Gesellschaft, ohne einen wirklich gläubigen, anständigen Kameraden und nur allzuoft ohne jeden religiösen Beistand. Nichtsdestoweniger glaube ich nicht, daß ich mir in diesen drei Jahren irgend eine schwere Schuld vorzuwerfen habe. Und das mit Hilfe der Drei Ave Maria, die ich jeden Morgen und Abend unverdrossen betete. Ist das nicht ein Wunder, größer als das der drei Jünglinge im Feuerofen?“

Keine Versuchungen mehr

«Vierzehn Tage nach meiner Erstkommunion erhielt ich von meinem Beichtvater ein Büchlein mit dem Titel «Die wunderbare Gebetsübung der Drei Ave Maria». Ich las die Schrift immer wieder, da ich seit geraumer Zeit an Versuchungen wider die Reinheit zu leiden hatte. Die Folge davon war, daß ich vertrauensvoll jeden Morgen und Abend drei Ave Maria betete. Nach einigen Wochen wurden die Versuchungen immer schwächer und heute sind sie völlig verschwunden.»

Geleitwort eines Pfarrers

Hl. Alfons. Eine Kronzeuge der Übung der Drei Ave Maria ist der heiligen Alfons von Liguori, Bischof und Kirchenlehrer, der am 1. August 1787 im 91. Lebensjahr starb.
Es gibt wohl keinen Heiligen, der uns die Schrecklichkeit der Hölle eindrücklicher zu schildern vermag. Seine Ansicht; wonach die Mehrheit der Priester ewig verloren geht, scheint uns sehr streng und unbarmherzig. Und doch: Gab es jemals einen Bischof, der so stark auf dem Wert eines einzigen Ave Marias insistierte? Vom heiligen Alfons stammt nämlich der Satz: «Ein Ave Maria ist mehr wert als die ganze Welt! » Wenn dem so ist, und wir die Wertvorstellungen unseres Lebens nicht nach dem Wert des Ave Marias ausrichten, wären wir töricht und mit demjenigen vergleichbar, der nur ein Talent erhalten und dieses eine Talent vergraben hatte. Und wenn wir krank und unfähig zu jeglicher Arbeit wären, das Beten des Ave Marias macht uns zu wertvollen Mitarbeitern im Reiche Gottes! Mit dem Beten der drei „Ave Maria“ verspricht uns die Muttergottes sogar den Himmel und Bewahrung vor vielen Übeln in dieser Welt.

Don Bosco als Erzieher

„Lassen wir die Theologie, Moral, Mystik und Aszese aus dem Spiel! Sage mir nur ganz ehrlich: Bist du ein Marienverehrer?“ Diese Frage stellte Don Bosco an einen Kleriker, der, obwohl er seit vier Jahren Ordensmann war, ein Leben führte, das seiner Berufung Hohn sprach.
„Offen gestanden,“ entgegnete dieser (so berichtet Don Bosco), „daran habe ich niemals im Ernst gedacht!“
„Dann bete drei Ave Maria morgens und abends und füge häufig, besonders aber in Gefahren, das Stoßgebet hinzu: Maria, Hilfe der Christen, bitte für mich!“
Das versprach er mir auch, ehe wir auseinandergingen. Nach einigen Jahren trafen wir uns zufällig und er strahlte vor Freude bei diesem Wiedersehen. Dabei verriet er mir, daß er seit unserer letzten Aussprache stets ein ruhiges Gewissen gehabt habe, und fügte hinzu: Sie verfügen über ein gutes Heilmittel! Empfehlen Sie doch Immer die Marienverehrung! Besonders den Anfängern im geistlichen Leben sollte man ans Herz legen, sich Maria zu weihen, damit sie nicht gefährdet werden! (Terrone, Lo spirito di San Giovanni Bosco, S. 41, Turin, 1934.)
Die Hl. Gemma Galgani betete täglich drei Ave Maria. Sie betete jeden Abend in tiefgebückter Haltung drei Ave Maria zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis. Dabei wurde sie einmal von ihrer Tante Elsa Galgani überrascht, die vorwurfsvoll zu ihr sagte: „Was treibst du denn da, Gemma? Weißt du nicht, daß es für den Magen schädlich ist, wenn du dich so zusammenkrümmst?“ Das Mädchen entgegnete: „Das hat mir die Großmutter beigebracht, Diese sagte, die Madonna würde keine Sünde gegen die heilige Reinheit zulassen, wenn man so demütig drei Ave Maria bete.
“Das Seherkind von Fatima berichtet: Luzia, eines der Seherkinder von Fatima, erzählt folgende Episode über ihre Kusine Hyazinta, die wie sie die Madonna gesehen hatte: „Eines Tages begegnete uns eine arme Frau. Sie warf sich Hyazinta zu Füßen und bat sie um ihre Fürsprache bei der heiligsten Jungfrau, damit sie von einer schrecklichen Krankheit geheilt werde. Hyazinta beugte sich zu der knienden Frau nieder, um sie mit zitternden Händen hochzuheben. Da ihr das mißlang, kniete sie sich hin und betete zusammen mit der Frau drei Ave Maria. Dann bat sie die Kranke, sich zu erheben und versicherte ihr, daß die heiligste Jungfrau sie gesund machen würde. Sie betete beharrlich um diese Gnade und nach einiger Zeit kam die Frau wieder, um der Madonna für ihre Heilung Dank zu sagen.“ (Chronik über Hyazinta)
Wer die Kirche liebt und mit ihr fühlt, kann ihrem klaren Urteil nicht gleichgültig gegenüberstehen. Und wer Seeleneifer und Liebe zur heiligsten Jungfrau besitzt, findet in dieser Andacht die Möglichkeit, beide Tugenden gleichzeitig zu üben. In der Tat können alle zur Verbreitung der Drei Ave Maria beitragen: in erster Linie die Priester, Beichtväter und Prediger, dann Mütter, Erzieher, Ordensschwestern, Mönche und Lehrer.

Dieser Text ist ganz auf historischen Begebenheiten aufgebaut.

Möge es die heiligste Jungfrau segnen, damit es zu ihrer Ehre und zum Heile der Seelen weiteste Verbreitung finde. Es will vor allem den Klerus und besonders die in der Seelsorge tätigen Priester auf ein sehr einfaches und wirksames Gnadenmittel hinweisen, das als solches von der Kirche anerkannt, von den Heiligen und den weisesten, erfahrensten Seelenführern empfohlen und durch zahllose, unwiderlegbare Tatsachen bestätigt worden ist. Es ist eine Gebetsübung, die klar erweist, daß die heiligste Jungfrau, dem Drängen ihres Herzens folgend, als die mächtige Verbündete in unserem Apostolat und als unwiderstehlicher Magnet für alle gottfernen, halsstarrigen und verstockten Seelen in Erscheinung tritt. Maria krönt das Heilswerk des Priesters sicherlich mit unerwarteten Erfolgen, denn die göttliche Vorsehung hat durch sie der Welt den Erlöser und die Erlösung geschenkt.
Wenn wir durch die Gnade der Gottesmutter den Wert der Drei Ave Maria begriffen haben und ihre Wirksamkeit erproben wollen, müssen wir uns davor hüten, unsere Gebetsübung zu vernachlässigen oder zu vergessen. Wer sich von den Drei Ave Maria einen dauernden Gnadensegen und einen besonderen Beistand in der Sterbestunde verspricht, darf die Kette der Drei Ave nicht abreißen lassen. Halten wir dieser Andacht alle Tage die Treue! Eine unfreiwillige Vergeßlichkeit soll uns nicht daran hindern, wieder von vorne zu beginnen. Bleiben wir fest trotz der Umtriebe des Teufels, der nicht nur die bereits in die Sünde verstrickten Seelen von Maria fernhält, sondern auch jenen, auf die er es besonders abgesehen hat, die Freude an den Drei Ave Maria verleiden möchte. Möchten doch Mütter, Frauen und Schwestern, - die um das Seelenheil ihrer gottentfremdeten Söhne, Ehemänner und Brüder bangen, ausharren! Letzten Endes aber wird die Gottesmutter unsere Andacht mit Erfolg krönen.

Einer Begnadeten offenbarte die heiligste Jungfrau:

«Die Andacht der Drei Ave Maria war mir immer sehr lieb. Zahlreiche Gnaden wurden durch sie herabgerufen. Pflegt sie, so oft ihr könnt! Ihr werdet täglich ihre Macht erleben. Ich versichere euch, der Gerechtigkeit meines Sohnes wäre schon Iängst Genüge getan, wenn die Drei Ave Maria überall seit langem gebetet Worden wären.»

Die Muttergottes hielt Wort:
Die Gnadenerweise und Bekehrungen, die Seelenrettungen, die hier geschildert werden, sind sicherlich großenteils mit menschlichem Verstand nicht erklärbar.

„Die Drei Ave Maria“
haben in meinen Missionen die reinsten Wunder gewirkt und die Geschichte dieser unzähligen Missionen ist weiter nichts als die Geschichte der Drei Ave Maria. (Pater Maria - Antonio 1825-1908, „Der Heilige von Toulouse“)

Diese Berichte sind entnommen dem Buch
“Die Drei Ave Maria. Ein Schlüssel zum Paradies“
von G.Pasqaali SSP
Genehmigung des Superiors: Rom, am 4. Februar 1954
Nihil obstat qonimus imprimatur: Catanae, 20 Februar 1956
Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Regensburg, 22. April 1961
Katholisches Schriftenapostolat 86729 Öttingen Postfach 1162
Werk der kleinen Seelen, Tel. 02984 - 921939


dreiave.de
Tina 13
🙏🙏🙏
stephanw
Es wird so wenig von uns verlangt, - uns aber so viel gegeben. Beten wir für die vielen Menschen, die im Glauben schwach oder müde sind.
Joannes Baptista
Ich bin zufällig auch heute früh in meinem Gebetsbuch mit Verheißungen draufgestoßen. Und jetzt sehe ich es hier... 🤗 😇🙏
Tina 13
One more comment from Tina 13
Tina 13
🙏🙏🙏🌹🌹🌹