Bonifatius-Franz
Die Sache ist doch einfach: Erlaubt ist gemäß der Abhandlung eine Entschädigung für eigene Verluste aus Darlehensgewährung zu fordern, nicht aber einen Aufschlag, der über diese eigenen Verluste hinausgeht. Die eigenen Verluste aus Darlehensgewährung setzen sich zusammen aus 1. entgangenen Zinseinnahmen aus einem alternativen Anlagegeschäft, 2. einem Risikoaufschlag oder Abschlag je nachdem ob …More
Die Sache ist doch einfach: Erlaubt ist gemäß der Abhandlung eine Entschädigung für eigene Verluste aus Darlehensgewährung zu fordern, nicht aber einen Aufschlag, der über diese eigenen Verluste hinausgeht. Die eigenen Verluste aus Darlehensgewährung setzen sich zusammen aus 1. entgangenen Zinseinnahmen aus einem alternativen Anlagegeschäft, 2. einem Risikoaufschlag oder Abschlag je nachdem ob die beste Alternative riskanter oder risikoärmer ist und 3. einer Entschädigung für Verwaltungskosten. Unerlaubt sind wie gesagt darüber hinaus gehende Aufschläge, die man sowieso nur als marktmächtiger Akteur auf dem Kapitalmarkt erzielen kann. Damit entspricht die kirchliche Lehre eins zu eins der Forderung nach einem perfekten Kapitalmarkt, wie sie auch in der normativen Kapitalmarkttheorie wissenschaftlich gestellt wird.
Santiago_
Hochinteressantes wie ebenso wichtiges Interview/ Buch zu einer der ganz zentralen Fragen und Problematik unserer Zeit. Danke fürs Einstellen!