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Arrupes Blaupause für bergoglianische Umweltagenda

Copertino
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Bücher sind oft Augenöffner, etwa Martin Maiers schmales Bändchen "Pedro Arrupe - Zeuge und Prophet". Maier (*1960) ist Jesuit und doktorierte mit einer Arbeit über die linken Befreiungstheologen …More
Bücher sind oft Augenöffner, etwa Martin Maiers schmales Bändchen "Pedro Arrupe - Zeuge und Prophet". Maier (*1960) ist Jesuit und doktorierte mit einer Arbeit über die linken Befreiungstheologen Ignacio Ellacuria und Jon Sobrino. Zweifellos pflegte der weitgereiste Jesuitengeneral Arrupe auf vorbildhafte Weise einen einfachen Lebensstil. Gleichzeitig bereitete er aber auch jener Agenda die Bahn, die der Vatikan heute immer stärker ins ideologische Fahrwasser der UN-Organisationen treibt. Ohne freiwillige Einschränkungen, so Arrupe, gebe es keine Zukunft. Der grösste Dienst, den Ordensleute heute der Menschheit erweisen könnten, sei ein sparsames genügsames Leben als Zeugnis gegen die Ideologie des Konsums. Neu ist das nicht, und es darf auch in Erinnerung gerufen werden. Bemerkenswert ist allerdings die zweite Begründung, dass nämlich ein solcher Lebensstil die Voraussetzung sei, damit die Welt überleben könne. Nun soll Arrupe unter dem gegenwärtigen Pontifikat als Pionier der Ökologie-Bewegung auf den Sockel gehoben werden. Autor Maier erwähnt den 2005 verstorbenen deutschen Umweltaktivisten und Grünen-Politiker Carl Amery, der in seinem letzten Buch "Global Exit" ein bemerkenswertes Zitat hinterlassen hat:
"Es ist vorauszusehen, dass die Lebenswelt, so wie wir sie kennen und bewohnen, im Lauf des anhebenden Jahrtausends zusammenbrechen und unbewohnbar werden wird. Es ist vorauszusehen, dass die Kirchen der Christenheit sehr bald ... in völlige Bedeutungslosigkeit absinken werden. Diese beiden Aussichten gebären, zusammengeführt und ineinander gespiegelt, eine gewaltige Chance."

Aus der Kirche heraus müsse das Veränderungspotential kommen, um den bedrohten Planeten zu retten, zeigt sich mit Amery, und mit ihm auch Maier überzeugt. Damit wird eine Art Überlebensstrategie für eine Kirche skizziert, die sich zwar noch immer am Evangelium zu orientieren glaubt, in der konkreten Ausrichtung aber zu einer Zudienerin eines diesseitigen Globalismus zu verkommen droht, inklusive Abnicken oder Beschweigen von Agenden, welche dem Glauben der Kirche etwa in der Morallehre diametral widersprechen. Auch auf die Rolle der Weltsozialforen wird hingewiesen, welche ähnliche Ziele verfolgen. In diesen Transformationsprozess sollen auch die weltweiten Netzwerke der Jesuiten ingespannt werden, betont Maier. Dass Arrupe sich dieser Sicht angeschlossen hätte, hält er für unbestritten und verweist auf dessen Vision einer Gesellschaft der Genügsamkeit. Ob Arrupe dabei aber UN-Postulate wie "reproduktive Rechte", inkl. künstliche Verhütung, Abtreibung und Bevölkerungsreduktion abgenickt hätte, muss offen bleiben.

Es scheint, dass der Jesuitenpapst mit seiner programmatischen Enzyklika "Laudato si" als gelehriger Schüler seines Meisters, des "Schwarzen Papstes" Aruppe, ganz auf diesen Kurs eingeschwenkt ist und inzwischen kein Haar mehr zwischen die Agenda des Vatikans und jene der entsprechenden UN-Organisationen passen soll. Dieser Aktion "Überleben der Kirche als Dienerin der Einen Welt und Verwalterin des Klimaschutz-Gewissens" wird gerne auch der umfassende Lebensschutz untergeordnet und entsprechend modifiziert. Mit der vorangetriebenen Heiligsprechung Pedro Arrupes schliesslich soll diese internationale Agenda auch gegen innerkirchliche Vorbehalte abgesichert werden.
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