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Winfried
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Am Sonntag war im Evangelium wieder einmal von einer Teufelsaustreibung durch Jesus (Mk 1,21-28; s.u.) die Rede. In allen Predigten, die mir bekannt sind, war aber niemals von einem Exorzismus die …More
Am Sonntag war im Evangelium wieder einmal von einer Teufelsaustreibung durch Jesus (Mk 1,21-28; s.u.) die Rede. In allen Predigten, die mir bekannt sind, war aber niemals von einem Exorzismus die Rede. Selbst beim Verlesen von Mk 5,1-20 (Der Besessene von Gerasa) hat man es tunlichst vermieden, auf die dortige Teufelsaustreibung durch den Herrn (Legion) einzugehen. Stattdessen wurde lieber auf die Lesungen, bzw. andere geistliche Themen, die der Erbauung dienen sollen, eingegangen. Warum weicht man da generell aus? Hat man Angst davor?
Heutzutage wird Besessenheit als Krankheit abqualifiziert und die Betroffenen dem Arzt übergeben. Entweder glaubt man nicht an die Existenz des Teufels oder man weicht eben aus. Besessene werden ihrem Schicksal überlassen und in Psychiatrien eingesperrt.
Jesus wäre eben auch nur ein Kind seiner Zeit gewesen und hätte bestimmte Krankheiten (Hysterie, Epilepsie etc.) als Besessenheit betrachtet. Die Bibel wird hier verdreht und falsch interpretiert. Spätestens seit Klingenberg gibt es keine Dämonen mehr. Wer als Priester trotzdem berechtigterweise exorziert, wird als Scharlatan betrachtet. Hier hat der Teufel ganze Arbeit geleistet.

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Mk 1, 21-28

In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Vgl.: Der Besessene von Gerasa ("... denn wir sind viele"; Mk 5,1-20)
Winfried
Siehe auch den Fall Anneliese Michel (Klingenberg). Damit steht und fällt das Thema "Exorzismus" in Deutschland und in der Welt:

Der Fall Anneliese Michel – gloria.tv
B-A-S
Verehrter @Winfried: Ein Exorzismus ist eine Teufelsaustreibung, wie wir sie von der Heiligen Schrift im Neuen Testament her in Mk 1, 21-28 kennen, und die heute durch einen bevollmächtigten Priester, Bischof oder durch den Papst selbst ausgeübt werden kann.
Auch heute gibt es noch Exorzisten in den europäischen Ländern und weltweit, jedoch nicht mehr in Deutschland nach dem Exorzismus an der …More
Verehrter @Winfried: Ein Exorzismus ist eine Teufelsaustreibung, wie wir sie von der Heiligen Schrift im Neuen Testament her in Mk 1, 21-28 kennen, und die heute durch einen bevollmächtigten Priester, Bischof oder durch den Papst selbst ausgeübt werden kann.
Auch heute gibt es noch Exorzisten in den europäischen Ländern und weltweit, jedoch nicht mehr in Deutschland nach dem Exorzismus an der Anneliese Michel, weil unsere deutschen Bischöfe nicht mehr Ihren Bischofsauftrag nach dem Evangelium - Mt 10,1-8 - wahrnehmen wollen.
Auch ist es heute in der Amtskirche gängige Praxis, nicht mehr vom Teufel zu sprechen, um die Gläubigen nicht zu verschrecken. Dies gilt auch für die Erwähnung der Hölle, auch wenn wir von von unserem Herr Jesus selbst z. B. in Mt. 13,42 oder Mk 9, 43-48 hingewiesen werden.
Es sei Ihnen empfohlen, das eine oder andere Buch von Pater Gabriele Amorth (verstorben am 16.09.2016), dem damaligen Vorsitzenden der Internationalen Exorzistenvereinigung zur Hand zu nehmen, in dem er auf die Praxis und Fälle der Teufelsaustreibung und seine Voraussetzungen eingeht.
Sie werden sehen, dass dieses Thema mit Klingenberg nie aus der Welt sein wird.
Winfried
@B-A-S
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Mir ist die Lebensgeschichte von Anneliese Michel bekannt, und ich kenne auch die kirchlichen Reaktionen darauf, z.B. von Kard. Lehmann, der sagte, nicht die "angebliche Besessenheit" der AM sei das Problem gewesen, sondern das "teuflische Verhalten" ihrer Umwelt. Diese Äußerung ist ein Skandal. Kein Wunder, dass unsere Bischöfe seitdem ins selbe …More
@B-A-S
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Mir ist die Lebensgeschichte von Anneliese Michel bekannt, und ich kenne auch die kirchlichen Reaktionen darauf, z.B. von Kard. Lehmann, der sagte, nicht die "angebliche Besessenheit" der AM sei das Problem gewesen, sondern das "teuflische Verhalten" ihrer Umwelt. Diese Äußerung ist ein Skandal. Kein Wunder, dass unsere Bischöfe seitdem ins selbe Horn blasen und zwar mangels Erfahrung und Glauben. Für mich ist dies eine Schande, nicht zuletzt den Betroffenen gegenüber. 😡