Das Evangelium lehrt keinen Pazifismus (zumal nicht gegenüber Iran)
Verpflichtet das Evangelium uns Christen wirklich zum Pazifismus?
Laut Markusevangelium, Kapitel 11, Verse 15-19 hat
Jesus Christus Gewalt gegen Sachen und Personen ausgeübt, als Er im Tempel die Verkaufsstände umstieß und Händler wie Käufer hinaustrieb. Sein heiliger Zorn hatte einen gerechten Grund: Der Tempel schien ihm entweiht, als wäre er eine Höhle, wo Räuber ihre Schätze sammeln.
Es gibt auch gerechte Gründe, Krieg zu führen. Das lehrt der Kirchenvater St. Augustinus, dessen Orden Papst Leo XIV. doch angehört! Ein gerechter Grund sei, einen Völkermord zu beenden (1).
Iran plant seit je einen Völkermord, will Israel vernichten.
Präventiv darf man folglich der Schaffung einer Atombombe zuvorkommen.
Jesus Christus sprach mit großer Selbstverständlichkeit vom Krieg, als er das Gleichnis von zwei Kriegsherren brachte, deren einer zwischen Waffenarsenal und Diplomatie abwägen muss (Lukasevangelium, Kapitel 14, Verse 31 und 32).
Der Apostel Paulus erwähnt unkritisch den Soldaten und vergleicht ihn mit dem Christen: „Keiner, der in den Krieg zieht, lässt sich in Alltagsgeschäfte verwickeln, denn er will, dass sein Heerführer mit ihm zufrieden ist.“
(2. Brief an Timotheus. Kapitel 2, Vers 4).
In Seiner Bergpredigt preist Jesus Christus unter anderen die Friedensstifter selig (Matthäusevangelium, Kapitel 8):
“8 Selig, die rein sind im Herzen; / denn sie werden Gott schauen. 9 Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. 10 Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; / denn ihnen gehört das Himmelreich.“
Reinen Herzens sind im Iran gewiss die für Christus und das Evangelium ungerecht verfolgten Christen. Krieg gegen die Unterdrücker kann aus erstarrtem Stillhalten, Friedhofsfrieden, zu lebendigem Frieden führen, kann echten „Frieden stiften“.
Jesus sagt nicht: Selig, die den Leidenden tatenlos zuschauen.
Klar ist aber auch laut St. Augustinus: Ein Krieg darf den Gegner nicht auslöschen wollen (1). Trump erklärte, die iranische Zivilisation auslöschen zu wollen (wobei das von Mullahs terrorisierte Land in mehrere Zivilisationen aufgeteilt ist). Der Heilige Vater sah das nicht als Rhetorik, sondern nahm die Äußerung ernst und tadelte sie mit Recht.
Trumps Ärger über Leo's XIV. Position in der Kriegs- und Migrationsfrage ist nachvollziehbar. Auch in seiner USA-kritschen Haltung ist Leo XIV. treuer Nachfolger von Papst Franziskus.
Dass sich der amerikanische Präsident darob zu Jesus Christus stilisiert, der einem Kranken heilend die Hände auflegt, ist eine Gotteslästerung, die ein Psychologe einem flapsigen Jugendlichen verzeihen würde.
Das Bild zeigt einen Schild der Kreuzritter, die in Jesu Zeichen und nicht ihrem eigenen kämpften.
(1) Zusammenfassend: Augustins Lehre vom „Gerechten Krieg“ - …
Mit Blick auf die Völkermorde nach dem Zweiten Weltkrieg: Gerechter Krieg - gerechter Friede