Die Rede ist viel von „unseren westlichen Werten“ … Ich hingegen habe keine „Werte“ und ich teile die „westlichen Werte“ nicht. Der Begriff „Wert“ stammt von der Börse und bezeichnet z. B. Aktien, die dort mit schwankenden Preisen gehandelt werden. In der Moderne spielte der Begriff „Wert“ im Sinne einer moralischen Handlungsmaxime vor allem als Begleiterscheinung der kulturellen Revolution seit 1968 eine Rolle. Die Moral wurde zum Teil der Propaganda, und so ist es den Kulturrevolutionären gelungen, „westliche Werte“ wie die „Homo-Ehe“ oder das „Recht auf Abtreibung“ als „moralische“ Handlungsmaxime zu installieren. Diese sind jedoch, wie auch die an Börsen gehandelten Werte, beständigen Schwankungen im Sinne der jeweils vorherrschenden Propaganda unterworfen
Insofern stehen die christlichen Gebote in einem scharfen Gegensatz zu den „westlichen Werten“. Anders als „Werte“ unterliegen die Gebote keinen Schwankungen. „Du sollst nicht morden“, heißt es heute wie vor 3400 Jahren.
"Der Begriff 'Wert' stammt von der Börse..." - Groooßer Irrtum! Werte gab es schon in der antiken Philosophie. Und wohl schon lange vorher.
Lateinisch:
1) valor
2) dignitas
3) virtus
4) aestimatio
Dem entspricht im Griechischen:
1) & 2) ἡ ἀξία
3) ἡ ἀρετή
4) ἡ οἰκείωσις bzw. ἡ ἀξίωμα
Ich habe hier nur den Singular gebracht, weil dies - außer natürlich beim plurale tanum - in der Sprachwissenschaft so üblich ist. Natürlich gibt es auch Wörter, die im Plural eine andere Bedeutung haben, als im Singular. Von diesem Fall habe ich hier abgesehen.
Ist "valor" ein moralischer oder philosophscher Begriff gewesen? Denn nur dieses Wort heißt "Wert", Die anderen: Würde, Tugend, Bewertung.
@Klaus Elmar Müller Ich weiß noch aus meiner Schulzeit, daß die Begrifflichkeit vieler Wörter in den alten Sprachen durchaus umfänglicher war, als in den neueren Sprachen.
"Werte" allein in Bezug zu Materialien zu setzten, dürfte eine Erscheinung sein, die sich erst nach Entstehen des Kommunismus durchgesetzt hat.
Selbst in meiner Kindheit (zugegeben: einige Jahrzehnte her...) war es noch üblich, von einem "Mann mit Werten" zu sprechen. Man meinte damit durchaus keinen "Reichen", sondern einen würdevollen, tugendhaften, charaktervollen Mann.
@Klaus Elmar Müller "Über den Wert des Menschen" nach Georg Kreisler:
youtube.com/watch?v=MC3uIPS7OpM
Ein (aktueller) Bezug auf die Kessler-Zwillinge ist von mir nicht beabsichtigt.
Wie ich Sie einschätze, verstehen Sie Humor - auch schwarzen...
@Bethlehem 2014 Gut, ich gebe zu: Die Seele des Menschen hat einen unendlichen Wert.