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12 jähriges christliches Mädchen aus Zwangsheirat befreit

Die im Juni entführte 12-jährige Christin Farah Shaheen konnte nach einem fast sechsmonatigen Martyrium in einem Polizeieinsatz befreit werden. Die in Wien ansässige Menschenrechtsorganisation Christen in Not hat mit pakistanischen Partnern um die Rettung des Mädchens gerungen.

Das Mädchen ist Dienstagabend aus den Händen ihres Entführers befreit worden. Sie wurde zunächst in sicheren Polizeigewahrsam genommen. Ein Vertreter von Christen in Not ist bei ihr.

Farah soll nun zu ihrem Vater und den Geschwistern zurückgebracht werden.

Hintergrund: Das christliche Mädchen Farah Shaheen, 12 Jahre alt, aus dem Stadtteil „Ahmedabad Gulistan“ in Faisalabad, wurde im Juni 2020 von dem 45-jährigen, verheirateten Mann Khizr Hayat entführt und gezwungen, zum Islam zu konvertieren.

Farah ist das zweite Kind von sieben Geschwistern. Farahs Mutter ist früh verstorben und Farah half ihrem Vater von klein auf bei der Hausarbeit. Sie ging täglich in den nahegelegenen Laden, um Lebensmittel und Gemüse einzukaufen. Gleich neben ihrem Haus gibt es einen Zeltmacher-Laden, in dem Khizer Hayat arbeitete.

Der verheiratete Mann hat selbst zwei Kinder. Khizer Hayat beobachtete Farah jeden Tag, bis es ihm in einem unbeobachteten Moment gelang, das Kind zu entführen.

Aus Scham und Hilfslosigkeit verschwieg der Vater monatelang die Entführung seiner Tochter. Er hatte Angst, dass er selbst oder die Geschwister vom feindseligen Mob angegriffen würden, wenn er etwas gegen den muslimischen Entführer unternehmen würde.

Der Minister für Menschenrechte und Minderheitenangelegenheiten im Punjab, Ejaz Alam Augustine, konnte vor 15 Tagen von dem Fall Farah Shaheen informiert werden. Sofort besuchte er die Familie von Farah Shaheen.

Ejaz Augustine erklärte: „Es gibt viele Fälle, in denen minderjährige Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren gezwungen werden, den Islam zu akzeptieren und die dann zur Heirat gezwungen werden. Die Provinzregierung unternimmt jedoch alle notwendigen Schritte gegen diese Zwangskonversionen.“

Normalerweise holt die Regierung in solchen Fällen die Mädchen zurück, schickt sie nach Darul Aman (einem sicheren Ort der Regierung) und nimmt dann die notwendigen Klärungen vor. Bei Farah war die Handhabung jedoch anders. Das Mädchen hatte aus Angst vor Gericht erklärt, dass sie den Islam angenommen hat.

Der Untersuchungsbeamte hatte daraufhin ungeprüft das Alter des Mädchens mit 17 Jahren angegeben. Diese erzwungene Lüge war notwendig, weil nach pakistanischem Recht eine Kinderheirat gegen das Gesetz ist.

Ohne weitere Überprüfung übergab das Gericht daraufhin Farah Shaheen ihrem Peiniger Khizar Hayat als ihrem „Ehemann“. Jetzt hatte Minister Augustine die Polizei angewiesen, Farah Shaheen unverzüglich zurückzuholen. Doch das Kind war verschwunden. Erst gestern Abend konnte das Mädchen unverletzt aufgefunden und in Polizeigewahrsam gebracht werden.
Bibiana
Verbrechen dieser Art sind so schlimm, verlogen, brutal... dass man sie kaum glauben mag.
Und weil's so unsäglich ist, bleibt das Unrecht auch erhalten. Selbst die Opfer schweigen und reden es dann auch noch "besser"...
SvataHora
Aber geschändet ist das arme Mädchen trotzdem!
Tina 13
Mögen alle Schandtaten schonungslos aufgedeckt werden und die Verbrecher vom Lieben Gott einst gerichtet werden.

Himmel oder Hölle es gibt nix dazwischen!!!
Tina 13
🙏🙏🙏
Fischl
Loskauf der Gefangenen!