Selbst im Kalten Krieg war Diplomatie zu jederzeit möglich, ohne das Medien wochenlange Skandale produzierten oder sich deutsche Geheimdienstler berufen fühlten, sich in die politischen Geschicke des Landes einzumischen. Am 28. Dezember 1987 landete Franz Josef Strauß als Pilot eine zweistrahlige Cessna Citation II auf dem eigentlich wegen Schneetreibens gesperrten Flughafen Moskau-Scheremetjewo, da er nicht mehr genügend Reservetreibstoff an Bord hatte, um den empfohlenen Ausweichflughafen Minsk anzufliegen. Mit an Bord waren neben Strauß auch Theo Waigel und Edmund Stoiber. Die ungeplante Landung in der russischen Hauptstadt war ein willkommener Anlass für Gespräche mit der kommunistischen Staatsführung.