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Wenn Menschen "sorgsam" und nach "Best-Practices" umgebracht werden

Copertino
Das Schweizer Fernsehen SRF stellt heute in einem Artikel unter dem Titel "Tabu Spätabbruch" eine konfliktbeladene Thematik zur Diskussion. Gewisse Länder würden Richtlinien kennen, um Situationen …More
Das Schweizer Fernsehen SRF stellt heute in einem Artikel unter dem Titel "Tabu Spätabbruch" eine konfliktbeladene Thematik zur Diskussion. Gewisse Länder würden Richtlinien kennen, um Situationen von vorneherein zu vermeiden, in denen das Kind lebend zur Welt kommen könnte. Um Lebenszeichen des zum Tode verurteilten Kindes nach dem Abbruch zu verhindern, werde ihm noch im Mutterbauch eine Substanz gespritzt, die zum Herzstillstand führt.

Wichtig sei, so Andrea Büchler, die Präsidentin der Nationalen Ethikkommission wörtlich, «dass man die Frau oder das Paar darüber informiert, dass das Kind mit Lebenszeichen zur Welt kommen könnte. Und dass man diese Zeit vorbespricht, damit die kurze Lebensspanne des Kindes möglichst würdig gestaltet wird."

Soweit so zynisch. Was nämlich könnte offensichtlicher zeigen, dass hier einem zur Welt gekommenen Baby das grundlegende Lebensrecht aberkannt wird, und mit welchem Recht?

An vielen Kliniken werde das so gemacht, erläutert Andrea Büchler: «Es bestehen Handbücher, Richtlinien, ein sorgsamer Umgang mit diesen Entscheidungen. Von solchen Best-Practices kann man profitieren.»

Moment mal, da wird also die Tatsache, dass das Leben eines lebensfähigen Kindes brutal ausgelöscht wird, auch mit beschwichtigendem und rechtfertigendem Neusprech übertüncht: "würdig", "sorgsam", "Best-Practices"?

Wie wohl künftige Generationen über die Abgründe unseres Zeitgeists urteilen werden?
Der Zynismus erinnert an die letzte Strophe eines Liedes von Franz Hohler: "Es sind alle so nett!"