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Eugenia-Sarto
195

Das wollen sie im Vatikan an höchster Stelle wohl nicht mehr lehren

Der selige Papst Pius IX. schrieb die Enzyklika Qui pluribus.

Er hatte erkannt, was auf die Kirche zukam und davor gewarnt.

Solche Päpste fehlen uns seit dem letzten Konzil.


"...[Ihr wisst. dass die Feinde des christlichen Namens lehren,] die hoch heiligen Geheimnisse unserer Religion seien Erdichtungen und Erfindungen der Menschen und die Lehre der Katholischen Kirche widerstreite dem Wohl und den Vorteilen der menschlichen Gesellschaft [vgl. *2940], und dass sie sich nicht einmal fürchten, sich selbst von Christus und Gott loszusagen. Und um leichter die Völker betrügen und vor allem Unvorsichtige und Unerfahrene täuschen und mit sich in Irrtümer fortreißen zu können, geben sie vor, ihnen allein seien die Wege zum Glück bekannt, und zögern nicht, sich den Namen "Philosophen" anzumaßen, gleich als ob die Philosophie, die ganz damit beschäftigt ist, die Wahrheit der Natur aufzuspüren, das verwerfen müsste, was Gott, der höchste und gnädigste Urheber der ganzen Natur selbst, in einzigartiger Wohltätigkeit und Barmherzigkeit den Menschen kundzutun sich herabgelassen hat, damit sie das wahre Glück und Heil erlangten.

Mit einer in der Tat verkehrten und äußerst trügerischen Art des Beweisens berufen sie sich sodann unaufhörlich auf die Kraft und Vorzüglichkeit der menschlichen Vernunft, heben sie gegen den heiligsten Glauben an Christus hervor und schwatzen aufs dreisteste, dieser widerspreche der menschlichen Vernunft . Es kann sicherlich nichts Unsinnigeres, nichts Gottloseres, nichts, was mit der Vernunft selbst in größerem Widerspruch stünde, ersonnen und erdacht werden als dies. Denn wenn auch der Glaube über der Vernunft steht, so kann dennoch niemals eine wahre Unstimmigkeit oder eine Gegensätzlichkeit zwischen ihnen angetroffen werden; denn beide stammen von ein und derselben Quelle der unveränderlichen und ewigen Wahrheit, dem unendlich guten und großen Gott, und leisten sich so wechselseitig Hilfe, dass die rechte Vernunft die Wahrheit des Glaubens beweist, schützt und verteidigt, der Glaube aber die Vernunft von allen Irrtümern befreit und sie durch die Erkenntnis der göttlichen Dinge wunderbarerweise erleuchtet, stärkt und vollendet.

Und mit sicherlich nicht geringerem Trug, Ehrwürdige Brüder, heben diese Feinde der göttlichen Offenbarung den menschlichen Fortschritt mit höchstem Lob hervor und wollen ihn in einem höchst leichtfertigen und frevlerischen Unterfangen in die katholische Religion einführen, als ob eben diese Religion nicht Gottes, sondern der Menschen Werk oder irgendeine philosophische Erfindung wäre, die nach menschlichen Maßstäben vervollkommnet werden könnte .

Auf diese so erbärmlich Daherfaselnden trifft freilich haargenau zu, was Teltullian den Philosophen seiner Zeit zurecht zum Vorwurf machte, "die ein stoisches, platonisches und dialektisches Christentum vorgetragen haben" . Und da freilich unsere heiligste Religion nicht von der menschlichen Vernunft erfunden, sondern von Gott den Menschen gnädigst geoffenbart worden ist, so sieht jeder sehr leicht ein, dass die Religion selbst ihre ganze Kraft aus der Autorität eben dieses Gottes, der redet, empfängt und niemals von der menschlichen Vernunft hergeleitet oder vervollkommnet werden kann."

(Schwarzdruck von mir eingefügt)
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Eugenia-Sarto
Das Fest Unbefleckte Empfängnis Mariens besteht in der Kirche bereits seit 1708 durch Papst Klemens. Es wurde von Papst Pius IX. anlässlich der Erklärung des Dogmas zum gebotenen Feiertag und 1879 durch Leo XIII. zum Feste 1. Klasse erhoben.
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Moselanus
Richtig, nur hieß es da noch einfach Mariä Empfängnis, auch die Messtexte wurden meines Wissens 1854 geändert. Wohlgemerkt: In dem Fall nichts dagegen, ich stelle es nur fest.
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Eugenia-Sarto
Die Dogmen der Unfehlbarkeit des Papstes und der Jurisdiktionsprimat sind schon immer in der Tradition geglaubt worden. Es war ein Segen, dass sie endlich dogmatisiert wurden. Die katholische Kirche muss mit unfehlbarer Sicherheit den Gläubigen die göttlichen Wahrheiten vorlegen können, damit diese sich darauf verlassen können und von niemandem verunsichert werden.
a.t.m
@Eugenia-Sarto Nur diese Unfehlbarkeit muss auch richtig dargestellt werden, weil eben nichts als Unfehlbar erklärt werden kann was den Heiligen Willen Gottes unseres Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche widerspricht. Unfehlbar ist der Papst also nur dann;
Wenn der römische Bischof ex cathedra spricht, d.h. wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirt und Lehrer …More
@Eugenia-Sarto Nur diese Unfehlbarkeit muss auch richtig dargestellt werden, weil eben nichts als Unfehlbar erklärt werden kann was den Heiligen Willen Gottes unseres Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche widerspricht. Unfehlbar ist der Papst also nur dann;
Wenn der römische Bischof ex cathedra spricht, d.h. wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen kraft seiner höchsten apostolischen Amtsgewalt endgültig entscheidet, dass eine Glaubens- oder Sittenlehre von der gesamten Kirche festzuhalten ist, so besitzt er auf Grund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche in der endgültigen Entscheidung über eine Glaubens- oder Sittenlehre ausgestattet wissen wollte. Daher sind solche endgültige Entscheidungen des römischen Bischofs aus sich selbst, nicht auf Grund der Zustimmung der Kirche, unabänderlich.

Dies gilt ja auch auf das Jurisdiktionsprimat, kein Papst kann JA zu etwas sagen, zu dem Gott der Herr NEIN gesagt oder umgekehrt hat. Kein Papst kann sagen "Dies ist keine Sünde" wenn Gott der Herr dazu "Dies ist eine Sünde" sagt.

Ich weis ja das sie das alles Wissen aber VK II Anhänger und Verteidiger die ja zumeist alles schon zumindest geistig von Gott dem Herrn und seiner Kirche abgefallen sind, könnten ja dann unter dem Motto Papst Franziskus hat also ja doch recht mit dem was er in AL daherschwefelte: siehe ihre Überschrift Unfehlbarkeit des Papstes und der Jurisdiktionsprimat

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
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Eugenia-Sarto
Vielen Dank, @a.t.m ! Die Darstellung dieser Lehre ist sehr wichtig und vielen gar nicht mehr bekannt.
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Alfonso M.
@a.t.m.

Unfehlbarkeit besitzen:

der Papst (er ist unfehlbar, wenn er ex cathedra spricht); der gesamte Episkopat (die Gesamtheit der Bischöfe in Union mit dem Papst ist unfehlbar, wenn sie eine Lehre des Glaubens oder der Moral - entweder auf einem Allgemeinen Konzil oder zerstreut über den ganzen Erdkreis - als von allen Gläubigen festzuhaltende vorstellen.
Viele sind vertraut mit dem Konzept…More
@a.t.m.

Unfehlbarkeit besitzen:

der Papst (er ist unfehlbar, wenn er ex cathedra spricht); der gesamte Episkopat (die Gesamtheit der Bischöfe in Union mit dem Papst ist unfehlbar, wenn sie eine Lehre des Glaubens oder der Moral - entweder auf einem Allgemeinen Konzil oder zerstreut über den ganzen Erdkreis - als von allen Gläubigen festzuhaltende vorstellen.
Viele sind vertraut mit dem Konzept der Unfehlbarkeit bezüglich der Verkündigungen des Papstes „ex cathedra“ und ebenso bezüglich der Ökumenischen Konzilien; aber nicht mit der Unfehlbarkeit des „ordentlichen, allgemeinen Lehramtes der Kirche“.

Was ist dieses ordentliche, allgemeine Lehramt? Eine klare und präzise Antwort darauf lesen wir in „The Fundamentals of Catholic Dogma“ von Dr. Ludwig Ott:

„Die Bischöfe üben ihre unfehlbare Lehrgewalt in ordentlicher Weise aus, wenn sie in ihren Diözesen, in moralischer Union mit dem Papst, einstimmig dieselben Lehren bezüglich des Glaubens und der Moral verkünden. Das (1.) Vatikanische Konzil erklärte ausdrücklich, dass auch die

Offenbarungswahrheiten, die als solche vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der Kirche vorgelegt wurden, mit einem ´göttlichen und katholischen Glauben´ fest angenommen werden müssen (Denzinger 1792). Aber die Inhaber des ordentlichen, allgemeinen Lehramtes der Kirche sind die Glieder des gesamten Episkopates, der über den ganzen Erdkreis verteilt ist. Die Übereinstimmung der Bischöfe in der Lehre kann festgestellt werden an den von ihnen veröffentlichten Katechismen, an ihren Hirtenbriefen, an approbierten Gebetsbüchern und an den Beschlüssen einzelner Synoden. Es genügt dabei eine moralisch-allgemeine Übereinstimmung, in diesem Fall ist es aber wesentlich, dass der Papst als das Oberhaupt des Episkopates dem ausdrücklich oder stillschweigend zustimmt.“
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Eugenia-Sarto
Sehr geehrte Leser! Wenn jemand gegen diesen grossen Papst etwas vorzubringen hat, möge er das in seinem eigenen Artikel tun. Ich werde solche negativen Urteile zukünftig löschen.
Moselanus
Ich habe über die Person dieses Papstes kein negatives Urteil abgegeben. Ich habe nur unleugbare Zusammenhänge aufgezeigt. Ihnen ist es unbenommen, das zu löschen, daran, dass es leider zutrifft, ändert das nichts. Und mich stört die Löschung nicht, ganz zu schweigen, dass ich deshalb beleidigt wäre. Gesegneten 8. Dezember und 2. Advent!
Eugenia-Sarto
@Moselanus Sie haben eine Behauptung aufgestellt und keine eingehende sachliche Begründung dafür geliefert. Auch ich wünsche Ihnen und den Lesern einen gesegneten Advent und ein frohes Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariae, das wir auch diesem grossen Papst zu verdanken haben.
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Moselanus
Das Fest haben wir ihm nicht zu verdanken. Höchstens das Dogma. Es ist doch logisch, worin die Begründung liegt: Der Papst unterliegt zwar der Tradition, aber nur er entscheidet im Zweifelsfall, was traditionskonform ist und was nicht. So schon die Argumentation Pauls VI. in Cum Te an Erzbischof Lefebvre und auch in Ratzingers Versuch einer Hermeneutik der Kontinuität.
Eugenia-Sarto
Lassen sie es mal gut sein . Wenn der Papst das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis gelehrt hat, dann ist klar, dass die Verehrung der heiligen Jungfrau Maria dadurch natürlich einen grossen Aufschwung nahm.
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Moselanus
Ich finde auch, es lässt sich sowieso nichts mehr rückgängig machen.
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Eugenia-Sarto
Man lese das dreibändige Werk über das Erste Vatikanum von Theodor Granderath aus dem Jahre 1903: "Die Geschichte des Vatikanischen Konzils", Herdersche Verlagshandlung. Man kann es antiquarisch noch erwerben.
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