Die Stunde des Herrn - Predigt von Professor May
Die Stunde des Herrn
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Geliebte im Herrn!
Es ist peinlich, wenn bei einer Einladung dem Gastgeber Speise oder Trank ausgehen. Eben das geschah bei der Hochzeit zu Kana. Maria, die umsichtige und besorgte Hausfrau, bemerkte die Verlegenheit des Hochzeitspaares und seiner Eltern. Sie wendet sich an den, der allein rasch Abhilfe schaffen kann, an ihren Sohn: „Sie haben keinen Wein mehr.“ Das ist eine Feststellung, aber auch eine Aufforderung. Und so hat sie Jesus verstanden: „Frau, was hab’ ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Als sie gekommen war, wirkte er das erste Wunder seiner irdischen Laufbahn, „und seine Jünger glaubten an ihn“. Was meint der Herr, wenn er spricht: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“? Er meint damit: Der Zeitpunkt, in dem er eine bestimmte Handlung setzen wird, ist noch nicht da. Er verfügt nämlich nicht darüber, er ist gebunden …Mehr
„Das Maß der Leiden der Guten, der Frommen, der Opferwilligen ist noch nicht voll. Wir müssen uns vorhalten lassen, was im Brief an die Hebräer steht: „Noch habt ihr nicht bis aufs Blut widerstanden.“ Kurz gesagt: Es fehlt uns noch die Heiligkeit, die Gott an uns sehen will.“
„Viele Gläubige, besorgte Gläubige fragen: Wie lange wird es noch so weitergehen? Müssen wir nicht fragen: Herr, willst du noch lange sprechen: Meine Stunde ist noch nicht gekommen? Immer wieder haben mir gläubige katholische Christen versichert: Gott kann nicht länger zusehen, Gott muss jetzt eingreifen, er wird bald eingreifen.“
4 weitere Kommentare von Tina 13
„Die Reden und Predigten vieler Bischöfe zeigen wenig von der Kraft und der Glut der Apostel.“
„Wie sieht es, meine lieben Freunde, im Kollegium der Bischöfe aus? Verkündigen die Nachfolger der Apostel das Evangelium Christi vollständig, lichthell und furchtlos?“
„Es kommt die Stunde, und sie ist schon gekommen, wo ihr zerstreut werdet, ein jeder an seinen Ort, und ihr mich allein lassen werdet.“
„In Jerusalem offenbarte sich der Herr als der vom himmlischen Vater in die Welt Gesandte. Seine Gegner zürnten ihm.“