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hl. Willigis - Gedenktag: am 23. Februar

Erzbischof von Mainz * in Niedersachsen † 23. Februar 1011 in Mainz in Rheinland-Pfalz Willigis stammte aus Sachsen. Er wurde Kaplan am Hof des deutschen Kaisers Otto I., 971 Erzkanzler des Reiches …More
Erzbischof von Mainz
* in Niedersachsen
† 23. Februar 1011 in Mainz in Rheinland-Pfalz

Willigis stammte aus Sachsen. Er wurde Kaplan am Hof des deutschen Kaisers Otto I., 971 Erzkanzler des Reiches und im Jahr 975 unter Otto II. Erzbischof von Mainz. Papst Benedikt VII. verlieh ihm den Titel eines päpstlichen Vikars; damit hatte er in allen kirchlichen Handlungen einen Vorrang vor allen Erzbischöfen und Bischöfen in ganz Germanien und Gallien bis hin nach Prag, ausdrücklich ausgestattet mit dem Recht, Könige zu weihen und Synoden einzuberufen. Damit war die Spitzenstellung der Bischöfe von Mainz im Frankenreich gesichert. Sein Ehrentitel "Vater des Kaisers und des Reiches" signalisiert seine Stellung.
983 salbte Willigis Otto III. in Mainz zum König, nachdem er in der Krise um die Nachfolge Ottos II. sich nachdrücklich - auch gegen Ottos Großmutter Adelheid - für die Rechte des damals erst dreijährigen Erben eingesetzt hatte. 996 führte er auf einem Romzug Gregor V., den ersten deutschen Papst, in sein Amt ein. Nach dem frühen erbenlosen Tod Ottos III. 1002 krönte er Heinrich II. zum König und trug damit entscheidend dazu bei, einen gefährlichen Thronstreit zu vermeiden.
Durch Ottos III. gute und direkte Verbindungen zum Papst wurde Willigis' Einfluss in der Zeit der Päpste Gregor V. und Silvester II. allerdings gering. Im Streit mit Bernward von Hildesheim um das Stift Gandersheim gelang es ihm nicht, seine Interessen durchzusetzen. Von der Krönung Ottos III. zum König in Aachen wurde er 997 sogar ausgeschlossen. Der Gründung des Bistums Bamberg auf seinem Territorium musste er 1007 zustimmen.
Wirtschaftliches Wohlergehen und politische Stablilität waren ihm Voraussetzungen für eine religiös funktionierende Kirche. Er sicherte dasa materielle Wohl der Klöster und sorgte für die Berufung ausgezeichneter Männer zu Bischöfen. Willigis errichtete das Stift St. Stephan in Mainz und weitere Stifte, dazu die Domschule in Mainz. Er war Bauherr des Mainzer Martins-Doms, der allerdings 1009 an dem Tag, an dem er eingeweiht werden sollte, zum großen Teil den Flammen zum Opfer fiel und so erst von Willigis' Nachfolger vollendet werden konnte.
Willigis wurde in der Mainzer Stephanskirche bestattet. Schon bald nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt, im 12. Jahrhundert erhielt er ein eigenes Messformular. Als er im 17. Jahrhundert ins Proprium von Mainz aufgenommen wurde, gab es allerdings heftige Auseinandersetzungen darüber mit der Ritenkongregation in Rom. Er ist Patron der Wagner, weil er Sohn eines Wagners gewesen sein soll. Aus Stolz auf diese einfache Herkunft habe er das Wagenrad zu seinem Wappenzeichen gemacht, das heute noch im Wappen der Stadt Mainz und des Bundeslandes Rheinland-Pfalz zu sehen ist.
Mir vsjem
Willigis
nie vergiss
Dass Dein Vater
Wagner ist.