Kardinal Brandmüller: Römischer Ritus war nicht perfekt, Liturgiereform muss richtig umgesetzt werden
Kurienkardinal Walter Brandmüller, 96, einer der letzten Zeugen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), sprach am 13. November mit Katholisch.de. Die wichtigsten Punkte.
- Während des Konzils waren viele wie elektrisiert.
- Das Konzil hat der Kirche nicht die erhoffte neue Vitalität gebracht.
- In den Jahren nach dem Konzil ging es mit der Kirche in Deutschland und anderen Ländern in einem Ausmaß bergab, das vorher unvorstellbar gewesen war.
- Nach dem Konzil wurde vieles in Frage gestellt. Plötzlich schien nichts mehr gültig zu sein.
- Die theologischen Fakultäten lehrten keine wahrhaft katholische Theologie mehr.
- Der Zeitgeist griff die Ergebnisse des Konzils auf und interpretierte sie neu. Meistens wurde nur "der Geist des Konzils" zitiert.
- "Aber eigentlich" hat das Konzil sehr gute Ergebnisse hervorgebracht.
- Die Grundsätze des Konzils zur Liturgiereform waren gut und richtig.
- Die sogenannte tridentinische Messe ist keineswegs perfekt. Es gibt einige Dinge, die …Mehr
Kann überhaupt ein liturgischer Ritus perfekt sein, wenn man bedenkt, dass wir in der Liturgie der himmlischen Liturgie beitreten? Die absolut nicht mehr verbesserungsfähige Liturgie findet im Himmel statt. Auch in der Zeitrechnung behelfen wir uns ja nur mit Annäherungsmodellen.
Kardinal Brandmüller hat was die Liturgie betrifft völlig recht der tridentinische Ritus war und ist nicht perfekt den das ist kein Ritus asuch war der Umgang der Traditionalisten mit dem Ritus nicht perfekt die Piusbruderschaft wollte der ganze Welt eine gewisse Ausprägung des Ritus überstülpen nämlich die die der Erzbischof in den 20er Jahren in Rom erlebt hat mit der völligen Ignoranz der lokalen Traditionen erst in den letzten Jahren wird das besser wie sagte mir ein User hier mal "Diözesane Eigen Traditionen sieht die Bruderschaft aber gar nicht gern" als ob die bruderschaft da ein Recht hätte etwas zu bestimmen und über das Wiener Fünfherrenamt meinte er abfällig "da will ein Priester Bischof spielen"
Schade dass Herr Brandmüller sich im Nachtrag diese Blösse gibt - man dachte bisweilen dieser Gelehrte sei rundweg katholisch . . .
Sie plappern viel, wie auch Kardinal Brandmüller und wollen das Konzil schönreden ... ! Sie reden immer wieder vom Geist des Konzils und können aber nicht den Hl.Geist meinen, denn der war nicht zugegen ! Schon Papst Paul VI. hatte erkannt, dass der Rauch Satans durch das Konzil in die Kirche eingedrungen ist, hat aber außer Weinen, nichts dagegen unternommen . Ja, viele waren wie elektrisiert und in der Schockstarre und erkannten ihre Heimat, die Kirche, nicht wieder . Die Euphorie war groß und hat manche Bedenken überdeckt, denn es sollte ja aufwärts gehen . Schon nach dem großen Bildersturm und dem Angriff auf das Weihe-Priestertum, kam es zu den " gestalteten " Gottesdiensten mit Events, Gitarren und Einlagen . Es war eine wilde Zeit und das Konzil war die Hl. Kuh an der niemand wagte zu rütteln oder Kritik zu üben . Und das Konzil-Ergebnis ? Es ist äußerst mager und äußerst dürftig ... !
Wenn wir schon so etwas von wegen und "Konzilsgeist" hören, dreht sich uns der Magen um: dieses Geisterkonzil gipfelt in den Darlegungen von Roberto de Mattei: "Das zweite vatikan. Konzil - eine bisl. ungeschriebene Geschichte" - liest man diese kontradiktorisch-"brüderliche" Vorgehensweise der sich für ihre Positionen Vorteile verschaffenden "Gruppenführer" so ist man unweigerlich an unsere Gegenwart erinnert: Brandmauerbau in der Parteienlandschaft. Wer hier von Mitbrüderlichkeit und geschwisterlich-kollegialer Kirche faselt, der betrügt wie unsere kriegstreibenden Politiker - "Kirchensimulation" ist analog zur "Demokratiesimulation" vom Teufel. Soviel zum "Geist" des Konzils. An den Früchten haben wir es geerntet und wir ernten weiter dieses im Inneren faule Leeramt . . .
Gute Ergebnisse können keine schlechten Früchte hervorbringen. Hier irrt sich Kardinal Brandmüller in besonderer Weise.
„Im Namen der feierlichen, unfehlbaren Definitionen sowie der ordentlichen Lehre in Kontinuität und Kohärenz mit der Tradition […] sind fehlbare und reformierbare Handlungen abzulehnen, die offensichtlich diese Tradition zerstören.“ Das heißt in wahrer Gehorsamkeit gegenüber der Kirche den Vorwurf des Ungehorsams und der Auflehnung gegenüber einem Konzil auf sich zu nehmen, das „nichts definiert hat. Daher sind wir – kraft des Glaubens – nicht verpflichtet, das, was sie uns erzählen, ernst zu nehmen. Aus Liebe zu Jesus werden wir uns nicht nach dem Wind richten. Aber wir wissen, dass wir immer mehr isoliert sein werden.“ -
Pater Calmel (1914–1975) aus dem Orden der Predigerbrüder
So perfekt wie NOM ist die heilige tridentinische Messe, die weit in das 1. Jahrtausend zurückreicht, schon lange, Eminenz!
Die überlieferte römische Liturgie ist Ausdruck und Zeugnis des wahren und überlieferten katholischen Glaubens, ein neuer (Un)"Glaube" hingegen offenbart sich oft in der "neuen" "Liturgie"!
"In den Jahren nach dem Konzil ging es mit der Kirche in Deutschland und anderen Ländern" vor allem deswegen "in einem Ausmaß bergab, das vorher unvorstellbar gewesen war", weil die Überlieferung der Kirche in Lehre und Liturgie plötzlich verboten und verfolgt war.
Und weil sie verfolgt wurde, wurde "nach dem Konzil wurde vieles in Frage gestellt. Plötzlich schien nichts mehr gültig zu sein."
Seit Johannes XXIII. lehrten "die theologischen Fakultäten ... keine wahrhaft katholische Theologie mehr", weil plötzlich der katholische Glaube nicht mehr vor Irrlehren geschützt wurde, da man angeblich nicht mehr "verurteilen" wollte.
Die "Liturgiereform" wurde vor allem deswegen zum Problem, weil sie begann, Priester und Gläubige auszugrenzen, welche sich gegen die neue Ehrfurchtslosigkeit und gegen die Angriffe auf den überlieferten Glauben zur Wehr setzten und sich deswegen auch dagegen wehrten, dass die überlieferten Formen des Betens und der Liturgie plötzlich verboten und ausgeschlossen werden sollten! Denn: Diese neue, unversöhnliche und unkatholische (!) Haltung und Intoleranz ist und war gegen jedes katholische (alle Zeiten und Glaubensüberlieferung umfassende) Denken, Glauben und Handeln, aber auch schon gegen jede bloße Gerechtigkeit und wahre Vernunft!
"Die sogenannte tridentinische Messe ist keineswegs perfekt". Vorsicht, da legt sich einer mit Pius V an.
Ich greife nur eins heraus: "Die Grundsätze des Konzils zur Liturgiereform waren gut und richtig."
Die Grundsätze des Konzils zur Liturgiereform waren vage und schammig. Nur deshalb konnte herauskommen, was herausgekommen ist.
Die Liturgiereform Pauls VI. von 1969 konnte sich schon nicht mehr auf das Vat. II berufen, sondern war "Eigenwerk".
Daß das Missale Romanum von 1962 nicht perfekt ist, möchte ich nicht bezweifeln. Eine Reform dessen sollte jedoch in eine ganz andere Richtung gehen, als sie schon 1965 gegangen ist.
Welche Elemente des Missale Romanum von 1962 sind denn nicht perfekt? Was meint Kardinal Brandmüller damit? Welche "Dinge" müssen korrigiert werden und warum?
... die Karwochen-Reform ist nicht so gut, wie sie aussieht. Auch hat man zu viele Oktaven gestrichen: Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, Mariae Himmelfahrt, Immaculata ...
Hingegen hätte man Feste wie Thomas More usw. in den allgemeinen Kalender aufnehmen müssen; andere, für unsere Breitengrade weniger wichtige Heiligenfeste hingegen hätte man durchaus streichen können: unter Paul VI. ist dies dann tatsächlich geschehen.
Die Tatsache, daß man bei verschiedenen Anlässen das Stufengebet und das Schlußevangelium ausfallen lassen soll, entbehrt der Logik. Dies waren schon Vorbereitungen auf die neue Messe.
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Man kann sich natürlich über vieles streiten, aber man merkt den Johannes-Rubriken schon an, daß sie eine Zwischenlösung waren. Allein der momentane Augenblick: die zweite Woche im November entfällt regelmäßig im Brevier. Das ist natürlich Unsinn. - Letzter Einwand betrifft natürich nicht das Missale, sondern nur das Offizium.
Einverstanden. Nur wird Kardinal Brandmüller diese Elemente wohl leider kaum gemeint haben ...
Da stimme ich Ihnen vollkommen zu! - Ich bin doch mehr als etwas enttäuscht von Seiner Eminenz. So eine Äußerung war nicht nur überflüssig, sondern wohl auch unbedacht in Anbetracht des hohen Alters des Kardinals und der Tatsache, daß er mittelfristig sich dafür vor Gottes Thron wird verantworten müssen.
Der nachkonziliare Geist ist der finstere grüne Transformationsgeist, der die Angriffe auf unsere HEILIGE KATHOLISCHE KIRCHE möglich gemacht hat. Der radikale Synkretismus hat das Ziel den MYSTISCHEN LEIB CHRISTI zu deformieren. PRIESTER - werdet endlich mutig und leistet WIDERSTAND gegen diesen Synkretismus! Seid wieder PRIESTER DES HEILIGSTEN HERZEN JESU durch das UNBEFLECKTE HERZ MARIENS!