Bischöfe sehr deutsch: Spontaneität perfekt vorbereiten! Mephisto testet Leo XIV.
Das Wesentliche, Skandalöse ist die grundsätzliche Erlaubnis durch Papst Franziskus.
Und dennoch klärt sich jetzt an dieser Nebenfrage nach der Ausgestaltung der Ernst oder Unernst von Leo XIV., wozu eine gleich vorzustellende Petition helfen wird:
Papst Franziskus hatte die Segnung sündig lebender Paare erlaubt im Dokument "Fiducia supplicans" (1), verlangt aber eine spontane, nicht feierlich-liturgische Segnung.
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat hingegen für die Segnungen etwa homosexueller Paare eine Handreichung verfasst (2). Der Titel "Segen gibt der Liebe Kraft" billigt ausdrücklich diese Lebensform - Gott soll die homosexuelle Liebe stärken.
Die DBK empfiehlt für eine solche Segnung
"Ästhetik, darunter auch Musik und Gesang (...) Worte aus der Heiligen Schrift (...) Situativ passende biblische Texte sollten deshalb im Rahmen der Segnung rezitiert und ggf. ausgelegt werden".
Das ist natürlich alles nicht spontan, sondern muss vorbereitet sein. Die eventuelle Auslegung des gewählten Bibeltextes ist nichts anderes als eine Predigt.
Der Text erklärt, eine Verwechslung mit einer Eheschließung vermeiden zu wollen, aber diese Verwechslung ist durch die zitierten Empfehlungen vorprogrammiert, ja unvermeidlich.
Der verstorbene Kardinal Lehmann, durch die moderne Bibelexegese belehrt, sagte einmal zu Anweisungen aus Rom: "Wir haben gelernt, mit Texten umzugehen".
Die Fähigkeit beweist die DBK noch immer mit folgendem Satz, der auf die Forderung spontaner Segnungen einzugehen vorgibt:
"Die größere Spontaneität und Freiheit dieser Segnungen sollen sich mit Sorgfalt in der Vorbereitung verbinden."
Mephisto (Bild) hätte es nicht genialer sagen können.
Nun hat die Stiftung CitizenGo eine Petition an die Deutsche Bischofskonferenz gestartet (3): Die möge die Handreichung zur liturgischen Gestaltung der Segnung homosexueller Paare zurückziehen.
CitizenGo beruft sich auf den Papst. Nachdem Kardinal Marx seinen Seelsorgern die genannte Handreichung anvertraute, verbunden mit dem Hinweis, bei Verweigerung des Segens aus Gewissensgründen das jeweilige Paar an segenswillige Seelsorger weiterzuleiten, habe Leo XIV. "am 23. April 2026 öffentlich erklärt, dass der Heilige Stuhl förmlichen Segensfeiern für Paare nicht zustimmt, wenn sie über den von Papst Franziskus gesetzten Rahmen hinausgehen."
Keine zwei Wochen später erschien Kardinal Marx beim Heiligen Vater in Rom.
Kardinal Parolin kündigte einen Dialog mit der DBK in dieser Angelegenheit an.
Die spannenden Fragen:
1. Werden Kardinal Marx und die Deutsche Bischofskonferenz diese Handreichung zurückziehen?
2. Oder werden wir in Bälde Fotos von weiteren liturgischen Segnungsfeiern dieser Art sehen?
3. Wie ernst ist es Rom und Papst Leo XIV.? Wie reagiert er, wenn die DBK bei ihrem Standpunkt bleibt und die Handreichung in die Praxis weiter umgesetzt wird?
Die Petition dient dazu, die Antworten auf diese Fragen herauszufinden.
Dies auch vor dem Hintergrund, der von Kardinal Fernández für die Bischofsweihen der FSSPX angedrohten Exkommunikation.
Kurz gesagt:
Was genau ist die Linie des aktuellen Roms,
wer ist Leo XIV. als Theologe und Papst?
AN;ERKUNGEN
(1) Erklärung Fiducia supplicans über die pastorale …
(2) dbk.de/…einsame-Konferenz-SW-Anlage-Segnung-fuer-…
(3) citizengo.org/…e-Handreichung--Segen-gibt-der-Lie…