Sanhedrin 90 über "Die Kommende Welt"
In Sanhedrin 90, einer Talmud-Passage, wird das Konzept der kommenden Welt (Olam Ha-Ba) als eine zukünftige messianische Ära skizziert, die weit über spirituelle Erlösung hinausgeht. Diese Vision konzentriert sich nicht nur auf ein Leben nach dem Tod, sondern auf eine tiefgreifende, irdische Transformation der Welt – politisch, sozial und wirtschaftlich. Rabbi Michael Higgers Werk von 1932, eine Zusammenstellung jüdischer prophetischer Lehren und Interpretationen aus 2.500 Jahren, bietet einen detaillierten Einblick in die Entwicklung dieser Vision. Es ist eine Welt, in der das jüdische Volk kollektiv als zentrale Kraft bei der Neugestaltung der menschlichen Gesellschaft hervortreten wird.
Higgers Werk präsentiert keine originellen Ideen, sondern fasst Jahrhunderte jüdischen Denkens, Prophezeiungen und rabbinischer Interpretationen zusammen. Diese Texte skizzieren eine Vision, in der das jüdische Volk nicht nur überleben, sondern die Menschheit in eine neue Ära des globalen Friedens …Mehr
"Insbesondere Götzenanbetung gilt als schweres Vergehen. Die Strafe dafür ist die Todesstrafe, üblicherweise durch Enthauptung (*Hereg*), die mit dem Schwert vollstreckt wird. "
Beten vor dem Kreuz würde als Götzenanbetung angesehen
2 weitere Kommentare von Sven Christian Köhler
Dazu passend die heutige erste Lesung:
Lesung aus der Apostelgeschichte
Apg 5, 27–32.40b–41
In jenen Tagen führte man die Apostel herbei und stellte sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie
und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.
Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt.
Ihn hat Gott als Anführer und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.
Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.
Darauf ließen sie die Apostel auspeitschen; dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei.
Die Apostel aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden.