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Missbrauch: Nuntius kritisiert Position des katholischen Priesternetzwerks

(gloria.tv/ KNA) Der Botschafter des Papstes in Deutschland hat die Position des konservativen «Netzwerks katholischer Priester» bei der Bewältigung des Missbrauchsskandals scharf kritisiert. Das Netzwerk hatte sich gegen die Auswertung personenbezogener Daten von Priestern für die Missbrauchs-Studie der Deutschen Bischofskonferenz ausgesprochen. Die Datenerhebung setze die Mehrheit der Priester, Diakone und Ordensleute «einem öffentlichen Generalverdacht im Hinblick auf sexuellen Missbrauch» aus, lautete das Hauptargument des Netzwerks.

Perisset sagte dazu in einem Interview der in Bonn erscheinenden «Zeit»-Beilage «Christ und Welt» (Donnerstag), diese Priester hätten nicht verstanden, worum es gehe. Ihnen fehle eine Vertrauenshaltung gegenüber den Bischöfen. «Es ist die Verantwortung der Bischöfe, die Vorwürfe aufzuklären. Sie müssen reagieren, erst recht wenn die Anklage in der Gesellschaft sehr scharf und möglicherweise in Teilen auch unverhältnismäßig ist.» Auf die Bemerkung, diese Priester bezeichneten sich als besonders treu gegenüber Rom, sagte der Apostolische Nuntius: «Es heißt doch nicht, dass, wenn sie papsttreu sind, sie deswegen recht haben.»

Die katholischen Bischöfe hatten vor einem Jahr zwei groß angelegte Forschungsprojekte zum sexuellen Missbrauch ins Leben gerufen. Im Zentrum der ersten Untersuchung durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachen unter Leitung von Christian Pfeiffer steht zum einen die umfassende Ermittlung des Umfangs von sexuellem Missbrauch in der Vergangenheit. Dazu sollen unabhängige Juristen sämtliche Personalakten von Priestern, Diakonen und männlichen Ordensleuten in den 27 deutschen Bistümern von 2000 bis 2010 auf entsprechende Taten sichten. In neun repräsentativen Bistümern sollen zudem auch die Akten seit 1945 untersucht werden. Zudem sollen Missbrauchsopfer befragt werden.

Pfeiffer hatte nach Protesten betont, das Konzept sehe vor, dass lediglich Täterakten an das Forschungsinstitut weitergeleitet würden. Die Sortierung der Personalakten in den Bistümern sollten Mitarbeiter der Ordinariate übernehmen. Lediglich in Zweifelsfällen würde ein ehemaliger Richter zu Rate gezogen, indem ihm anonymisiert der betreffende Fall geschildert werde.
Bonifatius-Franz
Es gibt Verdächtigungen, gegen die man sich nicht durch Widerlegungen wehrt, sondern durch strafrechtliche Schritte gegen den Verdächtiger.

Die Missbrauchs-Verdächtigungen gegen Gottes Kirche gehören hier dazu!

Einmal mehr erwiesen sich die Bischöfe als elendig feige, als Hirten die für sich selbst Schutz suchten, als Wölfe die Herde angriffen.
Monika Elisabeth
Man sollte einmal aufpassen, wen man sich ins Priesterseminar holt und wen man nachher zum Priester weiht - das nennt man Prävention und das ist das beste Mittel um sexuellen Missbrauch zu verhindern. Wenn es so ein Mittel überhaupt gibt!

Meine Güte, wenn ich innerhalb etlicher Jahre nicht merke, welche Seminaristen ich mir da ins Bistum geholt habe, dann ist doch wohl echt schon Hopfen und …More
Man sollte einmal aufpassen, wen man sich ins Priesterseminar holt und wen man nachher zum Priester weiht - das nennt man Prävention und das ist das beste Mittel um sexuellen Missbrauch zu verhindern. Wenn es so ein Mittel überhaupt gibt!

Meine Güte, wenn ich innerhalb etlicher Jahre nicht merke, welche Seminaristen ich mir da ins Bistum geholt habe, dann ist doch wohl echt schon Hopfen und Malz verloren. Bei den wenigen Priesteramts-Kandidaten wird eine genauere Prüfung auf Herz und Nieren wohl nicht all zu anstrengend sein, oder?

Gewiss kann man nie garantieren, aber man hat dann wenigstens keine Mitschuld durch Unterlassen. Und das muss auch einmal bedacht werden, dass es hier nicht nur Täter, sondern auch Mitschuldige gibt. Da fliegt der Ball ganz schnell wieder in Richtung Bischofskonferenz.

Es gibt in mindestens zwei deutschen Priesterseminaren neben Schwulitäten auch mächtiges Gebaggere mit Weibern - das ist allgemein bekannt und die Bischöfe werden da sicher auch nicht unwissend sein, sind sie doch so "volksnah". Also lieber mal vor der eigenen Türe kehren.
Monika Elisabeth
mutterteresafan

Schon mal daran gedacht, dass ein Verdacht bereits ausreicht, um den Ruf einer Person nachhaltig zu schädigen? Bzw. wird man so einen Priester, der einmal verdächtigt wurde, auch dann nicht mehr bereitwillig aufnehmen, wenn sich der Verdacht in Luft auflöst. Das Negative bleibt haften - siehe Bischof Mixa.

Es ist nicht gerecht die Würde einer einzelnen Person für das Interesse …More
mutterteresafan

Schon mal daran gedacht, dass ein Verdacht bereits ausreicht, um den Ruf einer Person nachhaltig zu schädigen? Bzw. wird man so einen Priester, der einmal verdächtigt wurde, auch dann nicht mehr bereitwillig aufnehmen, wenn sich der Verdacht in Luft auflöst. Das Negative bleibt haften - siehe Bischof Mixa.

Es ist nicht gerecht die Würde einer einzelnen Person für das Interesse einer Gruppe zu opfern.
a.t.m
www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp also ganz Blind, Taub und Stumm ist ja der Nuntius nun doch nicht, warum er aber als Stellvertreter des Heiligen Vaters in Deutschland nicht energischer den Gehorsam der Bischöfe gegenüber den Papst einfordert ist mir unerklärlich.

Aber im Gegensatz zum Ö- Nuntius der beharrlich auf Blind, Taub und Stumm spielt, zeigt der D- Nuntius zumindest …More
www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp also ganz Blind, Taub und Stumm ist ja der Nuntius nun doch nicht, warum er aber als Stellvertreter des Heiligen Vaters in Deutschland nicht energischer den Gehorsam der Bischöfe gegenüber den Papst einfordert ist mir unerklärlich.

Aber im Gegensatz zum Ö- Nuntius der beharrlich auf Blind, Taub und Stumm spielt, zeigt der D- Nuntius zumindest eine gewisses katholisches Denken.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
intellego1
Ich persönlich würde mich zur Wehr setzen, wenn ich
diesbezüglich Formulare ausfüllen müßte. Mir geht
das einfach zu weit.Es gibt Grenzen.
Sehr heikles Thema . Alles läßt sich nicht erforschen.
Alles läßt sich nicht mit ein paar Sätzen beantworten.
Hier zählt auch Lebenserfahrung.
Ocicat
Schon ziemlich undiplomatisch von dem guten Nuntius, seinen Ärger ausgerechnet über die Presse hinauszuposaunen. Der gute Mann sollte doch außerdem wissen, dass sich die Bischöfe mit ihrem unsäglichen Vorhaben am Rande der Illegalität - und zwar nicht nur der kirchenrechtlichen! - bewegt haben. Allein dadurch haben sie übrigens jeglichen Vertrauensvorschuss verspielt und Misstrauen zwischen sich …More
Schon ziemlich undiplomatisch von dem guten Nuntius, seinen Ärger ausgerechnet über die Presse hinauszuposaunen. Der gute Mann sollte doch außerdem wissen, dass sich die Bischöfe mit ihrem unsäglichen Vorhaben am Rande der Illegalität - und zwar nicht nur der kirchenrechtlichen! - bewegt haben. Allein dadurch haben sie übrigens jeglichen Vertrauensvorschuss verspielt und Misstrauen zwischen sich und der Priesterschaft gesät. Schon seltsam, dass ein Mann des Papstes ein solches Ansinnen unterstützt und verteidigt. Mit anderen Worten: nur weil man Nuntius ist, heißt das noch lange nicht, dass man seinem Amt auch gewachsen ist.
Quis ut Deus
Was sagt den der Nuntius wegen dem Ignorieren der richtigen Wandlungsworte?

beten wir für ihn
AVE Maria............. 🙏
mutterteresafan
schon mal daran gedacht, dass die Forschung positive Ergebnisse, nämlich die Entlastung der Mehrheit der Priester bringen kann? Dass sie eben nicht dem Generalverdacht ausgesetzt werden und man evtl. Muster erkennt, die zu Missbrauch führen können?
intellego1
Immer wieder tote Hunde auszugraben bringt nichts.
Einzelfälle behandeln ja und diese liegen ja sowieso auf.
Zudem hat jeder, auch ein Priester seine Privatsphäre.
mutterteresafan
Man beachte bitte den letzten Absatz:

"Pfeiffer hatte nach Protesten betont, das Konzept sehe vor, dass lediglich Täterakten an das Forschungsinstitut weitergeleitet würden. Die Sortierung der Personalakten in den Bistümern sollten Mitarbeiter der Ordinariate übernehmen. Lediglich in Zweifelsfällen würde ein ehemaliger Richter zu Rate gezogen, indem ihm anonymisiert der betreffende Fall gesch…More
Man beachte bitte den letzten Absatz:

"Pfeiffer hatte nach Protesten betont, das Konzept sehe vor, dass lediglich Täterakten an das Forschungsinstitut weitergeleitet würden. Die Sortierung der Personalakten in den Bistümern sollten Mitarbeiter der Ordinariate übernehmen. Lediglich in Zweifelsfällen würde ein ehemaliger Richter zu Rate gezogen, indem ihm anonymisiert der betreffende Fall geschildert werde."

Also mäßigt euch in eurem Zorn und Ungeduld gegenüber Bischöfen und vor allem dem Nuntius!

Das Priesternetzwerk sollte sich seiner Verantwortung in dieser Frage besonders bewusst sein und dies schliesst nun einmal die Aufklärung und auch Forschung in diesem Gebiet mit ein.
intellego1
Hat man in den Bischofskonferenzen nichts besseres
zu tun, als Statistiken zu erstellen und Generalver-
dächtigungen durchzuführen. Nein zu so etwas.
angelina
immerhin kommt der nuntius zur bundesversammlung des netzwerkes. vielleicht war es da notwendig dass er sich vorher noch positioniert.....

also immer schön locker bleiben

👍
Tiberias Magnus
.... sagte der Apostolische Nuntius: «Es heißt doch nicht, dass, wenn sie papsttreu sind, sie deswegen recht haben.»

Was ist denn das für eine Aussage?!
Salutator
Ein weiterer Grund, dem Kirchensteuerzahlverein kein Geld mehr zu geben.
a.t.m
Will der Nuntius sein eigenes Versagen als Stellvertreter des Heiligen Vaters vertuschen und das auf den Rücken wahrlich katholischer Priester??

Denn auch nach mehr als 11 Jahren wurde noch immer nicht das bereits im Jahre 2001 vorgestellte "Neue Messbruch" eingeführt, ebenso weigern sich die D-Bischöfe die vor fasst 6 Jahren von seiner Heiligkeit geforderte richtige übersetzung der "Wandlungswo…More
Will der Nuntius sein eigenes Versagen als Stellvertreter des Heiligen Vaters vertuschen und das auf den Rücken wahrlich katholischer Priester??

Denn auch nach mehr als 11 Jahren wurde noch immer nicht das bereits im Jahre 2001 vorgestellte "Neue Messbruch" eingeführt, ebenso weigern sich die D-Bischöfe die vor fasst 6 Jahren von seiner Heiligkeit geforderte richtige übersetzung der "Wandlungsworte" in "Für Viele" umzusetzen, und natürlich um des Götzen Mammons Willen weigern sich die "Berufskatholiken" die Schreiben "Aktus Formalis" einzuhalten und mit hinterhältigen Verhalten wird das Schreiben "Summorum Pontificum" unterwandert.

Aber es ist doch immer das gleiche, um vom eigenen Versagen abzulenken, wird auf andere hingewissen und dem satanischen Zeitgeist und der Welt in den Hintern gekrochen.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.
Monika Elisabeth
Meine Güte, was für eine ekelhafte Feindseligkeit aus diesen Worten spricht. Gerade so, wie die Zunge einer Schlange.