Klaus Elmar Müller

Die Verhärteten

Vergebens legte die Priesterbruderschaft St. Pius X. vor dem Heiligen Vater und den versammelten Kardinälen schriftlich ihre Überzeugungen dar. Als Kardinal Müller das Konsistorium aufforderte, auf diese Überlegungen einzugehen, gewährten ihm weder Papst noch Mitbrüder eine Reaktion.

Begriffe wie „Synodalität“, „Austausch“, „Barmherzigkeit, „ an die Ränder gehen“ werden von kaltem Kalkül und herzloser Ignoranz widerlegt.

Weihbischof Athanasius Schneider fleht den Papst geradezu an, gegenüber der FSSPX so zu verfahren wie gegenüber der Kommunistischen Partei Chinas. Die hatte zu weihende Bischöfe benannt und Leo XIV. gab den Auftrag zur Weihe, wodurch er deren Exkommunikation verhinderte.

Seiner Eminenz Kardinal Müller, dem vielleicht wortreichsten Kritiker der Bischofsweihen, ist immerhin seine Leidenschaft in der Sache zugute zu halten.
Aber es enttäuscht und überrascht, wie leicht den Konservativen das bedrückende Wort „Exkommunikation“ über die Lippen kommt.

Radio Horeb, Bischof Eleganti, die Autoren von kath.net, Pater Wallner, EWTN, Bloggerin MaggStrauss, Blogger Mathias von Gersdorff, führend bei „Tradition, Familie und Privateigentum“, sowie andere mehr, die man als Herolde des überlieferten Glaubens wahrnahm, pochen auf einem von Pius XII. gegen die kommunistisch gegründete, häretische, chinesisch-katholische Nationalkirche eingeführten Paragraphen. Und finden den anderen Paragraphen im selben kirchlichen Gesetzbuch (Canon 1323 Nr. 4 und 7 CIC) nicht gut oder verschweigen ihn, der die Exkommunikation wegen echter oder zumindest gutgläubig vermuteter Notlage ausschließt – darum vertreten diese scheinbar Gesetzesorientierten gar keinen ehrlichen Rechtspositivismus, sondern lieblose Bequemlichkeit und Taktik.

Sie sind und waren mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. schon immer fertig, müssen ihr eigenes „Süppchen“ vor bischöflichen oder päpstlichen Angriffen hüten.
Das ist ihr innerer Widerspruch: Um ihrer Verteidigung des überlieferten Glaubens willen
lassen sie lautlos die Päpste Franziskus und Leo XIV. gewähren.
Was auch Letzterem in dessen Relativierung der Wahrheit, der Moral und der Kirche entgegenzuhalten wäre, könnten sie bei der FSSPX nachlesen: „Katholisches Glaubensbekenntnis zur Erleuchtung der Seelen“, fsspx.news/…documents/katholisches_glaubensbekenn…
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Christine Juhre

“, fsspx.news/…documents/katholisches_glaubensbekenn…
Ich kenne nur ein Glaubensbekenntnis der Heiligen Katholischen Kirche, das alle Bekenntnisse mit „ICH GLAUBE …“ einleitet. Dieses sog. „Glaubensbekenntnis“ liest sich eher wie eine Protestschrift der 68-er: „Ich lehne (resp. mit Empörung!) ab!“, 44-mal!!!“Ich anerkenne!“ Wie gnädig! „Ich füge hinzu!“ Jesus sagte nur zu Petrus: Was du binden bzw. lösen wirst. … Schluss! Ansonsten wird kein Jota verändert ehe Himmel und Erde vergehen. „Ich weise zurück!“ Stampf! „Ich vertrete die Auffassung…“ „Ich bin zudem der Ansicht…“ Ich glaube aber auch…“ Wie die Modernisten bzw. Synodalen! Diskussionsstil, Wenn und Aber! Welcher Verein, der ernst genommen werden soll leistet sich so eine Satzung?

Bethlehem 2014

@Christine Juhre
Da sind Sie aber ordentlich fehlinformiert!
Alte Glaubensbekenntnisse beginnen für gewöhnlich mit "Wir glauben".
Es gibt in liturgischer Verwendung
- das apostolische Glaubensbekenntnis
- das nizänokonstantinopolitanische Glaubensbekenntnis und
- das sog. Athanasische Glaubensbekenntis.
Darüber hinaus viele weitere Symbola.
Auch die Taufereuerung in der Osternacht ist ein Glaubensbekenntnis.
Hätten Sie sich auch nur einmal die Mühe gemacht, den Antimodernismuseid zu lesen, hätten Sie wohl nicht solchen Unsinn geschrieben.
Schade!

@Bethlehem 2014 Es gibt noch das "Credo des Gottesvolkes" von Paul VI.

Carlus teilt das
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Ana W. Hwang teilt das
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Alfredus .

Die Hartherzigen ... ! Wer sind diese Kardinäle die Papst Leo XIV. Beifall und Zustimmung geben ? Viele von ihnen haben dem Konzil mit Freude die Zustimmung gegeben und nun müssen sie sehen was daraus geworden ist ! Kein Aufbruch, keine Begeisterung nur Ökumene und Niedergang ! So ist es kein Wunder, dass sie gegen die FSSPX sind und sein müssen, weil diese noch die römisch katholische Kirche repräsentieren und im Segen Gottes handeln . FSSPX und einen Kirchenstatus ? Das lassen die Freimaurer und ihre Helfer nicht zu ... !

Kardinal Müller ist mit Recht ein Gegner des deutschen synodalen Wegs. Deshalb dürfte er auch gegen den etwas gemäßigteren synodalen Kurs von Leo IV. sein, was er freilich nicht eingestehen wird. Aber seine noch stärkere Gereiztheit gegenüber der Priesterbruderschaft St. Pius X. wird von daher verständlich.
Es hat ihn gewiss geärgert, dass die Teilnehmer am Konsortium nicht auf seinen Vorschlag eingegangen sind, der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu antworten. Vielleicht sind seine Kardinalskollegen aber auch schon einen Schritt weiter als er und haben erkannt, dass sie nichts gegen die Glaubenserklärung vorbringen können. Sie haben sich längst Augenzwinkernd von der Tradition verabschiedet, was Kardinal Müller nicht wahrhaben will.

Bethlehem 2014

Das ist die traurige Haltung derer, die lieber mit dem Papst irren,
als gegen ihn rechthaben wollen.
Ich hoffe, diese Meinung ist bald dem Untergang geweiht,
denn die Wahrheit ist Christus; nicht die Ökumene und nicht die Neue Welt.
Auch keine "synodale Kirche".
Die Unhaltbarkeit dieses Spagates wird sich sehr bald offenbaren.
Der Papst und seine Kardinäle sollten sich einfach an das gegenwärtige Kirchenrecht halten.
Dann erübrigt sich am 1. Juli eine "Exkommunikation" von selbst.
Kann jeder, der lesen kann, kontrollieren: CIC Can. 1323, §7.
Das "Problem" liegt darin, daß ROM sich nicht ans Kirchenrecht halten will.
Zwar ist der Papst durchaus souverän gegenüber dem Kirchenrecht,
darf aber seine Souveränität keinesfalls in Rechtswillkür ausüben.
Was für Chinesen gilt, muß auch für Ecônesen gelten.

Kordula Bayer

Wo Einheit und Gehorsam unabdingbar sind, verlieren Inhalte an Gehalt und die Archie ist Machtdünkel und Willkür völlig ausgeliefert.

Christine Juhre

... entgegen jeder Schriftgelehrten Rechthaberei. "Credo" heißt: "Ich glaube" wie wir es schlicht beten. Da brauchen wir kein "Ich erkenne (gnädig) an. Ich weise zurück. Ich vertrete die Auffassung. Ich bin zudem der Ansicht" ..." Roma locuta, causa finita" Da ver(w)irren wir uns nicht und provozieren ein Schisma. Vor allem verletzten wir nicht hochmütig die Ehrfurcht vor Gott geweihten Autoritäten und die Nächstenliebe und benehmen uns nicht wie die 68 er Revoluzzer.