Heine
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Zitate aus der Bibel und andere geistliche Texte(KirchenvÀter,Heilige...)

@Ursula Wegmann
Im Vertrauen auf Gottes Liebe hat Pater Hubert Pauels gelebt, in diesem unverbrĂŒchlichen Vertrauen ist er am 3. Februar 1992, nach der Datumsgrenze der Weltzeit noch im Strahlenschein des Festes Maria Lichtmess, gestorben.
Sein Ordensoberer sagte in seinem Nachruf: „Waren Sie schon mal Oberer von einem Heiligen? – Ich war es neun Jahre lang!“
Diese Worte charakterisieren Pater 

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@Ursula Wegmann
Im Vertrauen auf Gottes Liebe hat Pater Hubert Pauels gelebt, in diesem unverbrĂŒchlichen Vertrauen ist er am 3. Februar 1992, nach der Datumsgrenze der Weltzeit noch im Strahlenschein des Festes Maria Lichtmess, gestorben.
Sein Ordensoberer sagte in seinem Nachruf: „Waren Sie schon mal Oberer von einem Heiligen? – Ich war es neun Jahre lang!“
Diese Worte charakterisieren Pater Hubert Pauels mehr als alle Beschreibungen seines Lebensweges es vermögen.


Der Freundeskreis Pater Dr. Hubert Pauels, OSFS - Herz Mariens
wurde 1997 gegrĂŒndet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Unterlagen von und ĂŒber Pater Hubert Pauels zu sammeln und zu dokumentieren.Lebensweg
BĂŒcher
AufsÀtze von Pater Pauels
Schriften von Pater Pauels
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Neujahrswunsch aus den Bergen

Dem Stern folgen
In Evangelium wird uns von den Weisen berichtet, von den drei Königen, wie wir sie volkstĂŒmlich nennen, die gefĂŒhrt von einem Stern den Erlöser suchten und in Betlehem fanden. Es gibt aber auch eine alte Legende von einem vierten König.
Es hieß Coredan (=der-das-Herz-Schenkende). Er war mit den anderen drei Königen aufgebrochen, um den neugeborenen König zu suchen. Doch 

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Dem Stern folgen
In Evangelium wird uns von den Weisen berichtet, von den drei Königen, wie wir sie volkstĂŒmlich nennen, die gefĂŒhrt von einem Stern den Erlöser suchten und in Betlehem fanden. Es gibt aber auch eine alte Legende von einem vierten König.
Es hieß Coredan (=der-das-Herz-Schenkende). Er war mit den anderen drei Königen aufgebrochen, um den neugeborenen König zu suchen. Doch unterwegs verlor er seine GefĂ€hrten aus den Augen, da er immer wieder den armen Menschen half, die ihm auf dem Weg begegnet waren. Er schenkte ihnen auch alle seine SchĂ€tze, die er dem Kind bringen wollte, und wurde schließlich selber ein Armer. Zuletzt ließ er sich noch als GaleerenstrĂ€fling fĂŒr einen Familienvater, der um sein Leben flehte, anketten.
Erst nach vielen, vielen Jahren kam er völlig ausgezehrt und erschöpft vor die Tore Jerusalems, er hatte die Hoffnung aufgegeben, jemals den König zu finden, den er gesucht hatte. Da sah er, wie Soldaten und eine große Volksmenge drei MĂ€nner hinausfĂŒhrten und auf dem HĂŒgel vor der Stadt kreuzigten.
Plötzlich erschien ĂŒber dem mittleren Kreuz wieder der Stern, dem Coredan am Anfang gefolgt war. Coredan schleppte sich hin zu diesem Kreuz und sah hinauf. Da aber traf ihn der Blick dieses Menschen am Kreuz, ein unsagbarer Blick der Liebe und GĂŒte. Vom Kreuz herab sagte er zu ihm: “Coredan, du hast mich getröstet, als ich jammerte, und gerettet, als ich in Lebensgefahr war; du hast mich gekleidet, als ich nackt war!”
Dann durchbebte ein Schrei die Luft – der Mann am Kreuz neigte das Haupt und starb. Coredan erkannte mit einemmal: Dieser Mensch ist der König der Welt. Ihn habe ich gesucht in all den Jahren.
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn fĂŒr uns hingab.“ Die Liebe Gottes ist zu uns in die Welt gekommen und im Jesuskind streckt sie uns ihre Arme entgegen; und sie hat noch einmal die Arme ausgebreitet, um uns an sich zu ziehen, und zwar am Kreuz. Dieses Geheimnis des Erbarmens Gottes berĂŒhrt uns, das ist der Stern, dem die Menschen folgen sollten.
Das Weihnachtsfest ist und bleibt ein Fest, das auch heute noch die Menschen fasziniert, auch wenn sie oft den eigentlichen Inhalt des Festes nicht mehr verstehen.
An Weihnachten erwacht in vielen Menschen etwas von der innersten Berufung, die wir im Herzen tragen: nĂ€mlich die Liebe zu ĂŒben, gĂŒtig und barmherzig zu sein, unsere NĂ€chsten als ein Geschenk zu sehen. Unsere Berufung ist es, nicht egoistisch fĂŒr uns selber zu leben, sondern uns zu verschenken und hinzugeben.
Aber nur jene. die sich vom Stern Jesus Christi fĂŒhren lassen, können diese Berufung leben. Jesus sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“
—
Heine

Wie gut unser Gott und Vater doch ist

Die Visionen erinnern mich an die der hl.Birgitta von Schweden...
Damals im Mittelalter ging das mit kirchlichen Anerkennungen schneller und die Adressatengruppe hatte auch noch einen Draht zu dieser Art der Glaubenssprache...
Vielleicht könnte man es auch unter religiöser Erbauungsliteratur einordnen.In Heiligenlegenden finden sich oft Begebenheiten,die einer wissenschaftlichen ÜberprĂŒfung 

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Die Visionen erinnern mich an die der hl.Birgitta von Schweden...
Damals im Mittelalter ging das mit kirchlichen Anerkennungen schneller und die Adressatengruppe hatte auch noch einen Draht zu dieser Art der Glaubenssprache...
Vielleicht könnte man es auch unter religiöser Erbauungsliteratur einordnen.In Heiligenlegenden finden sich oft Begebenheiten,die einer wissenschaftlichen ÜberprĂŒfung sicher nicht standhalten wĂŒrden,und dennoch haben sie Generationen von Menschen geholfen ihren Weg im Glauben zu gehen...
Man sollte dieses kirchlich anerkannt oder noch nicht anerkannt,nicht zu eng sehen,insofern das Reziperen solcher Privatoffenbarungen nicht zum Mittelpunkt des Glaubens eines Menschen wird.
Immer schon hat Gott auch privatim zu Menschen gesprochen.Oft auch durch Begebenheiten,die erst durch "Interpretation"zu einer Art Offenbarung wurden.De hl.August hörte in Krisenzeiten die Rufe eines Kindes aus dem Nachbargarten:"Nimm und lies!"Sicher hat das Kind gar nicht ihn gemeint.Und doch fĂŒgte Gottes Geist in Augustinus es so,dass er sich berufen fĂŒhlte sich den Texten der Bibel erneut zuzuwenden,sie zu lesen,was dann auch zu einer inneren Herzensumkehr fĂŒhrte...(vgl.Confessiones)

Die himmlischen Offenbarungen der heiligen Birgitta von Schweden
Heine

Zeller Krippe 2012

Bibel-Fachmann: Nur die ĂŒblichen Klischees und es wurden keine theologisch konservativen Forscher interviewt....(idea)

Scharfe Kritik an der ZDF-Dokumentation „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ ĂŒbt der Vorsitzende des Nordelbischen Arbeitskreises fĂŒr biblische Orientierung, Alexander Schick (Westerland/Sylt). Der Sender hat sich am 25. Dezember in einem 45-minĂŒtigen „Faktencheck“ mit der Geburt 

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Bibel-Fachmann: Nur die ĂŒblichen Klischees und es wurden keine theologisch konservativen Forscher interviewt....(idea)

Scharfe Kritik an der ZDF-Dokumentation „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ ĂŒbt der Vorsitzende des Nordelbischen Arbeitskreises fĂŒr biblische Orientierung, Alexander Schick (Westerland/Sylt). Der Sender hat sich am 25. Dezember in einem 45-minĂŒtigen „Faktencheck“ mit der Geburt Jesu Christi befasst. Nach Ansicht Schicks hat die Sendung jedoch nur „die ĂŒblichen Klischees verbreitet“. ...Die Macher hĂ€tten „eine tolle Möglichkeit vertan, um die Zuschauer ĂŒber Jesus von Nazareth seriös zu informieren“. Es sei „mehr als bedauerlich, dass solche Sendungen dann auch noch von unseren GebĂŒhren finanziert werden“.

In einer Pressemitteilung ruft Schick zu Protesten gegen diese „manipulative Sendung“ auf. Er ist Bestsellerautor zu den Schriftrollen vom Toten Meer und BegrĂŒnder einer Qumran- und Bibel-Wanderausstellung, die mehr als eine halbe Million Menschen gesehen haben....
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Zeller Krippe 2012

Scharfe Kritik an ZDF-'Faktencheck' zur Geburt Jesu
Unredlicher 'Faktencheck':
Rom (kath.net) Als „fromme Legende“ und „farbenfrohen Roman“ bezeichnete die ZDF-Dokumentation „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ die Weihnachtsgeschichte der Evangelisten MatthĂ€us und Lukas. Doch sind die von der Moderatorin Petra Gerster als „Fakt“ bezeichneten Hypothesen ĂŒberhaupt wissenschaftlich haltbar? Yuliya 

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Scharfe Kritik an ZDF-'Faktencheck' zur Geburt Jesu
Unredlicher 'Faktencheck':
Rom (kath.net) Als „fromme Legende“ und „farbenfrohen Roman“ bezeichnete die ZDF-Dokumentation „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ die Weihnachtsgeschichte der Evangelisten MatthĂ€us und Lukas. Doch sind die von der Moderatorin Petra Gerster als „Fakt“ bezeichneten Hypothesen ĂŒberhaupt wissenschaftlich haltbar? Yuliya Tkachova sprach mit dem Historiker Michael Hesemann, Autor der BĂŒcher „Jesus von Nazareth“ und „Maria von Nazareth“:

Yuliya Tkachova: Herr Hesemann, am Ersten Weihnachtstag strahlte das ZDF zur besten Sendezeit den Beitrag „Das Geheimnis der Geburt Jesu. Ein Faktencheck mit Petra Gerster“ aus. Haben Sie die Sendung gesehen?

Michael Hesemann: Ja, das habe ich, und fast wĂ€re mir dabei der Weihnachtsbraten im Hals steckengeblieben. Da kam das öffentlich-rechtliche Fernsehen seinem Bildungsauftrag aber so gar nicht nach. Dabei war der Beitrag wirklich gut gemacht, wunderbar gestaltet, mit herrlichen Landschaftsaufnahmen aus Israel, mit nachgestellten Szenen aus der Kindheit Jesu, mit den eingeblendeten Werken großer Meister – ein wahrer Festtagsschmaus fĂŒr die Augen, der so richtig viel von unseren FernsehgebĂŒhren verschlungen haben muss. Nur leider war es kein Stummfilm. Was dort nĂ€mlich erzĂ€hlt wurde, war geradezu hanebĂŒchen.

Tkachova: Inwiefern?

Hesemann: Weil es einfach nicht stimmte. Es entsprach zwar der Lehrmeinung der „historisch-kritischen Exegese“, doch diese ist lĂ€ngst durch viele historische Fakten und archĂ€ologische Funde widerlegt worden, wie ich in meinen BĂŒchern aufzuzeigen versuche. Gerne hĂ€tte ich den Produzenten und Frau Gerster auch das neue Buch des Heiligen Vaters in die Hand gedrĂŒckt, das sie eines Besseren belehrt hĂ€tte. Stattdessen wurden zwölf Hypothesen ganz frech als „Fakten“ verkauft, obwohl sie fast alle keine waren.
Tkachova: Gehen wir diese Thesen einmal der Reihe nach durch. Da hieß es, gleich am Anfang: „Fakt ist: Die Jungfrau Maria war eine junge Frau“. Das stimmt doch, oder?

Hesemann: NatĂŒrlich war Maria eine junge Frau, eine sehr junge Frau sogar, gerade einmal 13 Jahre, als Jesus geboren wurde. Aber das wollte Frau Gerster damit gerade nicht sagen, sondern etwas anderes. Denn tatsĂ€chlich behaupten die Kritiker der Evangelien, MatthĂ€us hĂ€tte sich Mariens JungfrĂ€ulichkeit nur ausgedacht, um die Prophezeiung des Jesaja als erfĂŒllt darzustellen. Doch kein Jude hat diese Schriftstelle je auf den Messias bezogen! Stattdessen finden wir, was bei MatthĂ€us geradezu Methode hat: Der Evangelist versucht krampfhaft, nachzuweisen, dass in Jesus von Nazareth die Schrift erfĂŒllt wurde, indem er nach allem sucht, was auch nur irgendwie zu seiner Vita passt. Das war sinnvoll zu einer Zeit, als die Lebensdaten Jesu noch bekannt und ĂŒberprĂŒfbar waren. Heute freilich behaupten dann die Kritiker der Evangelien, der Evangelist habe sich Ereignisse im Leben Jesu ausgedacht, um den Eindruck zu erwecken, Jesu habe die Prophezeiungen erfĂŒllt. Damit degradiert man MatthĂ€us zum FalschmĂŒnzer, unterstellt ihm unredliche Taschenspielertricks, ignoriert aber, wie schnell der Schwindel zu einer Zeit, als noch Augenzeugen lebten, von den Gegnern Jesu aufgedeckt worden wĂ€re. Dass dies gerade nicht der Fall war, dass selbst die Verfolger der jungen Kirche so vieles fĂŒr bare MĂŒnze nahmen, was in den Evangelien steht (wenn sie dieses Geschehen auch anders interpretierten), beweist, dass die Evangelisten wahrheitsgemĂ€ĂŸ berichteten.

Tkachova: Trotzdem lautet die zweite These: „Fakt ist: Wir wissen nicht, ob Josef der Vater war.“

Hesemann: Wenn wir etwas sicher wissen, dann, dass Josef nicht der leibliche Vater war. Denn das geht ganz klar aus den Evangelien hervor. Als Maria schwanger wurde, war sie noch nicht mit Joseph verheiratet. Dass Josef der Vater war, ist auszuschließen, denn auch im Markus-Evangelium wird Jesus demonstrativ als „Sohn der Maria“ (6,3) bezeichnet, was einzigartig in der gesamten jĂŒdischen Literatur ist; stets wurde der Vater, nie die Mutter genannt. Sowohl MatthĂ€us wie auch Lukas schließen die Vaterschaft Josefs aus. Eine voreheliche AffĂ€re ist einer so frommen JĂŒdin aus bestem Hause, wie wir sie in der VerkĂŒnderin des „Magnificat“ erkennen, nun wirklich nicht zuzutrauen. Eine Vergewaltigung, etwa durch einen römischen Soldaten, wĂ€re ein Skandal gewesen, aber nichts, was Josef ihr verzeihen mĂŒsste; sie wĂ€re ja nur das unschuldige Opfer einer Gewalttat. Aber als Christ sage ich: Gott hat sich fĂŒr seine Menschwerdung keinen „Unfall“ ausgesucht, sondern hat auch hier machtvoll gewirkt, wie sich ja auch spĂ€ter durch eine ganze Reihe von Zeichen zeigte.

Tkachova: Dritte These: „Fakt ist: Jesus wurde in einem Haus geboren.“

Hesemann: Was da alles als „Fakt“ verkauft wurde, ist schon haarstrĂ€ubend. Sicher wurde Jesus in keinem Holzstall geboren, denn als StĂ€lle dienten im holzarmen Heiligen Land eben Höhlen. Nun gab es große Stallhöhlen fĂŒr Schafherden und kleine Stallhöhlen, oft auch unter den HĂ€usern, fĂŒr den Esel, die Ziege oder die Milchkuh einer lĂ€ndlichen Familie. Da im Judentum eine Frau nach der Geburt eines Sohnes 40 Tage lang und bei einer Tochter sogar 80 Tage lang als „unrein“ galt, zogen sich Frauen zur Geburt gerade vor den großen Festen gerne in einen weniger frequentierten Teil des Hauses, einen Lagerraum etwa, zurĂŒck. Darauf kann sich die Stelle im Lukas-Evangelium beziehen, in der nicht etwa – wie in unserer Übersetzung – von einer „Herberge“, sondern von einem „Obergemach“ – der „guten Stube“ also – die Rede ist, in dem kein Platz mehr war. Aber dann wurde Jesus eben nicht IN einem Haus, sondern unter oder neben einem Haus geboren. Oder halt doch in einer grĂ¶ĂŸeren Stallhöhle, die leer stand, weil die Herde bereits auf die Weide getrieben worden war. Das wissen wir nicht, darum kann man auch nicht von „Fakten“ sprechen. Fakt ist nur, dass Jesus in einer Stallhöhle geboren wurde, wie weit diese auch immer vom nĂ€chsten Haus entfernt lag.

Tkachova: Vierte These: „Fakt ist: Jesus war zeitlebens Jude“.

Hesemann: Der klĂŒgste Satz der ganzen Sendung. Dem kann niemand widersprechen!

Tkachova: FĂŒnfte These: „FĂŒr Astronomen gibt es den Stern von Bethlehem nicht“.

Hesemann: Unsinn! Unbestreitbar ist, dass Jesus in den letzten Jahren des Königs Herodes, also irgendwann zwischen 7 und 4 v.Chr., geboren wurde. Die Frage ist jetzt, ob es im fraglichen Zeitraum Himmelserscheinungen gab, die als historischer „Stern von Bethlehem“ infrage kommen. Und diese Frage ist nun mal eindeutig mit „Ja“ zu beantworten. Da gab es einmal im Jahre 7 v.Chr. die dreifache Jupiter-Saturn-Konjunktion und dann, von MĂ€rz bis Mai 5 v.Chr., die Supernova im Sternbild Adler. Beide HimmelsphĂ€nomene wurden von unterschiedlichen Astronomen – von Kepler ĂŒber Konradin Ferrari d’Occhieppo bis Mark Kidger – fĂŒr den historischen Stern von Bethlehem gehalten. Welcher Theorie man auch immer zustimmt – eine „Marketingstrategie der Evangelisten“ war der Stern bestimmt nicht, dafĂŒr waren diese beiden HimmelsphĂ€nomene zu auffĂ€llig und – fĂŒr antike Astrologen wie die Magoi – zu bedeutungsschwer.

Tkachova: Sechste These: „Fakt ist: Die Heiligen Drei Könige sind eine schöne Erfindung.“

Hesemann: Als Könige gewiss, doch bei MatthĂ€us steht von Königen kein Wort. Er schreibt von „Magoi“, von persischen Priestern. Und die hatten einen guten Grund, nach dem Jesuskind zu suchen, als die Konjunktion und die Supernova am Himmel erschienen. Ihr Prophet, Zarathustra, hatte die Geburt des Heilsbringers Saoschyant vorhergesagt. Dieser wĂŒrde „von einer Jungfrau geboren“, wenn „ein neuer Stern am Himmel erscheint“.

Tkachova: Siebte These: „Fakt ist: Jesus war auch fĂŒr die Ärmsten der Armen da.“

Hesemann: Auch dem stimme ich uneingeschrÀnkt zu.

Tkachova: Achte These: „Den Kindermord des Herodes gab es nicht.“

Hesemann: Ja, ĂŒber diese Stelle des Beitrages habe ich mich besonders geĂ€rgert. Da wird von einer „Hollywood-reifen ErzĂ€hlung“ und einer „filmreifen Flucht nach Ägypten“ gefaselt. Nun gibt es tatsĂ€chlich keinen historischen Beweis fĂŒr den Kindermord etwa in Form einer unabhĂ€ngigen Quelle. Andererseits war Herodes in seinen letzten Jahren geradezu ein paranoider Psychopath, der vor nichts zurĂŒckschreckte und ĂŒberall Verschwörungen witterte. Er hat Tausende umgebracht. Da passt die Ermordung von maximal ein paar Dutzend Babies in Bethlehem zumindest gut ins Bild. Nach Ägypten floh die Heilige Familie natĂŒrlich nicht, weil es dort so schön ist oder um den Spuren des Moses in umgekehrter Richtung zu folgen, sondern einfach weil es das Nachbarland war; Ägypten war zu diesem Zeitpunkt voller Juden, die vor der Grausamkeit des Herodes geflohen waren. Und selbst Herodes war einmal nach Ägypten geflohen, als ihm die HasmonĂ€er den frisch errungenen Thron streitig machen wollten
.

Tkachova: Neunte These: „Fakt ist: Vieles spricht fĂŒr Nazareth als Geburtsort Jesu“.

Hesemann: Und noch mehr spricht fĂŒr Bethlehem – nĂ€mlich eine seit dem frĂŒhen 2. Jahrhundert bezeugte Lokaltradition
 und da Jesus eindeutig aus dem Hause Davids stammte – seine Cousins und deren Nachkommen wurden spĂ€ter von den Römern vor Gericht gestellt, weil sie der Königsfamilie angehörten! – bestand auch ein Bezug nach Bethlehem, das ja immerhin der Stammsitz der Davididen war.

Tkachova: Zehnte These: „Fakt ist: Jesus hatte viele Geschwister“.

Hesemann: Die hatte er nicht. Als er zwölf Jahr alt war und Maria und Josef mit ihm nach Jerusalem pilgerten, lesen wir da etwas von Geschwistern? Oder als Maria zur Hochzeit in Kana eingeladen war, nahmen da auch Geschwister an der Feier teil? Den deutlichsten Beweis gegen diese Hypothese finden wir im Johannes-Evangelium, als Jesus noch vom Kreuz herab seine Mutter dem LieblingsjĂŒnger Johannes anvertraute. Das wĂ€re geradezu ein Affront gewesen, wenn es noch einen Bruder gegeben hĂ€tte, denn bei den Juden war es die Pflicht der Kinder, sich um die verwitwete Mutter zu kĂŒmmern. Der Irrglaube, Jesus habe Geschwister gehabt, ist freilich nachvollziehbar. Schließlich fragen die Bewohner Nazareths etwa im Markus-Evangelium: „Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder des Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns?“ (Mk 6,3) Allerdings fragten sie dies natĂŒrlich nicht auf Deutsch oder Latein, sondern auf AramĂ€isch. Im AramĂ€ischen, wie auch im HebrĂ€ischen, gibt es aber keine sprachliche Unterscheidung zwischen „Vetter“ und „Bruder“, fĂŒr beide wird das gleiche Wort verwendet, hebr. ach oder aram. ah. Dass Markus dann tatsĂ€chlich Vettern meinte, zeigt sich in Mk 15,40, wo zwei von ihnen, Jakobus und Joses, ausdrĂŒcklich als Söhne einer anderen Maria, der „Schwester“ (oder SchwĂ€gerin) der Gottesmutter bezeichnet werden; ihr Mann hieß Klopas (lt. Joh 19,25).
Tkachova: Und die elfte These: „Fakt ist: Jesus war eine Ausnahmeerscheinung“.

Hesemann: Dem stimme ich unbedingt zu: Jesus ist der Sohn Gottes und daher in jeder Hinsicht einzigartig. Aber Sie haben die zwölfte These vergessen


Tkachova: Die habe ich mir fĂŒr den Schluss aufbewahrt, auch wenn sie relativ zu Anfang der Sendung formuliert wurde, denn sie ist gewissermaßen das Fazit dieser Dokumentation: „Fakt ist: Jesus wurde geboren wie jeder andere Mensch auch“.

Hesemann: Was indiziert: Er war ein ganz gewöhnlicher Mensch, nur mit außergewöhnlichen FĂ€higkeiten. Und das war er eben nicht. Er war zwar ganz Mensch, aber eben auch ganz Gott. Das Wort, das Fleisch geworden ist. Der Schöpfer des unendlichen Universums, der sich aus Liebe klein machte und als Kind in der Krippe erschien, um sich uns, seiner Schöpfung, zu offenbaren und uns zu erlösen. Darin liegt das Geheimnis der Weihnachtsgeschichte. Doch das wollte Frau Gerster nicht wahrhaben. FĂŒr sie ist die Weihnachtsgeschichte eine „fromme Legende“, bestenfalls „ein farbenfroher Roman“. Das mag ihr persönlicher Glaube oder Unglaube sein, das sei ihr ĂŒberlassen. Aber den Zuschauern einen „Faktencheck“ zu versprechen und dann simple, schnell widerlegbare Hypothesen als „Fakt“ zu verkaufen, das ist einfach unredlich. Schade um die schönen FernsehgebĂŒhren, die man so viel sinnvoller im Sinne der Weihnachtsbotschaft hĂ€tte einsetzen können!
kath.net-Buchtipps:
Jesus von Nazareth
ArchÀologen auf den Spuren des Erlösers
von Michael Hesemann
304 Seiten; 32 Farbtaf.;
2009 Sankt Ulrich Verlag
ISBN 978-3-86744-092-9
Preis 22.70 €

Maria von Nazareth
Geschichte - ArchÀologie - Legenden
von Michael Hesemann
303 Seiten; 16 Farbfotos;
2011 Sankt Ulrich Verlag
ISBN 978-3-86744-163-6 Preis 22.70
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In Latinas WeihnachtsbÀckerei

😌
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Balkonien mit Lukas

HĂŒbsches WindrĂ€dchen!
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So war der Advent bei Familie Ratzinger

Als ich Christtagsfreude holen ging
Peter Rosegger

In meinem zwölften Lebensjahr wird es auch gewesen sein, als am FrĂŒhmorgen des heiligen Christabends mein Vater mich an der Schulter rĂŒttelte: ich solle aufwachen und zu Besinnung kommen, er habe mir was zu sagen. Die Augen waren bald offen, aber die Besinnung! Als ich unter Mithilfe der Mutter angezogen war und bei der FrĂŒhsuppe saß, verlor 

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Als ich Christtagsfreude holen ging
Peter Rosegger

In meinem zwölften Lebensjahr wird es auch gewesen sein, als am FrĂŒhmorgen des heiligen Christabends mein Vater mich an der Schulter rĂŒttelte: ich solle aufwachen und zu Besinnung kommen, er habe mir was zu sagen. Die Augen waren bald offen, aber die Besinnung! Als ich unter Mithilfe der Mutter angezogen war und bei der FrĂŒhsuppe saß, verlor sich die Schlaftrunkenheit allmĂ€hlich, und nun sprach mein Vater: "Peter, jetzt höre, was ich dir sage. Da nimm meinen Stecken, denn es ist viel Schnee, und da nimm eine Laterne, denn der Pfad ist schlecht und die Stege vereist. Du mußt hinabgehen nach Langenwang. Den HolzhĂ€ndler Spreitzegger zu Langenwang, den kennst du, der ist mir noch immer Geld schuldig, zwei Gulden und sechsunddreißig Kreuzer fĂŒr den LĂ€rchenbaum. Ich laß ihn bitten darum; schön höflich anklopfen und den Hut abnehmen, wenn du in sein Zimmer trittst. Mit dem Geld gehst nachher zum Kaufmann Doppelreiter und kaufest zwei Maßel Semmelmehl und zwei Pfund Rindschmalz, und um zwei Groschen Salz, und das tragst heim." Jetzt war aber auch meine Mutter zugegen, ebenfalls schon angekleidet, wĂ€hrend meine sechs jĂŒngeren Geschwister noch ringsum an der Wand in ihren Bettchen schliefen. Die Mutter, die redet drein wie folgt: "Mit Mehl und Schalz und Salz allein kann ich kein Christagsessen richten. Ich brauch dazu noch Germ (Bierhefe) um einen Groschen, Weinbeerln um fĂŒnf Kreuzer, Zucker um 5 Groschen, Safran um zwei Groschen und NeugewĂŒrz um zwei Kreuzer. Etliche Semmeln werden auch mĂŒssen sein." "So kaufest es!" setzte der Vater ruhig bei. "Und wenn dir das Geld zu wenig wird, so bitte den Herrn Doppelreiter, er möchte die Sachen derweil borgen und zu Ostern, wenn die Kohlenraitung ist, wollte ich schon fleißig zahlen. Eine Semmel kannst unterwegs selber essen, weil du vor Abend nicht heimkommst. Und jetzt kannst gehen, es wird schon fĂŒnf Uhr, und daß du noch die Achte-Messe erlangst zu Langenwang."
Das war alles gut und recht. Den Sack band mein Vater mir um die Mitte, den Stecken nahm ich in die rechte Hand, die Laterne mit der frischen Unschlittkerze in die linke, und so ging ich davon, wie ich in jener Zeit in Wintertagen oft davongegangen war. Der durch wenige Fußgeher ausgetretene Pfad war holprig im tiefen Schnee, und es ist nicht immer leicht, nach den Fußstapfen unserer Vorderen zu wandeln, wenn diese zu lange Beine gehabt haben. Noch nicht dreihundert Schritte war ich gegangen, so lag ich im Schnee, und die Laterne, hingeschleudert, war ausgelöscht. Ich suchte mich langsam zusammen, und dann schaute ich die wunderschöne Nacht an. Anfangs war sie ganz grausam finster, allmĂ€hlich hub der Schnee an, weiß zu werden und die BĂ€ume schwarz und in der Höhe war helles Sternengefunkel. In den Schnee fallen kann man auch ohne Laterne, so stellte ich sie seithin unter einen Strauch und ohne Licht ging's nun besser, als vorhin.
In die Talschlucht kam ich hinab, das Wasser des Fresenbaches war eingedeckt mit glattem Eise, auf welchem, als ich ĂŒber den Steg ging, die Sterne des Himmels gleichsam Schlittschuh liefen. SpĂ€ter war ein Berg zu ĂŒbersteigen; auf dem Passe, genannt der "Höllkogel", stieß ich zur wegsamen Bezirksstraße, die durch Wald und Wald hinab fĂŒhrt in das MĂŒrztal. In diesem lag ein weites Meer von Nebel, in welches ich sachte hineinkam , und die feuchte Luft fing an, einen Geruch zu haben, sie roch nach Steinkohle; und die Luft fing an, fernen LĂ€rm an meine Ohren zu tragen, denn im Tal hĂ€mmerten die Eisenwerke, rollte manchmal ein Eisenbahnzug ĂŒber dröhnende BrĂŒcken.
Nach langer Wanderung ins Tal gekommen zur Landstraße, klingelte Schlittengeschelle, der Nebel ward grau und lichter, so daß ich die Fuhrwerke und Wandersleute, die fĂŒr die Feiertage nach ihren HeimstĂ€tten reisten, schon auf kleine Strecken weit sehen konnte. Nachdem ich eine Stunde lang im Tale fortgegangen war, tauchte links an der Straße im Nebel ein dunkler Fleck auf, rechts auch einer, links mehrere, rechts eine ganze Reihe - das Dorf Langenwang.
Alles, was Zeit hatte, ging der Kirche zu, denn der Heilige Abend ist voller Vorahnung und Gottesweihe. Bevor noch die Messe anfing, schritt der hagere gebĂŒckte Schulmeister durch die Kirche, musterte die AndĂ€chtigen, als ob er jemanden suche. Endlich trat er an mich und fragte leise, ob ich ihm nicht die Orgel melken wolle, es sei der Meßnerbub krank. Voll Stolz und Freude, also zum Dienste des Herrn gewĂŒrdigt zu sein, ging ich mit ihm auf den Chor, um bei der heiligen Messe den Blasebalg der Orgel zu ziehen. WĂ€hrend ich die zwei langen Lederriemen abwechselnd aus dem Kasten zog, in welchen jeder derselben allemal wieder langsam hineinkroch, orgelte der Schulmeister, und seine Tochter sang also:
"Tauet, Himmel, den Gerechten,
Wolken, regnet ihn herab!
Also rief in bangen NĂ€chten
einst die Welt, ein weites Grab.
In von Gott verhaßten GrĂŒnden
herrschten Satan, Tod und SĂŒnden,
fest verschlossen war das Tor
zu dem Himmelreich empor."
Ferner erinnere ich mich, an jenem Morgen nach dem Gottesdienst in der dĂ€mmerigen Kirche vor ein Heiligenbild hingekniet zu sein und gebetet zu haben um GlĂŒck und Segen zur ErfĂŒllung meiner bevorstehenden Aufgabe. Das Bild stellte die vierzehn Nothelfer dar - einer wird doch dabei sein, der zur Eintreibung von Schulden behilflich ist. Es schien mir aber, als schiebe wĂ€hrend meines Gebetes auf dem Bild einer sich sachte hinter den anderen zurĂŒck.
Trotzdem ging ich guten Mutes hinaus in den nebligen Tag, wo alles emsig war in der Vorbereitung zum Feste, und ging dem Hause des HolzhĂ€ndlers Spreitzegger zu. Als ich daran war, zur vorderen TĂŒr hineinzugehen, wollte der alte Spreitzegger, soviel ich mir spĂ€ter reimte, durch die hintere TĂŒr entwischen. Es wĂ€re ihm gelungen, wenn mir nicht im Augenblicke geschwant hĂ€tte: Peter, geh nicht zur vorderen TĂŒr ins Haus wie ein Herr, sei demĂŒtig, geh zur hinteren TĂŒr hinein, wie es dem Waldbauernbuben geziemt. Und knapp an der hinteren TĂŒr trafen wir uns.
"Ah, BĂŒbel, du willst dich wĂ€rmen gehen," sagte er mit geschmeidiger Stimme und deutete ins Haus, "na, geh dich nur wĂ€rmen. Ist kalt heut!" Und wollte davon.
"Mir ist nicht kalt," antwortete ich, "aber mein Vater lĂ€ĂŸt den Spreitzegger schön grĂŒĂŸen und bitten ums Geld."
"Ums Geld? Wieso?" fragte er, "ja richtig, du bist der Waldbauernbub. Bist frĂŒh aufgestanden, heut, wenn du schon den weiten Weg kommst. Rast nur ab. Und ich laß deinen Vater auch schön grĂŒĂŸen und glĂŒckliche Feiertage wĂŒnschen; ich komm ohnehin ehzeit einmal zu euch hinauf, nachher wollen wir schon gleich werden."
Fast verschlug's mir die Rede, stand doch unser ganzes Weihnachtsmahl in Gefahr vor solchem Bescheid.
"Bitt wohl von Herzen schön ums Geld, muß Mehl kaufen und Schmalz und Salz, und ich darf nicht heimkommen mit leerem Sack."
Er schaut mich starr an. "Du kannst es!" brummte er, zerrte mit zĂ€her GebĂ€rde seine große, rote Brieftasche hervor, zupfte in den Papieren, die wahrscheinlich nicht pure Banknoten waren, zog einen Gulden heraus und sagte: "Na, so nimm derweil das, in vierzehn Tagen wird dein Vater den Rest schon kriegen. Heut hab ich nicht mehr."
Der Gulden schob er mir in die Hand, ging davon und ließ mich stehen.
Ich blieb aber nicht stehen, sondern ging zum Kaufmann Doppelreiter. Dort begehrte ich ruhig und gemessen, als ob nichts wĂ€re, zwei Maßel Semmelmehl, zwei Pfund Rindschmalz, um zwei Groschen, um einen Groschen Germ, um fĂŒnf Kreuzer Weinbeerlen, um fĂŒnf Groschen Zucker, um zwei Groschen Safran und um zwei Kreuzer NeugewĂŒrz. Der Herr Doppelreiter bediente mich selbst und machte mir alles hĂŒbsch zurecht in PĂ€ckchen und TĂŒtchen, die er dann mit Spagat zusammen in ein einzelnes Paket band und an den Mehlsack so hing, daß ich das Ding ĂŒber der Achsel tragen konnte, vorne ein BĂŒndel und hinten ein BĂŒndel.
Als das geschehen war, fragte ich mit einer nicht minder tĂŒckischen Ruhe als vorhin, was das alles zusammen ausmache?
"Das macht drei Gulden fĂŒnfzehn Kreuzer," antwortete er mit Kreide um den Mund.
"Ja, ist schon recht," hierauf ich, "da ist derweil ein Gulden, und das andere wird mein Vater, der Waldbauer in Alpel, zu Ostern zahlen."
Schaut mich der bedauernwerte Mann an und fragte höchst ungleich: "Zu Ostern? In welchem Jahr?" "Na nÀchste Ostern, wenn die Kohlenraitung ist."
Nun mischte sich die Frau Doppelreitrin, die andere Kunden bediente, drein und sagte: "Laß ihm's nur, Mann, der Waldbauer hat schon öfter auf Borg genommen und nachher allemal ordentlich bezahlt. Laß ihm's nur."
"Ich laß ihm's ja, wird ihm's nicht wieder wegnehmen," antwortete der Doppelreiter. Das war doch ein bequemer Kaufmann! Jetzt fielen mir auch die Semmeln ein, welche meine Mutter noch bestellt hatte. "Kann man da nicht auch fĂŒnf Semmeln haben?" fragte ich.
"Semmeln kriegt man beim BĂ€cker," sagte der Kaufmann.
Das wußte ich nun gleichwohl, nur hatte ich mein Lebtag nichts davon gehört, daß man ein paar Semmeln auf Borg nimmt, daher vertraute ich der KaufmĂ€nnin, die sofort als Gönnerin zu betrachten war, meine vollstĂ€ndige ZahlungsunfĂ€higkeit an. Sie gab mir zwei bare Groschen fĂŒr Semmeln, und als sie nun noch beobachtete, wie meine Augen mit den reiffeuchten Wimpern fast unlösbar an den gedörrten Zwetschgen hingen, die sie einer alten Frau in den Korb tat, reichte sie mir auch noch eine Handvoll dieser köstlichen Sache zu: "Unterwegs zum naschen."
Nicht lange hernach, und ich trabte mit meinen GĂŒtern reich und schwer bepackt durch die breite Dorfgasse dahin. Überall in den HĂ€usern wurde gemetzgert, gebacken, gebraten, gekellert; ich beneidete die Leute nicht; ich bedauerte sie vielmehr, daß sie nicht ich waren, der mit so großem Segen beladen gen Alpel zog. Das wird morgen ein Christtag werden! Denn die Mutter kann's, wenn sie die Sachen hat. Ein Schwein ist ja auch geschlachtet worden daheim, das gibt FleischbrĂŒhe mit Semmelbrocken, Speckfleck, WĂŒrste, NierenlĂŒmperln, Knödelfleisch mit Kren, dann erst die Krapfen, die Zuckernudeln, das Schmalzkock mit Weinbeerln und Safran! - Die Herrenleut da in Langenwang haben so was alle Tag, das ist nichts, aber wir haben es im Jahr einmal und kommen mit unverdorbenem Magen dazu, das ist was! - Und doch dachte ich auf diesem belasteten Freudenmarsch weniger noch ans Essen, als an das liebe Christkind und sein hochheiliges Fest. Am Abend, wenn ich nach Hause komme, werde ich aus der Bibel davon vorlesen, die Mutter und die Magd Mirzel werden Weihnachtslieder singen; dann, wenn es zehn Uhr wird, werden wir uns aufmachen nach Sankt Kathrein, und in der Kirche die feierliche Christmette begehen bei Glocken, Musik und unzĂ€hligen Lichtern. Und am Seitenaltar ist das Krippel, und aufgerichtet mit Ochs und Esel und den Hirten, und auf dem Berg die Stadt Bethlehem und darĂŒber die Engel, singend: Ehre sei Gott in der Höhe! - Diese Gedanken trugen mich anfangs wie FlĂŒgel. Doch als ich eine Weile die schlittenglatte Landstraße dahingegangen war, unter den FĂŒĂŸen knirschenden Schnee, musste ich mein DoppelbĂŒndel schon einmal wechseln von einer Achsel auf die andere.
In der NĂ€he des Wirtshauses "zum Sprengzaun" kam mir etwas VierspĂ€nniges entgegen. Ein leichtes Schlittlein mit vier feurigen, hochaufgefederten Rappen bespannt, auf dem Bock ein Kutscher mit glĂ€nzenden Knöpfen und einem Buttenhut. Der Kaiser? Nein, der Herr Wachtler vom Schlosse Hohenwang daß im Schlitten, ĂŒber und ĂŒber in Pelze gehĂŒllt und eine Zigarre schmauchend. Ich blieb stehen, schaute dem blitzschnell vorrĂŒberrutschenden Zeug eine Weile nach und dachte: Etwas krumm ist es doch eingerichtet auf dieser Welt; da sitzt ein starker Mann drin und lĂ€ĂŸt sich hinziehen mit so viel ĂŒberschĂŒssiger Kraft, und ich vermag mein BĂŒndel kaum zu schleppen.
Mittlerweile war es Mittagszeit geworden. Durch den Nebel war die milchweiße Scheibe der Sonne zu sehen; sie war nicht hoch an dem Himmel hinaufgestiegen, denn um vier Uhr wollte sie ja wieder unten sein, zur langen Christnacht. Ich fĂŒhlte in den Beinen manchmal so ein heißes Prickeln, das bis in die Brust heraufstieg, es zitterten mir die Glieder. Nicht weit von der Stelle, wo der Weg nach Alpel abzweigte, stand ein Kreuz mit dem lebensgroßen Bildnis des Heilands. Es stand wie es heute noch steht, an seinem Fuß Johannes und Magdalena, das Ganze mit einem Bretterverschlag verwahrt, so daß es wie ein Kapelle war. Vor dem Kreuz auf die Bank, die fĂŒr kniende Beter bestimmt ist, setzte ich mich nieder, um Mittag zu halten. Eine Semmel, die gehörte mir, meine Neigung zu ihr war so groß, daß ich sie am liebsten in wenigen Bissen verschluckt hĂ€tte. Allein das schnelle Schlucken ist nicht gesund, das wußte ich von anderen Leuten, und das langsame Essen macht einen lĂ€ngeren Genuß, das wußte ich schon von mir selber. Also beschloß ich, die Semmel recht gemĂ€chlich und bedĂ€chtig zu genießen, und dazwischen manchmal eine gedörrte Zwetschge zu naschen.
Es war eine sehr köstliche Mahlzeit; wenn ich heute etwas recht gutes haben will, das kostet außerordentliche Anstrengungen aller Art; ach, wenn man nie und nie einen Mangel zu leiden hat, wie ist man da arm!
Und wie war ich so reich damals, als ich arm war!
Als ich nach der Mahlzeit mein DoppelbĂŒndel wieder auflud, war's ein Spaß mit ihm, flink ging es voran. Als ich spĂ€ter in die BergwĂ€lder hinaufkam, und der graue Nebel dicht in den schneebeschwerten BĂ€umen hing, dachte ich an den Grabler Hansel. Das war der KohlenfĂŒhrer, der tĂ€glich von Apsel seine Fuhre ins MĂŒrztal lieferte. Wenn er auch heute gefahren wĂ€re! Und wenn er jetzt heimwĂ€rts mit dem leeren Schlitten des Weges kĂ€me und mir das BĂŒndel auflĂŒde! Und am Ende gar mich selber! Daß es so heiß sein kann im Winter! Mitten in Schnee und Eisschollen schwitzen! Doch morgen wird alle MĂŒhsal vergessen sein. - Derlei Gedanken und Vorstellungen verkĂŒrzten mir unterwegs die Zeit.
Auf einmal roch ich starken Tabakrauch. Knapp hinter mir ging - ganz leise auftretend - der grĂŒne Kilian. Der Kilian war frĂŒher einige Zeit lang Forstgehilfe in der gewerkschaftlichen Waldungen gewesen, jetzt war er's nicht mehr, wohnte mit seiner Familie in einer HĂŒtte drĂŒben in der Fischbacher Gegend, man wußte nicht recht, was er trieb. Nun ging er nach Hause. Er hatte einen Korb auf dem RĂŒcken, an dem er nicht schwer zu tragen schien, sein Gewand war noch ein jĂ€germĂ€ĂŸiges, aber hĂŒbsch abgetragen, und sein schwarzer Vollbart ließ nicht viel sehen von seinem etwas fahlen Gesicht. Als ich ihn bemerkt hatte, nahm er die Pfeife aus dem Mund, lachte laut und sagte: "Wo schiebst denn hin, Bub?"
"Heim zu," meine Antwort.
"Was schleppest denn?"
"Sachen fĂŒr den Christtag."
"Gute Sachen? Der tausend sapperment! Wem gehörst denn zu?"
"Dem Waldbauer."
"Zum Waldbauer willst gar hinauf! Da mußt hut antauchen."
"Tu's schon," sagte ich und tauchte an.
"Nach einem solchen Marsch wirst gut schlafen bei der Nacht," versetzte Kilian, mit mir gleichen Schritt haltend.
"Heut wird nicht geschlafen bei der Nacht, heut ist Christnacht."
"was willst denn sonst tun, als schlafen bei der Nacht?"
"Nach Kathrein in die Mette gehen."
"Nach Kathrein?" fragte er, "den weiten Weg?"
"Um zehn Uhr abends gehen wir von Haus fort und um drei Uhr frĂŒh finden wir wieder daheim."
Der Kilian biß in sein Pfeifenrohr und sagte: "Na hörst du, da gehört viel Christentum dazu. Beim Tage ins MĂŒrztal und bei der Nacht in die Mette nach Kathrein! So viel Christentum hab ich nicht, aber das sage ich dir doch: wenn du dein BĂŒndel in meinem Buckelkorb tun willst, daß ich es eine Zeitlang trag und du dich ausrasten kannst, so hast ganz recht, warum soll der alte Esel nicht auch einmal tragen!" Damit war ich einverstanden, und wĂ€hrend mein BĂŒndel in seinen Korb sank, dachte ich: Der grĂŒne Kilian ist halt doch ein besserer Mensch, als man sagt. Dann rĂŒckten wir wieder an, ich huschte frei und leicht neben ihm her.
"Ja ja, die Weihnachten!" sagte der Kilian pfauchend, "da geht's halt drunter und drĂŒber. Da erden sich die Leut in eine Aufregung und Frömmigkeit hinein, die gar nicht wahr ist. Im Grunde ist der Christtag wie jeder andere Tag, nicht ein Knopf anders. Der Reiche, ja, der hat jeden Tag Christtag, unsereiner hat jeden Tag Karfreitag."
"Der Karfreitag ist auch schön", war meine Meinung.
"Ja, wer genug Fische und Butter und Eier und Kuchen und Krapfen hat zum Fasten!" lachte der Kilian. Mir kam sein Reden heidentĂŒmlich vor. Doch was er noch weiters sagte, das verstand ich nicht mehr; denn er hatte angefangen, sehr heftig zu gehen, und ich konnte nicht recht nachkommen. Ich rutschte auf dem glitschigen Schnee mit jedem Schritt ein StĂŒck zurĂŒck, der Kilian hatte Fußeisen angeschnallt, hatte lange Beine, war nicht abgenattet - da ging's freilich voran.
"Herr Kilian!" rief ich.
Er hörte es nicht. Der Abstand zwischen uns wurde immer grĂ¶ĂŸer, bei Wegbiegungen entschwand er mir manchmal ganz aus den Augen, um nachher wieder in grĂ¶ĂŸerer Entfernung, halb schon von NebeldĂ€mmerung verhĂŒllt, aufzutauchen. Jetzt wurde mir bang um mein BĂŒndel. Kamen wir ja doch schon dem Höllkogel nahe. Das ist jene Stelle, wo der Weg nach Alpel und der Weg nach Fischbach sich gabeln. Ich hub an zu laufen; im Angesichte der Gefahr war alle MĂŒdigkeit dahin, ich lief wie ein HĂŒndlein und kam ihm nĂ€her. Was wollte ich aber anfangen, wenn ich ihn eingeholt hĂ€tte, wenn ihm der Wille fehlte, die Sachen herauszugeben, und mir dir Kraft, sie zu nehmen? Das kann ein schönes Ende werden mit diesem Tage; denn die Sachen lasse ich nicht im Stich, und sollte ich ihm nachlaufen mĂŒssen bis hinter den Fischbacher Wald zu seiner HĂŒtte!
Als wir denn beide so merkwĂŒrdig schnell vorwĂ€rts kamen, holten wir ein Schlittengespann ein, das vor uns mit zwei grauen Ochsen und einem schwarzen KohlenfĂŒhrer langsam des Weges schliff. Der Grabler Hansel. Mein grĂŒner Kilian wollte schon an dem Gespann vorbeihuschen, da schrie ich von hinten her aus LeibeskrĂ€ften: "Hansel! Hansel! Sei so gut, leg mir meine Christtagssachen auf den Schlitten, der Kilian hat sie im Korb, und er soll sie dir geben!"
Mein Geschrei muß wohl sehr angstvoll gewesen sein, denn der Hansel sprang sofort von seinem Schlitten und nahm tatbereite Haltung an. Und wie der Kilian merkte, ich hĂ€tte hier ein Bundesgenossen, riß er sich den Korb vom RĂŒcken und schleuderte das BĂŒndel auf den Schlitten. Noch knirschte er etwas von "dummen BĂ€ren" und "Undankbarkeit", dann war er aber auch schon davon.
Der Hansel rĂŒckte das BĂŒndel zurecht und fragte, ob man sich draufsetzen dĂŒrfe. Das bat ich nicht zu tun.
So tat er's auch nicht, wir setzten uns hĂŒbsch nebeneinander auf den Schlitten, und ich hielt auf dem Schoß sorgfĂ€ltig mit beiden HĂ€nden die Sachen fĂŒr den Christtag. So kamen wie endlich nach Alpel. Als wir zur ersten FresenbrĂŒcke gekommen waren, sagte der Hansel zu den Ochsen: "Oha!" und zu mir: "So!" Die Ochsen verstanden und blieben stehen, ich verstand nicht und blieb sitzen. Aber nicht mehr lange, es war ja zum Aussteigen; denn der Hansel mußte links in den Graben hinein und ich rechts den Berg hinauf.
"Dank dir's Gott, Hansel!"
"Ist schon gut, Peterl."
Zur Zeit, da ich mit meiner Last den steilen Berg hinaufstieg gegen mein Vaterhaus, begann es zu dÀmmern und zu schneien. Und zuletzt war ich doch daheim.
"Hast alles?" fragte die Mutter am Kochherd mir entgegen.
"Alles!"
"Brav bist. Und hungrig wirst sein."
Beides ließ ich gelten. Sogleich zog die Mutter mir die klingendhart gefrorenen Schuhe von den FĂŒĂŸen, denn ich wollte, daß sie frisch eingefettet wĂŒrden fĂŒr den nĂ€chtlichen Mettengang. Dann setzte ich mich in der warmen Stube zum Essen.
Aber siehe, wÀhrend des Essens geht es zu Ende mit meiner Erinnerung. - Als ich wieder zu mir kam, lag ich wohlausgeschlafen in meinem warmen Bette, und zum kleinen Fenster herein schien die Morgensonne des Christtages.

Peter Rosegger, 1843 - 1918
Heine

Bischöfe zum Alter

Protestaktion am 29. November 2012 in Berlin, 12 Uhr vor dem Reichstag (Besuchereingang an der Westseite): Mit einer auch optisch besonderen und eindrucksvollen Aktion setzen wir unseren Protest fort.
Das BĂŒndnis
SolidaritÀt statt Selbsttötung macht mobil gegen geplante Sterbehilfe-Regelung.
Flyer zum Download
Folgen Sie uns auf Twitter
Pressemeldung der Initiativ
 solidaritaet-statt-selbsttoe
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Protestaktion am 29. November 2012 in Berlin, 12 Uhr vor dem Reichstag (Besuchereingang an der Westseite): Mit einer auch optisch besonderen und eindrucksvollen Aktion setzen wir unseren Protest fort.
Das BĂŒndnis
SolidaritÀt statt Selbsttötung macht mobil gegen geplante Sterbehilfe-Regelung.
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Pressemeldung der Initiativ
 solidaritaet-statt-selbsttoetung.de/
/pressemeldung-d
--- 38 minutes ago
CSU strebt Änderungen an solidaritaet-statt-selbsttoetung.de/
/csu-strebt-ande
--- 6 hours ago
SolidaritÀt statt Selbsttötung auf Facebook
..Die aktuelle Gesetzesvorlage darf nicht in geltendes Recht umgesetzt werden!.Die erste Lesung zum Entwurf der Bundesregierung “Entwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit der gewerbsmĂ€ĂŸigen Förderung der Selbsttötung” findet bereits in der Sitzung des Bundestages am 29.11.2012 statt, allerdings als einer der letzten Tagesordnungspunkte, d.h. gegen 1 Uhr nachts. Dazu Thomas SchĂŒhrer, Initiator von “SolidaritĂ€t statt Selbsttötung”: “Dieser Gesetzentwurf ist in seiner Intention nicht hinreichend und in seinen Auswirkungen gefĂ€hrlich. Denn die Absicht, nur “gewerbsmĂ€ĂŸig” handelnden Sterbehelfern das Handwerk zu legen, kann leicht umgangen werden, indem diese gemeinnĂŒtzige Sterbevereine grĂŒnden. Zudem öffnet Absatz 2 des Entwurfes eine weitere TĂŒre: Nun dĂŒrfen Verwandte oder nahestehende Personen (die laut Entwurf auch der Hausarzt oder PflegekrĂ€fte sein können) straffrei Mithilfe und Vermittlung selbst zu der nach Absatz 1 strafbaren gewerbsmĂ€ĂŸigen Sterbehilfe leisten.”... Die Gesellschaft fĂŒr Humanes Sterben (DGHS) geht in deren Gesetzentwurf vom 15.11.2012 noch weiter. Sie fordern “Beratungsstellen” analog den Schwangerschaftsberatungsstellen, damit Suizidwillige sich nach Beratung einen Berechtigungsschein zur ihrer Tötung bei Ärzten oder Einrichtungen aushĂ€ndigen lassen können....

Ziele unserer Initiative
„Die WĂŒrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schĂŒtzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Art. 1 Abs. 1 GG
und dazu: Menschenrechtskonvention 1948....

WĂŒrde in Deutschland ein Gesetz zugelassen, wonach "jeder" einer nahestehenden Person oder einem Verwandten straffrei Beihilfe zur Selbsttötung geben darf, sind wir nicht mehr die selbe Gesellschaft, wie vor so einem Gesetz.
Alte, einsame, arme, kranke oder depressive Menschen brauchen unsere FĂŒrsorge und Anteilnahme. Nicht den Hinweis "ich besorge dir dein Todescocktail"!
Die Initiative "SolidaritĂ€t statt Selbsttötung" - fĂŒr einen besseren § 217 StGB wird von vielen Menschen unterstĂŒtzt. Auf facebook "liken" tĂ€glich mehr und mehr BĂŒrger unsere Forderung.
Heine

Das Rosenwunder der Hl. Elisabeth

Liebe Elisabeth, herzlichen GlĂŒckwunsch zu deinem Namenstag! 😌
Elisabethlied
Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blĂŒht :
1. Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blĂŒht
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfÀngt,
in der 

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Liebe Elisabeth, herzlichen GlĂŒckwunsch zu deinem Namenstag! 😌
Elisabethlied
Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blĂŒht :
1. Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blĂŒht
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfÀngt,
in der Liebe die alles umfÀngt.

2. Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt
und die Not, die wir lindern, zur Freude wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfÀngt,
in der Liebe die alles umfÀngt.

3. Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hÀlt
und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfÀngt,
in der Liebe die alles umfÀngt.

4. Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trÀgt
und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfÀngt,
in der Liebe die alles umfÀngt.

5. Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfÀngt,
in der Liebe die alles umfÀngt.
Heine

Benedikt XVI.: Messe fĂŒr verstorbene Bischöfeund KardinĂ€le

Symbolwert des Purpurs: Nicht nur Macht und WĂŒrde, sondern auch Farbe des Blutes, an Leiden und Sterben Christi erinnernd, und verlangt von seinem TrĂ€ger Treue zu Christus und seiner Kirche (vgl. Verspottung Jesu mit einem Purpurmantel.) „ bis zur Vergiessung des Blutes“ , nach der Formel usque ad effusionem sanguinis – bereit zu sein, sein Leben fĂŒr den Glauben einzusetzen...
Kardinalspurpur
Heine

Konservative Priesterinitiative im Bistum Augsburg

Ziele
In der gegenwĂ€rtigen Krisensituation der Kirche braucht der Priester konkrete Hilfestellungen. Denn wenn er sein Amt in Gehorsam und Treue gegenĂŒber dem Lehramt ausĂŒben möchte, wird er nicht selten innerkirchlich behindert. So fĂŒhrt die Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche innerhalb der seelsorglichen Praxis zunehmend zu Konflikten mit neuen kirchlichen Strukturen, die ein Ergebnis der 
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Ziele
In der gegenwĂ€rtigen Krisensituation der Kirche braucht der Priester konkrete Hilfestellungen. Denn wenn er sein Amt in Gehorsam und Treue gegenĂŒber dem Lehramt ausĂŒben möchte, wird er nicht selten innerkirchlich behindert. So fĂŒhrt die Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche innerhalb der seelsorglichen Praxis zunehmend zu Konflikten mit neuen kirchlichen Strukturen, die ein Ergebnis der Glaubenskrise und Disziplinlosigkeit vor allem auch im deutschsprachigen Raum der Kirche sind.
Auf diese Situation will das NETZWERK KATHOLISCHER PRIESTER reagieren, das sich im Oktober 2001 in Frankfurt/Main formiert hat. Durch regelmĂ€ĂŸige ZusammenkĂŒnfte soll Hilfe in seelsorglichen Fragen angeboten werden, u.a. durch Erfahrungsaustausch im Bereich der Liturgie oder Katechese wie im Umgang mit Gremien und kirchlichen Mitarbeitern.....

HintergrĂŒnde:
Internationale Deutsche Newman-Gesellschaft
Pfarrersein

Prof. Dr. Georg May
Zum Thema: "Priestermangel"
Zum Thema: "Gehorsam"

Pfr. Dr. Guido Rodheudt/ Pfr. Hendrick Jolie/ Pfr. Uwe Winkel

Zum Umbau der Seelsorgestrukturen im deutschen Sprachraum - VIDEO ONLINE

Dr. theol. Peter Christoph DĂŒren

Das Verschwinden von Pfarrer und Pfarrei. Die Gefahren pastoraler Umstrukturierungen am Beispiel des Bistums Aachen - VIDEO ONLINE

Priestertum aktuell
Heine

Frau aller Völker (kirchlich anerkannt)

Aus: Gaudete in Domino (1975), Nr. 33: An erster Stelle steht die Jungfrau Maria, die Gnadenvolle, die Mutter des Erlöser. Sie hat den Ruf von oben aufgenommen, sie ist die Magd des Herrn, die Braut des Heiligen Geistes, die Mutter des ewigen Sohnes; sie bringt ihre Freude zum Ausdruck bei ihrer Base Elisabeth, die ihren Glauben preist: „Meine Seele preist die GrĂ¶ĂŸe des Herrn, und mein Geist 
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Aus: Gaudete in Domino (1975), Nr. 33: An erster Stelle steht die Jungfrau Maria, die Gnadenvolle, die Mutter des Erlöser. Sie hat den Ruf von oben aufgenommen, sie ist die Magd des Herrn, die Braut des Heiligen Geistes, die Mutter des ewigen Sohnes; sie bringt ihre Freude zum Ausdruck bei ihrer Base Elisabeth, die ihren Glauben preist: „Meine Seele preist die GrĂ¶ĂŸe des Herrn, und mein Geist jubelt ĂŒber Gott, meinen Retter ... von nun an preisen mich selig alle Geschlechter". Mehr noch als alle anderen Geschöpfe hat sie es erkannt, dass Gott Wundertaten vollbringt: sein Name ist heilig, er zeigt seine Barmherzigkeit, er erhebt die Niedrigen, er steht in Treue zu seinen Verheißungen. Ihr Ă€ußeres Leben weicht in keiner Weise von dem Verlauf eines gewöhnlichen Lebens ab, aber sie betrachtet die kleinsten Zeichen Gottes und erwĂ€gt sie in ihrem Herzen. Keineswegs bleiben ihr die Leiden erspart: sie steht unter dem Kreuz und nimmt in hervorragendem Maße als Mutter der Schmerzen Anteil am Opfer des unschuldigen Gottesknechtes. Aber sie ist auch ganz und gar offen fĂŒr die Freude der Auferstehung; sie ist mit Leib und Seele aufgenommen in die Herrlichkeit des Himmels. Sie ist die zuerst Erlöste, die Unbefleckte vom Augenblick ihrer EmpfĂ€ngnis an; sie ist die unvergleichliche Wohnung des Heiligen Geistes; in ihr hat der Erlöser der Menschen sein Zelt aufgeschlagen; sie ist gleicher Weise die vielgeliebte Tochter des allmĂ€chtigen Gottes und in Christus die Mutter aller. Sie ist das vollkommene Urbild der Kirche auf Erden und in der Herrlichkeit des Himmels. Welch wunderbaren Widerhall finden in ihrer einzigartigen Existenz als Tochter Israels die prophetischen Worte vom neuen Jerusalem: „Laut will ich frohlocken ĂŒber den Herrn. Meine Seele jubelt in meinem Gott. Denn er hat mich gehĂŒllt in Gewande des Heiles, mir umgelegt der Gerechtigkeit Mantel, wie einer Braut, die ihr Geschmeide sich anlegt". An der Seite Christi vereint sie in sich alle Freude, die der Kirche verheißen ist: „Mater plena sanctae laetitiae - Mutter voll heiliger Freude.“ Deshalb wenden sich ihre Kinder auf Erden zu Recht an sie, die die Mutter der Hoffnung und der Gnade ist, und rufen sie als die Ursache ihrer Freude an: „Causa nostrae laetitiae.“
Papst
Paul VI.
Heine

Frau aller Völker (kirchlich anerkannt)

"Im Vorfeld des Zweiten Vaticanums plĂ€dierten etwa 500 KonzilsvĂ€ter dafĂŒr, Maria als „Mediatrix“, etwa 50 dafĂŒr, sie als „Miterlöserin“ zu definieren. Das Konzil gebraucht in Lumen Gentium 60ff den Titel „Mittlerin“ bzw. spricht von einer „Mittlerschaft“ Marias. Johannes Paul II. gebraucht in Redemptoris Mater 38 die Bezeichnung „Mittlerschaft in Christus“.[4] Im 20. Jahrhundert gab es weiter
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"Im Vorfeld des Zweiten Vaticanums plĂ€dierten etwa 500 KonzilsvĂ€ter dafĂŒr, Maria als „Mediatrix“, etwa 50 dafĂŒr, sie als „Miterlöserin“ zu definieren. Das Konzil gebraucht in Lumen Gentium 60ff den Titel „Mittlerin“ bzw. spricht von einer „Mittlerschaft“ Marias. Johannes Paul II. gebraucht in Redemptoris Mater 38 die Bezeichnung „Mittlerschaft in Christus“.[4] Im 20. Jahrhundert gab es weitere BemĂŒhungen, durch Petitionen[5] an den Heiligen Stuhl die VerkĂŒndigung eines fĂŒnften marianischen Dogmas Maria Miterlöserin und Mittlerin aller Gnaden zu erreichen, bislang ohne Erfolg [6]..."
Mittlerschaft Mariens ist dabei "der theologische Zentralbegriff fĂŒr die Stellung und Aufgabe der Mutter Jesu im Erlösungswerk Christi (des einzigen Mittlers) und seiner Kirche....
Ludwig Ott: Maria hat der Welt den Erlöser, die Quelle aller Gnaden, geschenkt und insofern alle Gnaden vermittelt (Grundriss, S. 308 f.).

...Jesus hat eine Mutter, die zu ihm sagte: Totus tuus. Die Konzilskonstitution Lumen gentium von 1964 hat in ihrem VIII. Kapitel dementsprechend diese Mittlerschaft im Zusammenhang umschrieben. Auch der von Papst Paul VI. am 21. Nov. 1964 verfĂŒgte Marientitel als Mater ecclesiae zielt auf diese gĂ€nzlich unverzichtbare "Funktion" (und Relation), jedoch im Kontext der Ekklesiologie; und ohne dass dafĂŒr die Form einer dogmatischen Definition gewĂ€hlt wurde. Die Mater Dei ist Tochter des Vaters, Mutter des Sohnes und Braut des Hl. Geistes (vgl. Mater Ecclesiae)...."Kathpedia
Heine

Frau aller Völker (kirchlich anerkannt)

Papst BenediktXVI.schreibt in seinem Buch “Gott und die Welt” (Interview mit Peter Seewald) als damaliger Kardinal Joseph Ratzinger im Abschnitt “Von den Dogmen” wie folgt zum Thema “Maria Miterlöserin” (Taschenbuch-Ausgabe: S. 329 f):
“Die Antwort der Glaubenskongregation darauf lautet, daß das, was damit gemeint ist, in anderen Titeln Marias schon auf bessere Weise ausgesagt ist, wĂ€hrend die 

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Papst BenediktXVI.schreibt in seinem Buch “Gott und die Welt” (Interview mit Peter Seewald) als damaliger Kardinal Joseph Ratzinger im Abschnitt “Von den Dogmen” wie folgt zum Thema “Maria Miterlöserin” (Taschenbuch-Ausgabe: S. 329 f):
“Die Antwort der Glaubenskongregation darauf lautet, daß das, was damit gemeint ist, in anderen Titeln Marias schon auf bessere Weise ausgesagt ist, wĂ€hrend die Formel “Miterlöserin” sich von der Sprache der Schrift und der VĂ€ter zu weit entfernt und daher MißverstĂ€ndnisse hervorruft.
Was ist richtig daran? Nun, richtig ist, daß Christus nicht außerhalb von uns oder neben uns stehenbleibt, sondern mit uns eine tiefe, neue Gemeinschaft bildet. Alles, was sein ist, wird unser, und alles, was unser ist, hat er angenommen, so daß es sein wurde:
Dieser große Austausch ist der eigentliche Inhalt der Erlösung, die EntschrĂ€nkung des Ich und das Hineinreichen in die Gemeinschaft mit Gott.
Weil Maria die Kirche als solche vorwegnimmt und sozusagen Kirche in Person ist, ist dieses “Mit” in ihr exemplarisch verwirklicht.
Aber ĂŒber diesem “Mit” darf man nicht das “Zuerst” Christi vergessen. Alles kommt von ihm, wie besonders der Epheser- und der Kolosserbrief sagen; auch Maria ist alles, was sie ist, durch ihn.

Das Wort “Miterlöserin” wĂŒrde diesen Ursprung verdunkeln. Eine richtige Intention drĂŒckt sich in einem falschen Wort aus.
FĂŒr die Dinge des Glaubens ist gerade die KontinuitĂ€t mit der Sprache der Schrift und der VĂ€ter wesentlich; die Sprache ist nicht beliebig manipulierbar.”
Heine

Frau aller Völker (kirchlich anerkannt)

"Die Immakulata ist ein Dogma. Papst Pius IX. verkĂŒndete am 8. Dezember 1854 in der Bulle „Ineffabilis Deus“ (der unbegreifliche Gott) als von Gott geoffenbarte und darum von allen GlĂ€ubigen fest und standhaft zu glaubende Lehre: „Die seligste Jungfrau Maria wurde im ersten Augenblick ihrer EmpfĂ€ngnis durch ein einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmĂ€chtigen Gottes im Hinblick auf 
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"Die Immakulata ist ein Dogma. Papst Pius IX. verkĂŒndete am 8. Dezember 1854 in der Bulle „Ineffabilis Deus“ (der unbegreifliche Gott) als von Gott geoffenbarte und darum von allen GlĂ€ubigen fest und standhaft zu glaubende Lehre: „Die seligste Jungfrau Maria wurde im ersten Augenblick ihrer EmpfĂ€ngnis durch ein einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmĂ€chtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechtes, rein von jedem Makel der Erbschuld bewahrt." D 1641. VgI. die Enzyklika „Fulgens corona“ (1953) Pius XII.
....Das Freisein von der ErbsĂŒnde war fĂŒr Maria ein unverdientes Geschenk Gottes (gratia) und ein Ausnahmegesetz (privilegium), das nur ihr gewĂ€hrt wurde (singulare). Die Wirkursache (causa efficiens) der Unbefleckten EmpfĂ€ngnis Mariens ist der allmĂ€chtige Gott.
Die Verdienstursache (causa meritoria) ist das Erlösungsverdienst Jesu Christi. Daraus folgt, dass auch Maria erlösungsbedĂŒrftig war und tatsĂ€chlich erlöst wurde. Infolge ihres natĂŒrlichen Ursprungs unterlag sie wie alle ĂŒbrigen Adamskinder der Notwendigkeit, sich die ErbsĂŒnde zuzuziehen (debitum contrahendi peccatum originale), durch ein besonderes Eingreifen Gottes wurde sie aber vor der Befleckung durch die ErbsĂŒnde bewahrt. So wurde auch Maria durch die Gnade Christi erlöst, jedoch auf vollkommenere Weise als die ĂŒbrigen Menschen. WĂ€hrend diese von der vorhandenen ErbsĂŒnde befreit werden (redemptio reparativa), wurde Maria, die Mutter des Erlösers, vor der Behaftung mit der ErbsĂŒnde bewahrt (redemptio praeservativa oder praeredemptio). Das Dogma der Unbefleckten EmpfĂ€ngnis Mariens widerspricht darum in keiner Weise dem Dogma von der Allgemeinheit der ErbsĂŒnde und der ErlösungsbedĂŒrftigkeit.
Die Zweckursache (causa finalis proxima) der Unbefleckten EmpfÀngnis Mariens ist ihre Gottesmutterschaft."

Kathpedia
Heine

Frau aller Völker (kirchlich anerkannt)

Papst BenediktXVI.schreibt in seinem Buch “Gott und die Welt” (Interview mit Peter Seewald) als damaliger Kardinal Joseph Ratzinger im Abschnitt “Von den Dogmen” wie folgt zum Thema “Maria Miterlöserin” (Taschenbuch-Ausgabe: S. 329 f):
“Die Antwort der Glaubenskongregation darauf lautet, daß das, was damit gemeint ist, in anderen Titeln Marias schon auf bessere Weise ausgesagt ist, wĂ€hrend die 

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Papst BenediktXVI.schreibt in seinem Buch “Gott und die Welt” (Interview mit Peter Seewald) als damaliger Kardinal Joseph Ratzinger im Abschnitt “Von den Dogmen” wie folgt zum Thema “Maria Miterlöserin” (Taschenbuch-Ausgabe: S. 329 f):
“Die Antwort der Glaubenskongregation darauf lautet, daß das, was damit gemeint ist, in anderen Titeln Marias schon auf bessere Weise ausgesagt ist, wĂ€hrend die Formel “Miterlöserin” sich von der Sprache der Schrift und der VĂ€ter zu weit entfernt und daher MißverstĂ€ndnisse hervorruft.
Was ist richtig daran? Nun, richtig ist, daß Christus nicht außerhalb von uns oder neben uns stehenbleibt, sondern mit uns eine tiefe, neue Gemeinschaft bildet. Alles, was sein ist, wird unser, und alles, was unser ist, hat er angenommen, so daß es sein wurde:
Dieser große Austausch ist der eigentliche Inhalt der Erlösung, die EntschrĂ€nkung des Ich und das Hineinreichen in die Gemeinschaft mit Gott.
Weil Maria die Kirche als solche vorwegnimmt und sozusagen Kirche in Person ist, ist dieses “Mit” in ihr exemplarisch verwirklicht.
Aber ĂŒber diesem “Mit” darf man nicht das “Zuerst” Christi vergessen. Alles kommt von ihm, wie besonders der Epheser- und der Kolosserbrief sagen; auch Maria ist alles, was sie ist, durch ihn.

Das Wort “Miterlöserin” wĂŒrde diesen Ursprung verdunkeln. Eine richtige Intention drĂŒckt sich in einem falschen Wort aus.
FĂŒr die Dinge des Glaubens ist gerade die KontinuitĂ€t mit der Sprache der Schrift und der VĂ€ter wesentlich; die Sprache ist nicht beliebig manipulierbar.”
In einem Interview mit der italienischen Zeitung ‘Avvenire’erklĂ€rte der Kurien-Erzbischof Angelo Amato
im Juli 2008, eine Dogmatisierung der Gottesmutter als “Miterlöserin” sei weder biblisch noch patristisch (von der Lehre der KirchenvĂ€ter her gesehen) noch ĂŒberhaupt theologisch gerechtfertigt.


In Wikipedia findet sich dazu:"Maria Miterlöserin (lat. Corredemptrix) ist ein innerhalb der katholischen Kirche verwendeter Titel bzw. Anrufung fĂŒr Maria, die Mutter Jesu, der Bezug auf ihre indirekte Teilnahme am Erlösungswerk Christi nimmt[1]. Diese Anrufung wird oft in Verbindung mit der Anrufung Maria, Mittlerin der Gnaden gesetzt.
Die Vorstellung von Maria als Miterlöserin existierte schon sehr frĂŒh [2]. Seit dem 15. Jahrhundert wird der Titel Co(n/r)redem(p)trix verwendet. Doch erst ab dem 19. Jahrhundert gab es eine grĂ¶ĂŸere theologische Auseinandersetzung mit diesem Begriff [3], die heute nicht zuletzt eineökumenische Dimension hat.
Im Vorfeld des Zweiten Vaticanums plĂ€dierten etwa 500 KonzilsvĂ€ter dafĂŒr, Maria als „Mediatrix“, etwa 50 dafĂŒr, sie als „Miterlöserin“ zu definieren. Das Konzil gebraucht in Lumen Gentium 60ff den Titel „Mittlerin“ bzw. spricht von einer „Mittlerschaft“ Marias. Johannes Paul II. gebraucht in Redemptoris Mater 38 die Bezeichnung „Mittlerschaft in Christus“.[4] Im 20. Jahrhundert gab es weitere BemĂŒhungen, durch Petitionen[5] an den Heiligen Stuhl die VerkĂŒndigung eines fĂŒnften marianischen Dogmas Maria Miterlöserin und Mittlerin aller Gnaden zu erreichen, bislang ohne Erfolg [6]..."
Heine

Das Leben und Leiden der Heiligen Anna SchÀffer;

Predigt von Joseph Kardinal Ratzinger in der heiligen Messe zur Vorbereitung auf die Seligsprechung von Anna SchÀffer aus Mindelstetten, Rom in St. Paul vor den Mauern (6. MÀrz 1999).

Liebe MitbrĂŒder im priesterlichen Dienst, liebe Christen,

die heilige Messe zur Vorbereitung auf die Seligsprechung von Anna SchĂ€ffer aus Mindelstetten begehen wir hier in der Grabeskirche des Völkerapostels 

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Predigt von Joseph Kardinal Ratzinger in der heiligen Messe zur Vorbereitung auf die Seligsprechung von Anna SchÀffer aus Mindelstetten, Rom in St. Paul vor den Mauern (6. MÀrz 1999).

Liebe MitbrĂŒder im priesterlichen Dienst, liebe Christen,

die heilige Messe zur Vorbereitung auf die Seligsprechung von Anna SchĂ€ffer aus Mindelstetten begehen wir hier in der Grabeskirche des Völkerapostels Paulus. Äußerlich scheint es gar keinen grĂ¶ĂŸeren Gegensatz geben zu können als den zwischen der gewaltigen Gestalt des Apostels Paulus und der armen leidenden Frau aus einem bayerischen Dorf.

Paulus war in die Schule des berĂŒhmten Meisters Gamaliel gegangen. Er war in der griechischen und hebrĂ€ischen Kultur gleichermaßen zu Hause. Er hat die Mittelmeerwelt durchreist, er hat vor Königen, vor Großen und vor Kleinen gesprochen, er hat kĂŒhn das Evangelium um die ganze damals bekannte Erde getragen, die Kirche der Völker aufgerichtet und in seinen Briefen spricht er aus einer unermeßlichen Weite und Tiefe heraus, die die Gelehrten auch heute noch ausmessen.

Und daneben ist diese Frau, deren Leben fast ganz Leiden gewesen ist. Gewiß, auch sie hat in die Mission gehen wollen, auch sie drĂ€ngte es hinaus in die weite Welt, um den Menschen von Christus her zu helfen und zu dienen. Aber deswegen ist sie ja auch als Magd gegangen, sich zu verdingen, um ihre Mitgift zu verdienen, damit sie dann diesen Beruf als Schwester erfĂŒllen konnte. Als sie 18 Jahre alt war, im Jahr 1900, wurde ihr das alles wie nichts aus den HĂ€nden gerissen. WĂ€hrend sie ein Rohr des Waschkessels wieder zu befestigen versuchte, fiel sie in kochende WĂ€schelauge, und von da an war dieses Leben fortwĂ€hrende Qual. Sie wurde zu den Ärzten, von einem zum anderen geschleppt. Immer wieder wurde das Fleisch bis auf die Knochen ausgebrannt. Wir können uns das Maß der Schmerzen, das sie in diesen 25 Jahren getragen hat, gar nicht vorstellen. Nun war sie an ihr KĂ€mmerchen gefesselt, und nur selten konnte sie einmal herĂŒber in die Kirche getragen werden. Ihre Welt war Ă€ußerlich sehr klein geworden.

Aber in diesen 25 Jahren ihres Leidens hat sie eine große Reise nach innen und nach oben gemacht. Am Anfang hatte sie aufbegehrt, warum muß mir jetzt das Leben, wo es beginnen wĂŒrde, entrissen werden. Warum bleibt mir nur der Schmerz? Aber dann ist sie hineingewandelt in die Nacht des Leidens und hat darin den Tag Jesu Christi gefunden. Nie hat sie gesagt, wie der Unfall zustande gekommen war. Immer tiefer hat sie im Leiden den Willen Gottes angenommen, sich hineinversenkt in das Geheimnis des leidenden Christus, ist mit ihm, der ein Mitleidender fĂŒr uns war, eine Mitleidende geworden. Und im Herzen Jesu, in der Gemeinschaft mit ihm, dem Leidenden und Liebenden, hat sie ihren Frieden, ja ihre innere GrĂ¶ĂŸe und Freude gefunden, so daß am Ende die Menschen nicht mehr kamen, um sie zu trösten, sondern von ihr getröstet zu werden. Wenn man die Notizen dieses einfachen Menschen liest, dann spĂŒrt man doch hinter ihren Worten etwas von der Tiefe und GrĂ¶ĂŸe des Glaubens und der Liebe des da Gelernten. Ihr letztes kleines Gedicht, das sie 1923 niedergeschrieben hat, sagt: „Herr, deine Magd ist mĂŒde. Hol mich heim zur ewigen Ruhe. Hier ist kein Friede. Herz Jesu ruf mich du“.
In solchen Worten spĂŒren wir etwas von der Demut und von der GrĂ¶ĂŸe dieser Frau und können erkennen, welche Reise des Herzens sie in diesen Jahren getan hat. Und wenn wir sie von da aus nun anschauen, dann ist die Differenz zu Paulus, die es immer gibt, geben muß, doch nicht mehr so abgrĂŒndig.

Denn auch Paulus war vor allem ein großer Leidender. Er war nicht einfach der Aktivist, der durch die Welt fuhr, der Mann des Erfolgs und der Tatkraft, der immer handelt und siegreich und erfolgreich ist.
Am Anfang seines Weges steht das Wort von Hananias, der ihm die Taufe spendete: „Ich will diesem Mann zeigen, wie viel er fĂŒr meinen Namen leiden muß“ (Apg 9,16). Und erst wenn wir von diesem seinem Taufwort, seinem Weisungswort, her das Leben Pauli lesen, verstehen wir es richtig.

Dann sehen wir, daß die GrĂŒndung der universalen Kirche an allen Orten nicht das Werk eines großen Organisators, eines unbekĂŒmmerten Tatmenschen war, sondern daß jede GrĂŒndung eine mit Schmerz erlittene Geburt gewesen ist, daß er immer neu um das Geborenwerden der Kirche leiden und sich selbst geben mußte, daß er immerfort nur in der Gemeinschaft mit dem leidenden Christus seinen Weg gehen konnte, immerfort in Verfolgung und Verkennung, in Gefahr und in Schmerzen und daß gerade so in diesem Erleiden des Wortes Gottes die GrĂŒndung seiner Kirche entsteht.

Am Ende seines Weges, im 2. Timotheusbrief, hören wir sozusagen eines der letzten Worte des Paulus, das er an seinen LieblingsschĂŒler schreibt: „Leide mit mir fĂŒr das Evangelium“ (2 Tim 1,8).
Nun kann er nichts mehr tun. Er ist im Kerker Neros in Rom, auch von den Freunden verlassen. Man schĂ€mt sich seiner. Man hat keine Zeit fĂŒr ihn. Er ist in der Nacht dieses Kerkers, und alles scheint umsonst zu sein, vergeblich. Man spĂŒrt in diesem Brief etwas von den Dunkelheiten des Verlassenen, von dem, was er da erlitten hat, und doch weiß er auch - das erkennt man -, daß erst jetzt seine in der Taufe empfangene Sendung: „Ich will ihm zeigen, was er fĂŒr meinen Namen leiden muß“- zur ErfĂŒllung kommt, daß er erst jetzt das Eigentliche vollends tut, indem er mit dem leidenden und verlassenen Christus eins ist, mit ihm in seiner Verlassenheit, in seinen Schmerzen.

„Leide mit mir fĂŒr das Evangelium“. In diesem Wort des Paulus ist das Leben von Anna SchĂ€ffer angesiedelt. Sie ist mit Christus eine Leidende geworden, und da steht freilich die Frage auf: Wenn das ihre Botschaft ist, verstehen wir heute eigentlich diese Botschaft noch? Spricht sie wirklich zu uns? Heute ist alles ganz umgekehrt auf Erfolg, auf Lust, auf Macht und Einfluß angelegt. In der Werbung sehen wir nur schöne und erfolgreiche Menschen, und es wird uns gesagt, wie wir selber so werden können. Ich erinnere mich dabei immer wieder an ein GesprĂ€ch zwischen KardinĂ€len und Professoren, bei dem einer der KardinĂ€le gesagt hatte, daß im Krankenhaus - es ging um Medizin - nicht nur Medizin ausgeteilt werden muß, nicht nur medizinische Kunst geĂŒbt werden darf, sondern daß man dem Menschen helfen muß, das Leiden zu erlernen, das Leiden anzunehmen.

Einer der Professoren hat daraufhin gesagt: Nein, das Leiden darf man nicht annehmen, man muß es beseitigen. Und natĂŒrlich mĂŒssen wir alles tun, um das Leiden zu mildern und zu lindern. Aber wer behauptet, mehr brĂ€uchten wir nicht, der ist töricht. Denn genau so wichtig ist und bleibt es, das Leiden zu lernen und darin sich zu finden. Denn Leid und Menschsein sind untrennbar.

Es gibt keine Liebe ohne die Bereitschaft, sich selber zurĂŒckzunehmen, ohne die Notwendigkeit, immer neu die Andersheit des anderen zu ertragen. Es gibt keine Liebe ohne das Leid der Verwandlung. Nur darin können wir ĂŒberhaupt reifen. Es gibt keine Treue ohne den Schmerz und die Geduld der Verwandlungen, die wir brauchen. Und wenn reich nur werden kann, wer viel verwandelt worden ist, dann kann reich nur werden, wer auch wirklich Leiden angenommen hat und Leiden anzunehmen gelernt hat. Wer nicht mehr leiden kann, kann auch nicht mitleiden. Und wer nicht mehr mitleiden kann, kann nicht mehr mitlieben. Eine Welt, in der man nicht mehr sinken kann im Leid, wird eine kalte und grausame Welt. Aldous Huxley hat es in seinem Buch „Schöne neue Welt“ geschildert, daß in einer solchen Welt alle in der Droge leben mĂŒssen und alle in der LĂŒge sein werden und alle an sich vorbeileben mĂŒssen.

Als Pius X. noch Landpfarrer im Veneto war, hatte er handschriftlich einen kleinen Katechismus fĂŒr die Schule zusammengeschrieben. Er ist erhalten. Und darin steht auch die Frage: Warum ist der Sohn Gottes Mensch geworden? Die merkwĂŒrdige, ĂŒberraschende Antwort: Um uns das Leiden zu lehren. Das Veneto war ungeheuer arm damals. Armut und einseitige ErnĂ€hrung bedingten vielfache Krankheit und frĂŒhen Tod. Das Leiden war allgegenwĂ€rtig. Nur wer leiden konnte, konnte leben. Und leiden zu lernen war der erste Schritt der Erlösung, des Selberwerdens, des inneren Freiwerdens. Heute ist es gottlob bei uns anders. In großen Teilen der Welt ist es immer noch so. Aber auch bei uns gilt, wenn wir nicht zu leiden lernen, lernen wir auch nicht zu leben und lernen wir nicht zu lieben.

Und so steht Anna SchĂ€ffer fĂŒr uns, als die, die das Leiden gelernt hat und die uns so zu leben lehrt. Sie hat in die Mission gehen wollen. Sie kannte die Gestalt der hl. Theresia von Lisieux, die damals als neuer Stern am Himmel der Kirche aufging, und hat von ihr viel angenommen. Theresia von Lisieux hatte ja auch den Gedanken gehabt, eigentlich in der ganzen Welt sein zu mĂŒssen und ĂŒberall das Evangelium zu verkĂŒnden. Im Umgang mit dem Wort Gottes und mit ihrem Leiden vom Wort Gottes her, hat sie, die im Karmel der französischen Provinz eingeschlossen war, gelernt, daß sie im Leiden mit Christus, in ihrem Beten und Dienen wirklich mit ihm hineinwirkte in den ganzen Leib Jesu Christi; daß sie gerade so, trotz ihrer Abgeschiedenheit, gegenwĂ€rtig war an allen Stellen der Not und mit ihm hinausging in die ganze Welt, mehr als es geschehen wĂ€re, wenn sie an dem einen oder anderen Ort Missionarin gewesen wĂ€re.

Und das war auch die Erfahrung Anna SchĂ€ffers, die ihr Leiden mit dem Leiden Christi vereinte, und so in den ganzen Leib des Herrn hineinwirkte ĂŒber die Zeit hinweg bis zu uns und in die kĂŒnftigen Generationen.
So ist auch an ihr das Wort wahr geworden, und von ihr her verstehen wir es neu, und wird es zu einem Auftrag an uns, was Paulus an die Kolosser geschrieben hat: „Ich ergĂ€nze, was von den Leiden Christi noch fehlt an meinem Fleisch.“ (Kol 1,24)

Sie hat ergĂ€nzt, was von den Leiden Christi fehlte und gerade so leuchtet sie und hilft uns, Christus zu verstehen und rechte Christen zu werden. Wenn wir sie anschauen, dann begreifen wir auch, daß ein Christentum, das nur noch „Zuckerbrot“ sein wollte, nicht die wahre Botschaft ist, daß wir gerade die Botschaft des Kreuzes brauchen, um der Wahrheit zu begegnen und um die wirkliche Freude zu erleben.

Und von da aus können wir endlich auch den Schluß des heutigen Evangeliums begreifen, das uns so geheimnisvoll, ja unrealistisch klingt, wenn der Herr den JĂŒngern nach Ostern verheißt: „Ihr werdet den Kranken die HĂ€nde auflegen“ - und im griechischen Text heißt es nicht - „und sie werden gesund werden“ - sondern, - „und es wird ihnen gutgehen.“ (Mk 16,18). „Gut gehen“ nicht in dem Ă€ußeren, oberflĂ€chlichen Sinn, in dem die Droge 'high' sein lĂ€ĂŸt, sondern gutgehen in dem tiefen Sinn, daß wir das wahrhaft Gute erlernen, daß wir dem wahrhaft Guten begegnen, daß wir selber gut werden.

Mit dieser Botschaft steht Anna SchĂ€ffer vor uns. Sie zeigt uns, wie es geschehen kann, daß wir durch die Hand des Herrn Gutes erfahren, daß es uns wahrhaft gut geht. Daß wir das Gutgehen erlernen. Wir danken dem Herrn fĂŒr dieses große Zeichen der Seligen, in der sich zugleich ein StĂŒck der Kirche unserer Heimat spiegelt. Denn hinter ihr steht ihre gute Mutter, die sie gepflegt hat. Neben ihr steht der gĂŒtige und weise Pfarrer Carl Rieger, einer der gĂŒtigen Priester, die den Menschen in der Kirche Mut gemacht haben. Wir danken Gott fĂŒr dieses Zeichen, und wir bitten die selige Anna, daß sie auch uns hilft, daß es uns wahrhaft gutgehe. Amen.

Quelle: cardinalrating.com
Am diesem Sonntag(21.10.2012) wirdAnna SchÀffer von Mindelstettenheiliggesprochen!
Heine

Frau aller Völker (kirchlich anerkannt)

Soteriologie
"Soteriologie bezeichnet die Lehre vom vollendeten Heil bzw. der Erlösung des Menschen. Die Soteriologie ist ein eigenstĂ€ndiger Teil der Dogmatik v.a. christlicher Theologie. Der Ausdruck kommt von griechisch ÏƒÏ‰Ï„Î·ÏÎŻÎ± sotērĂ­a „Rettung, Erlösung, Heil“ und Î»ÏŒÎłÎżÏ‚ lĂłgos „Wort, Lehre“, bedeutet also „Lehre vom Heil / von der Erlösung“.
Bereits im
Urchristentum war die Kennzeichnung Jesu
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Soteriologie
"Soteriologie bezeichnet die Lehre vom vollendeten Heil bzw. der Erlösung des Menschen. Die Soteriologie ist ein eigenstĂ€ndiger Teil der Dogmatik v.a. christlicher Theologie. Der Ausdruck kommt von griechisch ÏƒÏ‰Ï„Î·ÏÎŻÎ± sotērĂ­a „Rettung, Erlösung, Heil“ und Î»ÏŒÎłÎżÏ‚ lĂłgos „Wort, Lehre“, bedeutet also „Lehre vom Heil / von der Erlösung“.
Bereits im
Urchristentum war die Kennzeichnung Jesu Christi als ÎŁÏ‰Ï„ÎźÏ „Retter, Erlöser“ signifĂ­kant; sie floss in ein altes unauffĂ€lliges christliches Erkennungszeichen ein. Das griechische Wort fĂŒr Fisch Î™Î§Î˜Î„ÎŁ (ichthĂœs) enthĂ€lt als Akronym ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis: Die Anfangsbuchstaben von Î™Î·ÏƒÎżÏÏ‚ ΧρÎčστός Î˜Î”ÎżÏ ΄Îčός ÎŁÏ‰Ï„ÎźÏ (Iēsous ChristĂłs TheoĂș HyiĂłs SƍtĂ©r, „Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser“) ergeben das Wort IChThYS „Fisch“ und wurden als Symbolzeichnung weitergegeben.
Wirkungsgeschichtlich prÀgend wird
Augustinus von Hippo. Die Taufe vermittelt ihm zufolge Heil, das anderweitig, etwa durch theoretisches Nachdenken und gute LebensfĂŒhrung, nicht gleichermaßen erreichbar ist, da die menschliche Natur korrumpiert sei - ein mit dem theologischen Begriff der ErbsĂŒnde interpretierter Zustand.
Anselm von Canterburys sogenannter Satisfaktionstheorie zufolge besteht ein Makel aufseiten des Menschen, der nur dadurch behebbar war, dass Gott selbst Mensch wurde und in Jesus Christus, seinem Sohn, einen Opfertod stirbt, der die menschliche Schuld sĂŒhnt. Anselm spricht von einer Ă€ußeren Ehre Gottes (gloria dei externa) und nicht von seiner persönlichen Ehre: Gottes eigene Ehre kann durch nichts, insbesondere nicht durch menschlichen Makel, angetastet werden. Anselm entwickelt seine Auffassung am ausfĂŒhrlichsten in Cur deus homo (Warum wurde Gott Mensch?).
Karl Barths Offenbarungstheorie zufolge hat sich Gott durch den Tod Jesu Christi offenbart und damit den Menschen von der ErbsĂŒnde erlöst."entnommen:Wikipedia