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Was ist ein Dogma und was bedeutet es für die Gläubigen?

Der Petersdom

Ein Dogma ist jede religiöse Wahrheit, die von Gott übernatürlich geoffenbart ist und von der Kirche als solche zu glauben vorgelegt wird.

Zwei Wesensmerkmale trägt also jedes katholische Dogma: ein inneres, sachliches, das Enthaltensein in der Offenbarung, und ein äußeres, juridisches, die Verkündigung durch die Kirche.

Da das Dogma im strengen Sinne die übernatürliche Offenbarung fordert, so folgt, daß alle Wahrheiten, die die Kirche bei ihrer Verkündigung nicht aus dieser Quelle schöpft, keine eigentlichen Dogmen sind.

Über die kirchliche Lehrverkündigung sagt das (1.) Vatikanum, daß sie in ordentlicher und in außerordentlicher, feierlicher Weise geschehen könne.

Der Charakter des strengen Dogmas ist also nicht von der feierlichen Verkündigung allein abhängig; auch die gewöhnliche Lehrverkündigung hat streng dogmatischen Charakter, wenn sie ihre Wahrheiten aus der Offenbarung nimmt.

Da das Dogma seinen Wahrheitsgehalt aus der göttlichen Offenbarung erhält, ist der Gläubige verpflichtet, das Dogma im Glauben anzunehmen.
Erich Foltyn
ich stieß immer wieder auf Menschen, die sich an Dogmen stießen, weil das eine autoritäre Vorgabe der Kirche sei, was zu glauben ist. Ich hatte aber nie Aversionen gegen Dogmen. Ein Dogma ist die Außerstreitstellung von einem Glaubenssatz. Und eben dann soll man nicht von ganz oben immer mit einem Wischi Waschi daherkommen und alles langsam aufweichen. Die feierliche Verkündigung kann sich ja …More
ich stieß immer wieder auf Menschen, die sich an Dogmen stießen, weil das eine autoritäre Vorgabe der Kirche sei, was zu glauben ist. Ich hatte aber nie Aversionen gegen Dogmen. Ein Dogma ist die Außerstreitstellung von einem Glaubenssatz. Und eben dann soll man nicht von ganz oben immer mit einem Wischi Waschi daherkommen und alles langsam aufweichen. Die feierliche Verkündigung kann sich ja nur darauf beziehen, daß man um den Wortlaut gerungen hat um ihn für ewig festzusetzen. Der Inhalt selbst ist ein Bestandteil des Glaubens der Kirche (also nicht von mir allein), der eine Einheit ist, wie der Name katholisch schon sagt. Man kann dann nicht ein Dogma herausnehmen, ohne daß der gesamte Glaube an Einheit verliert.
Eugenia-Sarto
Das ist wahr. Das Dogma ist nun mal göttliche Wahrheit. Der Gläubige hat damit gar keine Probleme.
Maximilian Schmitt
Den vorletzten Absatz hätten Sie fett drucken sollen!
Eugenia-Sarto
Das kann ich gern tun.