Dekan der Kardinäle: Kein Priester? Kein Problem!
Er flüchtet sich sogleich in die Doppelzüngigkeit: "Gott will, dass alle Menschen gerettet werden."
Die Anwesenheit eines Priesters macht für ihn keinen Unterschied: "Gott war unseren verstorbenen Angehörigen nahe und bot jedem die Möglichkeit der Versöhnung mit ihm an, auch wenn es keinen Priester gab, der ihm die Absolution erteilen konnte".
Laut Re ist der Priester ein bloßer Betreuer der Hinterbliebenen: "Der tragische Aspekt der Situation war schrecklich für die Familie."
Für den Sterbenden sei die Abwesenheit eines Priesters "weniger" tragisch: "Im Moment des Ablebens ist man, auch wenn man von Verwandten und Freunden umgeben ist, immer allein."
Aber beim von Re vorausgesetzten Heilsautomatismus ist auch das kein Problem, denn einmal tot, finden sich die Verstorbenen "unmittelbar danach in der Unermesslichkeit der Liebe Gottes", orakelt er.
Mit anderen Worten: Das Priesterleben von Kardinal Re war eine Zeitverschwendung.
Bild: Giovanni Battista Re, © Wikicommons, CC BY-SA, #newsNjksgmgsvc