Erzdiözese München: Integrierte Gemeinde hat sich Visitation entzogen
München, 27.10.2020 (KAP/KNA) Nach der Distanzierung des emeritierten Papstes Benedikt XVI. von der Katholischen Integrierten Gemeinde (KIG) gibt es einen neuen Sachstand. Die Visitatoren der Erzdiözese München und Freising haben ihre Untersuchung der KIG abgeschlossen. Ihr Bericht liege vor, teilte ein Sprecher der Erzdiözese auf Anfrage der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. "Mögliche Konsequenzen werden geprüft." Alle Mitglieder der KIG in der Erzdiözese München seien ausgetreten. "Dadurch entzog sich das Gegenüber der Visitation." Kirchenrechtlich auflösen könnte den Verein allein der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. Die 1948 von dem Ehepaar Traudl und Herbert Wallbrecher gegründete Gemeinschaft galt zeitweise als einer der hoffnungsträchtigsten Aufbrüche in der katholischen Kirche. Sie wollte nach eigener Darstellung "ein Ort für ein aufgeklärtes und unverkürztes Christentum" sein. 1978 wurde sie von den damaligen Erzbischöfen in Paderborn und München …