Klaus Elmar Müller

Rom schweigt zum Leid der christlichen Chinesen

Papst Leo XIV. schweigt über die Christenverfolgung in China.
„Wir brauchen den Papst, dass er um Gebet bittet, die Folter erwähnt und die ungerechten Inhaftierungen für Jahre und Jahrzehnte.“
Das fordert Nina Shea bei „World Over“/EWTN.

Der Tod von Bischof Julius Jia Zhiguo (Foto) im Oktober 2025 habe in Rom zu keinerlei Bemerkung geführt. Dieser Bischof war 15 Jahre lang im Gefängnis, weil er sich nicht der kommunistisch gelenkten, vom Papst getrennten Staatskirche anschließen, sondern dem Papst in Rom treu bleiben wollte.

Aber nach dessen Tod hat Leo XIV. zwei chinesische Bischöfe genehmigt, auf deren Ernennung er keinen Einfluss hatte. Trotz des Paktes mit China, den Papst Franziskus 2018 geschlossen hat.
Zugleich lässt der chinesische Staat papsttreue Bischöfe verschwinden. Nina Shea nennt nur zwei Namen: Bischof Su und Bischof Xing von Shanghai.
Die Tochter eines protestantischen Pfarrers, der dank Trump's Intervention kürzlich von China freigelassen wurde, spricht von Hunderten inhaftierten Christen..

Während der gegenwärtige Papst bei seinen Worten über verfolgte Christen jene in China völlig ausblendet, hat sein Vorgänger Papst Franziskus gesprochen und die Bischöfe der romtreuen Untergrundkirche verunglimpft – so sieht es die oben zitierte Nina Shea, Direktorin des „Center for Religious Freedom“/USA. Und der päpstliche Nuntius für Hongkong nannte den einst verfolgten Kardinal Joseph Zen „halsstaarig“.
Kardinal Zen, geboren 1932 in Shanghai, vom hl. Johannes-Paul II. zum Bischof, von Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt, kritisiert nämlich die schismatische Staatskirche in China („Katholisch-Patriotische Vereinigung“)
Darum der Tadel des päpstlichen Nuntius.

Was sind die Hintergründe in Rom? Nina Shea spricht ganz einfach von „Verwirrung“.
Verwirrung in Rom, aber auch bei den chinesischen Katholiken.
Denn während sich immer neue Gemeinden der protestantischen Untergrundkirche gründen, welche sich der vom kommunistischen Staat gelenkten protestantischen sogenannten „Drei-Selbst-Kirche“ verweigern, stagniere das Wachstum der Katholiken im Untergrund.

Zur Erläuterung: Die katholische, papsttreue Untergrundkirche hat wie die schismatische patriotische etwa 70 Bischöfe und ist parallel aufgebaut, weil ja die ursprüngliche. Pius XII. hatte auf unerlaubte Bischofsweihen die Exkommunikation gesetzt, um die chinesische Staatskirche als schismatisch zu brandmarken. Leo XIV. anerkennt im Gegensatz dazu die von der kommunistischen Partei "ernannten" Bischöfe dieser chinesisch-patriotischen Kirche. Er benutzt das Gesetz von Pius XII. nun aber doch, und zwar gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X., welche Papst Leo, das Papsttum, Mariens leibliche Aufnahme in den Himmel anerkennt, was alles von der chinesischen "katholischen" Staatskirche abgelehnt wird. Ja, diese "Katholisch-Patriotische Vereinigung" darf noch nicht einmal etwas gegen Abtreibung sagen.

QUELLE: „World Over“ mit Raymond Arroyo vom 6. August 2026, The World Over with Raymond Arroyo | EWTN
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Guntherus de Thuringia

Für eine gerechte Beurteilung muss man mehr Fakten kennenn. Zum Beispiel ist relevant, welchen Inhalt genau der von den chinesischen Bischöfen geleistete Treueeid hat. Die deutschen Bischöfe ab 1933 z.B. verpflichteten sich per Eid zur Treue gegenüber Deutschland und der Reichsregierung, aber es war kein Eid auf die Ideologie des Nationalsozialismus. Das muss man genau unterscheiden.

Bethlehem 2014

@Guntherus de Thringia
Wer leugnete das? Hier geht es um ganz andere Dinge!
Kein Pius XI. und kein Pius XII. ist Opfern des Nationalsozialismus je in den Rücken gefallen!

ein zeitzeuge

Beispielsweise schwor Bischof Jin Yangke 2020, die nationale Einheit und gesellschaftliche Harmonie zu wahren, „das Land und die Kirche zu lieben“, an der unabhängigen Selbstverwaltung der Kirche festzuhalten und die „Sinisierung“ des Katholizismus zu unterstützen.
Und sowas finden die beiden Homophilen und Dekonstruktoren der Katholischen Kirche in Ordnung und finden einerseits deren Zustimmung; die FSSPX wird, weil sie am Glauben und Tradition der katholischen Kirche festhalten, exkommuniziert.
Pfui Teufel!

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Guntherus de Thuringia

Auch Papst Pius XII. musste abwägen, ob er auf offenen Konfrontationskurs gegen die nationalsozialistische deutsche Reichsregierung gehen sollte oder nicht, und was der Kirche - und den Opfern der Nazi-Politik - mehr schadete oder nutzte.

Bethlehem 2014

Pius XII. hat vor allem gesagt: "Mit Kommunisten spricht man nicht!"
In Deutschland hatten Katholiken früher einen größeren Einfluß. In China ist der Einfluß der Katholiken kaum nennbar.
Es war in den 30-er Jahren absehbar, daß der Nationalsozialismus bald ein "Intermezzo" gewesen sein wird, wenn auch mit ganz furchtbaren Ausmaßen.
Ein Ende der Schreckensherrschaft in China ist noch nicht in Aussicht.

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von Mietlingen kann man nicht mehr erwarten.

Die Bärin

"Verwirrung bei den Katholiken", das kann ich nachvollziehen. Ich wäre auch verwirrt, wenn mir das Oberhaupt der katholischen Kirche einen Tritt in den Hintern gäbe! "Rom" ist sicher nicht verwirrt! Das halte ich für geplant!

ein zeitzeuge

Der stimmt sogar zu, dass die, die die wahren katholischen Christen verfolgen, politisch angepasste, einen Eid auf den Kommunismus, einer der Kirche feindlich gesinnte Ideologie ablegende Personen nach Gutdünken zu Bischöfen ernennen und weihen, und hasst alle Institutionen und Gläubigen, die am Glauben und Tradition der katholischen Kirche festhalten und belegt diese mit Exkommunikation - nur gut, dass diese abscheuliche Handlung bei Gott keine Wirkung haben wird.

Guntherus de Thuringia

Auch ungerechte oder ungerecht scheinende Exkommunikationen sind gültig. Sie müssen erduldet werden, bis die zuständige Obrigkeit sie aufhebt.

ein zeitzeuge

Formaliter schon, materiell aber nicht; sie können das Gewissen nicht binden und sind vor Gott unwirksam.