Apostolischer Administrator der Erzdiözese Wien im Interview. Nach einigen vernünftigen Aussagen befürwortet er die Fortsetzung des Kurses von Papst Franziskus und Kardinal Schönborn. Leider besteht keinerlei Einsicht, dass gerade dieser Kurs zum Rückgang der Gläubigen führt. Die Öffnung nach allen Seiten bringt nicht mehr Menschen in die Kirche hinein, sondern veranlasst viele dazu, durch die offene Tür hinauszugehen.
Moment, es sind sieben Farben - nix Homo, sondern Original Regenbogen-Flagge der pax Christi und des Regenbogens der immer mit sieben Farben dargestellt wird, wenn es sich um den Regenbogen Noahs handelt!
SATIRE CUM ECCLESIA. Quo vadis ecclesia? Kirche, wohin gehst Du? Finden wir zurück zu den Wurzeln oder treiben wir weiter auf den Wellen der Zeit, nicht ahnend, welcher Sturm uns bevorsteht? Satire hält wach, weitet den Horizont und stellt Fragen. Zuerst an uns selbst.
Was Pfarrer Helmut Schüller einen Tag nach der Papstwahl im Interview sagt, ist ein Zeitzeugnis für eine europäische Kirche, die schon so dekadent ist, dass sie nicht mehr erkennt, wie sehr sie das Vorbild einer lebendigen Kirche aus anderen Erdteilen nötig hätte. Stattdessen wünscht er den Kontinenten, dass sie auch dorthin kommen, wo Europa schon ist: am Ende. Der Verlust des Glaubens durch immer stärkere Angleichung an die Welt bedeutet für ihn Pionierarbeit, die belohnt werden soll. Wenn nicht jetzt, dann in der Zukunft. Doch wird es diese Kirche in Zukunft noch geben? Der Begründer der Pfarrerinitiative ist überrascht, als ihn der Moderator daran erinnert, dass er vor fünfzehn Jahren dasselbe gesagt hat. Er wird es auch in den nächsten fünfzehn Jahren tun.
Wieso heiratet Herr Schüller eigentlich seine Geliebte nicht und hält sich ein für allemal raus aus kirchlichen Angelegenheiten, von denen er eh' keine Ahnung hat?!!
Ich muss mich immer wundern, wenn so penetrant von der Kirche Reformbedarf angemahnt wird, während man den extremen Reformbedarf der Welt, z. B. bei wokeness, Abtreibung, Finanzindustrie, Kriegshetze, völlig ausklammert. Es ist, wie wenn sie einen Balken in ihren Augen hätten.
SATIRE CUM ECCLESIA Ist die Welt verkehrt? Warum fürchten wir uns vor Frieden mehr als vor Krieg? Rettet Zensur die Meinungsfreiheit? Gibt es nur westliche Werte? Warum will die Politik immer weniger Demokratie (Verbot der Opposition) und die Kirche immer mehr (Synodaler Weg)? Der Päpstliche Ehrenkaplan sucht nach Antworten.
Auch in der Diözese Gurk überbieten sich die Lobredner in der Bewunderung für den launischsten und unbeherrschtesten Papst aller Zeiten. Noch immer beeindruckt von seinem ersten Wort ‚Buonasera!‘ halten sie jede auch noch so beiläufige Äußerung von ihm für göttlich inspiriert. Im Heiligen Jahr der Hoffnung hoffen sie auf einen Franziskus II. Beten wir, dass sich ihre Hoffnung nicht erfüllt, sonst heißt bald das letzte Wort ‚Gute Nacht!‘
Kunst in der Kirche? Der Künstler gewinnt immer. Wird sein Werk kritisiert, erhält er die Aufmerksamkeit; wird es gelobt, fühlt er sich bestätigt. An seiner Kunst scheiden sich die Geister. Die Spaltung ist Strategie. Die Gläubigen stehen vor der Wahl: Ignorieren oder protestieren? Der Künstler gewinnt immer. Warum in Kirchen, nicht in Tempeln, Synagogen oder Moscheen? Würde der Künstler 27 Buddha-Statuen, Abraham-Figuren oder Mohamed-Bilder in 49 Teile zersägen und verkehrt an ein Eisengitter kleben, käme er wegen religiöser Verhetzung vor Gericht und hätte mit hohen Strafen zu rechnen. Verletzt er die Gefühle von Christen und verunstaltet ihren heiligen Raum, wird er ausgezeichnet und bekommt ein Honorar, über das Stillschweigen vereinbart wird. Verurteilt werden nur die Gläubigen, die sich dagegen zur Wehr setzen. Die Kirche verliert immer.
Die Häresie von der heilen und heiligen Welt ist bereits in vielen Köpfen. Einer der Köpfe ist Bischofsvikar Hans-Peter Premur in der Diözese Gurk. Im Geleitwort der Kärntner Kirchenzeitung Sonntag spricht er den Priestern, die nicht seinen grünpolitischen Ideen folgen, die Berechtigung ab Priester zu sein. Ähnliches gilt für Politiker. Wer nicht an das hohe Fieber des Planeten glaubt, soll zurücktreten oder sich gar nicht zur Wahl stellen. Doch warum noch wählen? Die Klimakrise kann nur global gelöst werden. Gibt es eine bewährtere Lösung als den Kommunismus, der das Heil für die ganze Welt verspricht? Premur möchte der kranken Welt eine Rosskur verpassen. Will er sie zur Bettruhe zwingen oder ihr kalte Umschläge machen? Es könnten auch Zäpfchen sein. Aber leider weiß der gute Mann nicht, wo vorne und hinten ist.
Den Schwenk weg von Gott hin zur Mutter Erde bemerkte man schon vor 30 Jahren, als plötzlich im kirchlichen Milieu überall von "Bewahrung der Schöpfung" die Rede war, während man die Lebensschützer in ein extremistisches Eck zu stellen versuchte.